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Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung folgender bakterieller Infektionskrankheiten, die durch gegenüber Lincomycin und Spectinomycin empfindliche Erreger hervorgerufen werden: Schweine: Infektionen der Atemwege verursacht durch Lincomycin- und Spectinomycin-empfindliche Mycoplasma spp. (enzootische Schweinepneumonie).
- Zieltierarten
- Schweine, Kälber (nicht wiederkäuend), Hunde, Katzen.
- Wartezeit
- Kalb, Schwein: Essbare Gewebe: 21 Tage
- Zulassungsinhaber
- Zoetis Österreich GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QJ01FF52
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung folgender bakterieller Infektionskrankheiten, die durch gegenüber Lincomycin und Spectinomycin empfindliche Erreger hervorgerufen werden:
Schweine:
Infektionen der Atemwege verursacht durch Lincomycin- und Spectinomycin-empfindliche Mycoplasma spp. (enzootische Schweinepneumonie).
Infektionen des Verdauungstraktes verursacht durch Lincomycin-empfindliche Brachyspira hyodysenteriae (Schweinedysenterie), wenn gleichzeitig eine Verkomplizierung durch Spectinomycin-empfindliche Dysenteriebegleitflora (z.B. E. coli) vorliegt.
Kälber (nicht wiederkäuend):
Infektionen der Atemwege (Pneumonie) und des Magen-Darmtraktes (Enteritis) bei nicht wiederkäuenden Kälbern verursacht durch Lincomycin- und Spectinomycin-empfindliche Erreger.
Hunde:
Infektionen der Atemwege, Blasen- und Gebärmutterentzündungen, Abszesse und infizierte Wunden.
Katzen:
Infektionen der Atemwege, Blasenentzündungen, Abszesse und infizierte Wunden.
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Für welche Tiere ist Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere zugelassen?
Schweine, Kälber (nicht wiederkäuend), Hunde, Katzen.
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Clindamycin oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei hochgradigen Störungen der Leber- oder Nierenfunktion.
Die Anwendung bei anderen Tierarten (z.B. Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Chinchillas, Pferde oder Wiederkäuer) kann zu schweren gastrointestinalen Nebenwirkungen führen.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis zu reduzieren und das Dosierungsintervall zu verlängern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Entsprechend der Regeln guter klinischer Praxis sollte die Behandlung auf Ergebnissen von
Empfindlichkeitstests der von erkrankten Tieren isolierten Erreger beruhen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die Therapie unter Berücksichtigung lokaler (regionaler, bestandsspezifischer) epidemiologischer Daten zur Empfindlichkeit der Krankheitserreger erfolgen.
Eine von der Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann das Risiko der Entwicklung und Selektion resistenter Bakterien steigern und die Wirksamkeit der Therapie mit Makroliden auf Grund potentieller Kreuzresistenzen reduzieren.
Lincomycinresistenz ist bei B. hyodysenteriae weit verbreitet und kann zum Versagen der Behandlung führen.
In von Schweinedysenterie betroffenen Betrieben ist anzustreben, mittels einer Optimierung des Betriebsmanagements z.B. in der Tierhaltung und bei den Hygienemaßnahmen einen sich wiederholenden Einsatz von Antibiotika zu vermeiden.
Bei E. coli zeigt ein erheblicher Teil der Stämme eine hohe MHK (minimale Hemmstoffkonzentration) gegenüber der Lincomycin-Spectinomycin-Kombination und könnte daher klinisch resistent sein, auch wenn kein Schwellenwert definiert wurde.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei versehentlicher Selbstinjektion oder wenn nach Hautkontakt Symptome wie Hautrötung auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Lincomycin oder Spectinomycin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Anwendung Hände oder nach Hautkontakt exponierte Stelle unverzüglich gründlich mit Wasser und Seife waschen.
Trächtigkeit:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit ist nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Laktation:
Besondere Sorgfalt ist bei der Anwendung des Tierarzneimittels bei laktierenden Tieren geboten, da mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen von Lincomycin bei sehr jungen (säugenden) Tieren auftreten können.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Vermischungen sind aufgrund von Inkompatibilitäten mit anderen Arzneimitteln zu vermeiden, so bestehen z. B. in vitro Inkompatibilitäten von Lincomycin mit Penicillinen und Kanamycin.
Zwischen Lincosamiden (Lincomycin und Clindamycin) besteht komplette Kreuzresistenz und zu Makrolid-Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Kitasamycin, Spiramycin und Tilmicosin besteht partielle Kreuzresistenz.
Wegen des identischen Angriffspunktes im Bakterienstoffwechsel ist die gleichzeitige Anwendung mit Makrolid-Antibiotika nicht sinnvoll.
Zwischen Lincomycin und Erythromycin besteht ein deutlicher Antagonismus. Bei gleichzeitiger Anwendung von Anästhetika bzw. von Wirkstoffen mit neuromuskulärer Blockadewirkung (z.B. Tubocurarin, Gallamin, Pancuronium) verstärkt Lincomycin die Curare-ähnlichen Effekte dieser Muskelrelaxantien.
In seltenen Fällen kann es im Zusammenhang mit einer Narkose (Barbiturate) zu Atemstillstand kommen.
Überdosierung:
Sofortiger Abbruch der Therapie und Notfallmaßnahmen (siehe Abschnitt Nebenwirkungen) entsprechend der Symptome. Es ist kein spezifisches Antidot bekannt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Schweine:
5 mg Lincomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag
10 mg Spectinomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag, entsprechend:
0,1 ml Linco-Spectin/kg KGW/Tag, entsprechend:
1 ml Linco-Spectin/10 kg KGW/Tag.
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 3 – 7 Tage. Das Dosisintervall beträgt 24 Stunden (1x täglich).
Kälber:
5 mg Lincomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag
10 mg Spectinomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag, entsprechend:
0,1 ml Linco-Spectin/kg KGW/Tag, entsprechend:
1 ml Linco-Spectin/10 kg KGW/Tag.
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 2 – 4 Tage.
Das Dosisintervall beträgt am 1. Behandlungstag 12 Stunden (2 ml täglich), am 2. bis 4. Behandlungstag 24 Stunden (1x täglich).
Katzen und Hunde:
10 mg Lincomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag
20 mg Spectinomycin/kg Körpergewicht (KGW)/Tag, entsprechend:
0,2 ml Linco-Spectin/kg KGW/Tag, entsprechend:
1 ml Linco-Spectin/5 kg KGW/Tag.
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 3 – 7 Tage. Das Dosisintervall beträgt 12-24 Stunden (1-2 x täglich).
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzuführen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Keine.
Welche Wartezeit gilt für Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere?
| Kalb, Schwein: | |
| Essbare Gewebe: | 21 Tage |
Welche Nebenwirkungen kann Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere beim Tier haben?
Schweine, Kälber (nicht wiederkäuend), Hunde, Katzen:
| Gelegentlich | Diarrhoe1 | |
| (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte | Erbrechen1 | |
| Tiere): | Anorexie | |
| Selten | Hautrötung | |
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | Unruhe | |
| Tiere): | ||
| Sehr selten | Allergische Reaktionen2, | |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Neuromuskuläre Blockaden3 | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | Agranulozytose | |
| Leukopenie | ||
| Thrombozytopenie | ||
| Anstieg der AST-Aktivität im Serum | ||
| Beeinflussung der Reizleitungsgeschwindigkeit im Herzen | ||
| Hypotension | ||
1 Bei kurz nach Behandlungsbeginn auftretenden gastrointestinalen Störungen oder einer Verstärkung bereits vorhandener Durchfälle ist ein Therapieabbruch bzw. -wechsel angezeigt.
2 Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen und symptomatisch zu behandeln:
Bei anaphylaktischem Schock: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v. Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide
3 werden durch indirekt wirksame Parasympathomimetika (z.B. Neostigmin) nicht, sowie durch Calcium nur partiell aufgehoben.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem {Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/} melden:
Wie ist Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht über 25°C lagern, Lichtschutz erforderlich. Nach Anbruch im Kühlschrank (2 - 8°C) lagern.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Das Datum der ersten Entnahme ist in das dafür vorgesehene Feld auf dem Etikett einzutragen.
Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 30 Monate.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage bei Einhaltung aseptischer Entnahmebedingungen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Linco-Spectin 50 mg/100 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Zusammensetzung
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoffe: | ||
| Lincomycinhydrochlorid-Monohydrat | 56,7 mg | |
| (entsprechend 50,0 mg Lincomycin) | ||
| Spectinomycinsulfat-Tetrahydrat | 151,2 mg | |
| (entsprechend 100,0 mg Spectinomycin) | ||
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Benzylalkohol | 9,0 mg |
Klare, farblose bis gelbliche Injektionslösung.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 8-00042
Packungsgrößen:
Durchstichflasche aus Klarglas zu 100 ml.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
November 2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: Zoetis Österreich GmbH
Floridsdorfer Hauptstraße 1 A-1210 Wien
Tel: +43 (0)1 270 11 00 100
E-Mail: tierarzneimittelsicherheit@zoetis.com
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: Zoetis Belgium
Rue Laid Burniat 1 1348 Louvain-La-Neuve Belgien
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



