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Medikamente

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Benzylpenicillin-Natrium Noridem ist ein Antibiotikum. Es enthält den Wirkstoff, der Benzylpenicillin-Natrium genannt wird. Es gehört der Familie von Arzneimitteln an, die als „Penicilline“ bezeichnet werden.

Wirkstoff(e)
Benzylpenicillin
Zulassungsinhaber
Noridem Enterprises Limited
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
J01CE01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Benzylpenicillin-Natrium Noridem ist ein Antibiotikum. Es enthält den Wirkstoff, der Benzylpenicillin-Natrium genannt wird. Es gehört der Familie von Arzneimitteln an, die als „Penicilline“ bezeichnet werden. Es wirkt, indem es bestimmte Bakterien abtötet, die Infektionen bei

Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern, Neugeborenen und Frühgeborenen verursachen können.

Dieses Arzneimittel wird bei den folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt:

  • Haut- und Wundinfektionen
  • Diphtherie (schwere bakterielle Infektion, die meist die Schleimhäute von Nase und Rachen befällt)
  • Lungenentzündung
  • Eiteransammlungen in Körperhöhlen
  • Entzündung:
    • der Herzinnenhaut
    • der Haut, welche die Bauchhöhle abschließt und die Organe bedeckt
    • der Hirnhäute (Haut, die Ihr Gehirn und Rückenmark bedeckt und schützt)
    • des Knochenmarks
  • Hirnabszessen
  • bestimmte Infektionen des Genitaltraktes, die durch Fusobakterien verursacht werden
  • Milzbrand
  • Tetanus
  • Gasbrand (bakterielle Infektion, die bei Gangrän Gewebegas erzeugt)
  • Listeriose, eine Infektion, die vor allem durch verdorbene Lebensmittel verbreitet wird
  • Pasteurellose, eine Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Tieren erfolgen kann, wie durch

Katzenbisse oder -kratzer

  • Rattenbissfieber
  • Fusospirochätose, eine spezielle Infektion, die Haut- und Schleimhautgeschwüre verursacht
  • Aktinomykose, auch bekannt als „Strahlenpilzkrankheit“
  • Komplikationen bei sexuell übertragbaren Infektionen, genannt Gonorrhoe und Syphilis
  • Lyme-Borreliose, eine Infektion, die durch von Zecken übertragene Bakterien verursacht wird

Die offiziellen Leitlinien für die angemessene Verwendung antibakterieller Arzneimittel sind zu berücksichtigen.

Was sollten Sie beachten, bevor Benzylpenicillin-Natrium Noridem bei Ihnen angewendet wird?

Benzylpenicillin-Natrium Noridem darf bei Ihnen nicht angewendet werden, wenn Sie

  • allergisch gegen Benzylpenicillin sind.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen aufgrund einer Behandlung mit Penicillin hatten, wie Hautausschläge, Juckreiz, Fieber, Atemnot, Blutdruckabfall. Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an, da die Gefahr eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht.
  • plötzliche schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen hatten, sogenannte Beta-Laktam-Antibiotika wie Cephalosporine, Carbapeneme oder Monobaktame.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Benzylpenicillin-Natrium Noridem bei Ihnen angewendet wird und während der Behandlung, wenn Sie:

  • nach Anwendung anderer Antibiotika, wie Cephalosporine schon einmal eine Unverträglichkeit
    hatten. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dieses Arzneimittel angewendet werden darf; es wird empfohlen, einen Überempfindlichkeitstest vor Beginn der Therapie durchzuführen.
  • zu allergischen Reaktionen neigen (z. B. Nesselausschläge oder Heuschnupfen), oder Asthma haben. In diesen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • eine Herzerkrankung oder schwere Elektrolytstörungen, wie z. B. von Natrium, Calcium, Kalium und Chlorid, haben. Ihr Arzt muss Ihre Elektrolytzufuhr kontrollieren, insbesondere die Kaliumzufuhr.
  • eine verminderte Leber- oder Nierenfunktion haben. Ihr Arzt muss möglicherweise die
    Dosierung oder das Dosierungsintervall von Benzylpenicillin-Natrium Noridem anpassen.
  • an Epilepsie, Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn oder Entzündungen der Hirnhaut leiden. Ihr Arzt wird Sie aufgrund Ihres erhöhten Risikos von Krampfanfällen während der Therapie sorgfältig überwachen.
  • an Pfeifferschem Drüsenfieber, auch Mononukleose genannt, leiden. Es besteht ein erhöhtes
    Risiko von Hautreaktionen.
  • eine Krebserkrankung der weißen Blutzellen, eine sogenannte akute lymphatische Leukämie, haben. Es besteht ein erhöhtes Risiko von Hautreaktionen.
  • eine Hautpilzerkrankung haben. Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass Sie allergieähnliche
    Reaktionen entwickeln.
  • Arzneimittel einnehmen/anwenden, die Ihre Blutgerinnung hemmen (Antikoagulantien). Eine
    Überwachung der Blutgerinnung und eine Anpassung der Dosis der oralen Antikoagulantien durch Ihren Arzt wird empfohlen, falls notwendig.
  • Diabetes haben. Die Aufnahme von Benzylpenicillin-Natrium Noridem kann bei Patienten mit Diabetes verzögert sein, wenn es bei Ihnen in einem Muskel angewendet wird.
  • eine sexuell übertragbare Krankheit bzw. Syphilis haben. Ihr Arzt wird vor Beginn und während der Behandlung Untersuchungen durchführen.
  • aufgrund Lyme-Borreliose oder Komplikationen der Syphilis behandelt werden. Aufgrund der keimtötenden Wirkung von Benzylpenicillin-Natrium Noridem kann es häufig zu einer vorübergehenden Reaktion, „Jarisch-Herxheimer- Reaktion“ genannt, kommen. Die Symptome sind plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Hautrötung, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Symptome können mehrere Tage anhalten. Informieren

Sie Ihren Arzt, der Ihnen helfen kann, diese Symptome zu mildern.

  • während der Therapie mit Benzylpenicillin-Natrium Noridem an schwerem anhaltendem
    Durchfall erkranken. Bei diesem Durchfall könnte es sich um eine behandlungs-bedingte Dickdarmentzündung handeln. Die Symptome sind blutig-schleimige bis wässrige Durchfälle, dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz, Fieber oder gelegentlich beständiger, schmerzhafter Stuhldrang. Ihr Arzt muss die Anwendung dieses Arzneimittels sofort beenden und eine geeignete Behandlung einleiten.
  • eine Langzeittherapie über mehrere Wochen erhalten. Die Behandlung mit Benzylpenicillin- Natrium Noridem kann eine Überwucherung durch bestimmte nicht-empfindliche Bakterien
    oder Sprosspilze verursachen. Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie Durchfall, juckende
    Ausschläge oder Sprosspilzbesiedelungen auf den Schleimhäuten entwickeln. Außerdem wird Ihr Arzt bei länger dauernder Behandlung von mehr als 5 Tagen regelmäßig gewisse Bluttests durchführen.
  • sich einer Laboruntersuchung unterziehen. Die Behandlung mit Benzylpenicillin-Natrium Noridem kann die Testergebnisse beeinflussen. Informieren Sie daher Ihren Arzt über Ihre
    Behandlung mit diesem Arzneimittel, bevor eine Laboruntersuchung durchgeführt wird.

Bei Säuglingen kann es bei Verabreichung in einen Muskel zu schweren lokalen Reaktionen kommen. Daher muss nach Möglichkeit in dieser Altersgruppe eine Injektion in eine Vene vorgenommen

werden.

Anwendung von Benzylpenicillin-Natrium Noridem zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie irgendeines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Probenecid: zur Behandlung von Gicht
  • Indometacin, Phenylbutazon, Acetylsalicylsäure und ähnliche Arzneimittel gegen Fieber, Entzündungen, rheumatische Erkrankungen und Schmerzen
  • andere Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen
    Benzylpenicillin wirkt nur auf bestimmte Bakterien. Daher darf dieses Arzneimittel nur nach Entscheidung Ihres Arztes mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von bakteriellen Infektionen kombiniert werden.
  • Digoxin: zur Behandlung von Herzschwäche
  • Methotrexat: zur Behandlung von schwerer Gelenkentzündung, Krebs und der Hauterkrankung
    Psoriasis (Hautkrankheit, die einen Ausschlag mit juckenden, schuppigen Flecken verursacht).
    Eine gleichzeitige Anwendung von Methotrexat und Benzylpenicillin-Natrium Noridem muss, wenn immer möglich, vermieden werden. Ist dies unvermeidbar, werden eine Reduktion der
    Methotrexat- Dosis und eine Überwachung der Methotrexat-Blutspiegel durch Ihren Arzt empfohlen. Dies schließt eine Überwachung möglicher Methotrexat-Nebenwirkungen ein.
  • Arzneimittel, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingenommen werden, wie Acenocoumarol oder Warfarin. Wenn eine gleichzeitige Anwendung erforderlich ist, müssen während und nach
    Beendigung der Behandlung mit diesem Arzneimittel geeignete Gerinnungsparameter sorgfältig überwacht werden. Eine Anpassung der Dosis des gerinnungshemmenden Arzneimittels kann notwendig sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Schwangerschaft

Eine Anwendung von Benzylpenicillin-Natrium Noridem ist während der Schwangerschaft möglich, wenn Ihr Arzt dies für notwendig erachtet.

Stillzeit

Benzylpenicillin tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Obwohl bislang bei mit Muttermilch ernährten Säuglingen keine Nebenwirkungen berichtet wurden, muss diese Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, sollten Durchfall, eine Infektion

mit Candida- Hefepilzen oder Hautausschlag bei Ihrem Kind auftreten.

Bei Säuglingen, die auch Babynahrung zu sich nehmen, müssen Mütter während der Behandlung mit diesem Arzneimittel die Muttermilch abpumpen und verwerfen. Das Stillen kann 24 Stunden nach Beendigung der Behandlung wieder begonnen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen, wie schwere allergische Reaktionen, können das

Reaktionsvermögen einschränken. Vermeiden Sie das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von

Maschinen, wenn bei Ihnen schwere Nebenwirkungen auftreten.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem enthält Natrium

[1 Million I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung]

Dieses Arzneimittel enthält 38,7 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 1,9 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung..

[2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung]

Dieses Arzneimittel enthält 77,4 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 3,9 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

[5 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung]

Dieses Arzneimittel enthält 193,5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 9,7 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

[10 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung]

Dieses Arzneimittel enthält 387 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 19,3 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Wie wird Benzylpenicillin-Natrium Noridem bei Ihnen angewendet?

Die Verabreichung dieses Arzneimittels erfolgt üblicherweise durch einen Arzt, der die Art der

Anwendung, die Höhe der Dosierung und das Dosierungsintervall festlegt. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich unsicher sind.

Die übliche empfohlene Dosis beträgt:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
    Die übliche Tagesdosis beträgt 1 bis 5 Millionen I.E. (internationale Einheiten), 0,6 bis 3 g/Tag, 600 bis 3 000 mg/Tag, aufgeteilt auf 4 bis 6 Anwendungen.
    Im Fall von schwerwiegenden Infektionen kann die Tagesdosis auf 10 bis 40 Millionen I.E., 6 bis 24 g/Tag, 6 000 bis 24 000 mg/Tag, erhöht werden.
  • Kinder ab dem 1. Lebensmonat bis zum 12. Geburtstag
    Die übliche Tagesdosis beträgt 0,03 bis 0,1 Million I.E., 0,018 bis 0,06 g/kg/Tag, 18 bis 60 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht, aufgeteilt auf 4 bis 6 Anwendungen.
    Im Fall von schwerwiegenden Infektionen kann die Tagesdosis auf 0,1 bis 1 Million I.E., 0,06 bis 0,6 g/kg/Tag, 60 bis 600 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht erhöht werden.
  • Neugeborene ab der 2. Lebenswoche bis 1 Monat
    Die übliche Tagesdosis beträgt 0,03 bis 0,1 Million I.E., 0,018 bis 0,06 g/kg/Tag, 18 bis

60 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht, aufgeteilt auf 3 bis 4 Anwendungen.

Im Fall von schwerwiegenden Infektionen kann die Tagesdosis auf 0,2 bis 1 Million I.E., 0,12 bis 0,6 g/kg/Tag, 120 bis 600 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht erhöht werden.

Früh- und Neugeborene bis zur 2. Lebenswoche Die übliche Tagesdosis beträgt 0,03 bis 0,1 Million I.E., 0,018 bis 0,06 g/kg/Tag, 18 bis 60 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht, aufgeteilt auf 2 Anwendungen. Im Fall von schwerwiegenden Infektionen kann die Tagesdosis auf 0,2 bis 1 Million I.E., 0,12 bis 0,6 g/kg/Tag, 120 bis 600 mg/kg/Tag je kg Körpergewicht erhöht werden.

Patienten über 65 Jahre und Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Der Arzt wird die Nieren- und Leberfunktion vor Therapiebeginn und regelmäßig während der

Behandlung überprüfen. Basierend auf den Ergebnissen passt der Arzt die Dosis und das

Dosierungsintervall je nach Bedarf an.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt. Sie ist abhängig von der Schwere der Infektion, der keimtötenden Wirkung und den Symptomen des Patienten und kann von einigen Tagen bis zu

mehreren Wochen dauern.

Art der Anwendung

Die Verabreichung von Benzylpenicillin-Natrium Noridem erfolgt üblicherweise durch einen Arzt.

Dieses Arzneimittel kann in einen Muskel oder in eine Vene injiziert werden. Die Anwendungen in einer Vene kann als Injektion mittels einer Spritze oder als Kurzinfusion mit einer üblichen Dauer

zwischen 30 bis 60 Minuten erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge Benzylpenicillin-Natrium Noridem erhalten haben, als Sie sollten

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie der Meinung sind, dass bei Ihnen eine zu große Menge angewendet wurde. Symptome einer Überdosierung sind erhöhte Erregbarkeit der Nerven und

Muskeln oder Neigung zu Krampfanfällen im Gehirn.

Wenn bei Ihnen die Anwendung von Benzylpenicillin-Natrium Noridem vergessen wurde

Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen feststellen:

  • großflächiger Hautausschlag mit Blasenbildung und Schälen der Haut, insbesondere um den
    Mund, die Nase, die Augen und die Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom), und eine schwerere
    Form, bei der sich die Haut großflächig schält (mehr als 30 % der Körperoberfläche - toxische epidermale Nekrolyse),
  • grippeähnliche Symptome mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Lymphknoten und ungewöhnlichen Ergebnissen bei Bluttests (einschließlich einer erhöhten Anzahl weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und erhöhten Leberenzymen) („Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen“ (DRESS)),
  • roter, schuppiger Hautausschlag mit Beulen unter der Haut und Bläschen (exanthematische
    Pustulose).

Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen oder Angioödem). Wenn Sie eine der unten aufgeführten Nebenwirkungen haben, brechen Sie die Anwendung dieses Arzneimittels ab und

suchen Sie dringend einen Arzt auf:

Hautausschlag oder juckende Haut, Schwierigkeiten beim Atmen oder Engegefühl in der Brust, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Schwellungen oder Rötung der Zunge, Fieber, Gelenkschmerzen, geschwollene Lymphknoten

Nebenwirkungen können mit folgenden Häufigkeiten auftreten:

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Beeinflussung von Laboruntersuchungen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • allergische Reaktionen
  • Nesselausschlag
  • schwere allergische Reaktionen, die den ganzen Körper betreffen oder Schwierigkeiten beim Atmen verursachen, wie Asthma, Hautblutungen, Störungen des Magen-/ Darm- Trakts
  • schwere Hautreaktionen, wie:
    • Hautausschlag mit Fieber und Blasenbildung, genannt Erythema multiforme
    • großflächige Entzündung der Haut, genannt exfoliative Dermatitis
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Entzündung der Zunge, schwarze Haarzunge
  • Übelkeit, Erbrechen

Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen

  • Elektrolytstörungen aufgrund zu schneller Infusion hoher Dosen
  • Nervenleiden. Bei Infusion hoher Dosen kann es zu Krampfreaktionen kommen. Dies muss besonders bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie, Hirnhautentzündung oder Flüssigkeitsansammlung im Gehirn berücksichtigt werden. Dies trifft auch zu bei Patienten, bei denen die Herz- und Lungenfunktion während einer Operation vorübergehend von einer Maschine übernommen werden.
  • Durchfall. Wenn während der Therapie Durchfall auftritt, ist an die Möglichkeit einer Dickdarmentzündung zu denken. Siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und
    Vorsichtsmaßnahmen“.
  • Nierenleiden
  • ungewöhnliches Vorkommen des Proteins Albumin (Eiweiß) oder Blut im Urin
  • Sediment im Harn, genannt Zylindrurie
  • verminderte Harnausscheidung oder Versagen der Harnausscheidung. Dies verschwindet meist innerhalb 48 Stunden nach Absetzen der Therapie.
  • bei Säuglingen schwere lokale Reaktionen bei der Anwendung in einen Muskel

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

  • erhöhte Anzahl der weißen Blutzellen, die als Eosinophile bekannt sind
  • verminderte Anzahl weißer Blutzellen (wie neutrophile Granulozyten, Granulozyten), hämolytische Anämie (verminderte Anzahl roter Blutzellen) oder all dieser Zellen
  • Blutgerinnungsstörungen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • makulo-papulöser Ausschlag (flacher, roter Bereich auf der Haut)
  • morbilliformer Ausschlag (Ausschlag, der wie Masern aussieht)
  • Juckreiz
  • Erythem (entzündliche Rötung der Haut)
  • Angioödem (Schwellung der Haut, der Schleimhäute und des Unterhautgewebes, meist im
    Gesicht, im Mund oder auf der Zunge)
  • Verlängerung der Blutungszeit und der in Untersuchungen benötigten durchschnittlichen Zeit bis zur Blutgerinnung
  • Thrombozytopenie (verminderte Anzahl von Blutplättchen im Blut)
  • Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber Proteinen im Blut, die Serumkrankheit genannt wird,

mit den Symptomen Fieber, Schwellung der Lymphknoten, lokaler Rötung an der

Injektionsstelle, Juckreiz

  • Jarisch-Herxheimer-Reaktion, gekennzeichnet durch plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Hautrötung, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit
  • metabolische Enzephalopathie (neurologische Störungen mit Krampfanfällen und
    Bewusstlosigkeit)
  • Leberentzündung
  • verminderter Fluss der Gallenflüssigkeit in der Gallenblase
  • Hautkrankheit mit Blasenbildung, genannt Pemphigoid

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen: Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verbrauchte Lösung verwerfen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett bzw. dem Umkarton nach „verwendbar bis“ oder „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Intramuskuläre Anwendung

Nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke in einer Endkonzentration von 400 bis

545 mg/ml

Die chemische und physikalische Stabilität bei der Anwendung wurde nachgewiesen für:

Endkonzentration 400 mg/ml oder 545 mg/ml:

4 Stunden bei 25 °C unter künstlichem Licht 24 Stunden bei 2 bis 8 °C vor Licht geschützt

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Arzneimittel sofort anzuwenden. Wenn es nicht sofort

angewendet wird, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und dürfen normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C betragen, es sei denn, die Rekonstitution/Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten

aseptischen Bedingungen.

Intravenöse Injektion/Infusion

Nach Rekonstitution und Verdünnung mit Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid 9 mg/ml

(0,9 %) oder Glucose 5 % in einer Endkonzentration von 60 mg/ml

2 Stunden bei 25 °C unter künstlichem Licht 12 Stunden bei 2 bis 8 °C vor Licht geschützt

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Arzneimittel sofort anzuwenden, es sei denn, die Methode des

Öffnens/der Rekonstitution/Verdünnung schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus.

Wenn es nicht sofort angewendet wird, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Was Benzylpenicillin-Natrium Noridem enthält

Der Wirkstoff ist: Benzylpenicillin als Natrium-Salz.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 1 Million I.E.

Eine Durchstechflasche enthält 1 000 000 I.E. (entsprechend ca. 600 mg) Benzylpenicillin als Natrium- Salz.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 2 Millionen I.E.

Eine Durchstechflasche enthält 2 000 000 I.E. (entsprechend ca. 1 200 mg) Benzylpenicillin als Natrium-Salz.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 5 Millionen I.E.

Eine Durchstechflasche enthält 5 000 000 I.E. (entsprechend ca. 3 000 mg) Benzylpenicillin als Natrium-Salz.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 10 Millionen I.E.

Eine Durchstechflasche enthält 10 000 000 I.E. (entsprechend ca. 6 000 mg) Benzylpenicillin als Natrium-Salz.

Wie Benzylpenicillin-Natrium Noridem aussieht und Inhalt der Packung

Weißes oder fast weißes, kristallines Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 1 Million I.E., 2 Millionen I.E., 5 Millionen I.E., Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

20 ml Durchstechflaschen aus farblosem Klarglas Typ III, verschlossen mit Chlorbutyl- Kautschukstopfen und Aluminiumkappen, mit Flip-off-Deckeln aus Polypropylen.

Benzylpenicillin-Natrium Noridem 10 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-

/Infusionslösung:

50 ml Durchstechflaschen aus farblosem Klarglas Typ III, verschlossen mit Chlorbutyl- Kautschukstopfen und Aluminiumkappen, mit Flip-off-Deckeln aus Polypropylen.

Dieses Arzneimittel ist in Umkartons mit 1 oder 10 Durchstechflaschen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Noridem Enterprises Ltd.

Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Suite 115

1065 Nicosia

Zypern

Mitvertrieb:

DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 KRYONERI, ATTIKI Griechenland

Hersteller

DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 KRYONERI, ATTIKI Griechenland

Z. Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Name des Arzneimittels
Mitgliedstaates  
Irland Benzylpenicillin sodium 600 mg powder for solution for injection/infusion
  Benzylpenicillin sodium 1200 mg powder for solution for injection/infusion
  Benzylpenicillin sodium 3000 mg powder for solution for injection/infusion
  Benzylpenicillin sodium 6000 mg powder for solution for injection/infusion
Österreich Benzylpenicillin Natrium Noridem 1 Million IE Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin Natrium Noridem 2 Millionen IE Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin Natrium Noridem 5 Millionen IE Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin Natrium Noridem 10 Millionen IE Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
Deutschland Benzylpenicillin- Natrium Noridem 1 Million I.E. Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin- Natrium Noridem 2 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin- Natrium Noridem 5 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer
  Injektions-/Infusionslösung
  Benzylpenicillin- Natrium Noridem 10 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung
  einer
  Injektions-/Infusionslösung
Tschechische Benzylpenicillin sodium Noridem
Republik Benzylpenicillin sodium Noridem
  Benzylpenicillin sodium Noridem
  Benzylpenicillin sodium Noridem
Spanien Bencilpenicilina sodica Noridem 1 MIU polvo para solución inyectable y para
  perfusión
  Bencilpenicilina sodica Noridem 2 MIU polvo para solución inyectable y para
  perfusión
  Bencilpenicilina sodica Noridem 5 MIU polvo para solución inyectable y para
  perfusión
  Bencilpenicilina sodica Noridem 10 MIU polvo para solución inyectable y para
  perfusión
Finnland Benzylpenicillin Noridem 0,6 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten
  Benzylpenicillin Noridem 1,2 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten
  Benzylpenicillin Noridem 3 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten
  Benzylpenicillin Noridem 6 g injektio-/infuusiokuiva-aine liuosta varten
Kroatien Benzilpenicilinnatrij Noridem 1 MIU prašak za otopinu za injekciju / infuziju
  Benzilpenicilinnatrij Noridem 2 MIU prašak za otopinu za injekciju / infuziju
  Benzilpenicilinnatrij Noridem 5 MIU prašak za otopinu za injekciju / infuziju
  Benzilpenicilinnatrij Noridem 10 MIU prašak za otopinu za injekciju / infuziju
Niederlande Natriumbenzylpenicilline Noridem 1 000 000 IE poeder voor oplossing voor
  injectie/infusie
  Natriumbenzylpenicilline Noridem 2 000 000 IE poeder voor oplossing voor
  injectie/infusie
  Natriumbenzylpenicilline Noridem 5 000 000 IE poeder voor oplossing voor
  injectie/infusie
  Natriumbenzylpenicilline Noridem 10 000 000 IE poeder voor oplossing voor
  injectie/infusie
Norwegen Benzylpenicillin Noridem
  Benzylpenicillin Noridem
  Benzylpenicillin Noridem
  Benzylpenicillin Noridem
Polen Benzylopenicylina sodowa Noridem
  Benzylopenicylina sodowa Noridem
  Benzylopenicylina sodowa Noridem
  Benzylopenicylina sodowa Noridem
Portugal Benzilpenicilina sódica Noridem
  Benzilpenicilina sódica Noridem
  Benzilpenicilina sódica Noridem
  Benzilpenicilina sódica Noridem
Griechenland NEOVALEN
Schweden Bensylpenicillin Noridem
  Bensylpenicillin Noridem
  Bensylpenicillin Noridem
  Bensylpenicillin Noridem
Slowakei Benzylpenicillin sodium Noridem 1 MIU prášok na injekčný/infúzny roztok
  Benzylpenicillin sodium Noridem 2 MIU prášok na injekčný/infúzny roztok
  Benzylpenicillin sodium Noridem 5 MIU prášok na injekčný/infúzny roztok
  Benzylpenicillin sodium Noridem 10 MIU prášok na injekčný/infúzny roztok
Zypern NEOVALEN

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 03.2025.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Inkompatibilitäten

Der Inhalt der Durchstechflasche darf nur in einer Lösung mit Wasser für Injektionszwecke, 5 % (50 mg/ml) Glucose-Lösung oder 0,9 % (9 mg/ml) Natriumchlorid-Lösung verwendet werden, um

Inkompatibilitäten zu vermeiden.

Um unerwünschte chemische Reaktionen oder Nebenwirkungen zu vermeiden, dürfen keine

Mischungen der bereits gelösten Durchstechflaschen mit anderen gemischten Injektionen bzw.

Infusionen (z. B. Ringer-Lactat-Lösung) erfolgen.

Oxidierende und reduzierende Substanzen, Alkohol, Glycerol, Macrogole und andere

Hydroxyverbindungen können Benzylpenicillin inaktivieren.

Benzylpenicillin-Lösungen sind am stabilsten im pH-Bereich 6 bis 7 (optimaler pH-Wert 6,8).

Benzylpenicillin ist in Lösung u. a. inkompatibel mit:

  • Cimetidin
  • Cytarabin
  • Chlorpromazinhydrochlorid
  • Dopaminhydrochlorid
  • Heparin
  • Hydroxyzinhydrochlorid
  • Lactat
  • Lincomycinhydrochlorid
  • Metaraminol
  • Natriumhydrogencarbonat
  • Oxytetracyclin
  • Pentobarbital
  • Tetracyclinhydrochlorid
  • Thiopental-Natrium
  • Vancomycin

Benzylpenicillin ist nicht kompatibel mit Vitamin-B-Komplex und Ascorbinsäure in gemeinsamer

Lösung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Um Überempfindlichkeitsreaktionen durch Abbau- und Umwandlungsprodukte zu vermeiden, wird empfohlen, die Injektions- oder Infusionslösung sofort nach der Zubereitung zu verwenden. Die

Anwendung hat innerhalb der maximal empfohlenen Aufbewahrungsfristen (siehe Abschnitt 5.) zu erfolgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Zubereitung einer Lösung zur i.v. Injektion oder Infusion:

Eine Lösung zur intravenösen Anwendung kann mit folgenden Lösungsmitteln zubereitet werden:

  • Wasser für Injektionszwecke
  • 5 % (50 mg/ml) Glucose-Lösung
  • 0,9 % (9 mg/ml) Natriumchlorid-Lösung

Die empfohlene Konzentration zur intravenösen Anwendung beträgt 100 000 I.E/ml, 0,06 g/ml,

60 mg/ml.

Eine isotone Lösung wird erreicht, wenn WFI als Lösungsmittel verwendet wird (Osmolalität von 100 000 I.E./ml 0,06 g/ml, 60 mg/ml in WFI beträgt 337 mOsmol/l). Es ist zu berücksichtigen, dass höher konzentrierte Lösungen und Lösungen in 5 % (50 mg/ml) Glukose- oder 0,9 % (9 mg/ml) Natriumchlorid-Lösung hypertonisch sind und dass die Verwendung von 0,9 % Natriumchlorid-

Lösung zu einer zusätzlichen Zufuhr von Elektrolyten führt.

        Resultierende     Mit WFI     Mit NaCl 0,9 %     Mit Glucose 5 %  
  Stärke     Lösung für i.v.     rekonstituierte     rekonstituierte     rekonstituierte  
      Injektion/Infusi     und verdünnte     und verdünnte     und verdünnte  
                     
        on     Lösung     Lösung     Lösung  
                             
                Osmolalität (mOsm/kg)    
                         
  1 000 000 I.E.   100 000 I.E./ml        
                             
2 000 000 I.E. 100 000 I.E./ml
         
5 000 000 I.E. 100 000 I.E./ml
         
10 000 000 I.E. 100 000 I.E./ml
         

Für Benzylpenicillin-Natrium Noridem 5 Millionen I.E. und 10 Millionen I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung erfolgt die Zubereitung in zwei Schritten, z. B. Auflösen des Pulvers in der Originaldurchstechflasche gefolgt von einer Verdünnung der konzentrierten Lösung in einem weiteren Behältnis.

Die Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung in der untenstehenden Tabelle ergeben eine i.v.

Injektion/Infusion mit 100 000 I.E./ml, 0,06 g/ml, 60 mg/ml.

Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung zur i.v. Injektion/Infusion

  REKONSTITUTIONSSCHRITT         Verdünnungsschritt
1 Durchstechflasche Empfohlenes Resultierende(s) Verdünnung bis 10 Resultierende
  Volumen des (Konzentrat zur) Millionen I.E./100 Lösung zur i.v.
  Lösungsmittels Lösung zur i.v. ml,   g/100 ml, Injektion/Infusion
  zur Injektion/Infusion 6 000 mg/100 ml        
  Rekonstitution               (oder        
                  100 000 I.E./ml,        
                  0,0 g/ml,        
                  60 mg/ml)        
Benzylpenicillin- 9,6 ml Gebrauchsfertige                  
Natrium Noridem   Lösung                  
1 000 000 I.E.                                  
Pulver zur   10 ml =                  
Herstellung einer   1 Millionen I.E                  
Injektions-   (100 000 I.E./ml)                  
/Infusionslösung   10 ml = 0,6 g                        
(enthält ±   (0,06 g/ml)                  
0,6 Gramm Pulver)   10 ml = 600 mg                      
    (60 mg/ml)                  
Benzylpenicillin- 19,2 ml Gebrauchsfertige                  
Natrium Noridem   Lösung                  
2 000 000 I.E.                                  
Pulver zur   20 ml =                  
Herstellung einer   2 Millionen I.E                  
Injektions-   (100 000 I.E./ml)                  
/Infusionslösung   20 ml = 1,2 g                      
(enthält ±   (0,06 g/ml)                  
1,2 Gramm Pulver)   20 ml = 1 200 mg                    
    (60 mg/ml)                  
Benzylpenicillin- 7,9 ml Konzentrat zur 1 Volumen Gebrauchsfertige
Natrium Noridem   Verdünnung vor Konzentrat Lösung
5 000 000 I.E.   Anwendung + 4 Volumen        
Pulver zur                 Lösungsmittel 50 ml =
Herstellung einer   10 ml =           5 Millionen I.E.
Injektions-   5 Millionen I.E. z. B. (100 000 I.E./ml)
/Infusionslösung   (500 000 I.E./ml) 10 ml Konzentrat 50 ml = 3 g    
(enthält ± 3 Gramm   10 ml = 3 g     hinzufügen zu (0,06 g/ml)
                                   
Pulver)   (0,3 g/ml) 40 ml 50 ml = 3 000 mg  
    10 ml = 3 000 mg   Lösungsmittel (60 mg/ml)
    (300 mg/ml)                  

Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung zur i.v. Injektion/Infusion

  REKONSTITUTIONSSCHRITT         Verdünnungsschritt
1 Durchstechflasche Empfohlenes Resultierende(s) Verdünnung bis 10 Resultierende
  Volumen des (Konzentrat zur) Millionen I.E./100 Lösung zur i.v.
  Lösungsmittels Lösung zur i.v. ml,   g/100 ml, Injektion/Infusion
  zur Injektion/Infusion 6 000 mg/100 ml        
  Rekonstitution         (oder        
            100 000 I.E./ml,        
            0,0 g/ml,        
            60 mg/ml)        
Benzylpenicillin- 15,8 ml Konzentrat zur 1 Volumen Gebrauchsfertige
Natrium Noridem   Verdünnung vor Konzentrat Lösung
10 000 000 I.E.   Anwendung + 4 Volumen        
Pulver zur   20 ml = Lösungsmittel 100 ml =
Herstellung einer   10 Millionen I.E. z. B. 10 Millionen I.E.
Injektions-   (500 000 I.E./ml) 20 ml Konzentrat (100 000 I.E./ml)
/Infusionslösung   20 ml = 6 g     hinzufügen zu 100 ml = 6 g    
(enthält ± 6 Gramm   (0,3 g/ml) 80 ml (0,06 g/ml)
Pulver)   20 ml = 6 000 mg   Lösungsmittel 100 ml = 6 000 mg  
    (300 mg/ml)           (60 mg/ml)
                             

Zubereitung einer Lösung zur i.m. Injektion:

Eine Lösung zur intramuskulären Anwendung kann mit folgendem Lösungsmittel zubereitet werden:

Wasser für Injektionszwecke (WFI)

Durch die konzentrierte Eigenschaft der Lösung zur intramuskulären Injektion ist das empfohlene Lösungsmittel WFI, um die Tonizität so niedrig wie möglich zu halten (jegliche Lösung über

100 000 I.E./ml, 0,06 g/ml, 60 mg/ml ist hypertonisch).

Das maximale Volumen zur intramuskulären Verabreichung ist 5 ml je Injektionsstelle und die maximale intramuskuläre Dosis beträgt 10 000 000 I.E, 6 g, 6 000 mg. Höhere Dosen können als intravenöse Infusion verabreicht werden (siehe Abschnitt 3).

Anweisungen zur Rekonstitution in einem Schritt in der Originaldurchstechflasche mit der kleinsten

Lösungsmittelmenge sind in der untenstehenden Tabelle beschrieben. Eine weitere Verdünnung ist
möglich, hängt aber von der Kombination der notwendigen Dosis und dem maximalen
Injektionsvolumen von 5 ml je Injektionsstelle ab.                            
                               
Anweisungen zur Rekonstitution für die i.m. Injektion                            
1 Durchstechflasche Empfohlenes Sich daraus ergebende Lösung zur i.m.
  Volumen des Injektion
  Lösungsmittels (maximal 5 ml pro Injektionsstelle)
  zur Zubereitung                            
  der Lösung                            
Benzylpenicillin-Natrium Noridem 0,6 bis 1 ml                            
1 000 000 I.E. Pulver zur Herstellung z. B. 0,6 ml 1,1 ml = 1 Million I.E., 0,6 g, 600 mg      
einer Injektions-/Infusionslösung   (909 090 I.E./ml, 0,545   g/ml, 545 mg/ml)
(enthält ± 0,6 Gramm Pulver) z. B. 1 ml 1,5 ml = 1 Million I.E., 0,6 g, 600 mg      
    (666 667 I.E./ml, 0,400   g/ml, 400 mg/ml)
Benzylpenicillin-Natrium Noridem 1,2 bis 2 ml                            
2 000 000 I.E. Pulver zur Herstellung z. B. 1,2 ml 2,2 ml = 2 Millionen I.E., 1,2 g, 1 200 mg  
einer Injektions-/Infusionslösung   (909 090 I.E./ml, 0,545   g/ml, 545 mg/ml)
(enthält ± 1,2 Gramm Pulver) z. B. 2 ml 3 ml = 2 Millionen I.E., 1,2 g, 1,200 mg  
    (666 667 I.E./ml, 0,400 g/ml, 400 mg/ml)
Benzylpenicillin-Natrium Noridem 3 bis 5 ml                            
5 000 000 I.E. Pulver zur Herstellung z. B. 3 ml 5,5 ml = 5 Millionen I.E., 3 g, 3 000 mg  
einer Injektions-/Infusionslösung   (909 090 I.E./ml, 0,545 g/ml, 545 mg/ml)
(enthält ± 3 Gramm Pulver) z. B. 5 ml 7,5 ml = 5 Millionen I.E., 3 g, 3 000 mg    
    (666 667 I.E./ml, 0,400 g/ml, 400 mg/ml)
Benzylpenicillin-Natrium Noridem 6 bis 10 ml                    
10 000 000 I.E. Pulver zur Herstellung z. B. 6 ml 11 ml = 10 Millionen I.E., 6 g, 6 000 mg  
einer Injektions-/Infusionslösung   (909 090 I.E./ml, 0,545 g/ml, 545 mg/ml)
(enthält ± 6 Gramm Pulver) z. B. 10 ml 15 ml = 10 Millionen I.E., 6 g, 6 000 mg  
    (666 667 I.E./ml, 0,400 g/ml, 400 mg/ml)

Hinweise zur intramuskulären Injektion:

Bis maximal 10 Millionen I.E. (6 g) Benzylpenicillin-Natrium Noridem, gelöst in 6 bis 10 ml Wasser für Injektionszwecke, werden bis zu zweimal täglich tief intramuskulär in den oberen, äußeren Quadranten des Gesäßmuskels oder das ventrogluteale Feld nach Hochstetter appliziert.

Als obere Verträglichkeitsgrenze gelten 5 ml pro Injektionsstelle. Bei wiederholter Injektion sind die

Injektionsseiten zu wechseln. Höhere Dosen können als intravenöse Infusion verabreicht werden. Bei intramuskulärer Applikation, vor allem an Kleinkindern, können schwere lokale Reaktionen auftreten. Wenn möglich, ist eine intravenöse Therapie durchzuführen.

Die rekonstituierte Lösung muss eine klare, farblose bis leicht gelbe Lösung und praktisch frei von sichtbaren Partikeln sein.

Vorsicht: Bei zu rascher Infusion kann es zu zerebralen Krämpfen kommen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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