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Grundlagen
Beschreibung
Eine der im tropischen-, Mittel- und Südafrika verbreitetsten Infektionskrankheiten ist Gelbfieber, welches unbehandelt häufig zum Tod führt.
Ständig tritt es als Dschungel- oder Buschfieber auf. In Städten sind Epidemien möglich, man spricht vom urbanen Gelbfieber. Weltweit erkranken jährlich 200.000 Menschen, 30.000 davon erliegen der Infektion.
Ursachen
Verursacht wird Gelbfieber von einem Vertreter der Flaviviren. Die natürlichen Wirte des Virus sind Affen. Von ihnen werden Erreger über Stechmücken auf den Menschen übertragen. Beim Phänomen des urbanen Gelbfiebers ist der Mensch gleichzeitiger Wirt. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist jedoch nicht möglich.
Es gibt eine Inkubationszeit, welche 3 bis 6 Tage beträgt. Der ansteckende Zeitraum wird auf die erste Krankheitswoche geschätzt.
Symptome
Am Beginn der Erkrankung zeigen sich grippeähnliche Symptome. Nimmt Gelbfieber einen leichten Verlauf, bleiben weitere Beschwerden aus, weshalb Gelbfieber oft nicht als solches erkannt wird.
Typisch ist eine hoch-fiebrige Phase von 3-4 Tagen, begleitet von Übelkeit, (Blut-) Erbrechen, Kopf-, Rückenschmerzen und gelblicher Verfärbung der Haut. Darauf folgt die fieberfreie Phase von 1-2 Tagen.
Anschließend kommt es erneut zu hohem Fieber und die Erkrankung prägt sich vollständig aus. Üblicherweise treten Blutungen aus Haut und Schleimhäuten auf. Auch neurologische Beschwerden wie Hirnhautentzündung, oder Nieren- bzw. Leberversagen können folgen. Bei einem solch schweren Verlauf, versterben Patienten häufig innerhalb einer Woche.
Diagnose
Innerhalb der ersten 5 Tage können die Erreger im Blut nachgewiesen werden, danach durch spezifische Antikörper.
Bei mildem Krankheitsverlauf wird Gelbfieber oft mit einer Grippeart oder anderen fiebrigen Erkrankungen verwechselt. Schwere Fälle ähneln stark anderen hämorrhagischen Fiebern, wie z.b. Ebola.
Therapie
Gelbfieber kann nur symptomatisch behandelt werden, spezielle Therapien stehen nicht zur Verfügung. Hauptaugenmerk wird vom behandelnden Arzt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und intakte Blutgerinnung gelegt.
Prognose
Die Heilungsaussichten hängen sehr stark von der Ausprägung des Gelbfiebers ab. In ca. 10% der Fälle wird die Leber während der 2. Fieber-Phase geschädigt. Ebenso kann es zu starken Blutungen aus Schleimhäuten und des Verdauungstraktes kommen.
Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren weisen die geringste Sterblichkeit auf. Die höchste liegt mit 50% bei Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren.
Vorbeugen
Gelbfieber lässt sich nur mit einer Schutzimpfung vorbeugen. Geimpft werden darf nur von staatlich zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen. Sie sollte spätestens 10 Tage vor der Abreise erfolgen und wird bei jeder Reise in ein Epidemiegebiet empfohlen.
Kleinkinder unter 6 Monaten dürfen nicht geimpft werden. Schwangeren wird von einer Impfung abgeraten.
Nach erfolgter Impfung besteht der Schutz für 10 Jahre.
Wer bereits einmal an Gelbfieber erkrankt war, ist lebenslang Immun gegen eine erneute Ansteckung.
Gelbfieber ist unter keinen Umständen mit Gelbsucht zu verwechseln! Zweitere bezeichnet umgangssprachlich eine Hepatitis (Infektion der Leber), medizinisch eine gelbliche Verfärbung der Haut.

Autor
Danilo Glisic
Autor
Als Biologie- und Mathematikstudent verfasst er leidenschaftlich Magazinartikel zu aktuellen medizinischen Themen. Aufgrund seiner Affinität zu Zahlen, Daten und Fakten, liegt sein Fokus dabei auf der Beschreibung von relevanten klinischen Studienergebnissen.
Redaktionelle Grundsätze
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