Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
YLPIO ist eine Kombination der beiden Wirkstoffe Telmisartan und Indapamid in einer Tablette. Beide Substanzen helfen dabei, einen hohen Blutdruck ( Hypertonie ) zu kontrollieren. Telmisartan gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten bezeichnet werden.
- Wirkstoff(e)
- Telmisartan, Indapamid
- Zulassungsinhaber
- PRO.MED.CS Praha a.s.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- C09DA07
- Anwendungsgebiete
- Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird YLPIO angewendet?
YLPIO ist eine Kombination der beiden Wirkstoffe Telmisartan und Indapamid in einer Tablette. Beide Substanzen helfen dabei, einen hohen Blutdruck (Hypertonie) zu kontrollieren.
- Telmisartan gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten bezeichnet werden. Angiotensin II ist eine von Ihrem Körper produzierte Substanz, die Ihre Blutgefäße verengt. Dies erhöht Ihren Blutdruck. Telmisartan blockiert die Wirkung von Angiotensin II, sodass die Blutgefäße entspannt werden und Ihr Blutdruck sinkt.
- Indapamid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Diuretika bezeichnet werden. Diuretika senken den Blutdruck auf zwei Arten: Sie bewirken eine erhöhte Urinproduktion, und erweitern die Blutgefäße, sodass das Blut leichter hindurchfließen kann. Indapamid unterscheidet sich jedoch von anderen Diuretika, da es die Menge an produziertem Harn nur wenig erhöht.
Hoher Blutdruck kann unbehandelt in verschiedenen Organen zu einer Schädigung der Blutgefäße führen. Manchmal kann dies zu Herzinfarkt, Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall oder Erblindung führen. Da Bluthochdruck vor Eintritt einer Schädigung gewöhnlich keine Symptome verursacht, ist eine regelmäßige Messung des Blutdrucks notwendig, um festzustellen, ob dieser im Normalbereich liegt.
YLPIO wird zur Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen angewendet, deren Blutdruck von Telmisartan und Indapamid gemeinsam in der gleichen Dosierung wie in der Kombination ausreichend kontrolliert ist.
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Was ist vor der Einnahme von YLPIO zu beachten?
YLPIO darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Telmisartan, Indapamid, andere Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (siehe Abschnitt 6),
- wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörungen oder an einer sogenannten hepatischen Enzephalopathie leiden (Ihre Lebererkrankung beeinträchtigt das Gehirn und das zentrale Nervensystem),
- wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörungen haben,
- wenn Sie einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut haben,
- wenn Sie schwanger sind (siehe Abschnitte „Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt“ oder „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“),
- wenn Sie eine Gallengangsobstruktion (Abflussstörung der Gallenflüssigkeit aus der Leber und der Gallenblase) haben,
- wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie an einem der folgenden Umstände oder Erkrankungen leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben:
- Nierenerkrankung oder Nierentransplantation
- Nierenarterienstenose (Verengung der Blutgefäße, die zu einer oder beiden Nieren führen)
- Lebererkrankung
- Herzbeschwerden
- Erhöhte Aldosteronspiegel (Wasser und Salzretention im Körper einhergehend mit einem Ungleichgewicht von verschiedenen Mineralstoffen im Blut)
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie), der bei Dehydrierung (übermäßiger Flüssigkeitsverlust des Körpers), Salzmangel infolge einer Diuretikabehandlung (Entwässerungstabletten), salzarmer Kost, Durchfall oder Erbrechen auftreten kann
- Erhöhte Kaliumspiegel im Blut
- Diabetes mellitus
- Gicht.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie YLPIO einnehmen:
-
wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
- ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben
- Aliskiren
Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte
(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch
Informationen unter der Überschrift „YLPIO darf nicht eingenommen werden“.
- wenn Sie Digoxin einnehmen
- wenn Sie eine Abnahme des Sehvermögens oder Augenschmerzen bemerken. Dies könnten Symptome einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eine Erhöhung des Drucks in Ihrem Auge sein und können innerhalb von Stunden bis Wochen nach der Einnahme von YLPIO auftreten. Wenn der Zustand nicht behandelt wird, kann dies zu dauerhaftem Sehverlust führen. Wenn Sie bereits eine allergische Reaktion gegen Penicillin oder Sulfonamide hatten, können Sie ein höheres Risiko für die Entwicklung dieser Nebenwirkungen haben.
Sie müssen es Ihrem Arzt mitteilen:
-
wenn Sie vermuten, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Telmisartan wird in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nicht eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da es Ihr Baby bei
Anwendung in diesem Schwangerschaftsstadium schwerwiegend schädigen könnte (siehe
Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“). - wenn bei Ihnen eine Operation oder eine Narkose erforderlich ist
wenn bei Ihnen eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonne und ultraviolettem Licht (Lichtempfindlichkeit) auftritt.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach der Einnahme von YLPIO bemerken. Ihr Arzt wird über die weitere Behandlung entscheiden. Beenden Sie die Einnahme von YLPIO nicht eigenmächtig.
Um festzustellen, ob bei Ihnen niedrige Natrium- oder Kaliumwerte oder erhöhte Calciumwerte vorliegen, wird Ihr Arzt dies gegebenenfalls durch eine Blutuntersuchung kontrollieren.
Die blutdrucksenkende Wirkung von YLPIO kann bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe geringer sein
Leistungssportler sollten sich bewusst sein, dass dieses Arzneimittel einen Wirkstoff enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von YLPIO bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren wird nicht empfohlen.
Einnahme von YLPIO zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker darüber, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung dieser anderen Arzneimittel anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, die Einnahme eines Arzneimittels abzubrechen.
Dies gilt insbesondere für die nachstehend aufgeführten Arzneimittel, wenn diese gleichzeitig mit YLPIO eingenommen werden:
- Digoxin.
-
Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können, wie kaliumhaltige
Salzersatzstoffe, kaliumsparende Diuretika (bestimmte „Entwässerungstabletten“), -
Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer, Aliskiren, Angiotensin-II-
Rezeptor-Antagonisten). Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch
Abschnitte „Ylpio darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). - Heparin (Arzneimittel zur Verringerung der Blutgerinnung),
- Immunsuppressiva (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems nach Organtransplantationen, zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder schweren rheumatischen oder dermatologischen Erkrankungen, z. B. Cyclosporin oder Tacrolimus), Trimethoprim (Antibiotikum).
- Lithiumhaltige Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Depressionen.
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR: Schmerzmittel, wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen).
- Diuretika („Entwässerungstabletten“), insbesondere bei Einnahme hoher Dosierungen zusammen mit YLPIO, können zu übermäßigem Wasserverlust im Körper und niedrigem Blutdruck (Hypotonie) führen.
- Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid, Digitalis).
- Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Störungen wie Depressionen, Angstzuständen, Schizophrenie oder Schlaflosigkeit (z. B. trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Neuroleptika, Betäubungsmittel).
- Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris, einer Erkrankung, die Brustschmerzen verursacht).
- Cisaprid (zur Behandlung von verminderter Bewegung der Speiseröhre und des Magens).
- Diphemanil (zur Behandlung von Magen-Darm-Problemen wie Geschwüren, zu viel Säure, überaktivem Verdauungssystem).
- Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin durch Injektion (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen).
- Vincamin durch Injektion (zur Behandlung von symptomatischen kognitiven Störungen bei älteren Menschen, einschließlich Gedächtnisverlust).
- Halofantrin (antiparasitäres Medikament zur Behandlung bestimmter Arten von Malaria).
- Mizolastin (zur Behandlung von allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen).
- Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Arten von Lungenentzündungen).
- Amphotericin B durch Injektion (Antimykotikum).
- Orale Kortikosteroide (zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, einschließlich schwerem Asthma und rheumatoider Arthritis).
- Tetracosactid (zur Behandlung von Morbus Crohn).
- Stimulierende Abführmittel (zur Behandlung von Verstopfung).
- Baclofen (zur Behandlung von Muskelsteifheit bei Krankheiten wie Multipler Sklerose).
- Amifostin (ein schützendes Medikament bei Behandlung von Krebs).
- Metformin (zur Behandlung von Diabetes mellitus).
- Jodhaltige Kontrastmittel (werden bei Röntgenuntersuchungen verwendet).
- Kalziumtabletten oder andere Kalziumpräparate.
- Allopurinol (zur Behandlung von Gicht).
Einnahme von YLPIO zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol.
Alkohol kann dazu führen, dass Ihr Blutdruck stärker abfällt und/oder das Risiko für Schwindel erhöhen oder Sie fühlen sich einer Ohnmacht nahe.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Die Anwendung von YLPIO in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft wird nicht empfohlen und sollte während der restlichen Schwangerschaft (vom 4. bis 9. Schwangerschaftsmonat) nicht erfolgen.
Wenn eine Schwangerschaft geplant oder bestätigt ist, sollte so rasch wie möglich auf eine andere Therapie umgestellt werden.
Stillzeit
Der Wirkstoff Indapamid geht in die Muttermilch über. YLPIO wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Manche Menschen fühlen sich schwindelig oder müde, wenn sie YLPIO einnehmen. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, sollten Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
YLPIO enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Wie wird YLPIO angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis von YLPIO beträgt eine Tablette pro Tag. Nehmen Sie die Tablette nach Möglichkeit jeden Tag zur gleichen Zeit ein. Wichtig ist, dass Sie YLPIO jeden Tag einnehmen, sofern Ihr Arzt es nicht anders verordnet.
Wenn Ihre Leber nicht richtig funktioniert, sollte die Dosis von Ihrem Arzt angepasst werden. Sie können YLPIO zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Die Tablette muss mit etwas Wasser oder einem nicht-alkoholischem Getränk geschluckt werden. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
YLPIO sollte in der versiegelten Blisterpackung aufbewahrt werden und die Tablette erst kurz vor der Verabreichung aus der Blisterpackung entnommen werden.
Wenn Sie eine größere Menge von YLPIO eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt oder Apotheker oder an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Eine hohe Dosis von YLPIO kann niedrigen Blutdruck, schnellen Herzschlag, langsamen Herzschlag, Schwindel, verminderte Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Schläfrigkeit, Verwirrung und Veränderungen der von den Nieren produzierten Urinmenge verursachen.
Wenn Sie die Einnahme von YLPIO vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, besteht kein Anlass zur Sorge. Nehmen Sie die Dosis ein, sobald es Ihnen einfällt, und setzen Sie die Behandlung dann fort wie bisher. Wenn Sie die Tablette an einem Tag vergessen haben einzunehmen, nehmen Sie am nächsten Tag Ihre normale Dosis ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von YLPIO abbrechen
Da die Behandlung von Bluthochdruck für gewöhnlich lebenslang ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat YLPIO?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:
- Sepsis (umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt), eine schwere Infektion, die mit entzündlichen Reaktionen des gesamten Körpers einhergeht. Die beobachtete erhöhte Rate an Sepsisfällen unter Telmisartan könnte entweder ein Zufallsbefund sein oder mit einem bisher unbekannten Wirkmechanismus in Zusammenhang stehen. (seltene Nebenwirkung).
- Angioödem, äußert sich durch schnelles Anschwellen der Haut an den Extremitäten oder im Gesicht, der Lippen oder der Zunge sowie der Schleimhäute im Rachen oder in den Atemwegen. Dies kann zu Kurzatmigkeit oder Schluckbeschwerden führen (seltene Nebenwirkung).
- Schwere Hautreaktionen, einschließlich starker Hautausschläge, Rötungen der Haut am ganzen Körper, starkem Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen und Anschwellen der Haut, Entzündungen der Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom) oder andere allergische Reaktionen (sehr seltene Nebenwirkungen)
- Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), die starke Bauch- und Rückenschmerzen verbunden mit ausgeprägtem Unwohlsein verursachen kann (sehr seltene Nebenwirkungen).
- Lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag (Häufigkeit nicht bekannt).
- hepatische Enzephalopathie (eine Erkrankung des Gehirns, verursacht durch eine Lebererkrankung) (Häufigkeit nicht bekannt).
- Entzündung der Leber (Hepatitis) (Häufigkeit nicht bekannt).
Mögliche Nebenwirkungen von YLPIO:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- allergische Reaktionen, vor allem seitens der Haut, bei allergisch bzw. asthmatisch veranlagten Patienten
- geröteter, erhabener Hautausschlag
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Harnwegsinfektion, Infektion der oberen Atemwege
- Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie)
- Einschlafschwierigkeiten
- Traurigkeit (Depression)
- Schwindelgefühl
- Ohnmacht (Synkope)
- Gefühl, dass sich alles dreht (Vertigo)
- Langsame Herzfrequenz (Bradykardie)
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Schwindel beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Kurzatmigkeit, Husten
- Bauchschmerzen, Durchfall, Bauchbeschwerden, Blähungen, Erbrechen
- Rote Punkte auf der Haut (Purpura), Juckreiz, vermehrtes Schwitzen, arzneimittelbedingter Ausschlag
- Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen (Myalgie)
- Nierenfunktionsstörung einschließlich akutem Nierenversagen
- Schmerzen in der Brust, Schwächegefühl
- Erhöhter Kreatininspiegel im Blut
- Erhöhter Kaliumspiegel im Blut
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Sepsis (umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt) ist eine schwere Infektion, die mit entzündlichen Reaktionen des gesamten Körpers einhergeht und zum Tod führen kann
- Erhöhte Anzahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosinophilie)
- Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen)
- Allergische Reaktion (z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden, pfeifende Atmung [Giemen], Schwellung des Gesichts)
- Angstzustände,
- Ermüdung, Kopfschmerzen. „Ameisenlaufen“ (Parästhesien)
- Schläfrigkeit,
- Sehstörungen
- Schneller Herzschlag (Tachykardie)
- Übelkeit, Verstopfung, Mundtrockenheit, Beschwerden im Bauchbereich, Geschmacksstörungen (Dysgeusie)
- Leberfunktionsstörung (bei japanischen Patienten besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkung)
- Rasches Anschwellen der Haut und Schleimhäute (Angioödem einschließlich tödlichen Ausgangs)
- Ekzeme (Hautveränderung), Hautrötung, Nesselsucht (Urtikaria), schwerer arzneimittelbedingter Ausschlag
- Gelenkschmerzen (Arthralgie), Schmerzen in Armen und Beinen, Sehnenschmerzen
- Grippeähnliche Erkrankung
- Verringerter Hämoglobinspiegel (ein Blutprotein)
- Erhöhte Harnsäurespiegel, eine Substanz, die Gicht (schmerzhafte Gelenke) verursachen oder verschlimmern kann
- Erhöhte Leberenzymwerte oder Kreatinphosphokinase im Blut
- Niedrige Blutzuckerspiegel (bei Patienten mit Diabetes mellitus).
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Abnahme der Zahl der weißen Blutkörperchen, was zu Fieber unklarer Ursache, Halsschmerzen oder anderen grippeähnlichen Symptomen führen kann (Leukopenie oder Agranulozytose)
- Herzrhythmusstörungen (Herzklopfen, bewusste Wahrnehmung des Herzschlags)
- Fälle von Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge (interstitielle Lungenerkrankung) wurden nach der Einnahme von Telmisartan berichtet. Es ist jedoch nicht bekannt, ob dies durch Telmisartan verursacht wurde.
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Bauch- und Rückenschmerzen sowie ein allgemeines Unwohlsein verursachen kann
- Schwere Hautreaktionen, einschließlich starker Hautausschläge, Rötungen der Haut am ganzen Körper, starkem Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen und Anschwellen der Haut, Entzündungen der Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom)
- Hoher Kalziumspiegel im Blut.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Kurzsichtigkeit (Myopie), verschwommenes Sehen
- Verminderung des Sehvermögens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (mögliche Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Winkelverschlussglaukom)
- Ungewöhnliche EKG-Aufzeichnungen
- hepatische Enzephalopathie (eine Erkrankung des Gehirns, verursacht durch eine Lebererkrankung)
- Intestinales Angioödem: eine Schwellung des Darms mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall wurde nach der Anwendung ähnlicher Arzneimittel berichtet
- Entzündung der Leber (Hepatitis)
- Ein Systemischer Lupus erythematodes (eine Art von Kollagenerkrankung) kann sich verschlimmern
- Lichtempfindlichkeitsreaktionen (Hautveränderungen) ) nach Sonneneinstrahlung oder künstlichem UVA
- Niedriger Kaliumspiegel im Blut
- Niedriger Natriumspiegel im Blut, der zu Dehydratation und niedrigem Blutdruck führen kann
- erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetikern.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist YLPIO aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verw. bis“ und auf dem Behältnis nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum
bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu YLPIO
Was YLPIO enthält
-
Die Wirkstoffe sind Telmisartan und Indapamid.
Jede Tablette enthält 80 mg Telmisartan und 2,5 mg Indapamid. - Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol (Ph.Eur.), Natriumhydroxid, Povidon K25 und Magnesiumstearat (Ph.Eur.).
Wie YLPIO aussieht und Inhalt der Packung
Gelbliche runde bikonvexe Tabletten mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten, Durchmesser 9 mm. Die Tabletten werden in OPA/AL/PVC-Al-Blistern im Karton geliefert.
YLPIO ist in Packungen zu 30, 60, 90, 100, 120 oder 180 Tabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
PRO.MED.CS Praha a.s.
Telčská 377/1, Michle
140 00 PRAHA 4 Tschechische Republik
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Belgien | Ylpio 80 mg / 2,5 mg comprimés |
| Deutschland | YLPIO |
| Finnland | Ylpio |
| Lettland | ILPIO |
| Litauen | ILPIO |
| Luxemburg | Ylpio 80 mg / 2,5 mg comprimés |
| Niederlande | YLPIO |
| Tschechien | Telmisartan/indapamid PMCS |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 06.2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


