Zum Inhalt springen

Medikamente

Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L

Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Polithera ist eine Peritonealdialyselösung. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt. Die Polithera-Lösung wird in die Bauchhöhle geleitet, wo sie dem Blut Wasser und Abfallprodukte entzieht. Außerdem gleicht sie abnormale Werte bei verschiedenen Blutbestandteilen aus.

Wirkstoff(e)
Icodextrin, Natriumchlorid, Natriumlactat, Calciumchlorid +1 weitere
Zulassungsinhaber
VIVISOL S.r.l.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
B05DA

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L angewendet?

Polithera ist eine Peritonealdialyselösung. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt. Die Polithera-Lösung wird in die Bauchhöhle geleitet, wo sie dem Blut Wasser und Abfallprodukte entzieht. Außerdem gleicht sie abnormale Werte bei verschiedenen Blutbestandteilen aus.

Polithera kann Ihnen verschrieben werden, wenn:

  • Sie ein erwachsener Patient mit dauerhaftem Nierenversagen sind, das mit einer Peritonealdialyse behandelt werden muss.
  • durch Standard-Glucoselösungen für die Peritonealdialyse allein nicht genügend Wasser entzogen werden kann.

Anzeige

Was ist vor der Einnahme von Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L zu beachten?

Ihr Arzt muss Sie bei der ersten Anwendung dieses Produktes überwachen.

Polithera darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Icodextrin oder Stärkederivaten (z. B. Maisstärke) oder einen der sonstigen Bestandteile von dieses medikament sind
  • wenn Sie eine Unverträglichkeit gegen Maltose oder Isomaltose (Zucker aus Stärke) haben - wenn Sie an einer Glycogenspeicherkrankheit leiden
  • wenn bei Ihnen bereits eine schwere Laktatazidose (zu viel Säure im Blut) besteht - wenn Sie ein chirurgisch nicht behebbares Problem mit der Bauchwand oder der Bauchhöhle oder ein nicht behebbares Problem haben, durch das ein erhöhtes Risiko für Infektionen des Bauchraums besteht
  • wenn Sie wegen schwerer Vernarbung des Bauchfells einen nachweislichen Verlust der Peritonealfunktion haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Polithera anwenden,

  • wenn Sie älter sind. In diesem Fall besteht ein Risiko für Entwässerung (Dehydratation). - wenn Sie Diabetiker sind und diese Lösung zum ersten Mal anwenden. Es kann sein, dass Ihre Insulindosis angepasst werden muss.
  • wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel testen müssen (z. B., wenn Sie Diabetes haben). Ihr Arzt wird Sie bei der Auswahl des Testsets beraten (siehe „Andere Wechselwirkungen“). - wenn bei Ihnen ein hohes Risiko für eine schwere Laktatazidose (zu viel Säure im Blut) besteht. Ein erhöhtes Risiko für eine Laktatazidose besteht,
    • wenn Sie einen extrem niedrigen Blutdruck haben
    • wenn Sie eine Infektion des Blutes haben
    • wenn bei Ihnen ein akutes Nierenversagen auftritt
    • wenn Sie eine erblich bedingte Stoffwechselstörung haben
    • wenn Sie Metformin (ein Diabetes-Medikament) einnehmen
    • wenn Sie Medikamente zur Behandlung einer HIV-Infektion nehmen, insbesondere so genannte NRTIs, also Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Hemmer
  • wenn Sie Bauchschmerzen haben oder eine Trübung oder Partikel in der abgeleiteten Flüssigkeit bemerken.

Dies kann ein Hinweis auf eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder eine Infektion sein. Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihr Behandlungsteam. Bitte die Chargennummer notieren und zusammen mit dem Beutel mit der abgeleiteten Flüssigkeit zu Ihrem

Behandlungsteam mitbringen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob die Behandlung abgebrochen werden muss oder eventuell Korrekturmaßnahmen erforderlich sind. Wenn Sie zum Beispiel eine Infektion haben, wird Ihr Arzt möglicherweise einige Tests durchführen, um herauszufinden, welche Antibiotika am besten für Sie geeignet sind. Bis Ihr Arzt festgestellt hat, welche Infektion Sie haben, wird er Ihnen möglicherweise ein Antibiotikum geben, das gegen eine große Bandbreite an verschiedenen Bakterien wirkt. Man spricht in diesem Fall von einem Breitband-Antibiotikum.

  • im Verlauf der Peritonealdialyse verliert Ihr Körper möglicherweise Protein, Aminosäuren und Vitamine. Ihr Arzt wird entscheiden, ob ein Ersatz nötig ist.
  • wenn Sie Probleme im Bereich der Bauchdecke oder Bauchhöhle haben, beispielsweise

eine Hernie oder eine chronische Infektion oder Entzündung im Darmbereich. - wenn Sie eine Aortenprothese haben.

  • wenn Sie an einer schweren Lungenerkrankung leiden, z. B. einem Emphysem. - wenn Sie unter Atembeschwerden leiden.
  • wenn Sie an Erkrankungen leiden, die eine normale Ernährung ausschließen. - wenn Sie an Kaliummangel leiden.

Zudem sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen:

  • Eine bekannte, wenn auch seltene Komplikation der Peritonealdialyse ist die so genannte Enkapsulierende Peritoneale Sklerose (EPS). Sie – und auch Ihr Arzt – sollten sich über diese mögliche Komplikation im Klaren sein. Die EPS führt zu:
  • Entzündungen im Bauchraum (Abdomen)
  • Verwachsungen aus faserigem Gewebe, die die Organe umgeben und deren normale Bewegung einschränken. In seltenen Fällen gab es einen tödlichen Verlauf. - Sie sollten unbedingt – eventuell zusammen mit Ihrem Arzt – regelmäßige Aufzeichnungen über Ihren Flüssigkeitshaushalt und Ihr Körpergewicht führen. Ihr Arzt überwacht Ihre Blutwerte in regelmäßigen Abständen.
  • Ihr Arzt prüft regelmäßig Ihren Kaliumspiegel. Wenn er zu niedrig wird, gibt er Ihnen eventuell zum Ausgleich Kaliumchlorid.

In manchen Fällen empfiehlt sich eine Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht, zum Beispiel wenn Sie:

- an einer akuten Nierenerkrankung leiden.

Kinder und Jugendlicher

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Polithera bei Kindern unter 18 Jahre wurde nicht erwiesen.

Anwendung von Polithera zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

- Wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, muss Ihr Arzt unter Umständen deren Dosis erhöhen, da die Ausscheidung bestimmter Arzneimittel durch die

Peritonealdialyse erhöht wird.

  • Vorsicht ist geboten, wenn Sie Herzmedikamente einnehmen, die als Herzglykoside bekannt sind (z. B. Digoxin). Es kann sein, dass Ihr Herzmedikament nicht so wirksam ist wie sonst, oder dass seine Toxizität erhöht ist. Möglicherweise:
  • benötigen Sie Kalium- und Calciumzusätze
  • bekommen Sie einen unregelmäßigen Herzschlag (Herzrhythmusstörungen).

Ihr Arzt wird Sie und vor allem Ihren Kaliumspiegel während der Behandlung genau überwachen.

Andere Wechselwirkungen

Polithera kann die Ergebnisse bestimmter Blutzuckermessgeräte verfälschen. Wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel testen müssen, verwenden Sie bitte unbedingt eine Glucose-spezifische Methode. Ihr Arzt wird Sie bei der Auswahl des Testsets beraten.

Bei einer ungeeigneten Testmethode kann möglicherweise ein falsch erhöhter Glucosewert gemessen werden. Dadurch wird Ihnen evtl. mehr Insulin als nötig verabreicht. Dies kann zu Hypoglykämie (niedrigem Blutzucker) gefolgt von Bewusstseinsverlust, Koma, neurologischen Schäden bis hin zum Tod führen. Zusätzlich kann durch einen falsch erhöhten Blutzuckerwert eine tatsächlich bestehende Hypoglykämie unerkannt und damit unbehandelt bleiben, was zu ähnlichen Folgen führen kann.

Die Blutzuckerwerte können auch noch bis zu zwei Wochen nach Absetzen der Behandlung mit Polithera falsch erhöht sein Falls Sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden, sollten Sie die Ärzte unbedingt auf diese mögliche Wechselwirkung hinweisen, damit diese die Produktinformation des Testsets sorgfältig lesen, um sicherzustellen, dass eine Glucose-spezifische Methode verwendet wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, erhalten Sie dieses Arzneimittel nur, wenn Ihr Arzt es für Ihre Genesung für unbedingt erforderlich hält. Es sollte schwangeren Frauen nur nach sorgfältiger Abwägung verabreicht werden.

Bei therapeutischen Dosen von Polithera sind keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/den gestillten Säugling zu erwarten. Dennoch wird das Stillen nicht empfohlen, wenn Sie in dieser Zeit eine Peritonealdialyse benötigen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Im Rahmen dieser Behandlung kann es zu Müdigkeit, Schwächegefühl, unscharfem Sehen oder Schwindel kommen. Bitte auf keinen Fall ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, wenn

Sie eines dieser Symptome bemerken.

Wie wird Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung Ihres Arztes an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Polithera ist als einmal täglicher Austausch für die lange (6 bis 16 Stunden) Verweildauer während der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) oder der automatisierten Peritonealdialyse (APD) zur Behandlung von Nierenerkrankungen im Endstadium angezeigt. Polithera wird in die Bauchhöhle verabreicht. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt. Das Bauchfell (Peritoneum) ist die Membran, die die inneren Organe wie den Darm und die Leber umgibt.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des auf die Peritonealdialyse spezialisierten medizinischen Fachpersonals an. Bitte fragen Sie bei ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Empfohlene Dosis

  • Einen Beutel pro Tag für die jeweils längste Verweildauer, also:

    Über Nacht bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) • Während des Tages bei der automatisierten Peritonealdialyse (APD).

  • Das Einlaufen der Lösung dauert 10 - 20 Minuten.
  • Die Verweilzeit von Polithera beträgt 6 - 12 Stunden bei der CAPD und 14 - 16 Stunden bei der APD

Art der Anwendung

Vor der Anwendung führen Sie bitte folgende Schritte durch:

  • Den Beutel auf 37 °C erwärmen. Dazu ausschließlich die speziell für diesen Zweck entwickelte Wärmeplatte verwenden. Den Beutel zum Aufwärmen auf keinen Fall in Wasser tauchen.
  • Während der gesamten Verabreichung der Lösung die erlernten aseptischen Methoden einhalten.
  • Vor Beginn des Beutelwechsels sicherstellen, dass Ihre Hände und die Umgebung, in der der Wechsel durchgeführt wird, sauber sind.
  • Überprüfen Sie, bevor Sie den Umbeutel entfernen, ob es sich um die richtige Lösung handelt, prüfen Sie das Verfalldatum und die Beutelgröße (Volumen). Heben Sie den Beutel an und untersuchen ihn auf Undichtigkeiten (ausgelaufene Flüssigkeit im Umbeutel). Wenden Sie diesen Beutel nicht an, wenn Sie irgendeine Form von Undichtigkeit bemerkt haben.
  • Nachdem Sie den Umbeutel entfernt haben, prüfen Sie erneut auf Undichtigkeiten, indem Sie fest auf den Beutel drücken. Wenden Sie diesen Beutel nicht an, wenn Sie irgendeine Form von Undichtigkeit bemerkt haben.
  • Überprüfen Sie, ob die Lösung klar ist. Wenden Sie den Beutel nicht an, wenn die Lösung trüb

ist oder Partikel enthält.

  • Stellen Sie vor Beginn des Lösungsaustausches sicher, dass alle Anschlüsse richtig sitzen. - Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre medizinische Fachkraft, wenn Sie Fragen oder Bedenken zu diesem Produkt oder seiner Anwendung haben.
  • Jeden Beutel nur einmal verwenden. Restmengen verwerfen.
  • Anschließend die abgeleitete Flüssigkeit auf Klarheit prüfen.
  • Diese Lösung darf nicht zur intravenösen Infusion verwendet werden.

Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln

Es kann sein, dass Sie von Ihrem Arzt weitere Medikamente verschrieben bekommen, die direkt dem Polithera-Beutel hinzugefügt werden sollen. In diesem Fall das jeweilige Medikament über den Zuspritzanschluss unten am Beutel hinzufügen. Die Lösung unmittelbar nach Zugabe des Medikaments verwenden. Bitte fragen Sie bei ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie mehr als einen Beutel Polithera innerhalb von 24 Stunden angewendet haben

Falls Sie zu viel Polithera angewendet haben, können folgende Symptome auftreten: Völlegefühl und/oder Kurzatmigkeit.

Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Er wird Ihnen mitteilen, was zu tun ist.

Wenn Sie die Anwendung von Polithera abbrechen

Brechen Sie die Peritonealdialyse nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Anzeige

Welche Nebenwirkungen hat Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihr Dialysezentrum. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihr Dialysezentrum:

  • Erhöhter Blutdruck (Hypertonie).
  • Schwellungen der Knöchel oder der Beine, geschwollene Augen, Kurzatmigkeit oder

Brustschmerzen (Hypervolämie)

  • Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen) wie z. B. Schwellungen im Gesicht, am Hals oder um die Augen (Angioödem).
  • Bauchschmerzen.
  • Schüttelfrost/Erkältungssymptome.

Diese könnten Anzeichen für schwerwiegende Nebenwirkungen sein, die möglicherweise sofort medizinisch behandelt werden müssen.

Häufig beobachtete Nebenwirkungen (betrifft bis zu 1 von 10 Behandelten), die Polithera verwenden

  • Rötung und Abschälung der Haut, Hautausschlag, Juckreiz.
  • Benommenheit oder Schwindelgefühl, Durstgefühl (Dehydratation). - Verminderung der Blutmenge (Hypovolämie).
  • Auffällige Laborwerte
  • Schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Schwellung der Fußknöchel oder Beine
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Klingelndes Geräusch im Ohr/ Ohrensausen

Andere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Peritonealdialyseverfahren oder allgemein mit Peritonealdialyselösungen im Zusammenhang stehen:

  • Trübe Dialysatlösung, Magenschmerzen
  • Peritonealblutung, Eiter, Schwellungen, Schmerzen oder Infektionen im Bereich des Katheteraustritts, Katheterblockade, Verletzungen, Katheter-assoziierte Komplikationen - Ohnmacht, kalte Schweißausbrüche, Hunger, Verwirrung, möglicherweise Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle aufgrund von Unterzuckerung (Hypoglykämie). In einigen Fällen kann sich dies zu einer ernsten Nebenwirkung entwickeln. Informieren Sie Ihren Arzt.
  • Schock oder Koma aufgrund eines niedrigen Blutzuckerspiegels.
  • Häufiges Wasserlassen, Durst, Müdigkeit aufgrund von hohem Blutzucker (Glukose). In einigen Fällen kann sich dies zu einer ernsten Nebenwirkung entwickeln. Informieren Sie Ihren Arzt.
  • Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, trockener Mund, Verstopfung, Durchfall, Blähungen (Flatulenz), Magen- und Darmbeschwerden wie z. B. Darmverschluss, Magengeschwür, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen
  • Bauchschwellung, Bruch in der Bauchhöhle (Leistenbruch, erkennbar an einer kleinen

Beule in der Leiste)

  • Blutbildveränderungen
  • Auffällige Leberwerte
  • Gewichtszunahme oder -verlust
  • Schmerzen, Fieber, Unwohlsein
  • Herzerkrankungen, Herzrasen, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen - Anämie (verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen, was zu blasser Haut und Schwächegefühl oder Kurzatmigkeit führen kann); erhöhte oder verringerte Anzahl an

weißen Blutkörperchen; verringerte Anzahl an Blutplättchen, was ein erhöhtes Risiko für Blutungen oder Blutergüsse mit sich bringen kann

  • Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen.
  • Übermäßige Bewegungsaktivität und Unfähigkeit, stillzuhalten (Hyperkinesie) - Unscharfes Sehen
  • Verlust des Geschmackssinns
  • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem), Kurzatmigkeit, Atembeschwerden oder keuchende Atmung, Husten, Schluckauf
  • Nierenschmerzen
  • Nagelerkrankung
  • Hautkrankheiten wie Nesselsucht (Urtikaria), Schuppenflechte (Psoriasis), Hautgeschwür, Ekzem, trockene Haut, Verfärbung der Haut, Blasenbildung auf der Haut, allergische Dermatitis oder Kontaktdermatitis, Hautausschlag und Juckreiz.
  • Mit dem Hautausschlag können juckende rote Flecken und Bläschen oder auch Exantheme und Abschälung der Haut verbunden sein. Die drei folgenden schweren Arten von Hautreaktionen können auftreten:
  • Toxische epidermale Nekrolyse (TEN). Dabei kommt es zu:
    • einem roten Ausschlag an vielen Körperteilen
    • der Abschälung der obersten Hautschicht
  • Erythema multiforme. Eine allergische Hautreaktion, bei der Flecken, rote Striemen oder violette Verfärbungen oder Bläschen auftreten können. Auch Mund, Augen und andere feuchte Körperoberflächen können betroffen sein.
  • Vaskulitis. Eine Entzündung einzelner Blutgefäße im Körper. Die Beschwerden hängen von den betroffenen Körperstellen ab. Charakteristisch sind aber rote oder violette Flecken oder Verfärbungen der Haut oder Beschwerden ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion wie Ausschlag, Gelenkschmerzen und Fieber.
  • Muskelkrämpfe, Schmerzen in Knochen, Gelenken, Muskeln, Rücken, Nacken - Schwindel, mögliche Ohnmacht beim Wechsel vom Liegen zum Sitzen oder vom Sitzen zum Stehen aufgrund von niedrigem Blutdruck (orthostatische Hypotonie). - Bauchfellentzündung (Peritonitis), einschließlich Peritonitis, die durch Pilze oder Bakterien hervorgerufen wird
  • Infektionen einschließlich Grippesyndrom, Geschwüre
  • Ungewöhnliche Gedanken, Angstzustände, Nervosität.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Nicht im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Das Produkt sollte sofort nach Entfernen des Außenbeutels verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.b. nicht über die Toilette oder das Waschbecken) . Fragen Sie Ihren Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Weitere Informationen zu Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L

Diese Packungsbeilage enthält nicht alle Informationen zu diesem Arzneimittel. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Was Polithera enthält  
Die Wirkstoffe sind:  
Icodextrin 75 mg/ml (75g/L)
Natriumchlorid 5,4 mg/ml (5,4 g/L)
Natrium-(S)-Lactat 4,5 mg/ml (4,5 g/L)
Calciumchlorid Dihydrat 0,257 mg/ml (0,257g/L)
Magnesiumchlorid Hexahydrat 0,051 mg/ml (0,051 g/L)

Theoretische Osmolarität: 284 (Milliosmol pro Liter) Theoretische Osmolarität: 301 (Milliosmol pro kg) Inhalt der Elektrolytlösung pro 1000 ml (1 L):

Natrium 133 mmol/l
Calcium 1,75 mmol/l
Magnesium 0,25 mmol/l
Chlorid 96 mmol/l
Lactat 40 mmol/l

pH-Wert = 5 bis 6

Die sonstigen Bestandteile sind: Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid oder Salzsäure.

Wie Polithera aussieht und Inhalt der Packung

Polithera ist eine sterile, farblose oder leicht gelbliche Lösung.

Polithera ist in den folgenden zwei Packungsgrößen erhältlich:

2,0 Liter-Polypropylen-Kunststoffbeutel, der die Lösung enthält, und 3,0 Liter leeren Polypropylen-Kunststoffbeutel mit Verbindungsschlauch.

Beide Beutel und ihre Verbindung werden in eine zweischichtige Schutzfolie aus Polypropylen und Polyamid-Schutzhülle eingebracht und in Kartons mit 4 Beuteln geliefert.

2,0-Liter-Polypropylen-Kunststoffbeutel mit der in einem Überbeutel aus zweischichtiger Polypropylen und Polyamidschutzfolie enthaltenen Lösung, die in Kartons zu 4 Beuteln geliefert werden.

Pharmazeutischer Unternehmer

Vivisol S.r.l.

Via Gerolamo Borgazzi 27

20900 Monza (MB)

Italien

Hersteller

Infomed Fluids S.r.l. Bd. Pallady Theodor 50

032266 Bucuresti-Sector 3 Rumänien

Haemopharm Biofluids S.r.l. Via dell’industria 6 23030 - Tovo di Sant’Agata (SO) Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name of the Member State Name of the medicinal product
Österreich Polithera 7.5% Peritonealdialyselösung
Belgien Polithera 7,5 % solution pour dialyse péritonéale
Dänemark Polithera Peritonealdialysevæske 75 mg/ml
Deutschland Polithera Peritonealdialyselösung
  Icodextrin 75 g/L
  Natriumchlorid 5,4 g/L
  Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L
  Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L
  Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L
   
Italien Icothera
Niederlande Polithera 7.5%, Oplossing voor peritoneale dialyse
Polen Polithera
Rumänien Polithera soluţie pentru dializă peritoneală
Spanien Polithera (Icodextrina 7,5%) Solución para diálisis peritoneal
Schweden Polithera peritonealdialysvätska
Vereinigtes Königreich Polithera Solution for peritoneal dialysis

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 07/2026

Weitere Informationsquellen

Diese Packungsbeilage kann auf besonderen Wunsch des Patienten in einem alternativen Format (Großdruck) bereitgestellt werden. Der Patient kann die Packungsbeilage entweder in elektronischem Format (PDF) unter Angabe einer E-Mail-Adresse für den Erhalt der Packungsbeilage oder in Papierform unter Angabe seines Vor- und Nachnamens und der Postanschrift, an die er das Material erhalten möchte, über die folgende Website anfordern: https://www.vivisol.com/ im Abschnitt „Contact us“.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Weitere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff

Folgende Medikamente enthalten auch den Wirksstoff Icodextrin. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, über ein mögliches Subsitut zu Polithera Peritonealdialyselösung Icodextrin 75 g/L Natriumchlorid 5,4 g/L Natrium-(S)-lactat 4,5 g/L Calciumchlorid-Dihydrat 0,257 g/L Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,051 g/L

MedikamentMehr erfahren
Mehr erfahren

Aus unserem Magazin