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Medikamente

Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde

Antirobe 150 mg - Kapseln  für Hunde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde 2. Zusammensetzung Eine Kapsel enthält: Wirkstoff: Clindamycin (als Clindamycin-Hydrochlorid) 150 mg Sonstige Bestandteile: Maisstärke Talkum Magnesiumstearat Gelatine Laktose-Monohydrat Weiße Kapsel aus Hartgelatine mit gelbem Oberteil und schwarzem Aufdruck: Zoetis Logo und „Clin 150“.

Zulassungsinhaber
Zoetis Österreich GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QJ01FF01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde

2. Zusammensetzung  
Eine Kapsel enthält:  
Wirkstoff:  
Clindamycin (als Clindamycin-Hydrochlorid) 150 mg

Sonstige Bestandteile:

Maisstärke

Talkum

Magnesiumstearat

Gelatine

Laktose-Monohydrat

Weiße Kapsel aus Hartgelatine mit gelbem Oberteil und schwarzem Aufdruck: Zoetis Logo und „Clin 150“. Die Kapsel enthält ein weißes Pulver.

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von:

  • infizierten Wunden, Abszessen, Mundhöhlen- und Zahninfektionen, die durch Clindamycin-empfindliche Stämme von Staphylococcus spp., Streptococcus spp., Bacteroides spp., Fusobacterium necrophorum oder Clostridium perfringens verursacht werden.
  • Osteomyelitis (Knochenmarksentzündung) verursacht durch Clindamycin-empfindliche
    Staphylococcus aureus.

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Was ist vor der Einnahme von Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen, Chinchillas, Pferden und Wiederkäuern und, da die Aufnahme von Clindamycin bei diesen Tierarten zu sehr schweren und bisweilen tödlichen Magen-Darm-Störungen führen kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Infizierte Wunden und Abszesse:

  • 5,5 mg Clindamycin/kg Körpergewicht alle 12 Stunden über 7 - 10 Tage (d.h. 2 x täglich eine Antirobe 150 mg - Kapsel pro 27 kg Körpergewicht) oder
  • 11 mg Clindamycin/kg Körpergewicht alle 24 Stunden über 7 - 10 Tage (1 x täglich zwei Antirobe 150 mg - Kapseln pro 27 kg Körpergewicht).

Falls erforderlich, kann die Behandlung bis zu 28 Tage fortgesetzt werden.

Mundhöhlen- und Zahninfektionen:

  • 5,5 mg Clindamycin/kg Körpergewicht alle 12 Stunden über 7 - 10 Tage (d.h. 2 x täglich eine Antirobe 150 mg - Kapsel pro 27 kg Körpergewicht) oder
  • 11 mg Clindamycin/kg Körpergewicht alle 24 Stunden über 7 - 10 Tage (1 x täglich zwei Antirobe 150 mg - Kapseln pro 27 kg Körpergewicht).

Falls erforderlich, kann die Behandlung bis zu 28 Tage fortgesetzt werden.

Osteomyelitis (Knochenmarksentzündung):

11 mg Clindamycin/kg Körpergewicht alle 12 Stunden über mindestens 28 Tage (d.h. 2 x täglich zwei Antirobe 150 mg - Kapseln pro 27 kg Körpergewicht).

Hinweise für die richtige Anwendung

Das Tierarzneimittel dient zur Behandlung bestimmter durch Bakterien verursachter Krankheiten.

Sollte bei der Behandlung von infizierten Wunden, Abszessen, Mundhöhlen- und Zahninfektionen nach 4 Tagen keine Besserung eintreten, ist der behandelnde Tierarzt zu verständigen.

Sollte bei der Behandlung einer Knochenmarksentzündung nach 14 Tagen keine Besserung eintreten, ist der behandelnde Tierarzt zu verständigen.

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Wie ist Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Weitere Informationen zu Antirobe 150 mg - Kapseln für Hunde

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Während einer längeren (einen Monat oder länger andauernden) Behandlung sollten in regelmäßigen Abständen Leber- und Nierenfunktionstests und hämatologische Untersuchungen (Blutuntersuchungen) durchgeführt werden. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nieren- und/oder Beeinträchtigung der Leberfunktion sowie gleichzeitigen schweren Stoffwechselstörungen sollte die Verabreichung des Tierarzneimittels mit Vorsicht erfolgen und die Behandlung mittels Serumuntersuchung überwacht werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika einzuhalten.

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte möglichst nur nach einer Empfindlichkeitsprüfung der vom Tier isolierten Zielbakterien erfolgen. Ist dies nicht möglich, sollte die Therapie auf den örtlichen epidemiologischen Daten und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf lokaler/regionaler Ebene beruhen.

Vor Anwendung sollten die beteiligten Erreger durch bakteriologische Nachweisverfahren bestimmt und deren Empfindlichkeit gegenüber Clindamycin sichergestellt werden. Insbesondere bei Vorliegen einer Infektion mit Staphylococcus pseudintermedius ist vor der Anwendung eine Resistenzbestimmung durchzuführen.

Für Clindamycin wurde eine in-vitro-Aktivität gegen folgende Mikroorganismen nachgewiesen: grampositive aerobe Kokken wie Streptokokken (nicht jedoch Enterokokken) und Staphylokokken; grampositive anaerobe Kokken, wie Peptostreptokokken und mikroaerophile Streptokokken; gramnegative anaerobe Stäbchen, wie Bakteroidesarten und Fusobakterien sowie gegen grampositive anaerobe Stäbchen, wie insbesondere Clostridium perfringens (meist empfindlich). Bei Oxacillin- bzw. Methicillin-resistenten Staphylokokken der S. pseudintermedius-Gruppe (MRSP), liegen zu einem großen Teil Mehrfachresistenzen vor, die neben Clindamycin auch Enrofloxacin, Erythromycin, Trimethoprim/Sulfamethoxazol und z. T. Tetracyclin betreffen.

Clindamycin und Lincomycin weisen eine Kreuzresistenz auf, die auch bei Erythromycin und anderen Makrolidantibiotika zu beobachten ist.

Eine von den Vorgaben in der Gebrauchsinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien mit Resistenz gegen Clindamycin erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung herabsetzen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Lincosamide (Lincomycin, Clindamycin, Pirlimycin) können Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Lincosamide sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Nach der Anwendung Hände waschen

Bei versehentlicher Einnahme können Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Es ist daher darauf zu achten, eine versehentliche Einnahme zu vermeiden.

Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch Kinder, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei trächtigen und laktierenden Hündinnen oder Zuchtrüden ist nicht belegt. Clindamycin überwindet die Plazenta- und die Blut-Milch-Schranke. Die Behandlung säugender Hündinnen kann bei den Welpen Durchfall verursachen.

Nur anwenden nach entspechender Nutzen/Risikoabwägung durch den behandelnden Tierarzt.

Fortpflanzungsfähigkeit:

Studien an Ratten ergaben keinen Hinweis auf eine teratogene Wirkung oder eine wesentliche Beeinträchtigung der Fortpflanzunsfähigkeit bei weiblichen und männlichen Tieren durch Clindamycin auch nach Behandlung mit hohen Dosen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Für Clindamycin wurden neuromuskulär blockierende Eigenschaften nachgewiesen, die die Wirkung von anderen neuromuskulär blockierenden Wirkstoffen verstärken können. Eine gleichzeitige Anwendung solcher Wirkstoffe sollte daher mit Vorsicht erfolgen.

Eine partielle Kreuzresistenz besteht insbesondere mit Erythromycin sowie gegenüber anderen Makrolidantibiotika. Clindamycin sollte nicht gleichzeitig mit Chloramphenicol oder Makroliden angewandt werden, da diese ihren Angriffspunkt an der 50 S ribosomalen Subunit haben und sich deshalb gegenseitig antagonisieren können. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clindamycin und Aminoglykosidantibiotika (z.B. Gentamicin) lassen sich negative Wechselwirkungen (akutes Nierenversagen) nicht vollständig ausschließen.

Überdosierung:

Eine 30-fache Überdosierung, d.h. 300 mg/kg wurden von Hunden ohne Nebenwirkungen vertragen. Gelegentlich wurden Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Leukozytose und ein Anstieg von Leberenzymwerten (AST, ALT) beobachtet. In solchen Fällen sollte die Behandlung unverzüglich abgesetzt werden und eine symptomatische Behandlung der Tiere erfolgen.

7. Nebenwirkungen  
Hund:      
   
Gelegentlich Störung der gastrointestinalen Flora1
(1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte  
Tiere):    
       
Selten     Erbrechen
(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Durchfall
Tiere):    
       

1 Clindamycin verursacht gelegentlich das übermäßige Wachstum von nicht empfindlichen Organismen wie resistenten Clostridien und Hefen. In diesem Fall sind je nach klinischer Situation entsprechende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/) melden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-00172

Packungsgrößen:

80 Kapseln in Faltschachtel mit Blisterstreifen

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

01/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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