Anzeige
Grundlagen
Benzylpenicillin, auch bekannt als Penicillin G, ist ein Antibiotikum, das zur Behandlung einer Reihe von bakteriellen Infektionen eingesetzt wird. Dazu gehören Lungenentzündung, Streptokokkeninfektionen, Syphilis, nekrotisierende Enterokolitis, Diphtherie, Gasgangrän, Leptospirose, Zellulitis und Tetanus. Benzylpenicillin wird durch Injektion in eine Vene oder einen Muskel verabreicht.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Benzylpenicillin wirkt durch Bindung an spezifische Penicillin-bindende Proteine (PBPs), die sich innerhalb der bakteriellen Zellwand befinden. Dadurch hemmt Penicillin G die dritte und letzte Stufe der bakteriellen Zellwandsynthese. Dies führt zur Zelllyse, welche durch autolytische Enzyme der bakteriellen Zellwand (Autolysine) vermittelt.
Pharmakokinetik
Wird sowohl nach intramuskulärer als auch nach subkutaner Injektion schnell resorbiert. Es liegt zu 45-68 % an Serumproteine gebunden vor, hauptsächlich an Albumin. Penicillin G wird nach der Metabolisierung in der Leber über die Nieren ausgeschieden. Bei Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion beträgt die Halbwertszeit etwa 0,4-0,9 Stunden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Zu den Nebenwirkungen gehören Durchfall, Krampfanfälle und allergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie.
Bei der Behandlung von Syphilis oder Lyme-Borreliose kann eine als Jarisch-Herxheimer bekannte Reaktion auftreten. Bei der Anwendung von Penicillinen kann es zu allergische Reaktionen kommen.
Toxikologische Daten
LD50 (Maus, i.v.): 329 mg·kg−1

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.