Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder Anwendungsgebiet(e) Das Tierarzneimittel wird als Begleittherapie zur antimikrobiellen Therapie bei Rindern angewendet, um die klinischen Symptome in Fällen akuter infektiöser Atemwegserkrankungen und akuter Mastitis zu mindern.
- Wirkstoff(e)
- Carprofen
- Zulassungsinhaber
- Le Vet. Beheer B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QM01AE91
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder
Anwendungsgebiet(e)
Das Tierarzneimittel wird als Begleittherapie zur antimikrobiellen Therapie bei Rindern angewendet, um die klinischen Symptome in Fällen akuter infektiöser Atemwegserkrankungen und akuter Mastitis zu mindern.
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Was ist vor der Einnahme von Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit eingeschränkter Herz-, Leber- oder Nierenfunktion. Nicht anwenden bei Tieren mit gastrointestinalen Geschwüren oder Blutungen. Nicht anwenden, wenn Nachweise für veränderte Blutwerte vorliegen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur subkutanen oder intravenösen Anwendung.
Einmalige Injektion von 1,4 mg Carprofen/kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels/35 kg Körpergewicht), gegebenenfalls in Kombination mit einer Antibiotikatherapie.
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Stopfen sollte nicht mehr als 20 Mal durchstochen werden.
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Wie ist Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Weitere Informationen zu Carprodolor 50 mg/ml Injektionslösung für Rinder
Zusammensetzung
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Carprofen | 50 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Ethanol 96 % | 0,1 ml | |
| Klare gelbliche Lösung. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Rinder.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Arzneimittel nicht bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren anwenden, da das Risiko einer verstärkten Nierentoxizität bestehen kann. Die gleichzeitige Verabreichung von möglicherweise nierenschädigenden Arzneimitteln ist zu vermeiden.
Die angegebene Dosis bzw. die Behandlungsdauer nicht überschreiten.
Nicht gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden mit anderen NSAIDs (nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln) verabreichen.
Da es während einer Behandlung mit NSAIDs zu gastrointestinalen Beschwerden oder Nierenfunktionsstörungen kommen kann, sollte insbesondere bei der Behandlung der akuten Mastitis eine unterstützende Flüssigkeitstherapie erwogen werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
In Laboruntersuchungen wurden für Carprofen, ebenso wie für andere NSAIDs photosensibilisierende Eigenschaften nachgewiesen. Vermeiden Sie Haut- und Augenkontakt mit dem Tierarzneimittel. Waschen Sie bei versehentlichem Kontakt die betroffenen Bereiche sofort. Bei anhaltender Reizung suchen Sie einen Arzt auf.
Achten Sie sorgfältig darauf, eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit ist nicht belegt.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Für Carprofen liegen keine Berichte über signifikante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vor. Im Verlauf klinischer Studien mit Rindern kamen vier verschiedene Antibiotikaklassen (Makrolide, Tetracycline, Cephalosporine und potenzierte Penicilline) ohne bekannte Wechselwirkungen zum Einsatz. Ebenso wie andere NSAIDs sollte Carprofen jedoch nicht gleichzeitig mit anderen Tierarzneimitteln der NSAID- oder Glukokortikoid-Klasse verabreicht werden. Wird Carprofen gleichzeitig mit einem gerinnungshemmenden Arzneimittel verabreicht, sind die Tiere sorgfältig zu überwachen.
NSAIDs sind in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden und können mit anderen stark gebundenen Medikamenten konkurrieren, so dass eine gleichzeitige Verabreichung zu toxischen Wirkungen führen kann.
Überdosierung:
In klinischen Studien wurden nach intravenöser und subkutaner Verabreichung der bis zu fünffachen empfohlenen Dosis keine unerwünschten Wirkungen berichtet.
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel für eine Carprofen-Überdosierung. Es sollten allgemeine unterstützende Behandlungsmaßnahmen, wie bei klinischer Überdosierung von NSAIDs üblich, ergriffen werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Rinder: | |||
| Sehr selten | Reaktion an der Injektionsstellea | ||
| (< 1 Tier/10.000 behandelte Tiere, | |||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
| a vorübergehend |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zulassungsnummern:
Z.Nr.: 8-01166
50 ml Durchstechflaschen aus Braunglas (Typ I), verschlossen durch einem Chlorbutyl-Gummistopfen mit Aluminium-Crimp-Verschluss, im Umkarton.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
09/2023
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


