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Wirkstoffe

Bilastin

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

Bilastin ist ein Antihistaminikum, welches zur symptomatischen Behandlung von allergischen Erkrankungenneingesetzt wird.

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Grundlagen

Bilastin ist ein Antihistaminikum der 2. Generation, welches zur symptomatischen Behandlung von allergischer Rhinokonjuktivitis (allergische Erkrankung der Nasenschleimhaut und Augen) und Urtikaria (Nesselsucht) eingesetzt wird. Im Unterschied zu anderen Antihistaminika wirkt es kaum sedierend, schnell und langanhaltend.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Bei einer allergischen Reaktion werden aus den Zellen der körpereigenen Abwehr Histamin und andere Substanzen freigesetzt. Bilastin bindet statt Histamin an den H1-Rezeptoren und hemmt somit deren Aktivierung. Dadurch werden die allergischen Symptome reduziert. Da es keinen Einfluss auf das zentrale Nervensystem hat, wirkt es nicht sedierend.
Die Effekte des Wirkstoffes halten bis zu 24 Stunden an.

Pharmakokinetik

Bilastin wird zu 61% resorbiert und liegt im Plasma zu 84-90% proteingebunden vor. Es handelt sich um ein Substrat des P-Glykoproteins und um einen Hemmer des Organo-Anion-Transporters und interagiert, anders als andere Antihistaminika, nicht mit dem Enzym CYP450. Entsprechend der langen Wirkungsdauer hat es eine Halbwertszeit von 14,5 Stunden. Der Wirkstoff wird weitgehend unverändert mit den Fäzes und mit dem Urin ausgeschieden.

Wechselwirkungen

Nahrungsmittel, insbesondere Grapefruitsaft, reduzieren die orale Bioverfügbarkeit, weshalb das Medikament nüchtern eingenommen werden sollte. Auch eine fettreiche Mahlzeit hemmt die Aufnahme erheblich.
Die gleichzeitige Anwendung des Antihistaminikums mit Ketoconazol, Ritonavir, Erythromycin, Diltiazem und Ciclosporin sollte vermieden werden.

Toxizität

Nebenwirkungen

Mögliche unerwünschte Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit bzw. Müdigkeit.

Toxikologische Daten

NOAEL (Ratte): 1200 mg/kg/Tag
NOAEL (Hund): 125 mg/kg/Tag

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.