Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Famotidin "S.Med" 40 mg enthalten den Wirkstoff Famotidin, der die Wirkung von körpereigenem Histamin an der Magenschleimhaut verhindert (Histamin-H2-Rezeptoren- Antagonist). Famotidin "S.Med" 40 mg hemmt dadurch die Freisetzung von Magensäure und befreit bei säurebedingten Erkrankungen der Verdauungsorgane rasch von bestehenden Schmerzen und führt in den …
- Wirkstoff(e)
- Famotidin
- Zulassungsinhaber
- S.Med Handels GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- A02BA03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten angewendet?
Famotidin "S.Med" 40 mg enthalten den Wirkstoff Famotidin, der die Wirkung von körpereigenem Histamin an der Magenschleimhaut verhindert (Histamin-H2-Rezeptoren- Antagonist). Famotidin "S.Med" 40 mg hemmt dadurch die Freisetzung von Magensäure und befreit bei säurebedingten Erkrankungen der Verdauungsorgane rasch von bestehenden Schmerzen und führt in den meisten Fällen innerhalb von 4 Wochen zur Abheilung von Geschwüren. Die gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinträchtigt die Wirkung von Famotidin "S.Med" 40 mg nicht.
Anwendungsgebiete:
- Zwölffingerdarmgeschwüre
- gutartige Magengeschwüre
- Vorbeugung des Wiederauftretens von Zwölffingerdarmgeschwüren
- Zustände von übermäßiger Säurebildung, wie Zollinger-Ellison-Syndrom
- Vorbeugung und Therapie stressbedingter Geschwüre, unterstützende Maßnahme bei Blutungen aus Schleimhautverletzungen des oberen Magen-Darm-Traktes
- Entzündungen der Speiseröhre infolge Rückfluss des Magensaftes (Refluxösophagitis)
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Was ist vor der Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten zu beachten?
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Famotidin oder einen der sonstigen Bestandteile von Famotidin "S.Med" 40 mg sind.
Gebrauchsinformation Famotidin „S.Med“ 40 mg-Filmtabletten
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern sind nicht erwiesen.
Bei H2-Rezeptorantagonisten wurde Kreuzsensibilität beobachtet. Daher sollte Famotidin bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel dieser Klasse in der Vorgeschichte nicht angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg ist erforderlich,
Bei einer bereits länger bestehenden Geschwürskrankheit soll nach eingetretener Beschwerdefreiheit die Behandlung mit Famotidin "S.Med" 40 mg nicht abrupt beendet, sondern die vom Arzt oder der Ärztin verordnete Therapie weitergeführt werden.
Eine eventuelle Bösartigkeit von Magengeschwüren sollte vor deren Behandlung mit Famotidin "S.Med" 40 mg ausgeschlossen werden. Eine Besserung der Beschwerden bei einem Magengeschwür nach Behandlung mit Famotidin "S.Med" 40 mg schließt die Anwesenheit bösartiger Vorgänge im Magen nicht aus.
Bei Patienten/innen mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte Famotidin "S.Med" 40 mg mit Vorsicht angewendet werden (siehe "Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion").
Bei geringfügigen Magen-Darm-Erkrankungen sind andere Magen-Darm-Therapeutika meist ausreichend.
Bei einer Langzeittherapie mit großer täglicher Einnahmenmenge ist eine Kontrolle des Blutbildes und der Leberfunktion empfehlenswert.
Bei Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bisher wurden keine bedeutenden substanzspezifischen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beobachtet.
Die Aufnahme pH-abhängig resorbierter Arzneimittel, wie z.B. Eisensalze oder Ketoconazol (Medikament gegen Pilzerkrankungen), kann vermindert sein. Deshalb sollte bei gleichzeitiger Anwendung dieser Präparate der Arzt oder die Ärztin zu Rate gezogen werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Sucralfat (Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden bzw. Geschwüre) vermindert die Aufnahme von Famotidin. Deshalb sollte Sucralfat grundsätzlich in einem zeitlichen Abstand von 2 Stunden zur Gabe von Famotidin eingenommen werden.
Die Einnahme von Probenecid (Mittel gegen Gicht) kann die Ausscheidung von Famotidin verzögern. Auf eine gleichzeitige Einnahme von Famotidin und Probenecid sollte daher verzichtet werden.
Famotidin interagiert nicht mit dem Cytochrom-P450-abhängigen Enzymsystem, über welches einige Arzneistoffe metabolisiert werden.
Gebrauchsinformation Famotidin „S.Med“ 40 mg-Filmtabletten
Famotidin hat keinen Einfluss auf die pharmakokinetische oder anticoagulatorische Aktivität von Phenprocoumon.
Durch Veränderung des Magen – pH-Werts kann Famotidin die Bioverfügbarkeit bestimmter Arzneimittel beeinflussen. Die Resorption von Atazanavir kann vermindert sein.
Bei Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Keine Auswirkungen
Schwangerschaft und Stillzeit
Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillperiode wird mangels ausreichender Erfahrungen nicht empfohlen.
Stillende Mütter sollen entweder das Medikament absetzen oder abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Einige Patienten reagierten auf Famotidin mit Nebenwirkungen wie Schwindel und Kopfschmerzen. Die Patienten sollten daher informiert werden, dass das Autofahren, das Bedienen von Maschinen sowie die Ausübung von Tätigkeiten, die die volle Aufmerksamkeit erfordern, zu vermeiden sind, wenn diese Symptome auftreten.
Wichtige Informationen über sonstige Bestandteile von Famotidin "S.Med" 40 mg
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Famotidin “S.Med“ 40 mg-Filmtabletten nicht anwenden.
Wie wird Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie Famotidin "S.Med" 40 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Famotidin "S.Med" 40 mg sind unzerkaut mit Flüssigkeit einzunehmen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Einnahmemenge:
Zwölffingerdarmgeschwüre, gutartige Magengeschwüre:
Zur Akutbehandlung ist täglich 1 Filmtablette zu 40 mg abends einzunehmen. Die Behandlung soll über 4-8 Wochen durchgeführt werden.
Zur Vorbeugung des Wiederauftretens von Zwölffingerdarmgeschwüren wird eine Weiterführung der Therapie mit täglich 1 Filmtablette zu 20 mg (Famotidin "S.Med" 20 mg) am Abend empfohlen.
Zollinger-Ellison-Syndrom:
Die Anfangsdosierung ist vom Schweregrad der Erkrankung und der Dosis des vorher eingenommenen H2-Antagonisten abhängig. Patienten/innen ohne vorherige magensäurehemmende Therapie sollen die Behandlung mit einer Dosis von 1 Filmtablette zu 20 mg Famotidin "S.Med" alle 6 Stunden beginnen. Der Arzt/die Ärztin wird die Dosis den individuellen Bedürfnissen der Patienten/innen anpassen. Patienten/innen, die schon vorher einen anderen H2-Antagonisten eingenommen haben, können unmittelbar auf eine höhere als die für Neueinstellungen empfohlene Anfangsdosierung von Famotidin umgestellt werden.
Gebrauchsinformation Famotidin „S.Med“ 40 mg-Filmtabletten
Refluxösophagitis/Stressbedingte Geschwüre/Schleimhautverletzungen:
Es sind 2mal täglich 1 Filmtablette zu 20 mg (Famotidin "S.Med" 20 mg) oder 1mal täglich 1 Filmtablette zu 40 mg einzunehmen.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Bei Patienten/innen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion soll die Tagesdosis auf die Hälfte reduziert bzw. die Dosierungsintervalle verlängert werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Famotidin "S.Med" 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten:
Informieren Sie Ihren Arzt /Ihre Ärztin
Wenn Sie die Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg abbrechen
Wenn Sie die Einnahme von Famotidin "S.Med" 40 mg abbrechen Informieren Sie Ihren Arzt /Ihre Ärztin.
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Welche Nebenwirkungen hat Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig ≥ 0; häufig ≥00, <0; gelegentlich (≥ 000, <00); selten (≥ 0,000, <,000); sehr selten (<0,000) inklusive vereinzelter Fälle Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Herzerkrankungen
sehr selten: AV Block bei intravenöser Gabe von H2-Rezeptor-Antagonisten
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
sehr selten: Leukopenie, Thrombocytopenie, Neutropenie, Agranulozytose; Panzytopenie
Erkrankungen des Nervensystems häufig: Kopfschmerzen, Schwindel gelegentlich: Geschmacksstörungen
sehr selten: Krämpfe, Grand mal Anfälle (besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion), Parästhesie, Schläfrigkeit
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums sehr selten: interstitielle Pneumonie mit manchmal tödlichem Ausgang
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts häufig: Obstipation, Diarrhoe
gelegentlich: Mundtrockenheit, Übelkeit und/oder Erbrechen, gastrointestinale Beschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes gelegentlich: Rash, Pruritus, Urticaria
Gebrauchsinformation Famotidin „S.Med“ 40 mg-Filmtabletten
sehr selten: Alopecia, Stevens Johnson syndrome/toxische epidermale Nekrolyse mit manchmal tödlichem Ausgang
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs und Knochenerkrankungen sehr selten: Arthralgie, Muskelkrämpfe
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen gelegentlich: Appetitlosigkeit
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort gelegentlich: Müdigkeit
sehr selten: Brustenge
Erkrankungen des Immunsystems
sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie, angioneurotisches Ödem, Bronchospasmen)
Leber- und Gallenerkrankungen
sehr selten: Anomalie der Leberenzyme, Hepatitis; cholestatischer Ikterus
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse sehr selten: Impotenz
Psychiatrische Erkrankungen
sehr selten, reversible psychische Störungen inklusive Depression, Angststörungen, Agitation, Desorientierung, Konfusion und Halluzination; Schlaflosigkeit, verminderte Libido
Nebenwirkungen – kausaler Zusammenhang unbekannt
Es wurden seltene Fälle von Gynäkomastie berichtet, jedoch war die Häufigkeit in kontrollierten klinischen Studien nicht höher als unter Placebo
Wie ist Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten aufzubewahren?
Nicht über 25°C lagern
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Famotidin "S.Med" 40 mg - Filmtabletten
Was Famotidin "S.Med" 40 mg enthält
Der Wirkstoff ist
Famotidin 40 mg
Die sonstigen Bestandteile sind:
Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Zellulose, Maisstärke, Povidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat, Hypromellose, Hydroxypropylzellulse, Titandioxid E 171, Talkum.
Wie Famotidin "S.Med" 40 mg aussieht und Inhalt der Packung
Gebrauchsinformation Famotidin „S.Med“ 40 mg-Filmtabletten
Weiße, runde bikonvexe Filmtabletten in PVC/Aluminium-Blisterpackung Packungsgrößen: 10, 20, 30, 50 Stück
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
S.MED, Zachgasse 1, 1220 Wien smed@smed.at
Zulassungsnummer:
Zul. Nr. 1-28274
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Dezember 2009
Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: Bezüglich einer Überdosierung von Famotidin "S.Med" 40 mg liegen keine Erfahrungen vor; Dosen bis zu 800 mg täglich wurden ohne schwerwiegende Nebenwirkungen vertragen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


