Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Was ist UROTRACTAN und wofür wird es angewendet? UROTRACTAN ist ein Harnantiseptikum. UROTRACTAN wird angewendet zur - Prophylaxe (Vorbeugung) von Harnwegsinfektionen bei intermittierender Katheterisierung (Wasserlassen mit Hilfe eines künstlichen Röhrchens) bzw.
- Wirkstoff(e)
- Methenamin
- Zulassungsinhaber
- Temmler Werke GmbH
- ATC Code
- J01XX05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Urotractan angewendet?
Was ist UROTRACTAN und wofür wird es angewendet?
UROTRACTAN ist ein Harnantiseptikum.
UROTRACTAN wird angewendet zur
- Prophylaxe (Vorbeugung) von Harnwegsinfektionen bei intermittierender Katheterisierung (Wasserlassen mit Hilfe eines künstlichen Röhrchens) bzw. Blasentraining bei Patienten mit neurogener Blasenstörung,
- Prophylaxe sich wiederholender Harnwegsinfektionen bei Patienten mit intakter Blasenfunktion und intakten anatomischen Verhältnissen im Bereich der Niere und der ableitenden Harnwege.
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Was ist vor der Einnahme von Urotractan zu beachten?
UROTRACTAN darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Methenamin(benzamidoacetat), Formaldehyd oder einen der sonstigen Bestandteile von UROTRACTAN sind,
- bei starker Dehydratation (Entwässerung),
- bei schwerer metabolischer Azidose (Übersäuerung),
- bei eingeschränkter Nierenfunktion,
- bei Lebererkrankungen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von UROTRACTAN ist erforderlich
Unter der Therapie UROTRACTAN ist die Kontrolle des Urin-pH erforderlich, der für eine ausreichende Hydrolyse des Wirkstoffs unter pH 5,5 liegen soll.
Schwangerschaft und Stillzeit
UROTRACTAN sollte in der Schwangerschaft und Stillperiode nicht eingesetzt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine Besonderheiten zu beachten.
Wie wird Urotractan angewendet?
Wie ist UROTRACTAN einzunehmen?
Nehmen Sie UROTRACTAN immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen morgens und abends je 1 magensaftresistente Tablette ein.
Art und Dauer der Anwendung
Tabletten zum Einnehmen.
Die Tabletten sind unzerkaut zu oder nach dem Essen mit etwas Flüssigkeit einzunehmen; nach Anweisung des Arztes einige Tage bis zu mehreren Monaten.
Sollten akute Symptome einer frischen Infektion auftreten, wie z. B. häufiger Drang zum Wasserlassen, krampfartige Beschwerden der Blase und Schmerzen beim Wasserlassen, so ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, der über die Notwendigkeit einer gezielten antibakteriellen Chemotherapie entscheidet.
Wenn Sie eine größere Menge von UROTRACTAN eingenommen haben, als Sie sollten
Wegen der schnellen Ausscheidung über die Nieren sind außer dem Absetzen des Arzneimittels keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
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Welche Nebenwirkungen hat Urotractan?
Bei Einnahme von UROTRACTAN mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Folgende Wechselwirkungen zwischen UROTRACTAN und anderen Arzneimitteln sind beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung von:
- Sulfonamiden (Gefahr der Salzbildung im Urin),
- anderen nierenpflichtigen Substanzen in höherer Konzentration.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann UROTRACTAN Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen:
Bei Personen mit einer Formaldehyd-Kontaktallergie können bei lokaler oder oraler Behandlung mit Methenamin Ekzeme oder Exantheme auftreten. Bei oraler Anwendung können des Weiteren gastrointestinale Störungen, Blasen- und Nierenreizungen auftreten.
Bei oralen Dosen von 4 - 8 g/Tag, die länger als 3 - 4 Wochen verabreicht werden, können schmerzhafte und häufige Miktion (Wasserlassen), Albuminurie und Hämaturie (Eiweiß bzw. Blut im Urin) auftreten.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf UROTRACTAN nicht nochmals eingenommen werden. Suchen Sie Ihren Arzt auf.
Wie ist Urotractan aufzubewahren?
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Nicht über 25 C lagern.
Weitere Informationen zu Urotractan
Was UROTRACTAN enthält
Der Wirkstoff ist Methenamin(benzamidoacetat).
Jede magensaftresistente Tablette enthält 1,0 g Methenamin(benzamidoacetat).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Montanglycolwachs, Polymethacrylsäure, Macrogol 6000, Hypromellose, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid.
Wie UROTRACTAN aussieht und Inhalt der Packung:
Weiße, glatte, längliche Tablette mit Überzug.
UROTRACTAN ist in Packungen zu 20 (N1), 50 (N2) und 100 magensaftresistenten Tabletten (N3) erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Temmler Werke GmbH
Weihenstephaner Str. 28
D-81673 München
Tel.: 089 / 427299-01
Fax: 089 / 427299-1000
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2008
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


