Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Tiaprid - 1 A Pharma wird angewendet zur Behandlung von unwillkürlichen, rhythmischen Bewegungsstörungen (Neuroleptika-induzierte Spätdyskinesien), die durch andere Arzneimittel aus der Gruppe der Antipsychotika ausgelöst wurden und die vorwiegend die Mund-, Gesichts- und Zungenmuskulatur betreffen.
- Wirkstoff(e)
- Tiaprid
- Zulassungsinhaber
- 1 A Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N05AL03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tiaprid 1A Pharma 200 mg Tabletten angewendet?
Tiaprid - 1 A Pharma wird angewendet zur Behandlung von unwillkürlichen, rhythmischen Bewegungsstörungen (Neuroleptika-induzierte Spätdyskinesien), die durch andere Arzneimittel aus der Gruppe der Antipsychotika ausgelöst wurden und die vorwiegend die Mund-, Gesichts- und Zungenmuskulatur betreffen.
Antipsychotika sind Arzneimittel, die meist zur Behandlung von Zuständen mit gestörter Wahrnehmung der
Wirklichkeit (Psychosen) eingesetzt werden. Antipsychotika können ihrerseits als Nebenwirkungen Bewegungsstörungen verursachen, die als „Spätdyskinesien“ bezeichnet werden. Tiaprid gehört zwar auch zur Gruppe
der Antipsychotika, wirkt aber gegen Bewegungsstörungen, die durch andere Arzneimittel dieser Gruppe verursacht wurden.
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Was ist vor der Einnahme von Tiaprid 1A Pharma 200 mg Tabletten zu beachten?
Tiaprid - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Tiaprid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie an einem Tumor leiden, der von dem Hormon Prolaktin abhängig ist (z. B. hypophysäres Prolaktinom und Brustkrebs).
- wenn Sie an einem Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) leiden.
-
wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, stellen Sie sicher, dass keine Kontraindikationen für die Kombination mit Tiaprid - 1 A Pharma vorliegen (siehe Abschnitt „Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma zusammen mit anderen
Arzneimitteln“).
Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Tiaprid - 1 A Pharma einnehmen
Während der Behandlung mit Tiaprid - 1 A Pharma und wenn Sie bereits andere Antipsychotika einnehmen, beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels sofort und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, falls es zu ungeklärtem Fieber (auch wenn dieses nicht sehr hoch ist), Muskelsteifheit oder Bewusstseinsstörungen kommt, da Lebensgefahr bestehen kann. Diese Symptome können auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hinweisen, die als „malignes neuroleptisches Syndrom“ bezeichnet wird.
-
Um ein mögliches Herzproblem auszuschließen, kann Ihr Arzt vor Beginn dieser Behandlung eine Untersuchung,
einschließlich eines Elektrokardiogramms (EKG), durchführen. Dies ist erforderlich, da dieses Arzneimittel potenziell tödliche Herzrhythmusstörungen verursachen kann (siehe Abschnitt 4). -
Einige Antipsychotika können Verstopfung sowie möglicherweise schwerwiegendere Komplikationen mit einer hohen Sterblichkeitsrate verursachen, insbesondere bei Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die
Verstopfung verursachen können, oder bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Darmerkrankungen (siehe
Abschnitt 4). Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Verstopfung oder Bauchschmerzen zusammen mit
Erbrechen und/oder Durchfall auftreten. -
Wenden Sie dieses Arzneimittel in den folgenden Fällen mit Vorsicht an:
- wenn Sie eine Herzerkrankung haben.
-
wenn Sie eine Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz) haben. Ihr Arzt kann die Dosis verringern (siehe
Abschnitt 3 „Wie ist Tiaprid - 1 A Pharma einzunehmen?“), da eine Überdosierung das Risiko eines Komas birgt. - wenn Sie an Epilepsie leiden oder in der Vergangenheit oder kürzlich Krampfanfälle hatten, da Antipsychotika wie Tiaprid - 1 A Pharma die Neigung zu Krampfanfällen erhöhen können.
- wenn Sie die Parkinson-Krankheit haben.
- wenn Sie oder ein anderes Familienmitglied in der Vergangenheit Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thrombosen) hatten, da Arzneimittel wie Tiaprid - 1 A Pharma mit der Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht wurden.
-
wenn Ihnen Risikofaktoren bekannt sind, die das Auftreten eines zerebrovaskulären Ereignisses (auch als
„Schlaganfall“ bezeichnet, der entsteht, wenn die Blutversorgung eines Teils des Gehirns plötzlich unterbrochen wird) begünstigen, wie z. B. Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen des Gehirns. -
bei älteren Menschen, insbesondere wenn sie Demenz haben. Ältere Menschen reagieren empfindlicher auf das
Risiko von Bewusstseinsstörungen und Koma sowie auf das Risiko eines Blutdruckabfalls (z. B. Schwindel, der häufig beim Aufstehen aus dem Liegen auftritt). - wenn Sie oder ein anderes Familienmitglied eine Vorgeschichte von Brustkrebs haben, da es zu einer Hyperprolaktinämie (einem abnorm erhöhten Prolaktinspiegel im Blut) kommen kann. In diesem Fall wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen.
- Eine Behandlung mit Tiaprid - 1 A Pharma kann zu einer Verminderung der Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie) führen, die lebensbedrohend sein kann (Agranulozytose). Bei Anzeichen einer Infektion oder Fieber wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt. In solch einem Fall müssen Blutuntersuchungen durchgeführt werden.
-
Sprechen Sie vor der Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Probleme mit
Alkohol haben oder in der Vergangenheit hatten (siehe Abschnitt „Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol“).
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der oben genannten Aussagen auf Sie zutrifft oder in der Vergangenheit zutraf.
Ältere Patienten
Tiaprid - 1 A Pharma sollte bei älteren Patienten mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da es zu einem verminderten Bewusstseinszustand und Koma kommen kann.
Kinder
Tiaprid - 1 A Pharma wird aufgrund von fehlender Erfahrung nicht für die Anwendung bei Kindern empfohlen.
Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht zusammen mit Cabergolin, Quinagolid (Arzneimittel zur Behandlung von Stillstörungen), Citalopram, Escitalopram, Hydroxyzin, Piperaquin und Domperidon ein.
Sie sollten die gleichzeitige Einnahme dieses Arzneimittels vermeiden mit:
-
bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (Levodopa, Amantadin, Apomorphin, Bromocriptin, Entacapon, Lisurid, Pergolid, Piribedil, Pramipexol, Rasagilin, Ropinirol, Rotigotin, Selegilin und Tolcapon).
Wenn Sie als Patient mit Parkinson-Krankheit Dopaminagonisten einnehmen und die Anwendung von Tiaprid - 1 A Pharma nicht vermieden werden kann, sollten die Dopaminagonisten von Ihrem Arzt schrittweise abgesetzt werden. -
bestimmten Arzneimitteln, die schwere Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) verursachen, wie z. B.:
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen (Pipotiazin, Sertindol, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol, Fluphenazin, Pipamperon, Zuclopenthixol, Flupentixol, Thioridazin, Amisulprid)
-
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung eines unregelmäßigen Herzschlags (Antiarrhythmika der Klasse Ia wie Chinidin, Hydrochinidin und Disopyramid sowie Antiarrhythmika der Klasse III wie Amiodaron,
Dronedaron und Sotalol) - bestimmte Antiparasitika (Chloroquin, Halofantrin, Lumefantrin, Pentamidin)
- Antibiotika (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen wie Erythromycin, intravenös verabreichtes Spiramycin und Moxifloxacin)
- Arzneimittel zur Krebsbehandlung (z. B. Crizotinib, Toremifen, arsenhaltige Arzneimittel und Vandetanib)
- Vincamin bei intravenöser Gabe, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter leichter neurologischer Störungen im Zusammenhang mit dem Alter
- Methadon (Arzneimittel zur Behandlung der Abhängigkeit von Arzneimitteln aus der Gruppe der sogenannten Opioide)
- Mequitazin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
- Kokain
- Arzneimittel, die Alkohol enthalten
- Natriumoxybat (ein Arzneimittel zur Behandlung der Narkolepsie)
- Delamanid, ein Antibiotikum zur Behandlung der auf die Lunge begrenzten Tuberkulose
- Hydroxychloroquin, ein Arzneimittel zur Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen
- Sulfamethoxazol + Trimethoprim, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionen
Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Tiaprid - 1 A Pharma einnehmen, wenn Sie bereits eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Anagrelid (zur Behandlung einer übermäßigen Blutplättchenbildung im Blut)
-
Bestimmte Makrolid Antibiotika (Azithromycin, Clarithromycin, Roxithromycin) oder Chinolon Antibiotika
(Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin) - Betablocker, die bei einer „Herzschwäche“ verabreicht werden, wie Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol, Nebivolol. Ihr Arzt wird Ihre Herzfunktion überprüfen.
-
Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen, wie z. B. Betablocker (zur Behandlung von Herzinsuffizienz), bestimmte Antiarrhythmika, bestimmte Calciumkanalblocker (z. B. Diltiazem, Verapamil), Crizotinib (zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen), Herzglykoside und Digoxin (zur Behandlung von Herzinsuffizienz und bestimmten Tachykardien), Pasireotid (zur Behandlung bestimmter hormoneller Erkrankungen), Pilocarpin (als Augentropfen zur Behandlung des Glaukoms oder oral zur Steigerung der Speichelproduktion), Anticholinesterasen,
Clonidin (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck) sowie Guanfacin (ein Arzneimittel, das z. B. zur Behandlung einer
Aufmerksamkeitsdefizit /Hyperaktivitätsstörung angewendet wird) - Glasdegib (zur Behandlung einer bestimmten Form von Leukämie)
-
Arzneimittel, die wahrscheinlich zu einer Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) führen können, wie z. B. bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (kaliumausscheidende Diuretika), bestimmte Arzneimittel zur Behandlung gelegentlicher Verstopfung (stimulierende Laxanzien), Arzneimittel mit
entzündungshemmender Wirkung (Glukokortikoide), Tetracosactid (zur Behandlung infantiler Spasmen) sowie intravenös verabreichtes Amphotericin B (ein Antibiotikum).
Vor der Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma sollte ein erniedrigter Kaliumspiegel im Blut ausgeglichen werden. - Lithium (zur Behandlung bipolarer Störungen und affektiver Störungen)
- Ondansetron (zur Behandlung bestimmter Nebenwirkungen von Krebstherapien oder nach Operationen)
- Arzneimittel, die einen männlichen Hypogonadismus (Abnahme des Testosteronspiegels) verursachen können
- Aripiprazol (zur Behandlung bipolarer Störungen)
- Sedativa (zur Behandlung von Schlafstörungen)
- Dapoxetin (zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation)
- Orlistat (zur Behandlung von Adipositas)
- Bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva) kann das Risiko eines Blutdruckabfalls beim Wechsel in die aufrechte Körperlage (sogenannte orthostatische Hypotonie) erhöht sein.
-
andere Arzneimittel, die eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben:
- einige Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) wie z. B. Amitriptylin, Doxepin, Mianserin, Mirtazapin, Trimipramin)
- Betäubungsmittel (schmerzstillende Mittel, Arzneimittel gegen Husten, die Opioide wie z. B. Codein enthalten, Arzneimittel für eine Drogenersatztherapie)
- Barbiturate (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen)
- Hypnotika wie z. B. Benzodiazepine (Arzneimittel, die unter anderem zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden)
- Anxiolytika (Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen)
- Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von seelischen/psychischen Störungen)
- bestimmte H1-Antihistaminika (Arzneimittel, die unter anderem zur Behandlung von Allergien eingesetzt werden)
- Clonidin und verwandte Substanzen, zentral wirksame Arzneimittel gegen Bluthochdruck
- Baclofen (Arzneimittel zur Muskelrelaxation)
- Thalidomid (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)
-
Pizotifen (Arzneimittel zur Behandlung von migräneartigen Kopfschmerzen)
Die dadurch verminderte Aufmerksamkeit kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
- Betablocker, die gegen Bluthochdruck oder Herzerkrankungen verabreicht werden und Betablockern, die bei Herzschwäche gegeben werden. Durch die verstärkte Wirkung auf die Erweiterung der Blutgefäße besteht ein erhöhtes Risiko eines Blutdruckabfalls, insbesondere beim Aufstehen.
- Nitratverbindungen wie z. B. Isosorbiddinitrat (Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen wie Angina pectoris)
- sogenannte Anticholinergika (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung) wie z. B. Biperiden. Diese Arzneimittel können die Wirkung von Tiaprid - 1 A Pharma abschwächen.
Bitte beachten Sie, dass diese Beeinträchtigungen auch auftreten können, wenn Sie eines dieser Arzneimittel kurz vor Tiaprid - 1 A Pharma eingenommen haben.
Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma zusammen mit Alkohol
Alkohol verstärkt die beruhigende Wirkung von Tiaprid - 1 A Pharma. Der Genuss von alkoholischen Getränken und die Einnahme von Alkohol enthaltenden Zubereitungen sollten vermieden werden. Der Konsum von Alkohol während der Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma kann ebenfalls zu einem Elektrolytungleichgewicht (Störung des
Mineralstoffhaushalts im Blut) führen und eine Verlängerung des QT-Intervalls (eine Herzrhythmusstörung) verursachen (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
- Tiaprid - 1 A Pharma ist während der Schwangerschaft und für Frauen im gebärfähigen Alter, die keine wirksame Empfängnisverhütung anwenden, nicht empfohlen.
-
Wenn Sie Tiaprid - 1 A Pharma während der letzten drei Monate Ihrer Schwangerschaft einnehmen, kann es bei Ihrem Baby zu folgenden Beschwerden kommen:
Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt.
Stillzeit
Sie sollten während der Behandlung mit Tiaprid - 1 A Pharma nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die beste Art und Weise, Ihr Baby zu füttern, wenn Sie Tiaprid - 1 A Pharma einnehmen.
Fortpflanzungsfähigkeit
Tiaprid - 1 A Pharma kann ein Ausbleiben der Menstruation oder des Eisprungs verursachen und die Fruchtbarkeit beim Menschen verringern.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Tiaprid - 1 A Pharma kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Sedierung hervorrufen und somit das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Sie sollten kein Fahrzeug führen, denn Tiaprid – 1 A Pharma kann Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Sie sollten keine Maschinen oder Werkzeuge benutzen.
Wie wird Tiaprid 1A Pharma 200 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Abhängig von der Art Ihrer Beschwerden wird Ihr Arzt entscheiden, wie und in welcher Dosierung Sie Tiaprid -
1 A Pharma einnehmen sollen. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene in der Regel 3-mal täglich ½-1 Tablette (entsprechend 300-600 mg Tiaprid täglich) ein. Wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, sollte Ihre Dosis vom Arzt entsprechend reduziert werden.
Die Dauer der Behandlung hängt in hohem Maße davon ab, wie gut Sie auf die Therapie mit Tiaprid - 1 A Pharma ansprechen.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Die Tabletten sollten vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Der Therapieerfolg zeigt sich eventuell erst nach 4-6 Wochen Behandlungsdauer.
Wenn Sie eine größere Menge von Tiaprid - 1 A Pharma eingenommen haben als Sie sollten
Es liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen zu einer Überdosierung mit Tiaprid - 1 A Pharma vor. Es kann zu Schläfrigkeit, Sedierung (beruhigende Wirkung), einem Abfall des Blutdrucks sowie extrapyramidalen Symptomen (einschließlich Zittern und Muskelsteifheit) kommen; außerdem können Sie in ein Koma fallen. Dies kann lebensbedrohlich sein, insbesondere wenn zusätzlich andere Arzneimittel eingenommen wurden, die zur Behandlung bestimmter Verhaltensstörungen angewendet werden.
Treten solche Krankheitszeichen auf, ist es unbedingt erforderlich, dass Sie selbst oder Ihre Familie bzw. Freunde sofort einen Arzt oder eine medizinische Notfallstelle kontaktieren, der über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen entscheidet.
Wenn Sie die Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Bitte nehmen Sie bei der nächsten Einnahme das Arzneimittel so ein, wie es Ihnen verordnet wurde.
Wenn Sie mehrere Dosen vergessen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um Rat einzuholen.
Wenn Sie die Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma abbrechen
Falls Sie die Behandlung mit Tiaprid - 1 A Pharma unterbrechen oder beenden wollen, wenden Sie sich bitte vorher an Ihren behandelnden Arzt. Sie können sonst den Behandlungserfolg gefährden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Tiaprid 1A Pharma 200 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Beenden Sie sofort die Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma und kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken oder vermuten. Möglicherweise ist eine umgehende medizinische Behandlung nötig.
-
Fieber, Muskelsteifigkeit oder eines der nachfolgend genannten Symptome: Störungen des autonomen
Nervensystems wie Blässe, Schweißausbrüche, Kreislaufinstabilität, Bewusstseinstrübung und erhöhte Creatinphosphokinase-(CPK-)Werte. Es kann sich hierbei um ein „malignes neuroleptisches Syndrom“ handeln, das unter Umständen einen tödlichen Ausgang nehmen kann. -
Infektion mit Symptomen wie Fieber und allgemeinem Unwohlsein oder Fieber mit lokalen Infektionszeichen wie
Schmerzen im Hals-, Rachen- oder Mundraum oder Probleme beim Wasserlassen. Dies kann Zeichen einer schwerwiegenden Verminderung der Zahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) sein. Ihr Arzt wird möglicherweise die Anzahl Ihrer weißen Blutkörperchen überprüfen. - ein Gefühl von Herzklopfen oder unregelmäßigem Herzschlag. Ihr Arzt wird möglicherweise ein EKG durchführen, um Ihren Herzrhythmus zu messen.
- Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können.
- Bewegungsstörungen (Spätdyskinesien) nach einer längeren Behandlungsdauer (mehr als 3 Monate), die durch rhythmische, unwillkürliche Bewegungen vornehmlich der Zunge und/oder der Gesichtsmuskulatur gekennzeichnet sind. Tiaprid kann selbst Bewegungsstörungen (Spätdyskinesien) verursachen, obwohl es zu deren Therapie eigentlich eingesetzt wird (siehe Abschnitt 1). Antiparkinsonmittel, die oft bei Bewegungsstörungen angewendet werden, sollen bei der Entwicklung von Spätdyskinesien nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind und die Symptome sogar noch verstärken können.
Nebenwirkungen können mit den folgenden Häufigkeiten auftreten:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- erhöhte Blutspiegel des Hormons Prolaktin, die die Ursache für weitere Erkrankungen sein können. Demzufolge können selten eine Vergrößerung der Brust, Brustschmerzen, eine Vergrößerung der Brustdrüse und Milchfluss (Gynäkomastie, Galaktorrhö), Potenzstörungen/Impotenz beim Mann, gelegentlich Zyklusstörungen (Dysmenorrhö, Amenorrhö) bei der Frau und Orgasmusstörungen beim Mann auftreten.
- gesteigerte körperliche Erregbarkeit (Agitiertheit), Teilnahmslosigkeit (Apathie), Benommenheit, Schläfrigkeit und Schlaflosigkeit
- Schwindel/Vertigo, Kopfschmerzen
- sogenannte extrapyramidale Beschwerden wie bei der Parkinson-Erkrankung (Zittern, Muskelsteifigkeit, erhöhter Muskeltonus, Bewegungsminderung und vermehrter Speichelfluss). Diese Symptome bilden sich in der Regel nach Gabe eines Anticholinergikums zurück.
- Schwächegefühl, Müdigkeit
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Dystonie [Muskelkrämpfe, Schiefhals, okulogyre Krisen (ungewöhnliche Augenbewegungen), Kiefersperre] und Unvermögen ruhig zu sitzen (Akathisie). Diese Symptome bilden sich in der Regel nach Gabe eines Anticholinergikums zurück.
- Verwirrtheit, Halluzination
- Ohnmacht, Krampfanfall
- Blutdruckabfall, im Allgemeinen beim Aufstehen
-
Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine).
Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein (siehe
Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Tiaprid – 1 A Pharma beachten?“). - Verstopfung (siehe Abschnitt 2, Absatz „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
- Hautausschlag (einschließlich mit Hautrötung einhergehend oder knotig-fleckiger Hautausschlag)
- Gewichtszunahme
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Bewusstseinsverlust
- Verminderung der Zahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose)
- erniedrigte Natriumspiegel im Blut, erhöhte Spiegel des antidiuretischen Hormons (Syndrom der inadäquaten ADH- Sekretion, SIADH)
- Frühdyskinesien, Diese Symptome bilden sich in der Regel nach Gabe eines Anticholinergikums zurück.
- Nach einer längeren Behandlungsdauer (mehr als 3 Monate) wurde, wie bei allen Arzneimitteln zur Behandlung von seelischen/psychischen Störungen (Neuroleptika), über das Auftreten von Spätdyskinesien, die durch rhythmische, unwillkürliche Bewegungen vornehmlich der Zunge und/oder der Gesichtsmuskulatur gekennzeichnet sind,
berichtet. Treten solche Bewegungsstörungen auf, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der über die erforderlichen Maßnahmen entscheidet. Als Gegenmittel sollen Antiparkinsonmittel nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind oder die Symptome verstärken können.
- Wie bei allen Neuroleptika kann ein malignes neuroleptisches Syndrom auftreten, das unter Umständen einen tödlichen Ausgang nehmen kann (siehe unter Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma beachten?“).
-
Fälle von Reizleitungsstörungen am Herzen (QT-Intervall-Verlängerungen) sowie von schwerwiegenden
Herzrhythmusstörungen (wie Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardien) bis hin zu Kammerflimmern oder Herzstillstand und plötzlichem Tod wurden berichtet (siehe auch unter Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Tiaprid - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln“). -
Blutgerinnsel, die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie
Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein (siehe Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Tiaprid – 1 A
Pharma beachten?“). Lungenembolien können manchmal tödlich verlaufen. - bestimmte Formen der Lungenentzündung, die durch versehentliches Einatmen von z. B. Nahrung oder Flüssigkeit ausgelöst wird (Aspirationspneumonie), beeinträchtigte Atmung (Atemdepression)
-
Blockierung im Darm, Darmverschluss, Ileus (verminderte Darmmotilität) (siehe Abschnitt 2, Absatz
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“) - erhöhte Leberenzymwerte
- Hautausschlag (Nesselsucht)
- erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte im Blut, Zerstörung von Muskelfasern und Schmerzen in den Muskeln (Rhabdomyolyse)
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- extrapyramidale Symptome des Neugeborenen, Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen (siehe Abschnitt 2 „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“)
- Sturz, insbesondere bei älteren Patienten
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: https://www.bfarm.de
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Tiaprid 1A Pharma 200 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6 Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Tiaprid - 1 A Pharma enthält
Der Wirkstoff ist Tiaprid (als Hydrochlorid).
Jede Tablette enthält 200 mg Tiaprid (als Hydrochlorid).
Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol (Ph.Eur.) (E 421), mikrokristalline Cellulose (E 460), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] (E 470b), Povidon K30 (E 1201), hochdisperses Siliciumdioxid (E 551)
Wie Tiaprid - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung
Tiaprid - 1 A Pharma Tabletten sind runde, weiße Tabletten mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten.
Die Tabletten sind in PVC/Aluminium-Blisterpackungen in einem Umkarton verpackt.
Packungsgrößen:
20, 50, 100 Tabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
1 A Pharma GmbH
Industriestraße 18
83607 Holzkirchen
Telefon: (08024) 908-3030
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {Monat JJJJ}.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


