Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von Infektionskrankheiten, die durch oxytetracyclinempfindliche Erreger hervorgerufen werden: Schweine, Rinder: Pneumonien und Bronchopneumonien, die auf Begleitinfektionen (Superinfektionen) mit oxytetracyclinempfindlichen Erregern beruhen. Schweine: akute Eperythrozoonoseanfälle Schafe: ansteckendes Verlammen (Chlamydienabort)
- Zieltierarten
- Rind, Schwein, Schaf
- Wartezeit
- Schwein: Essbare Gewebe: Tage Rind, Schaf: Essbare Gewebe: Tage Milch: Tage
- Wirkstoff(e)
- Oxytetracyclin
- Zulassungsinhaber
- Serumwerk Bernburg AG
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Ursocyclin 10% pro inj. bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung von Infektionskrankheiten, die durch oxytetracyclinempfindliche Erreger hervorgerufen werden:
Schweine, Rinder: Pneumonien und Bronchopneumonien, die auf Begleitinfektionen (Superinfektionen) mit oxytetracyclinempfindlichen Erregern beruhen.
Schweine: akute Eperythrozoonoseanfälle
Schafe: ansteckendes Verlammen (Chlamydienabort)
Anzeige
Für welche Tiere ist Ursocyclin 10% pro inj. zugelassen?
Rind, Schwein, Schaf
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Ursocyclin 10% pro inj.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Infektionen mit tetracyclinresistenten Erregern.
- Schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen.
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tetracyclinen oder einem der sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Die Anwendung von Ursocyclin 10% pro inj. sollte unter Berücksichtigung eines Antibiogramms erfolgen.
Nicht mehr als 10 ml Ursocyclin 10% pro inj. an einer Stelle injizieren.
Parenterale Verabreichung von Tetracyclinen kann Anlass für eine verminderte Fruchtbarkeit bei männlichen Tieren sein.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist zu vermeiden.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Anwendung während der Trächtigkeit und im Wachstumsalter erfordert eine strenge Indikationsstellung, da Oxytetracyclin die Kalzifizierung hemmt und mit hohem Risiko zu einer Braungelbfärbung der Zähne führt.
Langzeitmedikation mit hoher Dosierung ist während der Trächtigkeit zu vermeiden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Es besteht ein potentieller Antagonismus von Tetracyclinen mit bakterizid wirksamen Antibiotika.
Mischspritzen müssen aufgrund zahlreicher möglicher Inkompatibilitäten vermieden werden.
Überdosierung:
In seltenen Fällen können allergische und anaphylaktische Reaktionen auftreten. In diesem Fall ist die Applikation sofort abzubrechen und sofortige Gegenmaßnahmen (Antihistaminika, Glukokortikoide, kreislaufstützende Mittel) sind einzuleiten.
Anzeige
Wie wird Ursocyclin 10% pro inj. dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Schweine, Schafe:
20 mg Oxytetracyclin pro 1 kg Körpergewicht (KGW) entsprechend 1 ml Ursocyclin 10% pro inj. pro 5 kg KGW.
Falls erforderlich, ist die Behandlung nach 2 Tagen zu wiederholen.
Rinder:
8 mg Oxytetracyclin pro 1 kg KGW entsprechend 4 ml Ursocyclin 10% pro inj. pro 50 kg KGW.
Die Behandlung erfolgt dreimal im Abstand von 24 Stunden.
Die Injektion erfolgt intramuskulär, beim Schwein vorzugsweise in die seitliche Halsmuskulatur. Der Kanülendurchmesser soll 1,2 mm nicht überschreiten. Die Injektion ist streng gewichtsbezogen vorzunehmen.
Nicht mehr als 10 ml Ursocyclin 10% pro inj. an einer Stelle injizieren. Wiederholungsbehandlungen sollten jeweils an einer anderen Injektionsstelle erfolgen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe oben unter Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Welche Wartezeit gilt für Ursocyclin 10% pro inj.?
| Schwein: | Essbare Gewebe: | Tage | |
| Rind, Schaf: | Essbare Gewebe: | Tage | |
| Milch: | Tage |
Welche Nebenwirkungen kann Ursocyclin 10% pro inj. beim Tier haben?
| Rind, Schwein, Schaf: | |||
| Häufig | Photodermatitis1 | ||
| (1 bis 10 Tiere / | |||
| 100 behandelte Tiere): | |||
| Selten | Allergische Reaktionen2 | ||
| (1 bis 10 Tiere / | |||
| 10.000 behandelte Tiere): | |||
| Unbestimmte Häufigkeit: | Störung der gastrointestinalen Flora3, | ||
| Nierenfunktionsstörung4, | |||
| Leberschädigung, | |||
| Sensibilisierungsstörungen und | |||
| Entzündungsreaktionen an der Injektionsstelle5, | |||
| Hemmung der Kalzifizierung und Braungelbfärbung | |||
| der Zähne6 | |||
| unter intensiver Lichteinwirkung bei geringer Hautpigmentierung | |||
| 2 Gegenmaßnahmen: siehe unter Abschnitt Besondere Warnhinweise, Überdosierung | |||
| 3 mit Abnahme der Verdauungsfähigkeit von pflanzlicher Nahrung verbunden | |||
| 4 erhöhte Gefahr bei gestörtem Flüssigkeitshaushalt | |||
| 5 tierartlich unterschiedliche Ausprägung | |||
| 6 während Trächtigkeit und Laktation, daher strenge Indikationsstellung erforderlich |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können unerwünschte Ereignisse auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) melden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de)
angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Ursocyclin 10% pro inj. aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Nicht über 25°C lagern.
Die Injektionsflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann.
Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Ursocyclin 10% pro inj.
Bezeichnung des Tierarzneimittels
URSOCYCLIN 10% pro inj.
mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Schafe
Zusammensetzung
1 ml enthält: Wirkstoff:
Oxytetracyclinhydrochlorid 108,0 mg (entsprechend 100 mg Oxytetracyclin)
Sonstige Bestandteile: Hydroxymethansulfinsäure, Natriumsalz 2H2O Povidon K 17
Klare, gelbe bis rotbraune Lösung.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.Nr: 3100310.00.00 Packungsgrößen: 100 ml und 500 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
28.09.2022
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar.
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Serumwerk Bernburg AG
Hallesche Landstraße 105 b
06406 Bernburg
Tel.: +49 (0)3471 860 4300
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


