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Medikamente

Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde

Antirobe 75 mg - Kapseln  für Hunde
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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Zur Behandlung von: infizierten Wunden, Abszessen, Mundhöhlen- und Zahninfektionen, die durch Clindamycin- empfindliche Stämme von Staphylococcus spp., Streptococcus spp., Bacteroides spp., Fusobacterium necrophorum oder Clostridium perfringens verursacht werden.

Zieltierarten
Hund.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Wirkstoff(e)
Clindamycin
Zulassungsinhaber
Zoetis Österreich GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QJ01FF01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde bei Tieren angewendet?

Zur Behandlung von:

infizierten Wunden, Abszessen, Mundhöhlen- und Zahninfektionen, die durch Clindamycin-

empfindliche Stämme von Staphylococcus spp., Streptococcus spp.,

Bacteroides spp., Fusobacterium necrophorum oder Clostridium perfringens verursacht werden.

  • Osteomyelitis (Knochenmarksentzündung) verursacht durch Clindamycin-empfindliche
    Staphylococcus aureus.

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Für welche Tiere ist Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde zugelassen?

Hund.

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen, Chinchillas, Pferden und Wiederkäuern, da die Aufnahme von Clindamycin bei diesen Tierarten zu sehr schweren und gelegentlich tödlichen Magen-Darm-Störungen führen kann.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Während einer längeren (einen Monat oder länger andauernden) Behandlung sollten in regelmäßigen Abständen Leber- und Nierenfunktionstests und hämatologische Untersuchungen (Blutuntersuchungen) durchgeführt werden. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nieren- und/oder Beeinträchtigung der Leberfunktion sowie gleichzeitigen schweren Stoffwechselstörungen sollte die Verabreichung des Tierarzneimittels mit Vorsicht erfolgen und die Behandlung mittels Serumuntersuchung überwacht werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika einzuhalten.

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf einer Empfindlichkeitsprüfung der vom Tier isolierten Zielbakterien beruhen. Ist dies nicht möglich, sollte die Therapie auf den örtlichen epidemiologischen Daten und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf lokaler/regionaler Ebene beruhen.

Vor Anwendung sollten die beteiligten Erreger durch bakteriologische Nachweisverfahren bestimmt und deren Empfindlichkeit gegenüber Clindamycin sichergestellt werden. Insbesondere bei Vorliegen einer Infektion mit Staphylococcus pseudintermedius ist vor der Anwendung eine Resistenzbestimmung durchzuführen.

Ein Antibiotikum mit einem geringeren Risiko der Resistenzselektion (niedrigere AMEG-Kategorie) sollte als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung verwendet werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung dessen Wirksamkeit nahelegt.

Eine von den Vorgaben in der Gebrauchsinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien mit Resistenz gegen Clindamycin erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung herabsetzen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Lincosamide (Lincomycin, Clindamycin, Pirlimycin) können Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Lincosamide sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Bei versehentlicher Einnahme können Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Es ist daher darauf zu achten, eine versehentliche Einnahme zu vermeiden.

Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch Kinder, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation von Hündinnen sowie von

Zuchtrüden ist nicht belegt. Clindamycin überwindet die Plazenta- und die Blut-Milch-Schranke. Die Behandlung säugender Hündinnen kann bei den Welpen Durchfall verursachen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Fortpflanzungsfähigkeit:

Laboruntersuchungen an Ratten ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen oder auf eine wesentliche

Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit von weiblichen und männlichen Tieren durch Clindamycin auch nach Behandlung mit hohen Dosen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Für Clindamycin wurde eine neuromuskuläre Hemmwirkung nachgewiesen, die die Wirkung von anderen neuromuskulär blockierenden Wirkstoffen verstärken kann. Eine gleichzeitige Anwendung solcher Wirkstoffe sollte daher mit Vorsicht erfolgen.

Eine partielle Kreuzresistenz besteht insbesondere mit Erythromycin sowie gegenüber anderen Makrolidantibiotika. Clindamycin darf nicht gleichzeitig mit Chloramphenicol oder Makroliden angewendet werden, da beide ihren Angriffspunkt an der 50 S ribosomalen Subunit haben und sich deshalb gegenseitig antagonisieren können. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clindamycin und Aminoglykosidantibiotika (z.B. Gentamicin) lassen sich negative Wechselwirkungen (akutes Nierenversagen) nicht vollständig ausschließen.

Aluminiumsalze und -hydroxide, Kaolin und Aluminium-Magnesium-Silicat-Komplexe können die Resorption von Lincosamiden im Darm reduzieren. Tierarzneimittel, die diese Stoffe enthalten, sollten mindestens 2 Stunden vor Clindamycin verabreicht werden.

Cyclosporin: Clindamycin kann die Konzentration dieses Immunsuppressivums verringern, wodurch

das Risiko eines Wirkungsverlustes besteht.

Überdosierung:

Bei einer 30-fachen Überdosierung, d.h. 300 mg/kg wurden bei Hunden keine Symptome beobachtet. Gelegentlich wurden Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Leukozytose und ein Anstieg von Leberenzymwerten (AST, ALT) festgestellt. In solchen Fällen ist die Behandlung unverzüglich abzubrechen und eine symptomatische Behandlung der Tiere einzuleiten.

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Wie wird Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Infizierte Wunden und Abszesse:

5,5 mg Clindamycin/kg KGW alle 12 Stunden über 7 - 10 Tage (d.h. 2 x täglich eine Kapsel pro 13,5 kg KGW) oder

11 mg Clindamycin/kg KGW alle 24 Stunden über 7 - 10 Tage (1 x täglich zwei Kapseln pro 13,5 kg KGW).

Falls erforderlich, kann die Behandlung bis zu 28 Tage fortgesetzt werden.

Mundhöhlen- und Zahninfektionen:

  • 5,5 mg Clindamycin/kg KGW alle 12 Stunden über 7 - 10 Tage (d.h. 2 x täglich eine Kapsel pro 13,5 kg KGW) oder

11 mg Clindamycin/kg KGW alle 24 Stunden über 7 - 10 Tage (1 x täglich zwei Kapseln pro 13,5 kg KGW).

Falls erforderlich, kann die Behandlung bis zu 28 Tage fortgesetzt werden.

Osteomyelitis (Knochenmarksentzündung):

  • 11 mg Clindamycin/kg KGW alle 12 Stunden über mindestens 28 Tage (d.h. 2 x täglich zwei Kapseln pro 13,5 kg KGW).

Hinweise für die richtige Anwendung

Sollte bei der Behandlung von infizierten Wunden, Abszessen, Mundhöhlen- und Zahninfektionen nach 4 Tagen keine Besserung eintreten, ist der behandelnde Tierarzt zu verständigen.

Sollte bei der Behandlung einer Knochenmarksentzündung nach 14 Tagen keine Besserung eintreten, ist der behandelnde Tierarzt zu Rate zu ziehen.

Welche Wartezeit gilt für Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde?

Nicht zutreffend.

Welche Nebenwirkungen kann Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde beim Tier haben?

Hund:    
   
Gelegentlich Störung der gastrointestinalen Flora1
(1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte  
Tiere):  
Selten Erbrechen
(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Durchfall
Tiere):  

1 Clindamycin verursacht gelegentlich das übermäßige Wachstum von nicht empfindlichen Organismen wie resistenten Clostridien und Hefen. In diesem Fall sind je nach klinischer Situation entsprechende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Antirobe 75 mg - Kapseln für Hunde

Zusammensetzung

Eine Kapsel enthält:  
Wirkstoff:  
Clindamycin (als Clindamycin-Hydrochlorid) 75 mg

Sonstige Bestandteile:

Laktose

Maisstärke

Talkum

Magnesiumstearat

Kapsel aus Hartgelatine mit gelbem Oberteil, weißem Unterteil und schwarzem Aufdruck: Zoetis Logo und „Clin 75“. Die Kapsel enthält ein weißes Pulver.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-00171

Packungsgröße:

80 Kapseln in Faltschachtel mit Blisterstreifen

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

09/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: Zoetis Österreich GmbH

Floridsdorfer Hauptstraße 1 A 1210 Wien

Tel: +43 (0)1 2701100 100 tierarzneimittelsicherheit@zoetis.com

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: FAREVA AMBOISE

Zone Industrielle,

29 route des Industries

37530 Pocé-sur-Cisse France

Weitere Informationen

Clindamycin ist ein halbsynthetisches Makrolid-Antibiotikum der Lincomycingruppe, das durch Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese überwiegend bakteriostatisch wirkt.

Für Clindamycin wurde eine in-vitro-Aktivität gegen folgende Mikroorganismen nachgewiesen: grampositive aerobe Kokken wie Streptokokken (nicht jedoch Enterokokken) und Staphylokokken; grampositive anaerobe Kokken, wie Peptostreptokokken und mikroaerophile Streptokokken; gramnegative anaerobe Stäbchen, wie Bakteroidesarten und Fusobakterien sowie gegen grampositive anaerobe Stäbchen, wie insbesondere Clostridium perfringens (meist empfindlich). Bei Oxacillin- bzw. Methicillin-resistenten Staphylokokken der S. pseudintermedius-Gruppe (MRSP), liegen zu einem großen Teil Mehrfachresistenzen vor, die neben Clindamycin auch Enrofloxacin, Erythromycin, Trimethoprim/Sulfamethoxazol und z. T. Tetracyclin betreffen.

Es kann zu einer Resistenz gegen Lincosamide allein kommen, Clindamycin und Lincomycin weisen jedoch auch eine Kreuzresistenz auf, die auch bei Erythromycin und anderen Makrolidantibiotika zu beobachten ist.

In Europa scheint die Inzidenz einer Resistenz gegen Lincosamide bei Staphylococcus spp. weit gestreut zu sein, mit einem gewichteten arithmetischen Mittelwert der Resistenz von etwa 25 % bei

Staphylococcus pseudintermedius und Staphylococcus aureus (EFSA, 2021).

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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