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Medikamente

Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung

Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

FEIBA ist ein aus menschlichem Plasma hergestelltes Präparat, das die Blutstillung auch bei Verminderung oder Fehlen einzelner Gerinnungsfaktoren ermöglicht. FEIBA dient zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Hemmkörperhämophilie-A- Patienten. FEIBA dient zur Behandlung von Blutungen bei Hemmkörperhämophilie-B-Patienten.

Wirkstoff(e)
Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-Aktivität
Zulassungsinhaber
Takeda Manufacturing Austria AG
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
B02BD03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?

FEIBA ist ein aus menschlichem Plasma hergestelltes Präparat, das die Blutstillung auch bei Verminderung oder Fehlen einzelner Gerinnungsfaktoren ermöglicht.

FEIBA dient zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Hemmkörperhämophilie-A- Patienten.

FEIBA dient zur Behandlung von Blutungen bei Hemmkörperhämophilie-B-Patienten.

FEIBA wird zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten ohne Hämophilie, die Inhibitoren gegen Faktor VIII erworben haben, eingesetzt.

Des Weiteren wird FEIBA zur Prophylaxe bei chirurgischen Eingriffen bei Hemmkörperhämophilie- A-Patienten eingesetzt.

FEIBA kann für alle Altersgruppen angewendet werden.

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Was ist vor der Einnahme von Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung zu beachten?

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine Allergie bekannt ist.

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen.

FEIBA darf nicht angewendet werden

In folgenden Situationen darf FEIBA nur angewendet werden, wenn keine Reaktion auf eine

Behandlung mit geeigneten Gerinnungsfaktorkonzentraten erwartet werden kann – z. B. bei sehr hohem Inhibitortiter:

Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-Aktivität oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

  • Wenn eine Disseminierte Intravasale Gerinnung (DIC) besteht (DIC = Verbrauchskoagulopathie, ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem es zu einer übermäßig stark ablaufenden Blutgerinnung mit ausgeprägter Blutgerinnselbildung in den Blutgefäßen kommt. Dies führt dann zum Verbrauch der Gerinnungsfaktoren im ganzen Körper.).
  • Bei Herzinfarkt, akuter Thrombose und/oder Embolie: FEIBA sollte nur bei lebensbedrohlichen Blutungsepisoden angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie FEIBA anwenden, da es wie bei allen intravenös verabreichten Plasmaprodukten zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann. Damit Sie eine

allergische Reaktion möglichst frühzeitig erkennen können, sollten Sie auf mögliche Frühsymptome einer Überempfindlichkeitsreaktion achten wie z. B.:

  • Hautrötung
  • Hautausschlag
  • Auftreten von Quaddeln auf der Haut (Nesselsucht/Urtikaria)
  • Juckreiz am ganzen Körper
  • Anschwellen von Lippen und Zunge
  • Atembeschwerden/Atemnot
  • Engegefühl in der Brust
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Schwindel
  • Blutdruckabfall

Andere Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Plasmaprodukte sind Teilnahmslosigkeit (Lethargie) und Ruhelosigkeit.

Falls Sie ein oder mehrere der genannten Symptome bei sich feststellen, brechen Sie die Infusion sofort ab. Rufen Sie umgehend Ihren Arzt. Oben angegebene Symptome können frühe Anzeichen

eines anaphylaktischen Schocks sein. Schwere Symptome benötigen eine sofortige Notfallbehandlung.

Bei Überempfindlichkeit auf das Produkt oder einen der Bestandteile wird Ihr Arzt FEIBA nur dann

erneut verabreichen, wenn er sorgfältig den zu erwartenden Nutzen gegen das Risiko der Wiederverabreichung abgewogen hat und/oder wenn kein Ansprechen auf eine andere vorbeugende

Maßnahme oder ein alternatives Produkt erwartet werden kann.

  • Bei starken Änderungen im Blutdruck oder der Pulsrate, bei Atembeschwerden, Husten oder Brustschmerzen ist die Infusion sofort abzubrechen und der Arzt zu kontaktieren. Der Arzt wird dann die geeigneten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einleiten.
  • Bei Patienten mit Hemmkörperhämophilie oder erworbenen Inhibitoren gegen Gerinnungsfaktoren ist Vorsicht geboten. Während der Behandlung mit FEIBA können diese Patienten zur gleichen Zeit sowohl eine erhöhte Blutungsneigung als auch ein erhöhtes Thromboserisiko haben.

Thrombotische und thromboembolische Ereignisse, einschließlich disseminierter intravasaler Gerinnung (DIC), Venenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt und Schlaganfall sind während der Behandlung mit FEIBA aufgetreten. Die gleichzeitige Behandlung mit rekombinantem Faktor VIIa (rFVIIa) erhöht wahrscheinlich das Risiko der Entwicklung von thromboembolischen Ereignissen. Einige dieser thromboembolischen Ereignisse traten nach Verabreichung hoher FEIBA-Dosen auf.

In einer von einer Fremdfirma durchgeführten Studie zur Beurteilung von Emicizumab (ein Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A), wurden einige Patienten nach Durchbruchsblutungen unter Emicizumab mit FEIBA zur Kontrolle der Blutungen

behandelt. Einige dieser Patienten entwickelten eine thrombotische Mikroangiopathie (TMA). Die TMA ist eine schwerwiegende und möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung. Bei Personen, die

unter einer TMA leiden, kann die innere Wandschicht der Blutgefäße beschädigt sein und es können sich Blutgerinnsel in den kleinen Blutgefäßen bilden. In einigen Fällen kann dies zur Schädigung der

Nieren und anderer Organe führen. Bitte kontaktieren Sie unverzüglich Ihren behandelnden Arzt oder ein Hämophilie-Zentrum, wenn Sie unter Prophylaxe mit Emicizumab eine Durchbruchsblutung

entwickeln.

Bei der Herstellung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma wird eine Anzahl von Maßnahmen durchgeführt, um einer Übertragung von infektiösen Erregern auf Patienten vorzubeugen.

Dazu gehören die sorgfältige Auswahl der Blut- und Plasmaspender – um sicherzustellen, dass Personen mit Infektionsrisiko ausgeschlossen werden – sowie die Testung jeder einzelnen Spende und

der Plasmapools auf Virus- und Infektionsmarker. Die Hersteller dieser Produkte führen während der Verarbeitung von Blut oder Plasma auch Schritte zur Inaktivierung oder Entfernung von Viren durch. Trotzdem kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma

hergestellt werden, das Risiko von Infektionskrankheiten durch Übertragung von infektiösen Erregern, auch bislang unbekannter Natur, nicht völlig ausgeschlossen werden.

Die oben angeführten Maßnahmen werden für umhüllte Viren wie z. B. HIV (Virus, das AIDS verursacht), Hepatitis-B-Virus und Hepatitis-C-Virus sowie für das nicht umhüllte Hepatitis-A-Virus

für wirksam erachtet. Diese Maßnahmen können gegebenenfalls bei manchen nicht umhüllten Viren wie z. B. Parvovirus B19 (Virus, das Ringelröteln verursacht) eingeschränkt wirksam sein.

Parvovirus-B19-Infektionen können bei Schwangeren (foetale Infektion) und bei Personen mit geschwächtem Immunsystem oder einigen Anämieformen (z. B. Sichelzellanämie oder hämolytische Anämie) zu schweren Erkrankungen führen.

Wird ein aus menschlichem Blut oder Plasma hergestelltes Faktor-VIII-Inhibitor-Arzneimittel regelmäßig/wiederholt verabreicht, müssen geeignete Impfungen (Hepatitis A und B) in Betracht

gezogen werden.

Nach der Verabreichung hoher Dosen von FEIBA kann der vorübergehende Anstieg von passiv

übertragenen Hepatitis-B-Oberflächen-Antikörpern zur Missinterpretation von positiven Ergebnissen serologischer Testungen führen.

FEIBA ist ein aus Plasma hergestelltes Arzneimittel und kann bestimmte Bestandteile (Isohämagglutinine, Erythrozyten-Antikörper) enthalten, die nach Infusion in den Patienten die Ergebnisse von einigen Bluttests beeinflussen können.

Bei jeder Verabreichung von FEIBA sollen Produktname und Chargennummer mittels beigefügter Selbstklebeetikette in der Krankengeschichte dokumentiert werden, um die Verbindung zwischen Patient und verabreichter Produktcharge herstellen zu können.

Kinder

Über die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren liegen nur eingeschränkte klinische Daten vor. Es wird dasselbe Dosierungsschema wie bei Erwachsenen empfohlen, das an den klinischen Zustand des Kindes angepasst werden muss.

Anwendung von FEIBA zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Es wurden keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien zur gleichzeitigen oder sequentiellen Anwendung von FEIBA und rekombinantem Faktor VIIa, Antifibrinolytika oder Emicizumab durchgeführt. Werden systemische Antifibrinolytika wie Tranexamsäure und Aminocapronsäure

während der Behandlung mit FEIBA verabreicht, ist an die Möglichkeit thrombotischer Ereignisse zu denken. Daher sollen Antifibrinolytika für ca. 6 bis 12 Stunden nach der Verabreichung von FEIBA

nicht verwendet werden.

Aufgrund verfügbarer in vitro-Daten und klinischer Beobachtungen können bei gleichzeitiger

Verabreichung von FEIBA und rFVIIa mögliche Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden, was möglicherweise zu einem thromboembolischen Ereignis führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit FEIBA behandelt werden nachdem Sie Emicizumab (ein Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A) erhalten haben, da besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind. Ihr Arzt wird Sie sorgfältig überwachen.

Wie alle anderen Blutgerinnungsfaktoren sollte FEIBA vor der Verabreichung nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, da dadurch die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Zubereitung beeinträchtigt sein können.

Es ist ratsam einen gemeinsamen venösen Zugang vor und nach der Verabreichung von FEIBA mit einer physiologischen Kochsalzlösung zu spülen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Über die Anwendung von FEIBA in der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt. Aufgrund des gesteigerten Thromboserisikos in der Schwangerschaft sollte FEIBA nur unter sorgfältiger

medizinischer Überwachung und nur wenn es unbedingt nötig ist, angewendet werden. Informationen zu Parvovirus-B19-Infektionen sind in Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen angegeben.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Anzeichen, dass FEIBA Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

FEIBA enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält etwa 80 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 4 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen

Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Wie wird Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?

Das gefriergetrocknete FEIBA-Pulver ist mit dem beigepackten Lösungsmittel aufzulösen und die Lösung in eine Vene zu verabreichen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Der Arzt hat, unter Berücksichtigung der Schwere Ihrer Blutgerinnungsstörung, des Ortes und Ausmaßes der Blutung sowie Ihres Allgemeinzustandes und Ansprechens auf das Arzneimittel, die für Sie persönlich erforderliche Dosierung und Dosierungsintervalle bestimmt. Ändern Sie nicht von sich

aus die von Ihrem Arzt bestimmte Dosierung und hören Sie nicht von sich aus mit der Anwendung des Arzneimittels auf.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von FEIBA zu stark oder zu schwach ist.

Vor Verabreichung das Produkt auf Raum- oder Körpertemperatur erwärmen, falls nötig.

FEIBA soll erst unmittelbar vor der Verabreichung aufgelöst werden. Danach soll die Lösung unverzüglich verwendet werden (die Lösung enthält keine Konservierungsmittel).

Sanft schwenken, bis das gesamte Pulver gelöst ist. Sicherstellen, dass FEIBA vollständig gelöst ist; sonst gelangen weniger FEIBA-Einheiten durch den Filter.

Trübe Lösungen oder solche mit Niederschlag sind zu verwerfen.

Angebrochene Behältnisse dürfen nicht wiederverwendet werden.

Nur das beigepackte Wasser für Injektionszwecke und den beigepackten Gerätesatz zur Rekonstitution verwenden.

Werden andere als die beigepackten Gerätesätze verwendet, sicherstellen, dass ein geeigneter Filter mit einer Porengröße von mindestens 149 Mikrometern verwendet wird.

Das Produkt nicht verwenden, wenn seine sterile Barriere durchbrochen, seine Verpackung beschädigt ist oder es Zeichen von Verderb aufweist.

Nach der Rekonstitution nicht im Kühlschrank lagern.

Nach vollständiger Rekonstitution von FEIBA soll sofort mit der Injektion oder Infusion begonnen werden, die innerhalb von drei Stunden nach der Rekonstitution abgeschlossen sein muss.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

[Für die Packungsbeilage mit Nadeln]

Auflösung des Pulvers zur Herstellung einer Infusionslösung mit Nadeln:

Achten Sie auf eine möglichst saubere und keimarme Arbeitsweise!

1. Erwärmen Sie die ungeöffnete Lösungsmitteldurchstechflasche (Wasser für Injektionszwecke) auf Raumtemperatur bzw. max. + 37 °C, falls erforderlich.

2. Entfernen Sie die Schutzkappen von den Durchstechflaschen mit Pulver und Lösungsmittel (Abbildung A) und reinigen Sie die Gummistopfen beider Durchstechflaschen.

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Welche Nebenwirkungen hat Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Überempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Hautrötung, Hepatitis-B Oberflächenantikörper positiv.

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Verbrauchskoagulopathie (DIC); Anstieg des
    Inhibitortiters
  • Erkrankungen des Immunsystems: anaphylaktische Reaktionen, Nesselausschlag am ganzen
    Körper (Urtikaria)
  • Erkrankungen des Nervensystems: Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen (Hypästhesie),
    Missempfinden (Parästhesie), Schlaganfall (verursacht durch eine Thrombose oder Embolie), Schläfrigkeit (Somnolenz), veränderter Geschmackssinn
  • Herzerkrankungen: Herzinfarkt, Herzrasen (Tachykardie)
  • Gefäßerkrankungen: Blutgerinnselbildung mit Ausschwemmung in die Gefäße
    (thromboembolische Ereignisse, venöse und arterielle Thrombosen), hoher Blutdruck (Hypertonie), Hitzewallungen (Flush)
  • Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums: Verschluss der Lungenarterien durch ein
    Blutgerinnsel (Lungenembolie), Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus), erschwerte Ein- und Ausatmung durch Verengung der oberen Luftwege (Stenoseatmung), Husten, Atemnot (Dyspnoe)
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes: Taubheitsgefühl im Gesicht, Anschwellen von Gesicht, Zunge und Lippen (Angioödem), Nesselausschlag am gesamten Körper (Urtikaria), Juckreiz
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Schmerzen an der
    Injektionsstelle, allgemeines Unwohlsein, Hitzegefühl, Schüttelfrost, Fieber, Brustschmerzen, Beschwerden in der Brust
  • Untersuchungen: Blutdruckabfall, erhöhte Fibrin-D-Dimer-Spiegel im Blut

Eine schnelle intravenöse Infusion kann stechende Schmerzen und Taubheitsgefühl im Gesicht und in den Gliedmaßen sowie einen Blutdruckabfall verursachen.

Es wurde das Auftreten von Herzinfarkten beobachtet, die nach Dosen über der max. Tagesdosis und/oder verlängerter Anwendung und/oder bei Anwesenheit von Risikofaktoren für Thromboembolien auftraten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Die Chargennummer bzw. Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung “Lot“ angeführt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Feiba 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung

Was FEIBA enthält

Pulver

  • Der Wirkstoff ist: Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-Aktivität.
  • 1 ml enthält 25 E. Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-Aktivität.
  • 1 Durchstechflasche FEIBA 25 E./ml enthält 500 E. (Einheiten) Faktor-VIII-Inhibitor-bypass- Aktivität in 200 – 600 mg Plasmaprotein vom Menschen.
  • FEIBA enthält auch die Faktoren II, IX und X, hauptsächlich in nicht-aktivierter Form sowie
    den aktivierten Faktor VII. Faktor-VIII-Gerinnungs-Antigen (FVIII C:Ag) sowie die Faktoren des Kallikrein-Kinin-Systems sind, falls überhaupt, nur in Spuren vorhanden.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid und Natriumcitrat.

Lösungsmittel

Wasser für Injektionszwecke

Wie FEIBA aussieht und Inhalt der Packung

FEIBA 25 E./ml ist eine weiße, fast weiße oder hellgrüne gefriergetrocknete pulvrige oder bröckelige Festsubstanz. Der pH-Wert der gebrauchsfertigen Lösung liegt zwischen 6,8 – 7,6.

Pulver und Lösungsmittel befinden sich in Durchstechflaschen aus Glas, die mit einem Gummistopfen verschlossen sind.

Packungsgröße: 1 x 500 E.

[Für die Packungsbeilage zur Rekonstitution mit Nadeln]

Packungsinhalt:

  • 1 Durchstechflasche mit FEIBA 500 E. Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • 1 Durchstechflasche mit 20 ml Wasser für Injektionszwecke
  • 1 Einmalspritze
  • 1 Einmalnadel
  • 1 Flügelkanüle
  • 1 Filternadel
  • 1 Transfernadel
  • 1 Belüftungsnadel

[Für die Packungsbeilage zur Rekonstitution mit BAXJECT II-Hi-Flow]

Packungsinhalt:

  • 1 Durchstechflasche mit FEIBA 500 E. Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • 1 Durchstechflasche mit 20 ml Wasser für Injektionszwecke
  • 1 BAXJECT II Hi-Flow zur Auflösung
  • 1 Einmalspritze
  • 1 Einmalnadel
  • 1 Flügelkanüle

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Takeda Manufacturing Austria AG, Industriestraße 67, 1221 Wien, Österreich

Zulassungsnummer: Z.Nr. 2-00294

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich FEIBA 25 E./ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung
Bulgarien FEIBA 25 U/ml powder and solvent for solution for infusion
Zypern FEIBA 25 U/ml κόνις και διαλύτης για διάλυμα προς έγχυση
Griechenland FEIBA 25 U/ml κόνις και διαλύτης για διάλυμα προς έγχυση
Malta FEIBA 25 U/ml powder and solvent for solution for infusion
Niederlande FEIBA 25 E./ML, poeder en oplosmidel voor oplossing voor injectie
Rumänien FEIBA 25 U/ml pulbere şi solvent pentru soluţie injectabilă
Slowenien FEIBA 25 e./ml prašek in vehikel za raztopino za infundiranje

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2024.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die Behandlung soll von einem in der Behandlung von Gerinnungsstörungen erfahrenen Arzt eingeleitet und überwacht werden.

Dosierung

Dosierung und Behandlungsdauer hängen von der Schwere der Hämostasestörung, der Lokalisation und dem Ausmaß der Blutung sowie dem klinischen Zustand des Patienten ab.

Dosierung und Häufigkeit der Verabreichung sollten sich immer nach der klinischen Wirksamkeit im Einzelfall richten.

Als allgemeine Richtlinie wird eine Dosis von 50 – 100 E. FEIBA pro kg Körpergewicht (KG) empfohlen, wobei eine Einzeldosis von 100 E./kg KG und eine Tageshöchstdosis von 200 E./kg KG nicht überschritten werden darf, außer die Schwere der Blutung begründet und rechtfertigt die Verwendung höherer Dosen.

Aufgrund patientenspezifischer Faktoren kann das Ansprechen auf ein Bypassing Präparat variieren. In einer Blutungssituation kann der Patient auf ein Produkt unzureichend reagieren und auf ein

anderes ansprechen. Im Fall eines unzureichenden Ansprechens auf ein Bypassing Präparat soll an die Verabreichung eines anderen gedacht werden.

Kinder und Jugendliche

Über die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren liegen nur eingeschränkte klinische Daten vor. Es

wird dasselbe Dosierungsschema wie bei Erwachsenen empfohlen, das an den klinischen Zustand des Kindes angepasst werden muss.

1) Spontane Blutungen

Gelenks-, Muskel- und Weichteilblutung

Bei leichten bis mittleren Blutungen wird eine Dosis von 50 – 75 E./kg KG in 12-stündigen Intervallen empfohlen. Die Behandlung soll bis zum Eintreten einer eindeutigen Verbesserung der klinischen Symptome, wie z. B. Nachlassen der Schmerzen, Abnahme der Schwellung oder Verbesserung der Beweglichkeit des Gelenkes, fortgesetzt werden.

Für große Muskel- und Weichteilblutungen, wie z. B. retroperitoneale Blutungen, wird eine Dosis von 100 E./kg KG im 12-Stunden Intervall empfohlen.

Schleimhautblutungen

Es wird eine Dosis von 50 E./kg KG alle 6 Stunden unter sorgfältiger Überwachung des Patienten

(Sichtkontrolle der Blutung, wiederholte Hämatokritbestimmung) empfohlen. Wenn die Blutung nicht zum Stillstand kommt, kann die Dosis auf 100 E./kg KG gesteigert werden, wobei eine Tagesdosis

von 200 E./kg KG nicht überschritten werden darf.

Andere schwere Blutungen

Bei schweren Blutungen, wie z. B. ZNS-Blutungen, wird eine Dosis von 100 E./kg KG im 12-stündigen Intervall empfohlen. In Einzelfällen kann FEIBA auch in 6-stündigen Intervallen

gegeben werden, bis eine deutliche Verbesserung des klinischen Zustandes erreicht wird. (Die maximale Tagesdosis von 200 E./kg KG darf nicht überschritten werden!)

2) Operationen

Bei chirurgischen Eingriffen kann präoperativ eine Initialdosis von 100 E./kg KG verabreicht werden und eine weitere Dosis von 50 – 100 E./kg KG nach 6 – 12 Stunden. Als postoperative Erhaltungsdosis können 50 – 100 E./kg KG im 6 bis 12-stündigen Intervall verabreicht werden; Dosierung, Dosisintervalle und -dauer der peri- und postoperativen Therapie richten sich nach dem

chirurgischen Eingriff, dem Allgemeinzustand des Patienten und der klinischen Wirksamkeit im Einzelfall. (Die maximale Tagesdosis von 200 E./kg KG darf nicht überschritten werden!)

3) Prophylaxe bei Hämophilie A-Patienten mit Inhibitoren

Blutungsprophylaxe bei Patienten mit hohem Inhibitortiter und häufigen Blutungen nach

erfolgloser Immuntoleranzinduktion (ITI) oder wenn eine ITI nicht in Betracht gezogen wird:

Eine Dosis von 70 bis 100 E./kg KG jeden zweiten Tag wird empfohlen. Bei Bedarf kann die Dosis auf 100 E./kg täglich erhöht oder schrittweise gesenkt werden.

Blutungsprophylaxe bei Patienten mit hohem Inhibitortiter während einer

Immuntoleranzinduktion (ITI):

FEIBA kann begleitend zur Faktor-VIII-Gabe in einem Dosisbereich von 50 – 100 E./kg KG 2 x tgl. verabreicht werden bis der Faktor-VIII-Inhibitortiter auf < 2 B.E.* gesunken ist.

* 1 Bethesda Einheit ist definiert als die Menge an Antikörpern, die 50 % FVIII-Aktivität in inkubiertem Plasma (2 h bei 37 °C) inhibiert.

4) Anwendung von FEIBA bei speziellen Patientengruppen

In Kombination mit Faktor-VIII-Konzentrat wurde FEIBA auch zur Langzeittherapie eingesetzt, um eine vollständige und bleibende Eliminierung des Faktor-VIII-Inhibitors zu erreichen.

Überwachung

Im Fall einer unzureichenden Antwort auf das Arzneimittel wird empfohlen eine Thrombozytenzählung durchzuführen, da eine ausreichende Zahl funktionell intakter Thrombozyten

für die Wirksamkeit von FEIBA als notwendig erachtet wird.

Aufgrund des komplexen Wirkmechanismus gibt es keine direkte Überwachung der Wirkstoffe. Gerinnungstests, wie die Vollblutgerinnungszeit (WBCT), das Thromboelastogramm (TEG, r-Wert)

und die aPTT zeigen üblicherweise nur eine geringe Verkürzung und müssen nicht mit der klinischen Wirksamkeit korrelieren. Deshalb haben diese Tests nur eine geringe Aussagekraft bei der

Überwachung der Therapie mit FEIBA.

Art der Anwendung

FEIBA soll langsam intravenös verabreicht werden. Eine Infusionsgeschwindigkeit von 2 E./kg KG und Minute darf nicht überschritten werden.

FEIBA soll erst unmittelbar vor der Verabreichung aufgelöst werden. Danach soll die Lösung unverzüglich verwendet werden (die Lösung enthält keine Konservierungsmittel). Trübe Lösungen oder solche mit Niederschlag sind zu verwerfen. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Überwachung der Therapie

Einzeldosen von 100 E./kg KG und Tagesdosen von 200 E./kg KG dürfen nicht überschritten werden. Patienten, die eine Einzeldosis von 100 E./kg KG oder mehr erhalten, sollten sorgfältig, insbesondere in Hinblick auf die Entwicklung einer DIC und/oder einer akuten koronaren Ischämie und das

Auftreten von Symptomen anderer thrombotischer oder thromboembolischer Ereignisse überwacht werden. Hohe Dosen von FEIBA sollten nur so lange wie unbedingt nötig - um die Blutung zu stillen -

verabreicht werden.

Im Falle von klinisch signifikanten Änderungen im Blutdruck oder in der Pulsrate, bei

Atembeschwerden, Husten oder Brustschmerzen muss die Infusion sofort abgebrochen und geeignete diagnostische und therapeutische Maßnahmen müssen eingeleitet werden. Aussagekräftige

Laborparameter für eine DIC sind Abfall von Fibrinogen, Abfall der Thrombozytenzahl und/oder Anwesenheit von Fibrin-/Fibrinogenabbauprodukten (FDP). Andere Parameter für die DIC sind eine deutlich verlängerte Thrombinzeit, Prothrombinzeit oder aPTT. Bei Patienten mit Hemmkörperhämophilie oder erworbenen Inhibitoren gegen die Faktoren VIII, IX und/oder XI ist die aPTT durch die Grundkrankheit verlängert.

Die Verabreichung von FEIBA bei Patienten mit Inhibitoren kann zu einem vorübergehenden anamnestischen Anstieg des Inhibitorspiegels führen. Unter kontinuierlicher FEIBA-Verabreichung können die Inhibitoren mit der Zeit wieder absinken. Klinische und publizierte Daten zeigen, dass sich die Wirksamkeit von FEIBA nicht verringert.

Patienten mit Hemmkörperhämophilie oder erworbenen Inhibitoren gegen Gerinnungsfaktoren können während der Behandlung mit FEIBA zur gleichen Zeit sowohl eine erhöhte Blutungsneigung als auch ein erhöhtes Thromboserisiko haben.

Labortests und klinische Wirksamkeit

In vitro Tests, wie aPTT, Vollblutgerinnungszeit (WBCT) und Thromboelastogramme (TEG) müssen als Wirksamkeitsnachweis nicht mit dem klinischen Bild korrelieren. Deshalb können Versuche, diese Werte durch Erhöhung der FEIBA-Dosen zu normalisieren, nicht erfolgreich sein und sind sogar wegen der möglichen Gefahr durch Überdosierung eine DIC auszulösen stark abzulehnen.

Signifikanz der Thrombozytenzahl

Im Fall einer unzureichenden Antwort auf die Behandlung mit FEIBA wird empfohlen eine Thrombozytenzählung durchzuführen, da eine ausreichende Zahl funktionell intakter Thrombozyten für die Wirksamkeit von FEIBA notwendig ist.

Behandlung von Hämophilie-B-Patienten mit Inhibitoren

Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung ist die Erfahrung bei Hämophilie-B-Patienten mit Faktor-IX- Inhibitor begrenzt. 5 Hämophilie-B-Patienten mit Inhibitoren wurden mit FEIBA im Rahmen von

klinischen Studien, entweder vorbeugend oder bedarfsweise oder bei chirurgischen Eingriffen, behandelt:

In einer prospektiven, offenen, randomisierten, parallelen klinischen Studie mit Hämophilie A- oder -B-Patienten mit anhaltenden hochtitrigen Inhibitoren (090701, PROOF), wurden 36 Patienten

randomisiert zu entweder 12 Monaten ± 14 Tagen vorbeugender oder bedarfsweiser Behandlung. Die 17 Patienten mit vorbeugender Behandlung erhielten 85 ± 15 E./kg FEIBA jeden zweiten Tag, die 19 Patienten mit bedarfsweiser Behandlung wurden nach individueller Verschreibung des Arztes

behandelt. 2 Hämophilie-B-Patienten mit Inhibitoren waren in der Gruppe mit bedarfsweiser Behandlung und 1 Hämophilie-B-Patient in der Gruppe mit vorbeugender Behandlung eingeschlossen.

Die auf ein Jahr hochgerechnete mittlere Blutungsrate (ABR) für alle Arten von Blutungsepisoden bei Patienten in der Gruppe mit vorbeugender Behandlung (mittlere ABR = 7,9) war geringer als diejenige von Patienten in der Gruppe mit bedarfsweiser Behandlung (mittlere ABR = 28,7), was eine 72,5%ige Verringerung der mittleren ABR im Vergleich der beiden Behandlungsgruppen bedeutet.

In einer anderen beendeten, prospektiven nicht-interventionellen Überwachungsstudie zur Anwendung von FEIBA vor, während und kurz nach einer Operation (PASS-INT-003, SURF) wurden insgesamt 34 chirurgische Eingriffe an 23 Patienten durchgeführt. Die Mehrheit der Patienten (18) waren Patienten mit angeborener Hämophilie A mit Inhibitoren, 2 waren Patienten mit Hämophilie B mit

Inhibitoren, und 3 Patienten hatten eine erworbene Hämophilie A mit Inhibitoren. Die Dauer der Anwendung von FEIBA lag zwischen 1 und 28 Tagen, mit einem Durchschnittswert von 9 Tagen und

einem statistischen Mittelwert (Median) von 8 Tagen. Die mittlere kumulative Dosis lag bei 88 347 E. und die mediane Dosis bei 59 000 E. Bei Hämophilie B-Patienten mit Inhibitoren betrug die längste Behandlungsdauer mit FEIBA 21 Tage und die maximale Dosis lag bei 7 324 E.

Zusätzlich wird in der Literatur über 48 Patienten berichtet, bei denen FEIBA zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungsepisoden bei Hämophilie-B-Patienten mit Faktor-IX-Inhibitor angewendet wurde (34 Patienten mit Hämophilie B mit Inhibitoren wurden bedarfsweise behandelt,

6 Hämophilie-B-Patienten mit Inhibitoren wurden vorbeugend behandelt und 8 Hämophilie-B- Patienten mit Inhibitoren wurden bei chirurgischen Eingriffen behandelt).

Es liegen auch vereinzelte Berichte über die Verwendung von FEIBA bei der Behandlung von Patienten mit erworbenen Inhibitoren gegen die Faktoren IX, X, XI und XIII vor.

In seltenen Fällen wurde FEIBA außerdem bei Patienten angewendet, bei denen ein von-Willebrand- Faktor-Inhibitor vorhanden war.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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