Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Inderal enthält als Wirkstoff Propranolol-Hydrochlorid, der zur Gruppe der Betarezeptorenblocker gehört und die Wirkung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin) auf Zielorgane hemmt.
- Wirkstoff(e)
- Propranolol
- Zulassungsinhaber
- Atnahs Pharma Netherlands B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- C07AA05
- Anwendungsgebiete
- Herzrhythmusstörungen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Inderal 40 mg - Filmtabletten angewendet?
Inderal enthält als Wirkstoff Propranolol-Hydrochlorid, der zur Gruppe der Betarezeptorenblocker gehört und die Wirkung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin) auf Zielorgane hemmt. Durch Stressabschirmung des Herzens wird der Sauerstoffverbrauch des Herzens reduziert, ein erhöhter
Blutdruck gesenkt und unter anderem besimmten Herzrhythmusstörungen entgegengewirkt. Nach der Einnahme einer Filmtablete trit die maximale Wirkung nach 1 bis 2 Stunden ein.
Inderal wird angewendet
Erwachsene (ab 18 Jahren):
- bei Bluthochdruck
- bei Angina pectoris (unzureichende Durchblutung der Herzkranzgefäße mit anfallsarigem Engegefühl in der Brust)
- zur vorbeugenden Langzeitbehandlung nach einem Herzinfarkt
- zur vorbeugenden Behandlung der Migräne
-
bei geneisch bedingter Erkrankung des Herzmuskels (hypertrophisch-obstrukive
Kardiomyopathie) - bei besimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien)
- als Zusatztherapie bei Angst oder Angstzuständen (Angst-Tachykardie)
- bei Ziterkrankheit (essenieller Tremor)
- als Zusatzbehandlung bei Schilddrüsenüberfunkion
-
bei einer besimmten Tumorerkrankung der Nebenniere (Phäochromozytom – nur in
Kombinaionstherapie mit Alpharezeptorenblocker) - zur vorbeugenden Behandlung von Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre verursacht durch hohen Blutdruck im Leberkreislauf (Pfortaderhochdruck), wenn eine Verödung nicht möglich ist (unter strenger Überwachung durch Fachabteilungen)
Kinder und Jugendliche:
ausschließlich bei besimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien)
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Inderal 40 mg - Filmtabletten zu beachten?
Inderal darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Propranolol-Hydrochlorid, andere Arzneimitel dieser Art (sogenannte Beta-Rezeptoren-Blocker) oder einen der in Abschnit 6. genannten sonsigen Bestandteile dieses Arzneimitels sind.
- wenn Sie an besimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block II. und III. Grades, Sick-Sinus-Syndrom sowie höhergradigem sinuatrialem Block) leiden und keinen Herzschritmacher haben.
- bei deutlich verlangsamtem Puls (weniger als 50 Schläge pro Minute).
- bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche
- wenn Sie an Prinzmetal Angina (Sonderform der Angina pectoris) leiden.
- bei Schock.
- bei niedrigem Blutdruck (unter 90 mmHg systolisch).
- bei hohem Blutdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie).
- bei besimmten Lungenerkrankungen mit Verengung der Atemwege (Asthma bronchiale, chronisch obstrukive Atemwegserkrankungen).
- wenn Sie gleichzeiig mit besimmten Arzneimiteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer) behandelt werden.
- wenn Sie gleichzeiig mit besimmten Calciumantagonisten (blutdrucksenkende Arzneimitel wie Verapamil und Diliazem) behandelt werden.
- nach langem Fasten.
- bei Harnvergitung (Urämie).
- bei Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose).
- wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden.
- wenn Sie zu Unterzuckerung (niedriger Blutzuckerspiegel) neigen.
- bei unbehandeltem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bite sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Inderal einnehmen, insbesondere
- wenn Sie an Herzschwäche leiden
- bei Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen; diese können durch Inderal verstärkt werden.
-
bei Beendigung der Therapie (ganz besonders, wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Herzens leiden). Inderal darf nicht abrupt abgesetzt werden.
Die entsprechende Dosierung kann vom behandelnden Arzt mit einem anderen Betablocker ersetzt werden, oder Inderal wird schritweise abgesetzt.
Wenn Sie Inderal gleichzeiig mit Clonidin (blutdrucksenkendes Arzneimitel) erhalten haben; dann sollte zuerst Inderal langsam abgesetzt und erst einige Tage später Clonidin schritweise reduziert
werden. - wenn Sie an besimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block I. Grades) leiden; es ist eine besonders sorgfälige ärztliche Überwachung erforderlich.
-
wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden. Durch Inderal kann die Blutzucker senkende Wirkung von Insulin verlängert werden. Die Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu überwachen. Inderal verursacht in einigen Fällen zu niedrigen Blutzucker, sogar bei nicht zuckerkranken
Paienten, z.B., älteren Paienten, Paienten mit Nierenversagen (die dialysiert werden) oder Paienten mit chronischen Lebererkrankungen.
Inderal kann die üblichen Reakionen auf zu niedrigen Blutzucker (z.B. rascher Herzschlag, Schweißausbruch,…) verändern.
Bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel kann eine Überdosierung zu Anfällen und
Bewusstseinsverlust führen.
Bei Paienten mit einer Schilddrüsenüberfunkion können die Anzeichen einer massiven Überfunkion
(sehr schneller Herzschlag, Zitern) durch gleichzeiige Einnahme von Inderal verborgen bleiben.
Inderal verringert aufgrund seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz. Sollten bei Ihnen Beschwerden wie Schwindel oder Kollaps mit kurzfrisiger Bewusstlosigkeit autreten, soll die Dosis vom behandelnden Arzt verringert werden.
Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergie auslösenden Substanzen und die Schwere von Überempfindlichkeitsreakionen erhöhen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie früher schon schwere Überempfindlichkeitsreakionen haten.
Besondere Vorsicht ist auch geboten unter einer Desensibilisierungstherapie (Behandlung bei Neigung zu allergischen Reakionen).
Bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunkion und bei älteren Paienten ist eine besonders sorgfälige
ärztliche Überwachung erforderlich.
Bei Paienten mit Pfortaderhochdruck kann sich die Leberfunkion verschlechtern und es kann sich eine hepaische Enzephalopathie (Funkionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgitungsfunkion der Leber entsteht) entwickeln.
Die Anwendung von Inderal zur vorbeugenden Behandlung von Blutungen aus der Speiseröhre wegen Krampfadern darf nur vom Facharzt im Krankenhaus erfolgen.
Sollten Sie sich einer Operaion unterziehen müssen, ist der Anästhesist über die Einnahme von Inderal zu informieren.
Kommt es zur anfallsarigen Verengung der Atemwege, müssen entsprechende Gegenmitel (Bronchodilatatoren) verabreicht werden.
Sollten Sie an einem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere) leiden, darf Inderal grundsätzlich nur zusammen mit anderen Arzneimiteln (Alpha-Rezeptorenblocker) genommen werden.
Sollten Sie oder jemand in Ihrer Familie an Schuppenflechte leiden oder geliten haben, sollte die Anwendung von Inderal - Filmtableten nur nach sorgfäliger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, kann Ihnen die verminderte Tränenprodukion durch Inderal das Tragen unangenehm machen.
Sollten sie Leistungssport betreiben, informieren Sie ihren Arzt, da das Arzneimitel bei besimmten Sportarten bei Wetkampkontrollen nicht nachweisbar sein darf.
Die Anwendung des Arzneimitels Inderal kann bei Dopingkontrollen zu posiiven Ergebnissen führen.
Wenn Sie Raucher sind, kann die Wirkung von Inderal abgeschwächt sein. Andererseits kann die Wirkung bei gleichbleibender Dosis stärker werden, wenn Sie auhören zu rauchen. In diesem Fall verständigen
Sie Ihren Arzt.
Informieren Sie Ihren Arzt, falls während der Behandlung Nebenwirkungen autreten, falls Sie schwanger werden oder sillen. Die Behandlung darf nicht eigenmächig, sondern nur nach Rücksprache mit dem
Arzt beendet werden, wobei Inderal langsam über mehrere Tage ausgeschlichen werden soll.
Kinder
Die Verwendung von Inderal bei Kindern mit Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) ist möglich, die individuelle Dosierung muss jedoch vom Arzt besonders sorgfälig durch allmähliche Dosiserhöhung
festgesetzt werden.
Inderal verursacht in einigen Fällen zu niedrigen Blutzucker, sogar bei nicht zuckerkranken Paienten, wie
Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern.,
Einnahme von Inderal zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimitel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimitel eingenommen/angewendet haben oder beabsichigen andere Arzneimitel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen können autreten bei gemeinsamer Einnahme von Inderal und
- Präparaten gegen Zuckerkrankheit,
- Präparaten gegen Herzrhythmusstörungen wie Disopyramid, Amiodaron, Chinidin, Propafenon,
- Herzglykosiden
- Blutdrucksenkern wie Nitropräparaten, Verapamil, Diliazem, Nifedipin, Reserpin, alpha- Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin,
- Adrenalin,
- Präparaten zur Neutralisaion bzw. Verminderung der Magensäure (z.B. Cimeidin),
- Hydralazin (Gefäßerweiterungsmitel) ,
- Präparaten gegen Migräne (z.B. Rizatriptan, Ergotamine) ,
- entzündungshemmenden bzw. schmerzsillenden Arzneimiteln (z.B. Indometacin, Ibuprofen und Dextropropoxyphen) ,
- das Nervensystem beeinflussenden Arzneimiteln (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmitel sowie manche Anidepressiva),
- Narkosemiteln (Äther, Cyclopropan, Trichlorethylen und Lidocain),
- besimmten Arzneimiteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer),
- Muskel entspannenden Präparaten (z.B. Suxamethonium, Tubocurarin),
- Fetsenkern wie Cholestyramin,
- Arzneimiteln zur Malariaprophylaxe,
- Arzneimiteln gegen Infekionen (z.B. Rifampicin),
- Arzneimiteln gegen Asthma (z.B. Theophyllin),
- Warfarin (besimmtes Blutverdünnungsmitel).
Einnahme von Inderal zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Die Filmtableten sind unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise
Leitungswasser) einzunehmen.
Die gleichzeiige Gabe von Alkohol kann den Plasmaspiegel von Inderal erhöhen.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder sillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimitels Ihren Arzt um Rat.
Inderal darf während der Schwangerschat und Sillzeit nur in unbedingt notwendigen Fällen und nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden.
Das Sillen wird nicht empfohlen, da Inderal in die Mutermilch übergeht.
Die Risiken beinhalten eine mögliche Wehenauslösung bei der Muter, Kleinwuchs und langsamen
Herzschlag beim ungeborenen Kind, sowie zu niedrigen Blutzuckerspiegel, zu langsamen Herzschlag und verminderte Atemtäigkeit beim Neugeborenen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimitel kann die Reakionsfähigkeit und Verkehrstüchigkeit beeinträchigen.
Inderal kann durch die individuell autretenden unterschiedlichen Reakionen insbesondere zu Behandlungsbeginn, bei Präparatewechsel und in Zusammenwirkung mit Alkohol, die Fähigkeit zur akiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchigen.
Inderal enthält Lactose
Dieses Arzneimitel enthält Lactose (Milchzucker). Bite nehmen Sie Inderal erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Wie wird Inderal 40 mg - Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimitel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem
Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Zum Einnehmen.
Die Filmtableten sind unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise Leitungswasser) einzunehmen.
Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablete, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.
Bei Dosierungen, die mit Inderal 40 mg - Filmtableten nicht möglich sind, ist auf Inderal 10 mg -
Filmtableten zurückzugreifen.
Die Dosierung ist dem individuellen Bedarf des Paienten schritweise anzupassen. Eine Dosissteigerung ist in mehrtägigen bis mehrwöchigen Intervallen möglich.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei
Verteilt auf 2 Einzeldosen sollen anfangs 80 - 160 mg täglich genommen werden, nach einer Woche kann je nach Bedarf gesteigert werden.
Die übliche Dosierung liegt zwischen 160 und 320 mg täglich, die Tageshöchstdosis darf 640 mg nicht überschreiten.
Propranolol ist nicht geeignet zur Nofalltherapie (hypertensive Krise)!
Angina pectoris, Migräne, Angstzustände, Zitterkrankheit (essentieller Tremor):
Verteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen anfangs 40 - 120 mg täglich, Steigerung in wöchentlichen Abständen. Bei Migräne, Angstzuständen und Ziterkrankheit sind 80 - 160 mg täglich ausreichend,
bei Angina pectoris liegt die opimale Dosis meist bei 120 - 240 mg täglich.
Die Mindestdosierung bei der Ziterkrankheit beträgt 40 mg, meist wird ein Ergebnis jedoch bei einer Dosierung von 80 mg bis 160 mg erzielt.
Die Tageshöchstdosis darf bei Angstzuständen und Ziterkrankheit 160 mg, bei Migräne 240 mg und bei
Angina pectoris 320 mg nicht überschreiten.
Bestimmte Herzrhythmusstörungen, Angst-Tachykardie, Erkrankungen des Herzmuskels, Überfunktion der Schilddrüse:
Mit 30 - 120 mg täglich - verteilt auf 3 bis 4 Einzeldosen - ist in den meisten Fällen ein ausreichender Erfolg zu erzielen. Dosissteigerungen in Einzelfällen auf 160 mg täglich.
Nach Herzinfarkt:
Die Behandlung soll zwischen dem 5. und 21. Tag nach dem Infarkt mit 160 mg täglich - aufgeteilt auf 4 Einzeldosen für 2 bis 3 Tage - begonnen werden. Zur Vereinfachung der Anwendung kann die Gesamtagesdosis danach - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen (2 x 80 mg täglich) - eingenommen werden.
Phäochromozytom:
Propranolol darf grundsätzlich nur zusammen mit einem Alpharezeptorenblocker gegeben werden.
Vor der Operaion: 3 Tage lang 60 mg täglich, verteilt auf mehrere Einzeldosen. Wenn keine Operaion erforderlich ist: 30 mg täglich, aufgeteilt auf 3 Einzeldosen.
Krampfadern der Speiseröhre verursacht durch hohen Blutdruck im Leberkreislauf (Pfortaderhochdruck):
Anfangs 80 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen - bis 160 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen. Die Tageshöchstdosis soll 320 mg täglich - aufgeteilt auf 2 Einzeldosen - nicht überschreiten.
Die Dosissteigerung erfolgt in Abhängigkeit von der Verträglichkeit.
Dosierung bei Kindern:
Inderal kann unter besimmten Umständen für die Behandlung von Kindern mit Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) angewendet werden. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt an Alter und Gewicht
Ihres Kindes angepasst.
Dosierung bei älteren Patienten, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion:
Die Dosierung wird Ihnen Ihr Arzt entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung mit Inderal individuell empfehlen.
Wenn Sie eine größere Menge von Inderal eingenommen haben, als Sie sollten oder Anzeichen einer Überdosierung auftreten,
verständigen Sie sofort einen Arzt, der weitere therapeuische Schrite einleiten wird. Propanolol ist bei
Überdosierung stark gitig.
Anzeichen oder Beschwerden bei einer Überdosierung können sein:
Zu langsamer Puls, schwerer Blutdruckabfall (Schwarzwerden vor den Augen, Schwindelgefühl), Schläfrigkeit, Herzversagen, Schock, Herzsillstand, Atembeschwerden, krampfarige Verengung der Atemwege, Erbrechen, Krampfanfälle, Koma..
Für den Arzt:
Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformaion!
Wenn Sie die Einnahme von Inderal vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme in gewohnter Weise fort.
Wenn Sie die Einnahme von Inderal abbrechen
Die Behandlung darf nicht eigenmächig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden, wobei Inderal langsam über mehrere Tage ausgeschlichen werden soll.
Entsprechende Dosierungsvorschreibungen erhalten Sie von Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimitels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Inderal 40 mg - Filmtabletten?
Wie alle Arzneimitel kann auch dieses Arzneimitel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem autreten müssen.
Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt eingeteilt:
| Häufig: | kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen |
| Gelegentlich: | kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen |
| Selten: | kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen |
| Sehr selten: | kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen |
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Die folgenden möglichen Nebenwirkungen wurden mit Inderal berichtet:
Häufig: Schlafstörungen, Albträume, insbesondere zu Behandlungsbeginn: Schwindel, Verwirrtheit
Langsamerer Herzschlag, haltungsbedingter Blutdruckabfall, Kollaps, Herzklopfen,
Herzrhythmusstörungen, Verschlechterung einer Herzschwäche
Kalte Finger und Zehen, Taubheitsgefühl und -Krämpfe in den Fingern, gefolgt von Wärmegefühl und Schmerz (Raynaud-Phänomen) Allergische Hautreakionen: Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Haarausfall
Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit (ot vorübergehend)
Gelegentlich: Muskelschwäche
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung
Selten: Verminderung von Blutplätchen
Simmungsschwankungen, Verwirrtheit, Psychosen oder Wahnvorstellungen (nach zu raschem Absetzen), Missempfindungen
Trockene Augen, Sehstörungen
Verschlechterung von Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen
Anfallsarige Verengung der Atemwege oder Verschlechterung von Atembeschwerden bei Asthmaikern (Fälle mit tödlichem Ausgang sind beschrieben)
Mundtrockenheit
kleinste rote Hauflecken (Purpura), großflächiger Haarverlust, Schuppenflechte-arige
Hautreakionen (auch nach Jahren), Verschlechterung einer Schuppenflechte
Benommenheit
Sehr selten: Mangel oder sehr starke Verminderung an weißen Blutkörperchen
vorübergehender Ansieg besimmter weißer Blutkörperchen (transiente Eosinophilie)
Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei älteren Paienten, Paienten mit chronischem Nierenversagen (Dialysepaienten) oder Zuckerkranken aber auch bei länger dauerndem Fasten und bei Paienten mit chronischer Lebererkrankung
Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, Veränderung besimmter Blufetwerte (Verminderung des HDL-Cholesterins, Ansieg der Triglyceride)
Verschlechterung einer besimmten krankhaten Muskelschwäche (Myastenia gravis), Kopfschmerzen, depressive Versimmungen
vermehrtes Schwitzen
Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe
bei Langzeitbehandlung: Gelenkerkrankung
Verschlechterung der Nierenfunkion bei schweren Nierenfunkionsstörungen
Libido- und Potenzstörungen
Ansieg bzw. Erhöhung besimmter Blutwerte (GOT, GPT, ANA)
Nicht bekannt: Depression
Ein Absetzen des Arzneimitels (auch wegen oben genannter Reakionen) sollte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und im Allgemeinen schritweise erfolgen.
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen
Sehr selten: Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern
Nicht bekannt: Krampfanfälle bedingt durch den erniedrigten Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das naionale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: htp://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informaionen über die Sicherheit dieses Arzneimitels zur Verfügung gestellt werden.
Weitere Informationen zu Inderal 40 mg - Filmtabletten
Was Inderal 40 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Propranolol. 1 Filmtablete enthält: 40 mg Propranolol-Hydrochlorid.
Die sonsigen Bestandteile sind: Bestandteile des Tabletenkerns: Lactose-Monohydrat
Carmellose-Calcium
Gelaine E441
Magnesiumstearat
Bestandteile der Tabletenhülle:
Hypromellose E464
Glycerol E422
Titandioxid E171
Karminrot E120
Wie Inderal 40 mg aussieht und Inhalt der Packung
Rosa, runde, beidseiig gewölbte Filmtableten mit der Prägung „40“ auf der einen Seite und einer
Bruchkerbe auf der anderen Seite.
Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablete, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.
Packungsgrößen: 20 und 50 Filmtableten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeuischer Unternehmer:
Atnahs Pharma Netherlands B.V.
Copenhagen Towers Ørestads Boulevard 108, 5.tv
Dk-2300 København s
Dänemark
Hersteller:
AstraZeneca Reims Producion
Parc Industriel de la Pompelle
Chemin de Vrilly
Reims, 51689
Frankreich
Misom Labs Ltd
Malta Life Sciences Park
LS2.01.06, Industrial Estate San Gwann
SGN 3000
Malta
Corden Pharma GmbH Oto-Hahn-Straße 1
Plankstadt,
DEUTSCHLAND
Z.Nr.: 13295
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2024.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Therapeutische Maßnahmen bei Überdosierung:
Primäre Giteliminaion (Magenspülung, Verabreichung von Akivkohle und eines Laxans zur Verhinderung der Absorpion ) und intensivmedizinische Überwachung der Vitalparameter,
Atropin 0,5 – 2 mg als Bolus i.v.,
Glukagon iniial 1-10 mg i.v., anschließend 2-2,5 mg/h als Dauerinfusion
Sympathomimeika in Abhängigkeit vom Körpergewicht und Effekt: z.B. Orciprenalin (0,25- 0,5 mg),
Dobutamin, Isoprenalin und Adrenalin.
Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schritmachertherapie durchgeführt werden. Ein Bronchospasmus sollte mit Beta-2-Sympathomimeika und/oder Theophyllin behandelt werden.
Zur Auhebung der durch Propranololhydrochlorid herbeigeführten Betablockade können hohe Dosen erforderlich sein, die entsprechend ihrer Wirkung itriert werden sollten.
Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



