Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zur Injektion / Lyophilisat zur Anwendung mit Trinkwasser Aktive Immunisierung von Ferkeln und Läufern ab dem 3.
- Zulassungsinhaber
- CEVA TIERGESUNDHEIT GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird SALMOPORC angewendet?
Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zur Injektion / Lyophilisat zur Anwendung mit Trinkwasser
Aktive Immunisierung von Ferkeln und Läufern ab dem 3. Lebenstag zur Reduzierung klinischer Symptome, der Erregerausscheidung sowie der Invasion innerer Organe (Mesenteriallymphknoten) nach einer Infektion mit SALMONELLA Typhimurium-Wildstämmen.
Aktive Immunisierung der Sauen zur Reduzierung der Ausscheidung von SALMONELLA Typhimurium- Wildstämmen während der Laktation. Dadurch wird die Möglichkeit der Infektion für die Ferkel verringert.
Beginn der Immunität: zwei Wochen nach der zweiten Immunisierung
Dauer der Immunität: Sauen 24 Wochen, Mastschweine 19 Wochen
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Was ist vor der Einnahme von SALMOPORC zu beachten?
Keine.
Wie wird SALMOPORC angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Grundimmunisierung der Sauen:
zwei s.c. Injektionen von je 1 ID im Abstand von 3 Wochen (ca. 6 und 3 Wochen a.p.), wobei die 2. Impfung nicht an der gleichen Stelle wie die 1. Impfung appliziert werden sollte.
Zur subkutanen Applikation bei Sauen ist die Trockensubstanz einer Injektionsflasche ist in dem dazugehörigen Lösungsmittel vollständig zu rekonstituieren (1 ml pro Impfdosis).
Aussehen nach Rekonstitution: wässrige, hell-gräuliche bis hell-gelbliche, trübe Suspension.
Immunisierung der Ferkel:
ab 3. Lebenstag zwei orale Impfungen mit je 1 ID (1 ml) im Abstand von 3 Wochen, verabreicht vorzugsweise mittels eines für Ferkel geeigneten Drenchers.
Zur oralen Anwendung bei Ferkeln ist die Trockensubstanz einer Injektionsflasche mit 200 ID in 200 ml Trinkwasser zu lösen. Die Verabreichung erfolgt oral als Einzelapplikation.
- Trinkwasser oder Impfgefäße dürfen keine Spuren von Antibiotika, Desinfektionsmitteln oder Detergentien enthalten.
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Aufgrund der Adenin-Histidin-Auxotrophie des Impfstoffstamms ist eine Unterscheidung zwischen Impfstamm und SALMONELLA Typhimurium-Wildstämmen mittels eines geeigneten Wachstumstests wie dem S-Checkmöglich.
Der Impfstoffstamm kann auch durch molekularbiologische Methoden wie der Realtime- Polymerasekettenreaktion (PCR) von Wildstämmen unterschieden werden.
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Welche Nebenwirkungen hat SALMOPORC?
Eine vorübergehende Erhöhung der inneren Körpertemperatur um durchschnittlich bis zu 1,1 °C, in Einzelfällen um maximal bis zu 2,2 °C (bis 2 Tage post vacc.) tritt nach der Impfung sehr häufig auf. Bei Jungsauen und Sauen können sehr häufig leichte Lokalreaktionen (Rötungen und Schwellungen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 4 cm sowie einem maximalen Durchmesser von 11 cm) an der Injektionsstelle auftreten, die innerhalb von ca. 2 Wochen ohne Behandlung abklingen. Sehr selten können Aborte bei Sauen auftreten.
Bei Ferkeln können nach der oralen Applikation gelegentlich milde Durchfälle beobachtet werden.
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt mit.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Wie ist SALMOPORC aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C). Vor Licht schützen.
Sie dürfen den Impfstoff nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach Rekonstituieren gemäß Anweisung: 4 Stunden
Weitere Informationen zu SALMOPORC
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren: Nur gesunde Tiere impfen.
Untersuchungen belegen eine maximale Persistenzdauer bzw. Ausscheidung des Impfstammes von bis zu 42 Tagen.
Die Sicherheit des Impfstammes ist für die Tierarten Rind, Huhn, Gans, Ente, Pute und Taube belegt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Da dieser Impfstoff lebende, attenuierte Mikroorganismen enthält, die von einem SALMONELLA Typhimurium Wildstamm abstammen, sollten angemessene Maßnahmen zur Verhinderung einer Kontamination des Anwenders bzw. anderer beteiligter Personen getroffen werden.
Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden. Immungeschwächten Personen wird empfohlen, den Kontakt mit dem Impfstoff und mit geimpften Tieren bis 42 Tage nach der letzten Impfung zu vermeiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender Einmalhandschuhe tragen. Nach dem Gebrauch des Impfstoffes sind die Hände zu waschen und zu desinfizieren.
Bei versehentlicher Selbstinjektion oder Aufnahme sowie bei Schleimhautkontakt ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Der Impfstamm ist unter anderem empfindlich gegen Ampicillin, Cefotaxim, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Gentamycin, Kanamycin, Oxytetracycline und Streptomycin. Der Impfstamm ist resistent gegen Sulfamerazin allein, aber empfindlich gegenüber der Kombination Sulfamerazin/Trimethoprim.
Da keine Untersuchungen vorliegen sollten Personen, die an Immunsuppression leiden, den Impfstoff nicht anwenden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
5 Tage vor und 5 Tage nach der Immunisierung mit Salmoporc soll kein Chemotherapeutikaeinsatz erfolgen. Ist derselbe unbedingt erforderlich, sind die betreffenden Tiere nachzuimmunisieren.
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden. Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, außer dem dazugehörigen Lösungsmittel.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Nach Verabreichung der 10fachen Dosis wurden bei Sauen keine anderen als die im Abschnitt "Nebenwirkungen" aufgeführten unerwünschten Wirkungen beobachtet. Die Lokalreaktionen können jedoch gelegentlich bis zu 21 Tage nach der Impfung auftreten.
Bei Ferkeln traten nach Verabreichung der 10fachen Dosis gelegentlich milde Durchfälle, leichte Störungen des Allgemeinbefindens, kurzzeitige Erhöhungen der Körpertemperatur bis 2 °C sowie eine verminderte Gewichtszunahme auf.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


