Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Delpral wird zur Behandlung unwillkürlicher Bewegungen oder bestimmter Verhaltensstörungen (z. B. verursacht durch bestimmte Krankheiten, Alter oder Alkoholkonsum) bei Erwachsenen eingesetzt. Delpral wird zur Behandlung bestimmter Verhaltensstörungen bei älteren Patienten eingesetzt.
- Wirkstoff(e)
- Tiaprid
- Zulassungsinhaber
- neuraxpharm Arzneimittel GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- N05AL03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Delpral 100 mg Tabletten angewendet?
Delpral wird zur Behandlung unwillkürlicher Bewegungen oder bestimmter Verhaltensstörungen (z. B. verursacht durch bestimmte Krankheiten, Alter oder Alkoholkonsum) bei Erwachsenen eingesetzt.
Delpral wird zur Behandlung bestimmter Verhaltensstörungen bei älteren Patienten eingesetzt.
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Was ist vor der Einnahme von Delpral 100 mg Tabletten zu beachten?
Delpral darf nicht eingenommen werden, wenn SieFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- allergisch gegen Tiaprid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- unter einer hormonabhängigen Tumorerkrankung leiden, z. B. der Hirnanhangsdrüse oder Brustkrebs,
- einen Tumor im Nebennierenmark haben (sogenanntes „Phäochromozytom“),
- gleichzeitig mit dem Wirkstoff Levodopa oder bestimmten anderen Arzneimitteln gegen Parkinson-Erkrankung behandelt werden (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Delpral zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Warnhinweise und VorsichtsmaßnahmenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Delpral einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Delpral ist erforderlich bei
- Patienten mit Epilepsie in der Vorgeschichte: Delpral kann unter Umständen, so wie auch andere Neuroleptika, die Neigung zu Krampfanfällen erhöhen. Der Arzt wird diese Patienten daher besonders engmaschig überwachen.
- Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung: Der Arzt wird Delpral nur in besonderen Ausnahmefällen verordnen.
- Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (einschließlich Herzrhythmusstörungen): Es könnten Nebenwirkungen im Herz-Kreislauf-System auftreten (vor allem niedriger Blutdruck).
- älteren Patienten: Wie auch andere Neuroleptika kann Delpral zum verstärkten Auftreten von starker Müdigkeit, niedrigem Blutdruck, Bewusstseinstrübung und Koma führen.
- älteren demenzkranken Patienten: In dieser Patientengruppe wurde ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei der Anwendung von antipsychotisch wirksamen Arzneimitteln beobachtet. Delpral kann bei älteren Patienten die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schon einmal einen Schlaganfall hatten. Delpral ist nicht für die Behandlung von Verhaltensstörungen in Zusammenhang mit Demenz zugelassen.
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Da der Wirkstoff Tiaprid vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, besteht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ein mögliches Risiko für das Auftreten eines Komas aufgrund von Überdosierung. Deshalb wird Ihr Arzt die Dosierung entsprechend verringern (siehe auch Abschnitt 3. „Wie ist Delpral einzunehmen?“).
- Patienten, bei denen eine Kombination von Beschwerden mit Fieber, Muskelsteifigkeit, Kreislauf- und Bewusstseinsstörungen auftritt: In diesem Fall wenden Sie sich bitte sofort an Ihren behandelnden Arzt. Es kann sich hierbei um ein sogenanntes „malignes neuroleptisches Syndrom“ handeln, das unter Umständen einen tödlichen Ausgang nehmen kann und durch hohes Fieber, Muskelsteifigkeit und Störungen im Nervensystem gekennzeichnet ist. Beim Auftreten von Fieber ungeklärter Ursache ist Delpral sofort abzusetzen. Es wurden auch Fälle mit atypischen Beschwerden, wie fehlende Muskelsteifigkeit, Bluthochdruck oder Fiebersenkung, beobachtet. Außer in besonderen Ausnahmefällen wird Ihr Arzt Delpral bei Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung nicht verordnen.
- Patienten, bei denen eine Kombination von Beschwerden mit Fieber und/oder Muskelsteifheit auftritt: Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Delpral Fieber und/oder Muskelsteifheit entwickeln und insbesondere wenn Sie bereits andere Medikamente zur Behandlung Ihrer psychischen Gesundheit einnehmen.
- Patienten mit einem Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln: Ihr Arzt wird Delpral mit Vorsicht anwenden, da Arzneimittel, die auf das zentrale Nervensystem wirken, mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden.
- ungeklärten Infektionen oder Fieber: Bei Anzeichen einer Infektion oder Fieber wenden Sie sich unverzüglich an Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird eine Untersuchung Ihres Blutbildes anordnen.
- Alkohol: Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie Probleme mit Alkohol haben oder hatten (siehe „Einnahme von Delpral zusammen mit Alkohol“)
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Delpral ist erforderlich, wenn bei Ihnen Risikofaktoren vorliegen, wie z. B.:
- langsame Herzschlagfolge (Bradykardie),
- Störungen des Elektrolythaushalts, vor allem ein zu geringer Kaliumspiegel,
- angeborene Herzrhythmusstörung (sogenannte „QT-Zeit-Verlängerung“),
- Einnahme von Arzneimitteln, die zu solchen Beschwerden führen können, die Reizleitungsstörungen am Herzen (QT-Verlängerungen) oder schwerwiegende Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) begünstigen können (siehe auch Abschnitt 2. „Einnahme von Delpral zusammen mit anderen Arzneimitteln“ sowie Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
In diesem Fall wird der Arzt Ihre Herztätigkeit besonders überwachen.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, weil keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Einnahme von Delpral zusammen mit anderen ArzneimittelnFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die Wirkung von Delpral kann bei gleichzeitiger Verabreichung nachfolgend genannter Arzneistoffe beeinflusst werden.
Das folgende Arzneimittel darf nicht mit Delpral kombiniert werden, da sich die Wirkungen der beiden Arzneimittel gegenseitig aufheben können:
Levodopa (Wirkstoff gegen Parkinson-Erkrankung).
Die gleichzeitige Anwendung von Delpral mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen, da das Risiko einer Reizleitungsstörung am Herzen (Verlängerung des QT-Intervalls) und schwerwiegender Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) erhöht ist:
-
Arzneimittel, die Torsade de pointes auslösen können:
- Arzneimittel gegen bestimmte Störungen der Herzfunktion (sogenannte „Klasse-Ia- und Klasse-III-Antiarrhythmika“, wie z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid sowie der Wirkstoff Bepridil),
- bestimmte Arzneimittel mit dämpfender und beruhigender Wirkung, wie z. B. Sultoprid, Pipotiazin, Sertindol, Veraliprid, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol, Fluphenazin, Pipamperon, Flupentixol und Zuclopenthixol,
- einige Arzneimittel gegen Parasiten, wie z. B. Halofantrin, Lumefrantin und Pentamidin,
- Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen: Erythromycin (als Injektion), Spiramycin (als Injektion), Moxifloxacin oder Sparfloxacin,
- Arzneimittel gegen Erbrechen, wie z. B. Cisaprid,
- Arzneimittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen, wie z. B. Diphemanil,
- Arzneimittel gegen allergische Erkrankungen, wie z. B. Mizolastin,
- Arzneimittel gegen Durchblutungsstörungen im Gehirn, wie z. B. Vincamin (als Injektion),
- Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen, wie z. B. Sultoprid, Lithium oder Thioridazin.
Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob von Ihnen gleichzeitig eingenommene/angewendete Arzneimittel die beschriebenen Eigenschaften aufweisen.
Die Anwendung von diesen Arzneimitteln (mit Ausnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Infektionskrankheiten) sollte, wenn möglich, durch Ihren Arzt beendet werden. Wenn eine gleichzeitige Behandlung nicht vermieden werden kann, sollte Ihr Arzt die Reizleitung am Herzen (QT-Intervall) vor dem Beginn der Behandlung überprüfen und die Herzfunktion (EKG) überwachen.
-
Arzneimittel, die Alkohol enthalten:
So wie alkoholische Getränke können auch alkoholhaltige Arzneimittel die sedative Wirkung (starke Ermüdung) von Neuroleptika verstärken und sollten daher vermieden werden. -
Arzneimittel zur Behandlung von Morbus Parkinson (außer dem Wirkstoff Levodopa, der nicht angewendet werden darf):
Amantadin, Apomorphin, Bromocriptin, Entacapon, Lisurid, Pergolid, Piribedil, Pramipexol, Ropinirol, Selegilin.
Es können dadurch bei Ihnen psychotische Erkrankungen ausgelöst oder verschlimmert werden. Wenn Sie als Parkinson-Patient Dopaminagonisten erhalten und eine Einnahme bzw. Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von seelischen/psychischen Störungen (Neuroleptika) nicht vermieden werden kann, müssen die Dopaminagonisten durch Ihren Arzt langsam abgesetzt werden. - Arzneimittel zur Suchtbehandlung: Methadon.
Bei Kombination von Delpral mit folgenden Arzneimitteln wird Ihr Arzt gegebenenfalls besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:
-
Arzneimittel, die den Herzschlag verlangsamen können, da ein Risiko für das Auftreten schwerwiegender Herzrhythmusstörungen besteht, z. B.:
Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (sogenannte „Klasse-Ia- bzw. Klasse-III- Antiarrhythmika“),
- Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche (sogenannte „Betablocker“, wie z. B. Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol, Nebivolol, sogenannte „Kalziumantagonisten“ [z. B. Diltiazem, Verapamil], Guanfacin, Clonidin oder Herzglykoside [z. B. Digitalis]),
- Arzneimittel gegen Grünen Star (Pilocarpin),
- Arzneimittel gegen bestimmte Muskelerkrankungen (Cholinesterasehemmer).
-
Arzneimittel, die den Kaliumgehalt im Körper senken, da ein Risiko für das Auftreten schwerwiegender Herzrhythmusstörungen besteht, z. B.:
- bestimmte harntreibende Arzneimittel,
- Abführmittel,
- Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (Amphotericin B [als Injektion]),
- Arzneimittel gegen z. B. Entzündungen (Glukokortikoide),
- Arzneimittel zur Bestimmung der Nierenfunktion (Tetracosactid und Cosyntropin).
- Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks, da es zu einem unerwünscht starken Blutdruckabfall kommen kann.
-
Arzneimittel mit dämpfender Wirkung auf das zentrale Nervensystem, da es in dieser Kombination zu einer starken Dämpfung kommen kann:
beispielsweise Schmerzmittel, Hustenmittel, Suchtersatzmittel, die Morphinabkömmlinge enthalten; Beruhigungsmittel, Arzneimittel gegen Depressionen, die meisten sogenannten „H1-Antihistaminika“ gegen Allergien; Arzneimittel gegen Bluthochdruck sowie Baclofen (zur Muskelentspannung), Thalidomid (Beruhigungsmittel), Pizotifen (gegen Migräne und Appetitmangel).
- Nitratverbindungen und verwandte Substanzen (gegen Herz- und Gefäßerkrankungen).
Einnahme von Delpral zusammen mit AlkoholFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Da Alkohol die sedative Wirkung von Delpral verstärken kann, wird die Einnahme von alkoholischen Getränken und alkoholhaltigen Arzneimitteln während Sie Delpral einnehmen, nicht empfohlen. Der Konsum von Alkohol während der gleichzeitigen Einnahme von Delpral kann auch zu einem gestörten Elektrolytgleichgewicht (Ungleichgewicht der Mineralstoffe im Blut) und zu einem verlängerten QT- Intervall (Herzrhythmus-/Herzfrequenzstörung) führen (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfähigkeitFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Die Einnahme von Delpral wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Empfängisverhütung verwenden, nicht empfohlen.
Während der Schwangerschaft wird Ihr Arzt Delpral nur verordnen, wenn es unbedingt notwendig ist, und die Behandlung nur so kurz wie möglich durchführen.
Wenn Sie Delpral in den letzten drei Monaten Ihrer Schwangerschaft einnehmen, können beim Neugeborenen folgende Beschwerden auftreten: Unruhe, Bluthochdruck, Zittern, Schläfrigkeit, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim Füttern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn solche Symptome auftreten.
Stillzeit
Sie sollten während der Therapie mit Delpral nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die beste Art und Weise, Ihr Baby zu füttern, wenn Sie Delpral einnehmen.
FertilitätFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Delpral kann die Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut erhöhen, wodurch es zu einem Ausbleiben der Regelblutung oder des Eisprungs sowie zu einer beeinträchtigten Fruchtbarkeit kommen kann (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von MaschinenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann Delpral, aufgrund seiner beruhigenden Wirkung (starke Müdigkeit), das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Delpral zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Wie wird Delpral 100 mg Tabletten angewendet?
Die Dosis kann variieren und ist für jeden Patienten anzugepassen.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Dosierung:
Erwachsene und Jugendliche (12 bis 18 Jahre)Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Bei Bewegungsstörungen, die durch das Alter verursacht werden: 200 bis 400 mg Tiaprid pro Tag (2 bis 4 Tabletten).
Bei Bewegungsstörungen, die durch chronischen Alkoholkonsum verursacht werden: 300 bis 400 mg Tiaprid pro Tag (3 bis 4 Tabletten).
Bei Bewegungsstörungen anderer Ursache: 300 bis 1200 mg Tiaprid pro Tag (3 bis 12 Tabletten).Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Der Arzt wird gegebenenfalls die Tagesdosis auf 3 bis 5 Gaben aufteilen.Fehler! Keine
Dokumentvariable verfügbar.
Ältere Patienten
Die Anfangsdosis beträgt 100 mg täglich. Die Dosis kann je nach Bedarf schrittweise bis zu einem Maximum von 300 mg täglich erhöht werden.
Kinder bis 12 Jahre
Für Kinder bis 12 Jahre liegen hinsichtlich der Sicherheit und Wirksamkeit von Delpral keine ausreichenden Erfahrungen vor, weshalb die Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen wird.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist in Abhängigkeit der Verringerung der Nierenfunktion eine geringere Dosis erforderlich. Bei einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und
60 ml/min ist die Dosis auf 75 %, zwischen 10 und 30 ml/min auf 50 % und bei weniger als 10 ml/min auf 25 % der normalen Dosierung zu verringern. Daher wird der Arzt die Dosis dementsprechend reduzieren.
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig.Fehler!
Keine Dokumentvariable verfügbar.
Art der AnwendungFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie Delpral Tabletten unzerkaut während der Mahlzeiten ein. Schlucken Sie die Tabletten zusammen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser).
Dauer der AnwendungFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Über die Dauer Ihrer Behandlung entscheidet der Arzt.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Wenn Sie eine größere Menge von Delpral eingenommen haben, als Sie solltenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Es gibt nur wenig Erfahrung mit einer Überdosierung von Delpral. Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, kann es zu unterschiedlichen Beschwerden, wie z. B. Benommenheit und Müdigkeit, Blutdruckabfall und Koma, kommen. Informieren Sie unverzüglich einen Arzt oder begeben Sie sich in das nächste Krankenhaus.
Todesfälle wurden hauptsächlich in Kombination mit anderen psychotropen Wirkstoffen berichtet.
Maßnahmen:
Da kein spezifisches Gegenmittel bekannt ist, wird Sie der Arzt entsprechend Ihren Beschwerden behandeln. Spezielle Hinweise für den Arzt befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Delpral vergessen habenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung mit der nächsten Dosis wie gewohnt fort.
Wenn Sie die Einnahme von Delpral abbrechenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Für den Behandlungserfolg ist die regelmäßige Einnahme von Delpral in der von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Dosierung und der vorgesehenen Dauer erforderlich. Wenn Sie die Behandlung vorzeitig abbrechen, können die ursprünglichen Beschwerden wiederum auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Delpral 100 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
| Sehr häufig: | kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen |
| Häufig: | kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen |
| Gelegentlich: | kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen |
| Selten: | kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen |
| Sehr selten: | kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen |
| Häufigkeit nicht bekannt: | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in kontrollierten klinischen Studien bzw. nach Markteinführung berichtet. In einigen Fällen ist es schwer möglich zu differenzieren, ob es sich bei den auftretenden Effekten um eine Nebenwirkung handelt oder um Beschwerden der zugrunde liegenden Krankheit.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Häufig:Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, die Ursache für weitere Erkrankungen sein kann. Demzufolge können Brustschmerzen, eine Vergrößerung der Brust und Milchfluss (Gynäkomastie, Galaktorrhö), Zyklusstörungen (Dysmenorrhö, Amenorrhö), gelegentlich Potenz- und Orgasmusstörungen beim Mann, auftreten.
- Schwindel/Drehschwindel, Kopfschmerzen
- Parkinsonähnliche Beschwerden (Zittern, Muskelsteifheit, erhöhte Muskelspannung, Bluthochdruck und vermehrter Speichelfluss). Diese Beschwerden bilden sich in der Regel nach Gabe eines Anticholinergikums (z. B. Biperiden) zurück.
Gelegentlich:Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Frühdyskinesien, Dystonien (Muskelkrämpfe, Schiefhals, Blickkrämpfe, Kiefersperre) und Sitzunruhe. Diese Symptome bilden sich in der Regel nach Gabe eines Anticholinergikums (z. B. Biperiden) zurück.
- Verwirrung, Halluzination
- Ohnmacht, Krampf
- Niedriger Blutdruck, generell beim Aufstehen
- Verstopfung
- Hautausschlag (inklusive rötlichen, fleckigen oder knotenförmigen Hautausschlags)
Selten:Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Bewusstlosigkeit
- Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose)
-
Niedriger Gehalt an Natrium im Blut, steigender Gehalt des antidiuretischen Hormons (Syndrom der inadäquaten antidiuretischen Hormonsekretion, SIADH)Fehler! Keine
Dokumentvariable verfügbar. - Nach einer längeren Behandlungsdauer (mehr als 3 Monate) wurde, wie bei allen Arzneimitteln zur Behandlung von seelischen/psychischen Störungen (Neuroleptika), über das Auftreten von rhythmischen, unwillkürlichen Bewegungen vor allem der Zunge und/oder der Gesichtsmuskulatur berichtet. Treten solche Bewegungsstörungen auf, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der über die erforderlichen Maßnahmen entscheidet. Als Gegenmittel sollen Antiparkinsonmittel nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind oder die Beschwerden verstärken können.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Wie bei allen Neuroleptika kann ein malignes neuroleptisches Syndrom auftreten, das unter Umständen einen tödlichen Ausgang nehmen kann (siehe unter Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Delpral beachten?“).Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
-
Fälle von Reizleitungsstörungen am Herzen (QT-Verlängerungen) sowie von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardien) bis hin zu Kammerflimmern oder Herzstillstand und plötzlichem Tod wurden berichtet (siehe auch unter Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Delpral beachten“).Fehler!
Keine Dokumentvariable verfügbar. -
Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein (siehe Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Delpral beachten?“).Fehler! Keine
Dokumentvariable verfügbar. - Bestimmte Form der Lungenentzündung, die durch versehentliches Einatmen von z. B. Nahrung oder Flüssigkeiten ausgelöst wird (Aspirationspneumonie), beeinträchtigte Atmung (Atemdepression)
- Verstopfung, Darmverschluss (Ileus)Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Anstieg der LeberenzymeFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Hautausschlag (Nesselsucht)Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte im Blut, Zerstörung von Muskelfasern und Schmerzen in den Muskeln (Rhabdomyolyse)
Sehr selten:Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
• AllergienFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Häufigkeit nicht bekannt:Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
- Nach einer längeren Behandlungsdauer (mehr als 3 Monate) wurde, wie bei allen Arzneimitteln zur Behandlung von seelischen/psychischen Störungen (Neuroleptika), über das Auftreten von rhythmischen, unwillkürlichen Bewegungen vor allem der Zunge und/oder der Gesichtsmuskulatur berichtet. Treten solche Bewegungsstörungen auf, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der über die erforderlichen Maßnahmen entscheidet. Als Gegenmittel sollen Antiparkinsonmittel nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind oder die Beschwerden verstärken können.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
-
Störung im Wasserhaushalt, die zu Übelkeit und Erbrechen führen kannFehler! Keine
Dokumentvariable verfügbar. - Sturz, v. a. bei älteren PatientenFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 Wien Österreich
Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Delpral 100 mg Tabletten aufzubewahren?
Nicht über 30 ºC lagern.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Delpral 100 mg Tabletten
Was Delpral enthältFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Der Wirkstoff ist Tiaprid.
Jede Tablette enthält 100 mg Tiaprid (als Hydrochlorid).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Mannitol (E 421), mikrokristalline Cellulose, Povidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.
Wie Delpral aussieht und Inhalt der PackungFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Weiße, runde Tabletten mit einer Kreuzbruchrille auf einer Seite und der Prägung „T100“ auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen/Viertel geteilt werden.
Die Tabletten sind in PVC/Aluminiumblisterstreifen verpackt.
Eine Packung enthält 20, 50 oder 100 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und HerstellerFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Pharmazeutischer Unternehmer neuraxpharm Arzneimittel GmbH Elisabeth-Selbert-Straße 23 40764 Langenfeld
Deutschland
Tel. +49 2173 / 1060 - 0
Fax +49 2173 / 1060 - 333
Hersteller
Delpharm Dijon, 6, Boulevard de l‘Europe, 21800 Quetigny, Frankreich
oder
Famar Health Care Services Madrid, S.A.U., Avenida de Leganés, 62, 28923 Alcorcón, Madrid, SpanienFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Z. Nr.: 17.800Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2023.Fehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
ÜberdosierungFehler! Keine Dokumentvariable verfügbar.
Symptome:
Es gibt nur wenig Erfahrung mit einer Überdosierung von Tiaprid. Benommenheit, Sedierung, Koma, Hypotonie und extrapyramidale Symptome können beobachtet werden. Bei einer akuten Überdosierung muss die Einnahme von mehreren Arzneimitteln in Erwägung gezogen werden.
Todesfälle wurden hauptsächlich in Kombination mit anderen psychotropen Wirkstoffen berichtet.
Maßnahmen:
Im Fall einer Überdosierung sollte die Hämodialyse nicht zur Eliminierung der aktiven Substanz eingesetzt werden, da Tiaprid nur mäßig dialysierbar ist.
Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die Behandlung muss daher symptomatisch erfolgen.
Bis zur Erholung des Patienten ist eine symptomatische Intensivbehandlung unter kardiologischer Überwachung (Risiko von QT-Verlängerung und anschließender ventrikulärer Arrhythmie) und engmaschiger Überwachung der Vitalfunktionen erforderlich. Im Fall von schweren extrapyramidalen Symptomen sollen Anticholinergika verabreicht werden.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



