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Medikamente

Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung

Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Atropinsulfat Noridem wird bei Kindern aller Altersgruppen und bei Erwachsenen angewendet: zur Behandlung von Bradykardien, die durch Narkosemittel oder andere Arzneimittel verursacht wurden. Muskelrelaxantien. bei Vergiftungen mit Organophosphat-Pestiziden und anderen Anticholinesterasehemmern.

Wirkstoff(e)
Atropin
Zulassungsinhaber
Noridem Enterprises Limited
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
A03BA01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung angewendet?

Atropinsulfat Noridem wird bei Kindern aller Altersgruppen und bei Erwachsenen angewendet:

  • zur Behandlung von Bradykardien, die durch Narkosemittel oder andere Arzneimittel verursacht wurden.
  • Muskelrelaxantien.
  • bei Vergiftungen mit Organophosphat-Pestiziden und anderen Anticholinesterasehemmern.

Atropinsulfat Noridem kann auch zur Prämedikation vor der Narkoseeinleitung eingesetzt werden (senkt das Risiko für eine Vagushemmung und verringert die Speichel- und Bronchialsekretbildung).

Was sollten Sie beachten, bevor Atropinsulfat Noridem bei Ihnen angewendet wird?

Atropinsulfat Noridem darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Atropin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Prostatavergrößerung, da es einen Harnverhalt begünstigt
  • bei einer Passagehemmung im Magen-Darm-Trakt (z.B. Magenpförtner- oder
    Zwölffingerdarmverengung)
  • bei Darmverschluss durch Darmlähmung oder Darmatonie (insbesondere bei alten und geschwächten Patienten)
  • bei Colitis ulcerosa, da es zu Darmverschluss oder Erweiterung des Dickdarms führen kann
  • bei Myasthenia gravis (außer zur Aufhebung muskarinerger Wirkungen von Cholinesterasehemmern)
  • bei Winkelblock- oder Engwinkelglaukom zwischen Iris und Kornea, da es den Augeninnendruck erhöhen kann
  • bei hoher Umgebungstemperatur, insbesondere bei Kindern und Patienten mit Fieber
  • bei Herzschwäche, Herzoperationen und beschleunigtem Herzschlag, da es die Herzfrequenz zusätzlich steigern kann
  • bei akuten Blutungen mit instabiler Herz-Kreislauf-Funktion
  • bei Schilddrüsenüberfunktion mit Stoffwechselentgleisung

Diese Gegenanzeigen sind bei lebensbedrohlichen Notfällen wie verlangsamter Herzschlag oder Vergiftung mit Organophosphat-Pestiziden nicht relevant.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Atropinsulfat Noridem bei Ihnen angewendet wird.

  • Atropin ist bei Kindern und älteren Menschen mit Vorsicht anzuwenden, da diese anfälliger für die Nebenwirkungen sein können. Die gleiche Vorsicht gilt auch bei pseudomembranöser Kolitis, Diarrhö, Hyperthyreose, Magen-Darm-Infektionen (z.B. Ruhr), Leber- und Nierenerkrankungen sowie Bluthochdruck.
  • Bei systemischer Anwendung von Antimuskarinika bei geschwächten Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen können sich aufgrund der verminderten Sekretbildung Schleimpfropfe bilden.
  • Bei der Behandlung des Parkinsonismus sollte jede Steigerung der Atropindosis und jede
    Therapieänderung schrittweise geschehen (antimuskarinerge Behandlungen dürfen nicht abrupt beendet werden).
  • Menschen mit Down-Syndrom scheinen stärker auf Atropin anzusprechen. Menschen mit
    Albinismus zeigen dagegen eine gewisse Resistenz gegen den Wirkstoff.
  • Die Anwendung kleiner Dosen kann zu Anfällen von langsamem Herzschlag führen.
  • Da Antimuskarinika die Magenentleerung verzögern, können sie bei Patienten mit Magengeschwüren zum Nahrungsverhalt führen. Vorsichtsmaßnahmen sind auch erforderlich bei
    Patienten mit Sodbrennen oder mit einem Zwerchfellbruch mit Reflux des Mageninhalts, da Antimuskarinika die Magenbewegung und den Druck im unteren Speiseröhrenschließmuskel vermindern.
  • Bezüglich der Ergebnisse von Laboruntersuchungen ist die Beeinflussung des Magensäuretests durch Antimuskarinika zu berücksichtigen. Die Anwendung von Antimuskarinika wird 24
    Stunden vor der Untersuchung nicht empfohlen, da diese Arzneimittel die Wirkung von
    Pentagastrin und Histamin auf die Auswertung der Magensäurebildung aufheben.
    Antimuskarinika, insbesondere Atropin, beeinflussen die Ausscheidung von
    Phenolsulfonphthalein (Phenolrot, PSP). Atropin wird über den gleichen tubulären
    Sekretionsmechanismus ausgeschieden wie PSP und vermindert daher die Ausscheidung von PSP
    über die Nieren. Patienten, bei denen ein PSP-Test durchgeführt wird, dürfen nicht gleichzeitig
    Atropin erhalten.
  • Da Antimuskarinika den Augeninnendruck erhöhen können, empfiehlt es sich, diesen Parameter je nach Erkrankung des Patienten zu überwachen.

Anwendung von Atropinsulfat Noridem zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

a) Mit anticholinerg wirkenden Arzneimitteln

Patienten, die Antimuskarinika zusammen mit Amantadin, Antihistaminika, Antiparkinsonika,

Butyrophenonen oder Phenothiazinen, trizyklischen Antidepressiva oder Antiarrhythmika mit anticholinerger Wirkung (z.B. Procainamid) erhalten, haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung unerwünschter anticholinerger Wirkungen.

b) Wirkungen auf die Arzneimittelaufnahme im Magen-Darm-Trakt

Die durch Antimuskarinika verursachte Dämpfung der Magenbewegungen kann die Aufnahme einiger

Arzneimittel beeinflussen. Beispielsweise kann bei gleichzeitiger Anwendung von Antimuskarinika und Levodopa die Aufnahme von Levodopa im Darm reduziert werden, da das Arzneimittel verstärkt

im Magen verstoffwechselt wird. Wenn die Anwendung des Antimuskarinikums beendet wird, ohne gleichzeitig die Levodopa-Dosis zu reduzieren, können infolge der vermehrten Aufnahme von Levodopa im Darm Überdosierungserscheinungen auftreten.

Patienten, die gleichzeitig Antimuskarinika und Digoxin einnehmen/anwenden, sind auf Zeichen einer

Digitalisüberdosierung zu überwachen.

Da Antimuskarinika die Salzsäurebildung im Magen vermindern und/oder den Magen-pH-Wert erhöhen können, kann die Aufnahme von Ketoconazol im Magen-Darm-Trakt reduziert sein. Wenn

eine gleichzeitige Therapie erforderlich ist, soll das Antimuskarinikum mindestens zwei Stunden vor der Einnahme von Ketoconazol angewendet werden.

Potenziell können Antimuskarinika auch den Eintritt der therapeutischen Wirkungen (z.B.

Schmerzlinderung, Fiebersenkung) von Acetaminophen verzögern.

c) Mit Glukokortikoiden, Kortikotropin (ACTH) oder Haloperidol

Bei gleichzeitiger langfristiger Anwendung von Antimuskarinika kann der Augeninnendruck ansteigen. Daneben kann die antipsychotische Wirksamkeit von Haloperidol bei schizophrenen Patienten abnehmen.

d) Mit Wirkstoffen, die den Urin basisch machen (magnesium- und/oder kalziumhaltige Antazida,

Carboanhydrasehemmer, Zitrate und Natriumbikarbonat)

Die Ausscheidung von Antimuskarinika über die Nieren kann bei stark basischem Urin verzögert werden, sodass die Wirkungen und/oder Nebenwirkungen dieser Substanzklasse maximiert werden.

e) Mit Cyclopropan

Bei gleichzeitiger intravenöser Anwendung von Antimuskarinika und einem Cyclopropan-

Anästhetikum können ventrikuläre Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.

f) Mit Guanadrel, Guanethidin

Bei gleichzeitiger Anwendung kann die Hemmwirkung der Antimuskarinika auf die Salzsäuresekretion im Magen aufgehoben werden.

g) Mit Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern wie Furazolidon, Procarbazin oder Pargylin

Bei gleichzeitiger Anwendung können die unerwünschten muskarinergen Wirkungen aufgrund der sekundären antimuskarinergen Wirkung dieser Arzneimittel verstärkt werden. Außerdem können

MAO-Hemmer die Entgiftung von Antimuskarinika hemmen und so deren Wirkung verstärken.

h) Mit Opiatanalgetika

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Antimuskarinika ist das Risiko für eine schwere Verstopfung erhöht und es kann zu einer Darmlähmung und/oder zu einem Harnverhalt kommen.

i) Mit Kaliumchlorid, insbesondere in Wachskapseln

Die gleichzeitige Anwendung von Antimuskarinika kann den Schweregrad einer durch Kaliumchlorid verursachten Magen-Darm-Störung erhöhen.

Atropinsulfat ist kompatibel mit Butorphanoltartrat und Buprenorphinhydrochlorid. Es ist nicht kompatibel mit Bromiden, Iodiden, Basen (z.B. Natriumbikarbonat, alkalische Barbiturate), Norepinephrinbitartrat und Metaraminolbitartrat.

Atropinsulfat kann zusammen mit Thiamylal-Natrium angewendet werden, sofern dies vor der Anwendung geschieht.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Atropin passiert die Plazenta.

Die intravenöse Anwendung von Atropin während der Schwangerschaft kann Herzrasen beim ungeborenen Kind auslösen. Atropin darf daher in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die erwarteten Vorteile die möglichen Risiken für das ungeborene Kind überwiegen.

Stillzeit

Es liegen keine Berichte über Probleme durch die Anwendung von Atropin in der Stillzeit beim

Menschen vor. Dennoch ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu berücksichtigen, da Spuren von Atropin in der Muttermilch nachweisbar sind und Kinder besonders empfindlich auf entsprechende Arzneimittel reagieren.

Antimuskarinika hemmen die Muttermilchbildung.

Fortpflanzungsfähigkeit

Atropinsulfat verminderte bei männlichen Ratten die Fortpflanzungsfähigkeit, vermutlich infolge einer

Hemmwirkung auf den Samen- und Spermientransport beim Samenerguss.

Während bisher keine gut kontrollierten Studien am Menschen durchgeführt wurden, ergeben die tierexperimentellen Studien keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Fortpflanzungsfähigkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Da Antimuskarinika Schläfrigkeit und Verschwommensehen verursachen können, dürfen Patienten, die mit diesen Arzneimitteln behandelt werden, keine Tätigkeiten ausführen, die geistige Klarheit und

scharfes Sehen erfordern (z.B. Maschinen bedienen).

Atropinsulfat Noridem enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Milliliter, d. h., es ist nahezu

„natriumfrei“.

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Wie wird Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

  • Behandlung von langsamem Herzschlag: 0,5 mg intravenös; soweit erforderlich, Wiederholung der Anwendung alle 3 bis 5 Minuten bis zu einer Gesamtdosis von 3 mg.
  • In Kombination mit Neostigmin zur Aufhebung der Wirkungen nicht depolarisierender Muskelrelaxantien: 0,6–1,2 mg intravenös.
  • Prämedikation (zur Senkung des Risikos für eine Vagushemmung sowie zur Verringerung der
    Speichel- und Bronchialsekretbildung): 0,3–0,6 mg intravenös unmittelbar vor der Narkoseeinleitung oder in den Muskel/unter die Haut 30–60 Minuten vor der Narkoseeinleitung.
  • Als Gegenmittel (Behandlung einer Vergiftung mit Acetylcholinesterasehemmern, z.B. Organophosphat-Pestiziden, und Behandlung von Pilzvergiftungen): 0,5–2 mg Atropinsulfat intravenös. Die Dosis kann nach 5 Minuten und anschließend nach Bedarf alle 10–15 Minuten wiederholt werden, bis die Symptome abklingen (diese Dosis kann mehrfach überschritten werden).

Kinder und Jugendliche

  • Behandlung von langsamem Herzschlag: 0,02 mg/kg Körpergewicht (maximal 0,6 mg) intravenös.
  • In Kombination mit Neostigmin zur Aufhebung der Wirkungen nicht depolarisierender Muskelrelaxantien: 0,02 mg/kg Körpergewicht intravenös.
  • Prämedikation (zur Senkung des Risikos für eine Vagushemmung sowie zur Verringerung der
    Speichel- und Bronchialsekretbildung): 0,01–0,02 mg/kg Körpergewicht (maximal 0,6 mg pro Dosis) intravenös unmittelbar vor der Narkoseeinleitung oder in den Muskel/unter die Haut 30-60 Minuten vor der Narkoseeinleitung.
  • Als Gegenmittel (Behandlung einer Vergiftung mit Acetylcholinesterasehemmern, z.B. Organophosphat-Pestiziden, und Behandlung von Pilzvergiftungen): 0,05 mg/kg Körpergewicht intravenös, gegebenenfalls mehrere Male wiederholt, bis die muskarinergen Vergiftungssymptome abklingen.

Wenn Sie eine größere Menge von Atropinsulfat Noridem erhalten haben, als Sie sollten

Wenn der Patient überhöhte Dosen erhält, tritt eine Atropinvergiftung auf. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Empfindlichkeit gegen Atropin individuell unterschiedlich ist.

Bei starker Überdosierung des Arzneimittels kommt es zu beschleunigtem Herzschlag, beschleunigter Atmung, hohem Fieber und starker Anregung des Zentralnervensystems. Dies führt zu Angst,

Verwirrung, Erregung, psychotischen Reaktionen, Halluzinationen und Delirium, gelegentlich auch zu

Krampfanfällen. Auch ein Hautausschlag im Gesicht und am Oberkörper kann auftreten. In Fällen schwerer Vergiftung kann die Anregung in eine Dämpfung des Zentralnervensystems mit Koma,

Atmungs- oder Kreislaufversagen und Tod übergehen.

Gegen anticholinerge Symptome können Cholinergika wie Neostigmin (1 mg intramuskulär alle 2–3 Stunden) angewendet werden. Die größte Gefahr liegt in den Wirkungen des Arzneimittels auf das

Zentralnervensystem, da diese durch Parasympathomimetika nicht aufgehoben werden, sondern nur eine Behandlung der Symptome möglich ist. Entsprechend werden beim Symptom „Erregung“ dämpfende Arzneimittel wie Diazepam eingesetzt; wenn die Dämpfungsphase des

Zentralnervensystems erreicht ist, kann auch Koffein gegeben werden. Wenn der Blutdruck zu stark abfällt, können vasopressorische Amine eingesetzt werden. Wenn die Atemdepression ausgeprägt ist, ist eine künstliche Beatmung mit Sauerstoffzufuhr einzuleiten.

Wenn bei Ihnen die Anwendung von Atropinsulfat Noridem vergessen wurde

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal haben genaue Anweisungen, wann das Arzneimittel anzuwenden ist. Wenn Sie der Meinung sind, dass eine Dosis vergessen wurde, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde.

Wenn bei Ihnen die Anwendung von Atropinsulfat Noridem abgebrochen wird

Bei der Behandlung des Parkinsonismus muss jede Steigerung der Atropindosis und jede

Therapieänderung schrittweise geschehen (antimuskarinerge Behandlungen dürfen nicht abrupt beendet werden).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie das Arzneimittel anzuwenden ist.

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Welche Nebenwirkungen hat Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen von Atropin sind in der Regel häufig, sie sind in den meisten Fällen durch eine verlängerte Dauer der Arzneimittelwirkungen bedingt und treten dosisabhängig auf.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Verschwommensehen
  • Mundtrockenheit (Xerostomie)

Häufig: kann 1 bis 10 von 100 Behandelten betreffen

  • Pupillenerweiterung (Mydriasis) mit Verlust der Scharfeinstellung beim Sehen (Zykloplegie),
    Lichtempfindlichkeit, erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)
  • Abnahme von Muskelspannung und Bewegung von Magen und Darm, Verstopfung, Erbrechen,
    Darmlähmung, Schluckstörung, Geschmacksveränderungen
  • Beschwerden beim Harnlassen, Harnverhalt
  • Langsamer Herzschlag (nach Anwendung niedriger Dosen), beschleunigter Herzschlag (nach hohen Dosen), spürbarer Herzschlag (Palpitationen), Herzrhythmusstörungen
  • Hautrötung und -trockenheit, Nesselausschlag, anaphylaktische Reaktion
  • Kopfschmerzen, zeitlich-örtliche Desorientiertheit, Schläfrigkeit
  • Halluzinationen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Überempfindlichkeit

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern. Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach dem ersten Öffnen: Das Arzneimittel ist unverzüglich anzuwenden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und -bedingungen des

angebrochenen Arzneimittels beim Anwender.

Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie ein Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung

Was Atropinsulfat Noridem enthält

  • Der Wirkstoff ist Atropinsulfat. Ein Milliliter der Lösung enthält 1 mg Atropinsulfat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Schwefelsäure und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Atropinsulfat Noridem aussieht und Inhalt der Packung

Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml ist eine klare, farblose Lösung, abgefüllt in Glasampullen zu je 1 ml

Injektionslösung.

Das Arzneimittel wird in Packungsgrößen zu je 5, 10, 20, 50 oder 100 Ampullen geliefert.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Noridem Enterprises Ltd.

Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Suite 115

1065 Nicosia

Zypern

Hersteller

DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 Kryoneri, Attiki

Griechenland

Mitvertrieb

DEMO S.A. Pharmaceutical Industry 21st km National Road Athens-Lamia 14568 Kryoneri, Attiki

Griechenland

T: +30 210 8161802

Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Portugal: Atropina Noridem

Frankreich: ATROPINE (SULFATE) NORIDEM 1 mg/mL, solution injectable

Belgien: Atropine sulfate Noridem 1 mg/ml, solution injectable / oplossing voor injectie / Injektionslösung

Luxemburg: ATROPINE (SULFATE) NORIDEM 1 mg/mL, solution injectable Österreich: Atropinsulfat Noridem 1 mg/ml Injektionslösung

Tschechische

Republik: Atropine Noridem

Dänemark: Atropine Noridem

Finnland: Atropine Noridem 1 mg/ml injektioneste, liuos

Ungarn: Atropinum sulfuricum Noridem 1 mg/mL oldatos injekció

Italien: Atropina solfato Noridem Norwegen: Atropine Noridem

Polen: Atropinum sulfuricum Noridem

Rumänien: Sulfat de atropină Noridem 1 mg/mL soluţie injectabilă

Slowakei: Atropine Noridem

Spanien: Atropina Noridem 1 mg/mL solución inyectable EFG

Schweden: Atropine Noridem

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2025.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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