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Medikamente

Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten

Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Metformin ratiopharm enthält Metformin, einen Wirkstoff zur Behandlung von Diabetes . Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Biguanide genannt werden. Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das für die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in Ihren Körper sorgt.

Wirkstoff(e)
Metformin
Zulassungsinhaber
Teva B.V.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
A10BA02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten angewendet?

Metformin ratiopharm enthält Metformin, einen Wirkstoff zur Behandlung von Diabetes. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Biguanide genannt werden.

Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das für die Aufnahme von Glukose (Zucker) aus dem Blut in Ihren Körper sorgt. Ihr Körper nutzt Glukose um Energie zu produzieren oder speichert sie zur späteren Verwendung.

Wenn Sie an Diabetes leiden, produziert Ihre Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin oder Ihr Körper spricht nicht richtig auf das gebildete Insulin an. Dies führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel. Metformin ratiopharm hilft Ihren Blutzuckerspiegel auf einen möglichst normalen Wert zu senken.

Bei übergewichtigen Erwachsenen trägt die langfristige Einnahme von Metformin ratiopharm außerdem dazu bei, das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen zu senken. Metformin wird mit einem stabilen Körpergewicht oder einer mäßigen Gewichtsabnahme in Verbindung gebracht.

Metformin ratiopharm wird zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes (auch als ‚nicht-insulinpflichtiger Diabetes‘ bezeichnet) angewendet, wenn Ihr Blutzuckerspiegel durch Ernährung und Bewegung alleine nicht ausreichend reguliert werden konnte. Das Arzneimittel wird insbesondere bei übergewichtigen Patienten eingesetzt.

Erwachsene können Metformin ratiopharm alleine oder zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes (Arzneimittel zum Einnehmen oder Insulin) einnehmen.

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Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche können Metformin ratiopharm alleine oder zusammen mit Insulin einnehmen.

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Was ist vor der Einnahme von Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten zu beachten?

Metformin ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Metformin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie Leberprobleme haben.
  • wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben.
  • wenn Sie unkontrollierten Diabetes haben, zum Beispiel mit schwerer Hyperglykämie (sehr hohem Blutzucker), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schneller Gewichtsabnahme, Laktatazidose (siehe „Risiko einer Laktatazidose“ weiter unten) oder Ketoazidose. Ketoazidose ist ein Zustand, bei dem sich als „Ketonkörper“ bezeichnete Substanzen im Blut anhäufen, die zu einem diabetischen Präkoma führen können. Zu den Symptomen gehören Magenschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, Schläfrigkeit oder die Entwicklung eines ungewöhnlichen fruchtigen Geruchs des Atems.
  • wenn Sie zu viel Flüssigkeit verloren haben (Dehydratation), zum Beispiel durch lang andauernden oder starken Durchfall oder wenn Sie sich mehrmals hintereinander erbrochen haben. Dieser Flüssigkeitsverlust könnte zu Nierenproblemen führen, wodurch Sie gefährdet sind Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie eine schwere Infektion haben, zum Beispiel einer Infektion der Lunge, der Bronchien oder der Niere. Schwere Infektionen könnten zu Nierenproblemen führen, wodurch Sie gefährdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe unten „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie wegen akuter Herzschwäche behandelt werden oder vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten haben, schwere Kreislaufprobleme (wie z. B. einen Schock) oder Schwierigkeiten mit der Atmung haben. Dies könnte zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe führen, wodurch Sie gefährdet sind, eine Laktatazidose zu entwickeln (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Sie viel Alkohol trinken.

Falls eines der oben genannten Kriterien auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt um Rat,

  • wenn Sie sich einer Untersuchung unterziehen müssen, wie z.B. Röntgen oder eine andere bildgebenden Untersuchung, bei der ein iodhaltiges Kontrastmittel in Ihren Blutkreislauf injiziert wird.
  • wenn Sie sich einem größeren operativen Eingriff unterziehen müssen.

Sie müssen die Einnahme von Metformin ratiopharm für einen bestimmten Zeitraum vor und nach der Untersuchung bzw. der Operation absetzen. Ihr Arzt entscheidet, ob Sie während dieser Zeit eine andere Behandlung benötigen. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Risiko einer Laktatazidose

Metformin ratiopharm kann eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung verursachen, die als Laktatazidose bezeichnet wird, insbesondere wenn Ihre Nieren nicht richtig funktionieren. Das Risiko, eine Laktatazidose zu entwickeln, wird auch durch schlecht eingestellten Diabetes, schwere Infektionen, längeres Fasten oder Alkoholkonsum, Dehydrierung (weitere Informationen siehe unten),

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Leberprobleme und Erkrankungen erhöht, bei denen ein Teil des Körpers nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird (zum Beispiel bei akuten schweren Herzerkrankungen).

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt hinsichtlich weiterer Anweisungen.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Metformin ratiopharm für eine kurze Zeit, wenn Sie einen Zustand haben, der mit einer Dehydrierung (erheblicher Verlust an Körperflüssigkeit) verbunden sein kann, wie beispielsweise schweres Erbrechen, Durchfall, Fieber, Hitzebelastung oder geringere Flüssigkeitsaufnahme als normalerweise. Sprechen Sie hinsichtlich weiterer Anweisungen mit Ihrem Arzt.

Beenden Sie die Einnahme von Metformin ratiopharm und wenden Sie sich unverzüglich an

einen Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus, wenn Sie Symptome einer Laktatazidose bemerken, da dieser Zustand zum Koma führen kann.

Symptome einer Laktatazidose sind:

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • allgemeines Unwohlsein mit starker Müdigkeit
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • verringerte Körpertemperatur und Herzklopfen

Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem Krankenhaus behandelt werden.

Wenden Sie sich für weitere Anweisungen unverzüglich an Ihren Arzt, wenn:

  • bei Ihnen bekannt ist, dass Sie eine genetisch vererbte Erkrankung der Mitochondrien (die energieproduzierenden Zellbestandteile) wie das MELAS-Syndrom (von den Mitochondrien ausgehende Gehirn- und Muskelstörung mit Blut- und Gewebsübersäuerung und schlaganfallähnlichen Episoden) oder MIDD (mütterlicherseits vererbter Diabetes mit Hörverlust) haben.
  • Sie nach Beginn der Behandlung mit Metformin eines der folgenden Symptome bemerken: Krampfanfall, nachlassende kognitive Fähigkeiten, Bewegungsstörungen, Beschwerden, die auf eine Nervenschädigung hinweisen (z. B. Schmerzen oder Taubheitsgefühl), Migräne und Hörverlust.

Falls bei Ihnen eine größere Operation geplant ist, müssen Sie die Einnahme von Metformin ratiopharm während des Eingriffs und für einige Zeit danach unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Metformin ratiopharm beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Metformin ratiopharm selbst verursacht keine Unterzuckerung (Hypoglykämie). Wenn Sie jedoch Metformin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes einnehmen, die eine Unterzuckerung hervorrufen können (wie Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide), besteht das Risiko eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Wenn Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten, wie Schwächegefühl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten, hilft es normalerweise, wenn Sie etwas essen oder trinken, das Zucker enthält.

Während der Behandlung mit Metformin ratiopharm wird Ihr Arzt mindestens einmal jährlich oder – falls Sie älter sind und/oder sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert – auch häufiger Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Einnahme von Metformin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

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Falls Ihnen ein iodhaltiges Kontrastmittel in Ihren Blutkreislauf injiziert werden muss, zum Beispiel in Zusammenhang mit einer Röntgenaufnahme oder einer Computertomografie, müssen Sie die Einnahme von Metformin ratiopharm vor bzw. zum Zeitpunkt der Injektion unterbrechen. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre Behandlung mit Metformin ratiopharm beenden müssen und wann die Behandlung wieder begonnen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Möglicherweise müssen Ihr Blutzucker und Ihre Nierenfunktion häufiger kontrolliert werden oder Ihr Arzt muss eventuell die Dosierung von Metformin ratiopharm anpassen. Es ist besonders wichtig, folgende Arzneimittel zu erwähnen:

  • Arzneimittel, die die Harnbildung steigern (Diuretika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (NSAR und COX-2-Hemmer wie beispielsweise Ibuprofen und Celecoxib)
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer und Angiotensin-II- Rezeptorantagonisten)
  • Beta-2-Agonisten wie Salbutamol oder Terbutalin (zur Behandlung von Asthma).
  • Kortikosteroide (angewendet zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen, wie schwere Entzündungen der Haut oder bei Asthma).
  • Arzneimittel, die möglicherweise die Menge an Metformin ratiopharm in Ihrem Blut verändern, insbesondere, wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt (wie Verapamil, Rifampicin, Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib, Isavuconazol, Crizotinib, Olaparib)
  • andere Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit.

Einnahme von Metformin ratiopharm zusammen mit Alkohol

Meiden Sie während der Einnahme von Metformin ratiopharm übermäßigen Alkoholkonsum, da dieser das Risiko einer Laktatazidose erhöhen kann (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, für den Fall dass Änderungen an Ihrer Behandlung oder Überwachung Ihres Blutzuckerspiegels erforderlich sind.
  • Dieses Arzneimittel wird nicht empfohlen, wenn Sie stillen oder vorhaben, dies zu tun.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Metformin ratiopharm selbst führt nicht zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie). Das heißt, dass Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Einnahme von Metformin ratiopharm nicht beeinträchtigt wird.

Besondere Vorsicht ist hingegen geboten, wenn Sie Metformin ratiopharm zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einnehmen, die eine Unterzuckerung hervorrufen können (wie zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, Insulin, Glinide). Zu den Anzeichen einer Unterzuckerung gehören Schwächegefühl, Benommenheit, vermehrtes Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Sehstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie erste Anzeichen dieser Symptome bemerken.

Wie wird Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten angewendet?

Wie ist Metformin ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

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Metformin ratiopharm kann die Vorzüge einer gesunden Lebensweise nicht ersetzen. Folgen Sie weiterhin allen Ernährungsempfehlungen Ihres Arztes und sorgen Sie für regelmäßige körperliche Betätigung.

Die empfohlene Dosis beträgt

Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche beginnen normalerweise mit der Einnahme von 500 mg oder 850 mg Metformin ratiopharm einmal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 2.000 mg, aufgeteilt in 2 oder 3 Einnahmen. Eine Behandlung von Kindern zwischen 10 und 12 Jahren wird nur auf ausdrücklichen Rat des Arztes empfohlen, da die Erfahrung in dieser Altersgruppe begrenzt ist.

Erwachsene beginnen normalerweise mit der Einnahme von 500 mg oder 850 mg Metformin ratiopharm zwei- oder dreimal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 3.000 mg, aufgeteilt in 3 Einnahmen. Falls Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen.

Wenn Sie zusätzlich Insulin anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wie Sie mit der Einnahme von Metformin ratiopharm beginnen sollen.

Überwachung

Ihr Arzt führt regelmäßige Blutzuckerkontrollen bei Ihnen durch und wird Ihre Dosis von Metformin ratiopharm entsprechend Ihrem Blutzuckerspiegel anpassen. Sprechen Sie unbedingt regelmäßig mit Ihrem Arzt. Dies ist besonders wichtig für Kindern und Jugendliche oder wenn

Sie schon älter sind.

  • Ihr Arzt überprüft außerdem mindestens einmal jährlich Ihre Nierenfunktion. Wenn Sie älter sind oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, können auch häufigere Untersuchungen

notwendig sein.

Wie ist Metformin ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie Metformin ratiopharm mit oder nach einer Mahlzeit ein. So vermeiden Sie Nebenwirkungen, die Ihre Verdauung beeinträchtigen.

Die Filmtabletten dürfen nicht zerstoßen oder zerkaut werden. Schlucken Sie jede Filmtablette mit einem Glas Wasser.

  • Wenn Sie eine Dosis pro Tag einnehmen, nehmen Sie die Filmtabletten morgens (zum Frühstück) ein.
  • Wenn Sie zwei Dosen pro Tag einnehmen, nehmen Sie die Filmtabletten morgens (zum Frühstück) und abends (zum Abendessen) ein.
  • Wenn Sie drei Dosen pro Tag einnehmen, nehmen Sie die Filmtabletten morgens (zum Frühstück), mittags (zum Mittagessen) und abends (zum Abendessen) ein.

Wenn Sie nach einiger Zeit den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metformin ratiopharm zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie eine größere Menge von Metformin ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Metformin ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu einer Laktatazidose kommen. Die Symptome einer Laktatazidose sind unspezifisch, wie z.B. Erbrechen, Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen, einem allgemeinen Gefühl des Unwohlseins mit starker Müdigkeit sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Weitere Symptome sind reduzierte Körpertemperatur und reduzierter Herzschlag. Wenn Sie derartige Beschwerden bemerken, müssen

Sie sofort ärztliche Hilfe aufsuchen, da Laktatazidose zum Koma führen kann. Beenden Sie sofort die Einnahme von Metformin ratiopharm und setzen Sie sich mit einem Arzt oder mit dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

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Wenn Sie die Einnahme von Metformin ratiopharm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis zur vorgesehenen Zeit ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten?

Wie alle Arzneimittel kann auch Metformin ratiopharm Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

Metformin ratiopharm kann eine sehr seltene (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen), aber sehr schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte Laktatazidose, hervorrufen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Falls diese bei Ihnen auftritt, müssen Sie die Einnahme

von Metformin ratiopharm beenden und umgehend einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen, da eine Laktatazidose zum Koma führen kann.

Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust. Diese Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Behandlung mit Metformin ratiopharm auf. Es kann helfen die Dosis auf mehrere über den Tag verteilte Einnahmen aufzuteilen und

Metformin ratiopharm mit oder direkt nach einer Mahlzeit einzunehmen. Wenn die Beschwerden andauern, nehmen Sie Metformin ratiopharm nicht weiter ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Geschmacksveränderungen.
  • Verminderte oder niedrige Vitamin-B12-Spiegel im Blut (Symptome können extreme Müdigkeit [Fatigue], eine wunde und rote Zunge [Glossitis], Kribbeln [Parästhesie] oder blasse oder gelbe Haut sein). Ihr Arzt kann einige Tests durchführen lassen, um die Ursache Ihrer Symptome

herauszufinden, da einige davon auch durch Diabetes oder andere Gesundheitsprobleme verursacht werden können.

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Laktatazidose. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikation insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Die Symptome einer Laktatazidose sind unspezifisch (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Auffällige Leberfunktionswerte oder Hepatitis (Leberentzündung; diese kann Müdigkeit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme mit oder ohne Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes verursachen). Wenn Sie derartige Beschwerden bekommen, nehmen Sie Metformin ratiopharm nicht weiter ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Juckreiz oder juckender Ausschlag (Quaddeln).

Kinder und Jugendliche

Begrenzte Daten für Kinder und Jugendliche zeigten, dass die Nebenwirkungen in Art und Schwere den bei Erwachsene gemeldeten ähnlich waren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

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Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Wenn Metformin ratiopharm zur Behandlung von Kindern angewendet wird, wird Eltern und Betreuern empfohlen die Anwendung dieses Arzneimittels zu überwachen.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen Metformin ratiopharm nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton bzw. dem Etikett nach Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel bitte nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten

Was Metformin ratiopharm enthält

  • Der Wirkstoff ist Metforminhydrochlorid.
    Jede Filmtablette Metformin ratiopharm 850 mg enthält 850 mg Metforminhydrochlorid entsprechend 662,9 mg Metformin.
    Jede Filmtablette Metformin ratiopharm 1000 mg enthält 1000 mg Metforminhydrochlorid entsprechend 780 mg Metformin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Povidon, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (E 470b) Filmüberzug: Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171) und Macrogol (E 1521).

Wie Metformin ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

850 mg: Weiße bis cremefarbene ovale Filmtablette mit der Prägung „93“ auf der einen und „49“ auf der anderen Seite und einer Größe von ca. 18 mm x 9mm.

1000 mg: Weiße bis cremefarbene ovale Filmtablette mit der Prägung „9“ auf der linken Seite und „3“ auf der rechten Seite der Bruchkerbe auf einer Seite sowie „72“ auf der linken Seite und „14“ auf der rechten Seite der Bruchkerbe auf der anderen Seite und einer Größe von ca. 19 mm x 9mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Blisterpackungen:

Metformin ratiopharm ist in Blisterpackungen mit 20, 28, 30, 40, 50, 56, 60, 80, 84, 90, 100, 105, 120 und 180 Filmtabletten erhältlich.

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HDPE-Flaschen mit Polypropylen-Deckel und Trockenmittel:

Metformin ratiopharm 850 mg ist in Flaschen mit 100, 105, 180, 200, 400 Filmtabletten erhältlich. Metformin ratiopharm 1000 mg ist in Flaschen mit 60,100, 180, 210 Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Teva Czech Industries s.r.o. Ostravská 29, č.p. 305

747 70 Opava-Komárov Tschechische Republik

Teva Pharmaceutical Works Private Limited Company - Teva Gyógyszergyár Zrt. –

Pallagi út 13 4042 Debrecen Ungarn

[Metformin ratiopharm 850 mg Filmtabletten] Z.Nr.: 141633 [Metformin ratiopharm 1000 mg Filmtabletten] Z.Nr.: 141634

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Bulgarien: Метфодиаб 500 mg филмирани таблетки
  Metfodiab 500 mg film-coated tablets
  Метфодиаб 850 mg филмирани таблетки
  Metfodiab 850 mg film-coated tablets
  Метфодиаб 1000 mg филмирани таблетки
  Metfodiab 1000 mg film-coated tablets
Dänemark: Metformin Teva B.V.
Deutschland: Metformin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten
  Metformin-ratiopharm 850 mg Filmtabletten
  Metformin-ratiopharm 1000 mg Filmtabletten
Finnland: Metformin ratiopharm 500 mg tabletti, kalvopäällysteinen
  Metformin ratiopharm 850 mg tabletti, kalvopäällysteinen
  Metformin ratiopharm 1000 mg tabletti, kalvopäällysteinen
Island: Metformin Teva B.V.
Norwegen: Metformin Teva B.V.
Rumänien: Metformin Teva 500 mg comprimate filmate
  Metformin Teva 1000 mg comprimate filmate
Schweden: Metformin Teva B.V.
Spanien: Metformina Tevagen 850 mg comprimidos recubiertos con película EFG
  Metformina Tevagen 1000 mg comprimidos recubiertos con película EFG

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Ungarn: Metformin-Teva 500 mg filmtabletta
  Metformin-Teva 850 mg filmtabletta
  Metformin-Teva 1000 mg filmtabletta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2025.

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Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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