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Medikamente

Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

  • Tierarzneimittel
  • Rezeptpflichtig
Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde
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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Steuerung und Stimulation der Fortpflanzung bei Rindern und Schweinen. Behandlung ovariell bedingter Fruchtbarkeitsstörungen bzw. Fehlfunktionen bei Rindern und Pferden. Rinder (Kühe, Färsen): Ovulationsinduktion bei Ovulationsverzögerung durch LH-Mangel Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung Stimulation der …

Zieltierarten
Rind (Kuh, Färse), Schwein (Sau, Jungsau), Pferd (Stute).
Wartezeit
Rinder, Schweine, Pferde: essbare Gewebe: Null Tage. Rinder, Pferde: Milch: Null Stunden.
Zulassungsinhaber
Veyx-Pharma GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QH01CA01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde bei Tieren angewendet?

Steuerung und Stimulation der Fortpflanzung bei Rindern und Schweinen. Behandlung ovariell bedingter Fruchtbarkeitsstörungen bzw. Fehlfunktionen bei Rindern und Pferden.

Rinder (Kühe, Färsen):

  • Ovulationsinduktion bei Ovulationsverzögerung durch LH-Mangel
  • Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung
  • Stimulation der Ovarien im Puerperium ab 12. Tag post partum
  • Ovarialzysten (infolge LH-Mangels)

Schweine (Sauen, Jungsauen):

- Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen zur terminierten Besamung und Gruppenabferkelung

Pferde (Stuten):

- Azyklie und Anöstrie durch LH-Mangel

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Für welche Tiere ist Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde zugelassen?

Rind (Kuh, Färse), Schwein (Sau, Jungsau), Pferd (Stute).

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Kühen mit ovulationsreifem Tertiärfollikel.

Nicht anwenden bei Infektionskrankheiten und anderen wesentlichen Störungen des Gesundheitszustandes.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise

Um die Konzeptionsraten von Kühen, die im Rahmen von GnRH-/PGF2α Synchronisationsprogrammen behandelt werden, zu maximieren, sollte der ovarielle Status bestimmt und die regelmäßige physiologische Aktivität der Eierstöcke bestätigt werden. Optimale Resultate werden bei gesunden Kühen mit physiologischem Zyklus erzielt.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Die Anwendung sollte mit Sorgfalt erfolgen, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Da GnRH-Analoga durch die Haut aufgenommen werden können, sollten versehentliche Spritzer auf die Haut oder in die Augen sorgfältig mit Wasser ab- bzw. ausgewaschen werden. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten das Tierarzneimittel mit Vorsicht anwenden. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber GnRH sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Laktation:

Kann während der Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Eine synergistische Wirkung tritt bei kombinierter Anwendung mit FSH auf, insbesondere bei gestörtem Puerperalverlauf. Eine gleichzeitige Anwendung von humanem oder equinem Choriongonadotropin kann zu ovarieller Überstimulation führen.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Wie wird Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Intramuskuläre Anwendung, vorzugsweise in der Halsregion.

Subkutane Anwendung.

Abgesehen vom „Ovsynch-Verfahren“ wird das Tierarzneimittel einmalig angewendet. Dosierung in ml Tierarzneimittel und µg Federelin pro Tier.

Rinder (Kühe und Färsen) mittels intramuskulärer Injektion: 1,0 - 2,0 ml
(entsprechend 50 - 100 µg Federelin)  
- Ovulationsinduktion bei Ovulationsverzögerung durch LH-Mangel 2,0 ml
- Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen  
zur terminierten Besamung 1,0 - 2,0 ml
- Stimulation der Ovarien im Puerperium ab 12. Tag post partum 1,0 ml
-Ovarialzysten (infolge LH-Mangels) 2,0 ml
Schweine (Sauen und Jungsauen) mittels intramuskulärer oder subkutaner Injektion: 0,5 - 1,5 ml
(entsprechend 25 - 75 µg Federelin)  
- Ovulationsinduktion/-synchronisation im Rahmen von Programmen  
zur terminierten Besamung und Gruppenabferkelung  
Sauen: 0,5 - 1,0 ml
Jungsauen: 1,0 - 1,5 ml
Pferde (Stuten) mittels intramuskulärer Injektion: 2,0 ml
(entsprechend 100 µg Federelin)  

Der Gummistopfen der Flasche kann bis zu 25-mal ohne Beeinträchtigung durchstochen werden. Andernfalls sollte eine automatische Dosiereinrichtung oder eine geeignete Entnahmenadel für die 20-ml- und 50-ml- Durchstechflaschen verwendet werden, um ein übermäßiges Durchstechen des Verschlusses zu vermeiden.

ZUSATZINFORMATION

Rinder:

Zur Östrus- und Ovulationssynchronisation und terminierten künstlichen Besamung (KB) bei Rindern wurde das sogenannte „Ovsynch-Verfahren“ entwickelt, das auf einer kombinierten Verabreichung von GnRH und PGF2α beruht. Das folgende Protokoll für die terminierte KB wird in der Literatur häufig zitiert:

Tag 0: Injektion von 100 µg Federelin pro Tier (2 ml des Tierarzneimittels)
Tag 7: Injektion von PGF2α oder Analogon (luteolytische Dosis)
Tag 9: Injektion von 100 µg Federelin pro Tier (2 ml des Tierarzneimittels)
KB: 16 - 20 Stunden danach oder bei vorher festgestelltem Östrus

Das Ovsynch-Verfahren kann bei Färsen weniger effizient sein als bei Kühen.

Schweine:

Das Verfahren der Ovulationssynchronisation umfasst die Verabreichung von Peforelin oder PMSG nach Beendigung der Brunstsynchronisation mit Altrenogest bei Jungsauen bzw. dem Absetzen der Ferkel bei Altsauen sowie zwei terminierte künstliche Besamungen (KB).

Bei Altsauen ist der Zeitplan von der Dauer der Säugezeit abhängig. Die folgenden Verfahren werden empfohlen:

  Jungsauen* Altsauen**
Östrusinduktion Peforelin 48 Stunden Peforelin oder PMSG
  oder PMSG (eCG) 24 Stunden nach Absetzen
  24 – 48 Stunden nach der der Ferkel
  letzten Altrenogestgabe  
Ovulationssynchronisation Federelin 78 - Säugezeit > 4 Wochen:
  80 Stunden nach  
   
  Peforelin- oder PMSG- Federelin 56 - 58 Stunden
  Verabreichung nach Peforelin- oder
    PMSG-Verabreichung
    Säugezeit 4 Wochen:
    Federelin 72 Stunden nach
    Peforelin- oder PMSG-
    Verabreichung
    Säugezeit 3 Wochen:
    Federelin 78 - 80 Stunden
    nach Peforelin- oder
    PMSG-Verabreichung
KB1: 24 - 26 Stunden nach 24 - 26 Stunden nach
  Federelin- Federelin- Verabreichung
  Verabreichung  
KB2: 40 - 42 Stunden nach 40 - 42 Stunden nach
  Federelin- Federelin- Verabreichung
  Verabreichung  

* Die bevorzugte Dosis des Tierarzneimittels bei Jungsauen liegt bei 50 µg Federelin. Die Dosis kann jedoch in einem Bereich von 50 - 75 µg variiert werden, um bestandsspezifischen Aspekten oder jahreszeitlichen Einflüssen gerecht zu werden. Der vorgeschlagene Zeitplan sollte strikt eingehalten werden.

** Die bevorzugte Dosis des Tierarzneimittels bei Altsauen liegt bei 50 µg Federelin. Die Verabreichung von 25 µg bei Sauen mit mehr als drei Würfen oder während der Besamungsperiode von September bis Mai ist jedoch ebenfalls ausreichend. Der vorgeschlagene Zeitplan sollte strikt eingehalten werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Keine.

Welche Wartezeit gilt für Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde?

Rinder, Schweine, Pferde: essbare Gewebe: Null Tage.

Rinder, Pferde:  
Milch: Null Stunden.

Welche Nebenwirkungen kann Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde beim Tier haben?

Rind (Kuh, Färse), Schwein (Sau, Jungsau), Pferd (Stute):

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8° C).

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nach Öffnen/Anbruch nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

DE/AT: Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Gonavet Veyx 50 µg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:

Federelin 50,0 µg

(entsprechend 52,4 µg Federelinacetat)

Sonstige Bestandteile:

Klare, farblose Lösung.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: 402094.00.00

AT: Z.Nr.: 836076

Packungsgrößen:

1 Durchstechflasche (10 ml) im Umkarton.

1 Durchstechflasche (20 ml) im Umkarton.

1 Durchstechflasche (50 ml) im Umkarton.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

{MM/JJJJ}

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber, für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

Veyx-Pharma GmbH Söhreweg 6

34639 Schwarzenborn Deutschland

Tel: +49 5686 9986 62

E-Mail: pharmacovigilance@veyx.de

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Veyx-Pharma B.V.

Forellenweg 16

4941 SJ Raamsdonksveer

Niederlande

Weitere Informationen

DE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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