Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Masterflox 100 mg/ml Injektionslung fr Rinder und Schweine Anwendungsgebiete Rinder: Zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, die durch Marbofloxacin-empfindliche Stämme von Pasteurella multocida, Mannheimia (Pasteurella) haemolytica und Mycoplasma bovis verursacht werden.
- Wirkstoff(e)
- Marbofloxacin
- Zulassungsinhaber
- Fatro S.p.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
- ATC Code
- QJ01MA93
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Masterflox 100 mg/ml Injektionslung fr Rinder und Schweine
Anwendungsgebiete
Rinder:
Zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, die durch Marbofloxacin-empfindliche Stämme von
Pasteurella multocida, Mannheimia (Pasteurella) haemolytica und Mycoplasma bovis verursacht werden.
Zur Behandlung akuter Mastitiden, die durch Marbofloxacin-empfindliche Stämme von Escherichia coli während der Laktation verursacht werden.
Schweine (Zuchtsauen):
Zur Behandlung des durch Marbofloxacin-empfindliche Erregerstämme verursachten Mastitis- Metritis-Agalaktie-Syndroms (postpartales Dysgalaktie-Syndrom, PPDS).
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Was ist vor der Einnahme von Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Marbofloxacin, andere Chinolone oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei bekannter oder vermuteter Resistenz gegenber Fluorchi nolonen, da eine nahezu vollständige Kreuzresistenz gegenber anderen Fluorchinolonen besteht.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen fie Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht ber das Abwasser oder den Haushaltsabfall e ntsorgt werden.
| Nutzen Sie Rcknahmesysteme fr die Entsorgung nicht verwendeter Tierar | zneimittel oder daraus |
| entstandener Abfälle nach den rtlichen Vorschriften und die fr das betre | ffende Tierarzneimittel |
| geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. |
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benigte Ar zneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?
Dosierung fr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Rinder:
Behandlung von Atemwegsinfektionen durch Marbofloxacin-empfindliche Pasteurella multocida oder
Mannheimia haemolytica:
8 mg Marbofloxacin/kg Krpergewicht (= 2 ml des Tierarzneimittels/25 kg KGW) einmalig intramuskulär.
Ist das Injektionsvolumen grer als 20 ml, sollte es auf zwei oder mehrere In jektionsstellen aufgeteilt werden.
Behandlung von Atemwegsinfektionen durch Marbofloxacin-empfindliche Mycoplasma bovis : 2 mg Marbofloxacin/kg Krpergewicht (= 1 ml des Tierarzneimittels/50 kg KGW) einmal täglich subkutan oder intramuskulär r 3 bis 5 aufeinanderfolgende Tage.
Die erste Anwendung kann auch intravenerfolgen.
Behandlung akuter Mastitiden:
2 mg Marbofloxacin/kg Krpergewicht (= 1 ml des Tierarzneimittels/50 kg KGW), einmal täglich subkutan oder intramuskulär r 3 aufeinanderfolgende Tage.
Die erste Anwendung kann auch intravenerfolgen.
Schweine (Zuchtsauen):
2 mg Marbofloxacin/kg Krpergewicht (= 1 ml/50 kg KGW), einmal täglic h intramuskulär er 3 aufeinanderfolgenden Tage.
Die intramuskuläre Anwendung sollte bei Rindern und Schweinen bevorzugt im Halsbereich in die Nackenmuskulatur erfolgen.
Ist das Injektionsvolumen mehr als 20 ml, sollte es auf zwei oder mehr Injektionsstellen aufgeteilt werden.
Hinweise fie richtige Anwendung
Um eine Verunreinigung des Tierarzneimittels durch zu häufiges Durchstechen des Stopfens zu verhindern, wird die Verwendung einer Entnahmekanle empfohlen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Kpergewicht s o genau wie mich ermittelt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine?
Rind und Schwein (Zuchtsau):
Unbestimmte Häufigkeit
(Kann auf Basis der verfbaren Daten nicht geschätzt werden.
Schwellung an der Injektionsstellea
Schmerz an der Injektionsstellea
Entzndliche Läsionen an der Injektionsstelle a
a Knnen fr mindestens 12 Tage nach intramuskulärer Injektion b estehen bleiben. Es wurde jedoch gezeigt, dass die subkutane Injektion bei Rindern lokal besser verträglich ist als die intramuskuläre Injektion. Die subkutane Injektion wird daher bei schweren Rindern empfohlen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermlicht die kontinuierli che Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in
| der Packungsbeilage aufgeft sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls | Sie vermuten, dass das | |
| Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie knnen | ||
| Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen rtlichen Vert | reter unter Verwendung | |
| der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder r Ihr nationales Me | ldesystem melden: |
Bundesamt fr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
F dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen er forderlich. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Sie drfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarto n angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Masterflox 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine
Zusammensetzung
Ein ml enthält:
Wirkstoff:
Marbofloxacin 100,0 mg
Sonstige Bestandteile:
Natriumedetat 0,1 mg
Thioglycerol 1,0 mg
Metacresol 2,0 mg
Klare, gelbliche Lung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Wirksamkeitsdaten haben gezeigt, dass die Wirkung des Tierarzneimittels bei der Behandlung einer akuten Mastitis durch gram-positive Bakterien unzureichend ist.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen fr die sichere Anwendung bei den Zieltierart en:
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen, nationalen und tlichen Richtlinien er den Einsatz von Antibiotika zu berksichtigen.
Fluorchinolone sollten der Behandlung klinischer Infektionen vorbehalten bleiben, die nachweislich oder voraussichtlich unzureichend auf andere Antibiotikaklassen ansprechen.
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte nur auf Grundlage einer Empfindlichkeitsprung der aus dem Tier isolierten Erreger erfolgen.
Eine von den Vorgaben in der Fach- bzw. Gebrauchsinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien, die gegen Fluorchinolone resistent sind, erhhen und die Wirksamkeit anderer Chinolone infolge mlicher Kreuzresistenz en vermindern.
Ein weniger breit wirksames Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG-Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprung dessen Wirksamkeit nahelegt.
Das Tierarzneimittel soll nicht zur Gruppenbehandlung, Prophylaxe oder Metaphylaxe angewendet werden.
Die „Sperrmilch“ (Milch von Ken innerhalb der Wartezeit) soll nic ht an Kälber verftert werden. Bekommen Kälber antibiotikahaltige “Sperrmilch” knnen sie mit dem Kot re sistente Bakterien ausscheiden. Gleichzeitig kommt die physiologische Magen- und Darmflora der Kälber mit den Wirkstoffen in Kontakt. Das kann zu einer Verschiebung im gastrointestinalen Mikrobiom des Kalbes und auch zur Bildung von Resistenzen fren.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen fr den Anwender :
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Fluorchinolone sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Bei versehentlichem Kontakt mit Haut oder Augen sind die betroffenen Stellen grich mit Wasser zu splen.
Das Tierarzneimittel sorgfältig handhaben, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzlich ein Arzt zu Rate zu zie hen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen
Nach der Anwendung Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene, fetotoxische oder maternotoxische Wirkungen.
| Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ftragende K sowie f | Saugferkel und Saugkälber |
| wurde nach der Anwendung an Ken und Sauen in einer Dosis von 2 mg/kg nachgewiesen. | |
| Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ftragende K oder fS | augkälber wurde nach der |
Anwendung bei Ken in einer Dosis von 8 mg/kg nicht nachgewiesen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt. Nach der Anwendung bei Ken während der Laktation ist der Abschnitt Wartezeit (siehe Absch nitt “ Wartezeiten“) zu beachten.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine bekannt.
Überdosierung:
Nach Verabreichung der 3-fachen empfohlenen Dosis wurden keine Symptome einer Überdosierung beobachtet. Klinische Anzeichen einer Überdosierung von Marbofloxacin sind akute neurologische Stungen. Diese sollten symptomatisch behandelt werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgefhrt wurden, darf dieses Tie rarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
(MM/JJJJ)
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfgbar. ( https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Marbofloxacin ist ein synthetisches bakterizid wirkendes Antibiotikum, das zur Gruppe der Fluorchinolone geht, die durch Hemmung der DNA-Gyrase wirken.
Es hat in vitro ein breites Wirkungsspektrum gegen gram-negative Bakterien (z.B. E. coli, Mannheimia haemolytica und Pasteurella multocida,) sowie gegen Mykoplasmen (Mycoplasma bovis). Streptokokken, Enterokokken und Anaerobier sind im Allgemeinen resistent.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


