Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Dieses Arzneimittel enthält den Wirkstoff Mercaptopurin-Monohydrat. Dieser gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die als Zytotoxine (auch Chemotherapeutika genannt) bezeichnet werden. Mercaptopurin wird zur Behandlung von Leukämie (Blutkrebs) angewendet und wirkt, indem es die Zahl der neuen Blutkörperchen, die Ihr Körper produziert, reduziert.
- Wirkstoff(e)
- Mercaptopurin
- Zulassungsinhaber
- Silver Pharma S.L.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- L01BB02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten angewendet?
Dieses Arzneimittel enthält den Wirkstoff Mercaptopurin-Monohydrat. Dieser gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die als Zytotoxine (auch Chemotherapeutika genannt) bezeichnet werden. Mercaptopurin wird zur Behandlung von Leukämie (Blutkrebs) angewendet und wirkt, indem es die Zahl der neuen Blutkörperchen, die Ihr Körper produziert, reduziert.
Mercaptopurin dienen zur Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.
Leukämie ist eine schnell fortschreitende Erkrankung, bei der die Anzahl neuer weißer Blutkörperchen steigt. Diese neuen weißen Blutkörperchen sind unreif (nicht voll ausgebildet) und können nicht wachsen und richtig funktionieren. Daher können sie keine Infektionen bekämpfen und könnten Blutungen verursachen. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie weitere Erklärungen über diese Erkrankung möchten.
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Was ist vor der Einnahme von Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten zu beachten?
Mercaptopurin Silver darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Mercaptopurin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie gegen Gelbfieber geimpft werden, da dies tödlich verlaufen kann, wenn Sie Mercaptopurin Silver einnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mercaptopurin Silver einnehmen,
wenn Sie vor kurzem eine Impfung gegen Gelbfieber erhalten haben oder demnächst erhalten werden. Während Sie Mercaptopurin Silver einnehmen, werden Impfungen (z.B. mit Grippe- Impfstoff, Mumps-Impfstoff, BCG-Impfstoff usw.) nicht empfohlen, solange von Ihrem Arzt nicht entschieden wurde, dass dies sicher ist. Dies liegt daran, dass einige Impfstoffe zu einer Infektion führen können, wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels damit geimpft werden.
- wenn Sie Leber- oder Nierenfunktionsstörungen haben. Ihr Arzt wird Ihre Leber- oder Nierenfunktion während der Behandlung überwachen und bei Bedarf Ihre Dosis verringern.
- wenn Sie eine Erkrankung haben, bei der Ihr Körper zu wenig von einem Enzym namens TPMT oder „Thiopurinmethyltransferase“ produziert, da Ihr Arzt möglicherweise die Dosis reduzieren muss.
- wenn Sie eine genetische Erkrankung namens Lesch-Nyhan-Syndrom haben, eine seltene Erkrankung, die zu den angeborenen Stoffwechselstörungen gehört,
- wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Mercaptopurin kann sich negativ auf Spermien oder Eizellen auswirken (siehe unten „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).
Bei einigen Patienten mit entzündlichen Darmkrankheiten, die mit Mercaptopurin behandelt wurden, hat sich eine seltene und aggressive Krebsart entwickelt, die hepatosplenisches T-Zell-Lymphom genannt wird (siehe Abschnitt 4).
Die Einnahme von Mercaptopurin kann Ihr Risiko für folgende Erkrankungen erhöhen:
Auftreten einer schweren Erkrankung, die „Makrophagenaktivierungssyndrom“ genannt wird (exzessive Aktivierung weißer Blutkörperchen, die mit Entzündungen einhergeht) und in der Regel bei Menschen mit bestimmten Arten von Arthritis auftritt.
Wenn Sie eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, kann die Einnahme dieses Arzneimittels Ihr Risiko für folgende Erkrankungen erhöhen:
- Tumore, einschließlich Hautkrebs. Wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen, vermeiden Sie es daher, sich übermäßigem Sonnenlicht auszusetzen, tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie schützende Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.
-
Lymphoproliferative Erkrankungen
- Die Behandlung mit Mercaptopurin Silver erhöht Ihr Risiko, an einer bestimmten Art von Krebs zu erkranken, die „lymphoproliferative Erkrankung“ genannt wird. Bei Behandlungsschemata, die mehrere Immunsuppressiva (einschließlich Thiopurine) enthalten, kann dies zum Tod führen.
- Eine Kombination mehrerer gleichzeitig angewendeter Immunsuppressiva erhöht das Risiko für durch Virusinfektionen verursachte Erkrankungen des Lymphsystems (durch das Epstein-Barr-Virus [EBV] bedingte lymphoproliferative Erkrankungen).
Bluttests
Die Behandlung mit Mercaptopurin Silver kann sich auf Ihr Knochenmark auswirken. Das bedeutet, dass die Anzahl an weißen Blutkörperchen, Blutplättchen und (weniger häufig) an roten Blutkörperchen in Ihrem Blut abnehmen kann. Ihr Arzt wird täglich Bluttests durchführen, wenn Sie am Anfang Ihrer Behandlung stehen (Induktion) und mindestens wöchentlich im weiteren Verlauf der Behandlung (Erhaltung). Dies dient dazu, die Anzahl dieser Zellen in Ihrem Blut zu überwachen. Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels rechtzeitig beenden, kehrt die Anzahl der Blutkörperchen wieder auf Normalwerte zurück.
Ihr Arzt kann während Ihrer Behandlung mit Mercaptopurin Silver eine Blutuntersuchung anordnen, um die Anzahl Ihrer Blutkörperchen zu kontrollieren. Ihr Arzt kann vor oder während Ihrer Behandlung auch andere genetische Untersuchungen (d.h. eine Analyse Ihrer TPMT- und/oder NUDT15-Gene) durchführen, um festzustellen, ob Ihre Reaktion auf dieses Arzneimittel möglicherweise durch Ihre Genetik beeinflusst wird. Ihr Arzt wird Ihre Mercaptopurin Silver-Dosis nach diesen Tests möglicherweise ändern.
Andere Laboruntersuchungen
Möglicherweise werden nach Anordnung Ihres Arztes auch weitere Laboruntersuchungen (Urin, Blut usw.) durchgeführt.
Leberfunktion
Mercaptopurin Silver ist für Ihre Leber giftig. Daher wird Ihr Arzt wöchentliche Leberfunktionstests durchführen, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Wenn Sie bereits eine bestehende Lebererkrankung haben oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, die sich auf Ihre Leber auswirken können, wird Ihr Arzt häufigere Untersuchungen durchführen. Falls Sie feststellen, dass das Weiß in Ihren Augen oder Ihre Haut sich gelblich verfärbt (Gelbsucht), teilen Sie dies unverzüglich Ihrem Arzt mit, da es erforderlich sein kann, die Behandlung unverzüglich abzubrechen.
Infektionen
Wenn Sie mit Mercaptopurin Silver behandelt werden, besteht für Sie ein erhöhtes Risiko für Viren-, Pilz- und bakterielle Infektionen. Die Infektionen können einen schwereren Verlauf nehmen. Siehe auch Abschnitt 4.
Teilen Sie Ihrem Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit, ob Sie Windpocken, Gürtelrose oder Hepatitis B (eine von einem Virus hervorgerufene Lebererkrankung) hatten oder nicht.
NUDT15-Genmutation
Wenn Sie eine angeborene Mutation des NUDT15-Gens (einem Gen, das am Abbau von Mercaptopurin Silver im Körper beteiligt ist) aufweisen, besteht für Sie ein höheres Risiko für Infektionen und Haarausfall, und Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall gegebenenfalls eine niedrigere Dosis verschreiben.
Sonnenbestrahlung und UV-Licht
Während Sie Mercaptopurin Silver einnehmen, sind Sie gegenüber Sonnenbestrahlung und UV-Licht empfindlicher. Sie müssen die Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Licht begrenzen, Schutzkleidung tragen und ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor (LSF) verwenden.
Vitamin-B3-Mangel (Pellagra)
Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Durchfall, einen lokalisierten pigmentierten Ausschlag (Dermatitis) oder eine Verschlechterung Ihres Gedächtnisses, Ihres Denkvermögens oder Ihrer Denkfähigkeit (Demenz) haben, da diese Symptome auf einen Vitamin-B3-Mangel hinweisen können. Ihr Arzt wird Ihnen Vitaminpräparate (Niacin/Nicotinamid) verschreiben, um Ihren Zustand zu verbessern.
Kinder und Jugendliche
Niedrige Blutzuckerspiegel (stärkeres Schwitzen als üblich, Übelkeit, Schwindel, Verwirrung usw.) wurden bei einigen Kindern beschrieben, die mit Mercaptopurin behandelt wurden. Die meisten dieser Kinder waren jünger als sechs Jahre und hatten ein niedriges Körpergewicht.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Anwendung von Mercaptopurin Silver zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, einschließlich nicht rezeptpflichtiger Arzneimittel. Dies schließt pflanzliche Arzneimittel ein.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn es sich um eines der folgenden Arzneimittel handelt:
Ribavirin (wird zur Behandlung von Viren angewendet). Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen, da Fälle von schwerer Myelosuppression (verminderte Bildung von Blutzellen) nach gleichzeitiger Anwendung mit Mercaptopurin berichtet wurden.
- andere zytotoxische Arzneimittel (Chemotherapie). Bei gleichzeitiger Anwendung von Mercaptopurin besteht ein gesteigertes Risiko, dass Nebenwirkungen wie Atemprobleme auftreten
- andere Arzneimittel, deren primäre oder sekundäre Toxizität eine Myelosuppression oder Verminderung der Bildung von Blutzelltypen bewirkt (antineoplastische Arzneimittel wie Cyclophosphamid, Dacarbazin, Temozolomid, Doxorubicin, Cytarabin, Capecitabin, etc.).
- Allopurinol, Oxipurinol, Thiopurinol, und Febuxostat (wird hauptsächlich zur Behandlung von Gicht angewendet). Bei gleichzeitiger Anwendung sind nur 25 % der normalen Mercaptopurin-Dosis einzunehmen.
- Antikoagulanzien wie Warfarin oder Acenocoumarol (wird zur Blutverdünnung und zur Verhinderung von Blutgerinnsel benutzt)
- Olsalazin oder Mesalazin (wird zur Behandlung einer Darmerkrankung namens Colitis ulcerosa angewendet)
- Sulfasalazin (wird zur Behandlung von rheumatischer Gelenksentzündung oder Colitis ulcerosa angwendet).
- Antiepileptika wie Phenytoin oder Carbamazepin. Die Blutspiegel von Antiepileptika müssen gegebenenfalls überwacht und die Dosen bei Bedarf angepasst werden.
- 6-Thioguanin (Zytostatikum), da eine Kreuzresistenz zwischen den beiden Arzneimitteln vorliegt.
- Methotrexat (zur Behandlung von Krebs, rheumatoider Arthritis oder Hautkrankheiten (schwere Psoriasis)). Die orale Anwendung von Methotrexat erhöht den Blutspiegel von Mercaptopurin.
- Infliximab (zur Behandlung gewisser Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), rheumatoider Arthritis, Spondylitis ankylosans oder Hautkrankheiten (schwere Psoriasis))Azathioprin, wenn eine allergische Reaktion auf Mercaptopurin aufgetreten ist.
Impfungen während der Einnahme von Mercaptopurin Silver
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie vor kurzem eine Impfung erhalten haben, oder eine Impfung geplant ist. Während Sie Mercaptopurin Silver einnehmen, wird die Anwendung von Lebendimpfstoffen (z. B. Grippe-Impfstoff, Mumps-Impfstoff, BCG-Impfstoff usw.) nicht empfohlen, solange von Ihrem Arzt nicht entschieden wurde, dass dies sicher ist. Dies liegt daran, dass einige Impfstoffe zu einer Infektion führen können, wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels damit geimpft werden.
Mercaptopurin Silver zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie können dieses Arzneimittel mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen. Die Einnahme muss jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen.
Nehmen Sie Mercaptopurin Silver nicht mit Milch oder Milchprodukten ein, da diese die Wirkung des Arzneimittels herabsetzen können. Nehmen Sie Mercaptopurin Silver mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten ein.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.
Schwangerschaft:
Die Behandlung mit Mercaptopurin Silver wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, insbesondere nicht im ersten Trimester (drei Monate), weil es dem Fötus Schaden zufügen könnte. Wenn Sie schwanger sind, wird Ihr Arzt die Risiken und den Nutzen für Sie und Ihr Kind abwägen, bevor er Ihnen Mercaptopurin Silver verschreibt.
Nehmen Sie Mercaptopurin Silver nicht ein, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Dieses Arzneimittel kann sich negativ auf Spermien oder Eizellen auswirken. Falls Sie oder Ihr Partner Mercaptopurin Silver einnehmen, müssen Sie eine verlässliche Art der
Empfängnisverhütung anwenden, um eine Schwangerschaft für die Dauer der gesamten Behandlung und für mindestens 3 Monate nach Erhalt der letzten Dosis an Mercaptopurin Silver Tabletten zu vermeiden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, fragen Sie vor der Einnahme von Mercaptopurin Silver Ihren Arzt um Rat.
Die Einnahme von Mercaptopurin Silver während der Schwangerschaft kann zu starkem, übermäßigem Juckreiz ohne Hautausschlag führen. Möglicherweise treten gleichzeitig Übelkeit und Appetitlosigkeit auf, was auf eine sogenannte Schwangerschaftscholestase (eine Lebererkrankung während der Schwangerschaft) hindeuten kann. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, da diese Erkrankung Ihr ungeborenes Kind schädigen kann.
Stillzeit:
Während der Einnahme von Mercaptopurin Silver wird das Stillen nicht empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es ist nicht zu erwarten, dass Mercaptopurin Silver Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Studien, die dies bestätigen, wurden jedoch nicht durchgeführt.
Mercaptopurin Silver enthält Lactose und Natrium
Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu "natriumfrei".
Wie wird Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Mercaptopurin Silver darf Ihnen nur von einem Facharzt verschrieben werden, der in der Behandlung von Blutkrankheiten erfahren ist.
- Tablette nicht zerkauen. Schlucken Sie Ihre Tabletten im Ganzen mit einem Glas Wasser.
- Die Tabletten dürfen weder geteilt noch zerkleinert werden. Wenn Sie die Tablette in zwei Hälften teilen müssen, oder Sie oder Ihre Pflegeperson mit zerbrochenen Tabletten hantieren, atmen Sie den Tablettenstaub nicht ein und waschen Sie sich nach der Anwendung sofort die Hände.
- Wenn Sie Mercaptopurin Silver einnehmen, wird Ihr Arzt regelmäßige Bluttests durchführen. Dies dient dazu, die Anzahl und Art Ihrer Blutkörperchen zu überwachen und Ihre Leberfunktion zu überprüfen.
- Ihr Arzt kann auch zusätzliche Untersuchungen von Blut und Urin anordnen, um Ihre Harnsäurewerte zu überwachen. Harnsäure ist eine körpereigene Substanz und die Harnsäurewerte können ansteigenwährend Sie Mercaptopurin Silver einnehmen.
- Ihr Arzt muss Ihre Mercaptopurin-Dosis infolge dieser Tests möglicherweise ändern.
Für Erwachsene und Kinder werden als Standarddosis zu Beginn 50–75 mg/m2 Körperoberfläche pro Tag angewendet. Ihr Arzt berechnet und passt Ihre Dosis unter Berücksichtigung Ihres Körpergewichts, den Ergebnissen Ihrer Bluttests, ob Sie andere Chemotherapeutika erhalten und Ihren Nieren- und Leberwerten an. In einigen Fällen kann Ihr Arzt Ihre Mercaptopurin-Dosis ändern.
Fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie Fragen bezüglich der Dosis haben, die Sie einnehmen müssen.
Es ist wichtig, dass Sie Mercaptopurin abends einnehmen, da die Therapie dann wirksamer ist. Sie können Mercaptopurin mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen. Die Einnahme muss jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen. Nehmen Sie die Tabletten mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten ein.
Wenn Sie eine größere Menge Mercaptopurin Silver eingenommen haben, als Sie sollten
Falls Sie mehr Mercaptopurin eingenommen haben, als Sie sollten, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf. Sie können Durchfall oder Übelkeit bekommen. Nehmen Sie die Arzneimittelverpackung und diese Packungsbeilage mit.
Wenn Sie die Einnahme von Mercaptopurin Silver vergessen haben
Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Mercaptopurin Silver abbrechen
Brechen Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät Ihnen dazu, da Sie sonst einen Rückfall Ihrer Erkrankung erleiden können.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bekommen, informieren Sie sofort Ihren Facharzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf:
-
Eine allergische Reaktion, die folgende Anzeichen umfassen kann:
- Hautausschläge
- Hohe Temperatur (Fieber)
- Gelenkschmerzen
- Gesichtsschwellung
- Hautknötchen (Erythema nodosum)
- Jedes Anzeichen von Fieber oder einer Infektion (Halsschmerzen, wunder Mund oder Beschwerden beim Wasserlassen)
- Jeder unerwartete Bluterguss oder jede unerwartete Blutung, da dies bedeuten kann, dass zu wenige Blutkörperchen eines bestimmten Typs gebildet werden
- wenn Sie sich plötzlich unwohl fühlen (auch bei normaler Körpertemperatur), Bauchschmerzen haben und sich übergeben möchten, da dies ein Zeichen für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein könnte
- Gelbfärbung des weißen Anteils der Augen oder der Haut (Gelbsucht)
- wenn Sie Durchfall haben
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, die zusätzlich zu den oben genannten auch mit diesem Arzneimittel auftreten können:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
Abfall der Zahl weißer Blutkörperchen und der Blutplättchen (dies kann im Blut erkannt werden).
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Übelkeit oder Erbrechen
- Leberschäden - diese können sich in Ihren Blutuntersuchungen zeigen
- Niedrige Zahl roter Blutkörperchen („Anämie“), die zu Müdigkeit, Schwindel oder Atemnot führen kann
- Appetitlosigkeit
- Durchfall
- Mundschleimhautentzündung (Stomatitis)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Mundgeschwüre
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse; Symptome können Magenschmerzen oder Übelkeit umfassen
- Gelenkschmerzen
- Akne
- Fieber
- Schwere Schädigung der Leberzellen (hepatische Nekrose)
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Haarverlust
- bei Männern: Geringe Spermienzahl
- Gesichtsschwellung
- Verschiedene Krebsarten einschließlich Blut-, Lymph- und Hautkrebs
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Andere Leukämiearten
- Darmgeschwüre
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Seltene Krebsart (hepatosplenisches T-Zell-Lymphom, siehe Abschnitt 2).
- Hautknötchen (Erytema nodosum)
- Brennen oder Kribbeln im Mund oder an den Lippen (Schleimhautentzündung, Stomatitis)
- Rissige oder geschwollene Lippen (Cheilitis)
- Vitamin-B3-Mangel (Pellagra) in Verbindung mit einem lokalisierten, pigmentierten Hautausschlag, Durchfall oder einer Verschlechterung des Gedächtnisses, des Denkvermögens oder anderer Denkfähigkeiten.
- Erniedrigung der Gerinnungsfaktoren
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
- niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie); Häufigkeit nicht abschätzbar
Wenn eine der Nebenwirkungen schwerwiegend ist, oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Webseite: http://www.basg.gv.at
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf, vorzugsweise in einem verschlossenen Schrank. Eine versehentliche Einnahme kann für Kinder tödlich sein.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Lagerungsbedingungen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Mercaptopurin Silver 50 mg Tabletten
Was Mercaptopurin Silver enthält
- Der Wirkstoff ist Mercaptopurin (als Monohydrat). Jede Tablette enthält 50 mg Mercaptopurin- Monohydrat.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Povidon K30, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat und Stearinsäure.
Wie Mercaptopurin Silver aussieht und Inhalt der Packung
Blassgelbe, 6 mm große, runde Tabletten in zwei Alu-PVC Blistern mit je 12 Tabletten in einem Umkarton verpackt.
Packungsgröße: 24 Tabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer:
Silver Pharma S.L
Avda. Camino de lo Cortao 16,
28703 San Sebastián de los Reyes (Madrid) Spanien
Hersteller
Ardena Pamplona S.L.
Pol. Mocholí C/ Noáin, 1
31110 Noáin (Navarra),
Spanien
Laboratori Fundació DAU
Calle Lletra C, 12-14, Pol. Ind. Zona Franca,
08040 Barcelona,
Spanien
Prasfarma, S.L.U.
C/ Sant Joan, 11-15,
Manlleu, 08560, Barcelona,
Spanien
Z.Nr.: 140962
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Portugal: | Mercaptopurina Silver 50 mg comprimidos |
| Österreich: | Mercaptopurin Silver 50mg Tabletten |
| Dänemark: | Mercaptopurin Silver Pharma |
| Norwegen: | Merkaptopurin Silver |
| Schweden: | Mercaptopurine Silver 50 mg tabletter |
| Irland: | Mercaptopurine Silver Pharma 50 mg tablets |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


