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Medikamente

Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten

Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Targin enthält Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid als Wirkstoffe. Die schmerzstillende Wirkung von Targin beruht auf dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid. Oxycodonhydrochlorid ist ein starkes Schmerz-mittel aus der Gruppe der Opioide. Der zweite Wirkstoff in Targin, Naloxonhydrochlorid, soll einer Verstopfung entgegenwirken.

Wirkstoff(e)
Oxycodon, Naloxon
Zulassungsinhaber
PB Pharma GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
N02AA55
Anwendungsgebiete
Restless Legs Syndrom

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten angewendet?

Targin enthält Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid als Wirkstoffe. Die schmerzstillende Wirkung von Targin beruht auf dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid. Oxycodonhydrochlorid ist ein starkes Schmerz-mittel aus der Gruppe der Opioide. Der zweite Wirkstoff in Targin, Naloxonhydrochlorid, soll einer Verstopfung entgegenwirken. Darmfunktionsstörungen wie eine Verstopfung sind typische Begleiterscheinungen einer Behandlung mit Opioid-Schmerzmitteln.

Targin wurde Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen, die nur mit Opioid-haltigen Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können, verschrieben. Naloxonhydrochlorid wirkt der Verstopfung entgegen.

Targin ist eine Retardtablette. Das heißt, dass die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum abgegeben werden und über 12 Stunden wirken.

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Was ist vor der Einnahme von Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten zu beachten?

Targin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Oxycodonhydrochlorid, Naloxonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Targin sind,
  • wenn Ihre Atmung nicht ausreichend ist, um Ihr Blut angemessen mit Sauerstoff anzureichern und das im Körper entstandene Kohlendioxid abzuatmen (Atemdepression),
  • wenn Sie an einer schweren chronischen Lungenerkrankung leiden, die mit einer Verengung der Atemwege verbunden ist (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, auch COPD genannt),
  • wenn Sie an einem so genannten Cor pulmonale leiden. Dabei kommt es aufgrund einer Druckerhöhung in den Blutgefäßen in der Lunge unter anderem zu einer Vergrößerung der rechten Hälfte des Herzens (z.B. als Folge der oben beschriebenen COPD),
  • wenn Sie an schwerem Bronchialasthma leiden,
  • bei einer nicht durch Opioide bedingten Darmlähmung (paralytischem Ileus),
  • bei mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung.

cypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid und Linezolid. Sprechen Sie in diesen Fällen vor Beginn der Einnahme mit Ihrem Arzt. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn diese Angaben früher einmal auf Sie zutrafen. Informieren Sie Ihren Arzt ebenso, wenn die genannten Störungen während der Anwendung von Targin auftreten. Die gefährlichste Folge einer Überdosierung von Opioiden ist eine Abflachung der Atmung (Atemdepression). Diese kann auch dazu führen, dass der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt. Dadurch könnte es z.B. zu einer Ohnmacht kommen.

Klinische Erfahrungen mit Targin bei Krebspatienten mit Bauchfellmetastasen oder beginnendem Darmverschluss im fortgeschrittenen Stadium von Tumorerkrankungen des Verdauungsapparates oder des Beckens liegen nicht vor. Daher wird die Einnahme von Targin bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Die Einnahme von Alkohol während der Behandlung mit Targin kann zu verstärkter Schläfrigkeit führen oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, während der Einnahme von Targin keinen Alkohol zu trinken.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Targin ist erforderlich Zur richtigen Anwendung von Targin      
Wenn Sie nach Beginn der Therapie Durchfall haben, kann dies auf die
bei älteren Patienten und geschwächten Patienten,
Wirkung des Naloxonhydrochlorid zurückzuführen sein. Dies kann ein
  bei einer durch Opioide bedingten Darmlähmung (paralytischem
Zeichen der Normalisierung der Darmfunktion sein. Dieser Durchfall
  Ileus)
  kann in den ersten 3 bis 5 Tagen der Therapie auftreten. Falls der
bei einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion,
Durchfall danach nicht aufhört oder Sie sehr stört, wenden Sie sich bitte
bei einer leichten Beeinträchtigung der Leberfunktion,
an Ihren Arzt.            
bei einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion,            
Wenn Sie bisher hohe Dosen eines anderen Opioids angewendet
bei einem Myxödem (einer Erkrankung der Schilddrüse, bei der die
haben, kann der Therapiewechsel auf Targin bei Ihnen anfangs zu
  Haut im Gesicht und an den Gliedmaßen teigig geschwollen, kühl Entzugssymptomen führen. Diese können z.B. in Unruhe, Schweiß-
  und trocken ist),
  ausbrüchen und Muskelschmerzen bestehen. In diesem Fall kann eine
wenn Ihre Schilddrüse zu wenig Hormone bildet (Schilddrüsenunter-
besondere Beobachtung durch ihren Arzt notwendig sein.  
  funktion oder Hypothyreose genannt), Falls Sie operiert werden müssen, teilen Sie bitte Ihren Ärzten mit, dass
wenn Ihre Nebennierenrinden zu wenig Hormone bilden (Neben- Sie Targin einnehmen.        
  nierenrindenunterfunktion oder Addisonische Krankheit genannt), Bei längerfristiger Einnahme von Targin kann es zu einer Gewöhnung
bei psychischen Störungen, die mit einem (teilweisen) Realitäts- (Toleranzentwicklung) kommen. Das bedeutet, dass Sie möglicher-
  verlust einhergehen (Psychosen) und durch Alkohol oder Vergif- weise für die erwünschte schmerzlindernde Wirkung eine höhere Dosis
  tungszustände mit anderen Substanzen bedingt sind (Intoxikations- benötigen. Die längerfristige Einnahme von Targin kann außerdem zu
  Psychosen), körperlicher Abhängigkeit führen. Bei abrupter Beendigung der
bei Gallensteinleiden, Therapie können Entzugssymptome wie Unruhe, Schweißausbrüche
bei krankhaft vergrößerter Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie), und Muskelschmerzen auftreten. Wenn Sie die Therapie nicht mehr
bei Alkoholabhängigkeit, Delirium tremens, benötigen, sollten Sie die Tagesdosis nach Rücksprache mit Ihrem Arzt
bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), allmählich reduzieren.        
bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie), Der Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid für sich hat ein Missbrauchspoten-
bei hohem Blutdruck (Hypertonie), tial ähnlich wie alle anderen starken Opioide (starke Schmerzmittel).
bei bereits bestehenden Herzkreislauferkrankungen, Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit ist möglch. Bei beste-
hendem oder früherem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch
  bei Kopfverletzungen (wegen des Risikos einer Druckerhöhung im
sollte die Einnahme Oxycodonhydrochlorid-haltiger Arzneimittel ver-
  Gehirn),
  mieden werden.          
bei Epilepsie oder Neigung zu Krampfanfällen,          
Es kann vorkommen, dass Tablettenreste in Ihrem Stuhl zu erkennen
bei Einnahme von Arzneimitteln gegen eine Depression oder Parkin-
sind. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. Die Wirkstoffe
  sonsche Krankheit aus der Gruppe der MAO-Hemmer. Zu den MAO-
  Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid wurden bereits zuvor
   
  Hemmern zählen z.B. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Tranyl- in Magen und Darm aus den Retardttabletten freigesetzt und von Ihrem
Zur falschen Anwendung von Targin   Körper aufgenommen.
Um die langsam erfolgende Freisetzung des Wirkstoffs Oxycodon-  
hydrochlorid aus den Retardtabletten nicht zu beeinträchtigen, müssen  
Sie die Retardtabletten als Ganzes schlucken. Sie dürfen die Retard-  
tabletten nicht zerteilen, zerkauen oder zerreiben. Die Anwendung zer- Bei Einnahme von Targin zusammen mit Nahrungsmitteln und Ge-
kleinerter, zerkauter oder zerriebener Retardtabletten führt zu einer tränken
schnelleren Freisetzung des Wirkstoffs aus den Retardtabletten. Das Die Einnahme von Alkohol während der Behandlung mit Targin kann zu
kann zur Folge haben, dass Ihr Körper eine lebensbedrohliche Dosis verstärkter Schläfrigkeit führen oder das Risiko schwerwiegender
von Oxycodonhydrochlorid aufnimmt (siehe unter „Wenn Sie eine grös- Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines
sere Menge Targin eingenommen haben, als Sie sollten“). Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, während
Targin ist zur Entzugsbehandlung nicht geeignet.   der Einnahme von Targin keinen Alkohol zu trinken.
Vor jeder Form von Missbrauch von Targin, speziell wenn Sie drogen-  
abhängig sind, wird gewarnt. Wenn Sie von Substanzen wie Heroin, Schwangerschaft und Stillzeit
Morphin oder Methadon abhängig sind, sind bei Missbrauch von Targin Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren
deutliche Entzugssymptome zu erwarten, da es Naloxon enthält. Arzt oder Apotheker um Rat.
Bereits bestehende Entzugssymptome können verstärkt werden.  
Targin Retardtabletten dürfen in keinem Fall in missbräuchlicher Schwangerschaft
Absicht aufgelöst und injiziert (z.B. in ein Blutgefäß eingespritzt) Die Einnahme von Targin während der Schwangerschaft sollte so weit
werden. Insbesondere der Talkumbestandteil der Retardtabletten kann wie möglich vermieden werden. Oxycodonhydrochlorid kann beim Neu-
zu örtlicher Gewebezerstörung (Nekrosen) und zu Veränderungen des geborenen Entzugssymptome hervorrufen, wenn es in der
Lungengewebes (Lungengranulomen) führen. Darüber hnaus kann es Schwangerschaft längerfristig eingenommen wurde. Wenn Oxycodon-
zu weiteren schwerwiegenden Folgen kommen, die möglicherweise hydrochlorid während der Geburt verabreicht wird, kann es beim Neu-
auch zum Tode führen können.   geborenen zu einer Abschwächung der Atmung (Atemdepression)
Die Anwendung von Targin kann bei Dopingkontrollen zu positiven kommen.
Ergebnissen führen. Die Anwendung von Targin als Dopingmittel kann  
zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.   Stillzeit
      Während einer Behandlung mit Targin sollte das Stillen unterbrochen
Bei Einnahme von Targin mit anderen Arzneimitteln werden oder abgestillt werden. Oxycodonhydrochlorid geht in die
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob Naloxonhydrochlorid eben-
Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/an- falls in die Muttermilch übergeht. Daher kann insbesondere nach Ein-
gewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige nahme mehrerer Dosen von Targin ein Risiko für das gestillte Kind
Arzneimittel handelt.   nicht ausgeschlossen werden.
Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn Sie Targin  
gleichzeitig mit Alkohol oder mit Arzneimitteln einnehmen, die die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Gehirnfunktionen beeinträchtigen. In diesem Fall können sich die Targin kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit, Maschinen zu
Nebenwirkungen von Targin verstärken. Es kann z.B. zu Müdigkeit/ bedienen, beeinträchtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn einer
Benommenheit oder zu einer weiteren Abschwächung des Atems Therapie mit Targin, nach Erhöhung der Dosis oder nach einem
(Atemdepression) kommen.   Wechsel des Arzneimittels zu erwarten. Dagegen können diese Neben-
Beispiele für Arzneimittel, die die Gehirnfunktionen beeinträchtigen, wirkungen verschwinden, wenn Sie auf eine gleich bleibende Targin-
sind   Dosis eingestellt wurden.
andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide), Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie sich an das Steuer eines Fahrzeugs
  Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa, Hypnotika), setzen oder Maschinen bedienen dürfen.
  Arzneimittel gegen Depressionen,   Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von
  Arzneimittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Anti-
  histaminika oder Antiemetika)   Targin
    Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie
Andere auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel (Phenothiazine,
  Neuroleptika).   Targin daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen
    bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber be-
Wenn Sie Targin gemeinsam mit Arzneimitteln einnehmen, die die Ge-
stimmten Zuckern leiden.
rinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen (Cumarin-Derivate), kann die
 
Geschwindigkeit der Blutgerinnung beschleunigt oder verlangsamt  
werden.    
Es werden keine Wechselwirkungen zwischen Targin und Paracetamol,  
Acetylsalicylsäure oder Naltrexon erwartet.    
     

Wie wird Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten angewendet?

Nehmen Sie Targin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte

Wenn es zwischen zwei Einnahmen von Targin zu Schmerzen kommt,

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

benötigen Sie möglicherweise ein schnell wirkendes Schmerzmittel.

ganz sicher sind.

Targin ist hierfür nicht geeignet. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit

Ihrem Arzt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den

Eindruck haben, dass die Wirkung von Targin zu stark oder zu schwach

Erwachsene

ist.

Die Anfangsdosis beträgt im Allgemeinen 10 mg Oxycodonhydro-

chlorid/5 mg Naloxonhydrochlorid als Retardtablette(n) alle 12 Stunden.

Funktionsstörungen der Leber bzw. der Niere

Ihr Arzt wird festlegen, wie viele Targin Retardtabletten Sie pro Tag ein-

Bei Funktionsstörung Ihrer Niere bzw. bei leichter Funktionsstörung

nehmen sollen. Er wird ebenfalls festlegen, wie Sie die tägliche Ge-

Ihrer Leber wird Ihr Arzt Targin mit besonderer Vorsicht verschreiben.

samtdosis auf die morgendliche und abendliche Einnahme aufteilen

Bei mittelschwerer bis schwerer Funktionsstörung Ihrer Leber darf

sollen. Außerdem wird er entscheiden, ob die Dosis im Laufe der

Targin nicht angewendet werden (siehe hierzu auch im Abschnitt 2

Therapie gegebenenfalls angepasst werden muss. Dabei wird er die

„Targin darf nicht eingenommen werden,…“ und „Besondere Vorsicht

Dosis an Ihre Schmerzintensität und an Ihre individuelle Empfindlichkeit

bei der Einnahme von Targin ist erforderlich…“).

anpassen. Sie sollten grundsätzlich die niedrigste Dosis erhalten, die

ausreichend ist, um Ihre Schmerzen zu bekämpfen. Wenn Sie schon

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

vorher mit Opioiden behandelt wurden, kann die Therapie mit Targin

Targin wurde noch nicht an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

mit einer höheren Dosis begonnen werden.

untersucht, so dass die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und

Die tägliche Höchstdosis beträgt 80 mg Oxycodonhydrochlorid und

Jugendlichen nicht erwiesen ist. Daher wird die Einnahme bei Kindern

40 mg Naloxonhydrochlorid. Sollten Sie eine höhere Dosis benötigen,

und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich Oxycodonhydrochlorid ohne

Naloxonhydrochlorid verordnen. Dabei sollte die Oxycodonhydro-

Ältere Patienten

chlorid-Tagesdosis insgesamt 400 mg nicht überschreiten. Bei zu-

Bei älteren Patienten ohne Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen

sätzlicher Einnahme von Oxycodonhydrochlorid ohne Naloxonhydro-

muss die Dosis in der Regel nicht angepasst werden.

chlorid kann der günstige Einfluss von Naloxonhydrochlorid auf die

Darmtätigkeit beeinträchtigt werden. Wenn Sie

von Targin auf ein

anderes starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide umgestellt werden, müssen Sie damit rechnen, dass sich Ihre Darmfunktion verschlechtert.

Art der Anwendung  
Nehmen Sie Targin im Ganzen (unzerkaut) mit ausreichend Flüssigkeit Wenn Sie die Einnahme von Targin vergessen haben
(½ Glas Wasser) ein. Sie können die Retardtabletten zu den Mahl- oder eine geringer Dosis als vorgesehen einnehmen, bleibt unter Um-
zeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Nehmen Sie ständen die schmerzstillende Wirkung aus.
Targin alle 12 Stunden nach einem festen Zeitschema (z.B. morgens Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, gehen Sie wie
um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) ein. Sie dürfen die Retardtabletten nicht folgt vor:
teilen, zerkauen oder zerreiben. Wenn die nächste reguläre Einnahme erst in mehr als 8 Stunden
Dauer der Anwendung vorgesehen ist: Nehmen Sie die vergessene Targin Retardtablette
sofort ein und behalten Sie anschließend Ihren üblchen Einnahme-
Allgemein sollten Sie Targin nicht länger als notwenig einnehmen. plan bei.
Wenn Sie eine Langzeitbehandlung mit Targin erhalten, sollte Ihr Arzt Wenn die nächste reguläre Einnahme in weniger als 8 Stunden vor-
regelmäßig überprüfen, ob Sie Targin noch benötigen. gesehen ist: Nehmen Sie die vergessene Targin Retardtablette ein.
Wenn Sie eine größere Menge von Targin eingenommen haben, Warten Sie dann bis zur nächsten Einnahme noch einmal 8 Stun-
den. Versuchen Sie Ihr ursprüngliches Zeitschema (z.B. morgens
als Sie sollten um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) wieder zu erreichen. Nehmen Sie
Wenn Sie mehr Targin als verordnet eingenommen haben, müssen Sie aber nicht häufiger als alle 8 Stunden eine Retardtablette Targin ein.
sofort Ihren Arzt informieren. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Ein-
Mögliche Folgen einer Überdosierung sind: nahme vergessen haben.
  Verengung der Pupillen,  
Abflachung der Atmung (Atemdepression), Wenn Sie die Einnahme von Targin abbrechen
  Benommenheit bis hin zur Geistesabwesenheit (narkoseähnlicher Beenden Sie die Behandlung mit Targin nicht ohne Rücksprache mit
  Zustand), Ihrem Arzt.
verminderte Spannung der Skelettmuskulatur, Wenn Sie die Behandlung nicht mehr benötigen, müssen Sie die
  Pulsverlangsamung und Tagesdosis nach Absprache mit Ihrem Arzt allmählich verringern. Auf
  Blutdruckabfall diese Weise vermeiden Sie Entzugssymptome wie Unruhe, Schweiß-
In schwereren Fällen können Bewusstlosigkeit (Koma), Wasseran- ausbrüche und Muskelschmerzen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben,
sammlungen in der Lunge und Kreislaufversagen – unter Umständen
mit tödlichem Ausgang – auftreten. fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Begeben Sie sich nicht in Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit er-  
fordern, z.B. Autofahren.  
   

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Welche Nebenwirkungen hat Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten?

Wie alle Arzneimittel kann Targin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: 1 bis 10 von 100 Behandelten
Gelegentlich: 1 bis 10 von 1.000 Behandelten
Selten: 1 bis 10 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind: Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten bedeutsamen Nebenwirkungen betroffen sind, rufen Sie sofort den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.

Eine Atemdämpfung (Atemdepression) ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung und tritt am ehesten bei älteren oder geschwächten Patienten auf. Bei dafür anfälligen Patienten können Opioide in der Folge auch schwere Blutdruckabfälle hervorrufen.

Häufig    
  Unruhe Übelkeit Hitze- und Kältegefühl
  Bauchschmerzen Blähungen Schüttelfrost
  Verstopfung Blutdruckabfall Schwächezustände
  Durchfall Appetitabnahme bis zum Appetitverlust Erhöhung der Leberwerte
  Mundtrockenheit Schwindelgefühl Juckreiz
  Verdauungsstörungen Kopfschmerzen Hautreaktionen/Hautausschlag
  Erbrechen Entzugssymptome wie Übererregbarkeit Schwitzen
      Drehschwindel
Gelegentlich    
  Völlegefühl Herzklopfen (Palpitationen) Husten
  Aufstoßen Gallenkolik Erektionsstörungen
  Denkstörungen Brustkorbschmerz Überempfindlichkeitsreaktionen/allergische
  Angstzustände Unwohlsein Reaktionen
  Verwirrtheitszustände Schmerzen Blutdruckanstieg
  Depressionen Wassereinlagerungen (z.B. in den Händen, Verletzungen durch Unfälle
  Euphorische Stimmung Fußgelenken und Beinen Vermehrter Harndrang
  Halluzinationen Gewichtsabnahme Muskelkrämpfe
  Schlaflosigkeit Aufmerksamkeitsstörungen Muskelzucken
  Nervosität Kribbeln in den Händen und Füßen Muskelschmerzen
  Schläfrigkeit Sprachstörungen Sehstörungen
Schmerzhaftes Engegefühl im Brustkorb (Muskel-)Zittern  
  (Angina pectoris), insbesondere wenn Sie Atemnot  
  an Erkrankungen der Herzkranzgefäße Laufende Nase  
  leiden    
Selten  
Krampfanfälle (insbesondere bei Personen Ohnmacht (Synkope)
mit Epilepsie oder Neigung zu Krampfan- Alpträume
fällen) Pulsbeschleunigung
Sedierung (Schläfrigkeit bis hin zu einem Veränderungen der Zähne
getrübten Bewusstseinszustand)  
Sehr Selten  

Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression)

  • Unfähigkeit, Wasser zu lassen (Harnverhalt)
  • Gähnen
  • Gewichtszunahme

Für den Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid alleine (wenn er nicht mit Naloxonhydrochlorid kombiniert wird) sind über das oben genannte hinaus die folgenden Nebenwirkungen bekannt: Oxycodon kann eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung, Pupillenverengung, Krämpfe der Bronchialmuskeln und Krämpfe der glatten Muskulatur hervorrufen sowie den Hustenreflex dämpfen.

Häufig

Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen (z.B. Depressionen, euphorische Stimmung)

Gelegentlich

  • Konzentrationsstörungen
  • Migräne
  • Geschmacksstörungen
  • Erhöhte Muskelspannung
  • Unwillkürliche Muskelzuckungen
  • Taubheitsgefühl (Hypoästhesie)

Selten

  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Verlust von Körperwasser (Dehydratation)
  • Appetitsteigerung

Sehr Selten

Akute allergische Allgemeinreaktionen mit u.a. Hautausschlag, Juckreiz, Atemnot und Blutdruckabfall (Anaphylaktische Reaktionen)

Nicht bekannt Arzneimittelabhängigkeit

Verlangsamung (verminderte Aktivität) Beeinträchtigungen beim Wasserlassen
psychische und motorische Überaktivität Schluckauf
Übererregbarkeit  
Koordinationsstörungen Wahrnehmungsstörungen (z.B. Halluzi-
Veränderungen der Stimme nationen, Unwirklichkeitsgefühl)
Wassereinlagerungen (Ödeme) Abschwächung des Sexualtriebs
Hörstörungen Gefäßerweiterung
Mundgeschwüre  
Entzündungen der Mundschleimhaut  
Trockene Haut Zahnfleischbluten
Herpes-Erkrankung (Herpes simplex) Schluckaufbeschwerden
Schwarzfärbung des Stuhls (Teerstuhl) Durst
Darmverschluss Juckender Ausschlag (Nesselsucht,
  Urtikaria)

Toleranzentwicklung

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie ist Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der

Blisterpackung nach „Verwendbar bis: …“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Wasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN    
Was Targin enthält Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen
die Wirkstoffe sind Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid. Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zu-
1 Retardtablette enthält 10 mg Oxycodonhydrochlorid entsprechend gelassen  
9 mg Oxycodon und 5,45 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat    
entsprechend 5,0 mg Naloxonhydrochlorid und 4,5 mg Naloxon. Deutschland Targin
  Frankreich Targinact
Die sonstigen Bestandteile sind: Italien Targin
Tablettenkern: Povidon K 30, Ethylcellulose, Stearylalkohol, Lactose- Polen Targin
Monohydrat, Talkum, Magnesiumstearat. Portugal Targin
Filmüberzug: Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Rumänien Targin
Talkum. Spanien Targin
  Tschechische Republik Targin
Wie Targin aussieht und Inhalt der Packung Zypern Targinact
Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten sind weiße, längliche (oblonge)    
Tabletten mit einer Filmbeschichtung und der Prägung „OXN“ auf der Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 09/2012

einen und „10“ auf der anderen Seite.

Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten sind in Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer, Import und Vertrieb in der BRD: F Pharma GmbH Lise-Meitner-Straße 10 40670 Meerbusch Tel.: 0 2159 / 91 44 70 Fax: 0 2159 / 91 44 45

Mitvertreiber:

MPA Pharma GmbH

Otto-Hahn-Str. 11

22946 Trittau

EMRA-MED Arzneimittel GmbH

Otto-Hahn-Str. 11

22946 Trittau

Freigabe gemäß § 16 AMHV F Pharma Service GmbH Lise-Meitner-Straße 10 40670 Meerbusch

Tel.: 0 2159 / 91 44 30 Fax: 0 2159 / 91 44 44

Hersteller Mundipharma GmbH

Mundipharma Straße 2

65549 Limburg

Tel.: 0 64 31/701-0

Fax: 0 64 31/7 42 72

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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