Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Orylmyte enthält Allergenextrakte aus Hausstaubmilben. Orylmyte wird bei Jugendlichen (12 - 17 Jahre) und Erwachsenen zur Behandlung von allergischer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) angewendet. Orylmyte erhöht die immunologische Verträglichkeit gegenüber Hausstaubmilben (d. h. die Fähigkeit Ihres Körpers, damit umzugehen).
- Wirkstoff(e)
- Dermatophagoides-pteronyssinus-Allergen, Dermatophagoides-farinae-Allergen
- Zulassungsinhaber
- CC-Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- V01AA03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Orylmyte 100 IR & 300 IR Sublingualtabletten angewendet?
Orylmyte enthält Allergenextrakte aus Hausstaubmilben.
Orylmyte wird bei Jugendlichen (12 - 17 Jahre) und Erwachsenen zur Behandlung von allergischer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) angewendet. Orylmyte erhöht die immunologische Verträglichkeit gegenüber Hausstaubmilben (d. h. die Fähigkeit Ihres Körpers, damit umzugehen). Möglicherweise müssen Sie die Tabletten 3 Monate lang einnehmen, bevor Sie eine Besserung spüren.
Orylmyte 100 IR ist nur für die Dosissteigerungsphase und nicht für die Fortsetzungsbehandlung bestimmt.
Vor Behandlungsbeginn wird Ihre Allergie von einem Arzt anhand geeigneter Haut- und/oder Bluttests nachgewiesen.
Die erste Einnahme von Orylmyte sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Nach der ersten Einnahme sollten Sie für mindestens eine halbe Stunde unter medizinischer Überwachung bleiben. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Ihre Reaktion auf das Arzneimittel zu überwachen.
Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit, mit Ihrem Arzt eventuell auftretende Nebenwirkungen zu besprechen.
Orylmyte wird von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Allergien verschrieben.
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Was ist vor der Einnahme von Orylmyte 100 IR & 300 IR Sublingualtabletten zu beachten?
- wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie unter schwerem und/oder instabilem Asthma leiden oder eine schwere Asthma-Exazerbation innerhalb der letzten 3 Monate hatten.
- wenn Ihre Einsekundenkapazität (FEV1) nach Bewertung Ihres Arztes unter 80 % liegt.
- wenn Sie an einer Krankheit leiden, die das Immunsystem beeinträchtigt, Arzneimittel einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken, oder Krebs haben.
- wenn Sie Wunden oder Infektionen im Mund haben. Ihr Arzt kann Ihnen empfehlen, den Beginn der Behandlung zu verschieben oder die Behandlung zu unterbrechen, bis Ihre Mundhöhle geheilt ist.
Beginnen Sie nicht mit der Einnahme von Orylmyte, wenn Sie schwanger sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Orylmyte einnehmen,
-
wenn Sie starke allergische Symptome wie Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Veränderungen in der Stimme, niedrigen
Blutdruck oder ein Engegefühl im Hals haben. Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. - wenn Sie schon früher eine schwere allergische Reaktion auf Allergenextrakte hatten.
-
wenn Ihre Asthma-Symptome deutlich schlechter sind als üblich. Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich sofort an Ihren
Arzt. - wenn Sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben.
- wenn Sie Betablocker (Medikamente, die oft bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck verschrieben werden, aber auch in einigen Augentropfen und -salben enthalten sind) einnehmen.
-
wenn Sie wegen einer Depression mit trizyklischen Antidepressiva oder Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) oder wegen
Parkinson-Krankheit mit Catechol-O-Methyltransferase-(COMT-)Hemmern behandelt werden. - wenn Sie in der Mundhöhle operiert werden müssen oder ein Zahn gezogen werden soll. Die Einnahme von Orylmyte sollte unterbrochen werden, bis die Wunde abgeheilt ist.
- wenn Sie anhaltendes Sodbrennen oder Schluckbeschwerden haben.
- wenn Sie eine abgeklungene Autoimmunerkrankung haben.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt:
- über Krankheiten, die Sie in letzter Zeit hatten.
- wenn es in Ihrer persönlichen oder in der familiären Krankengeschichte eine Krankheit gibt, die Ihr Immunsystem beeinträchtigen könnte.
- wenn sich Ihre allergische Erkrankung in letzter Zeit verschlimmert hat.
Wenn Sie Asthma Controller (Dauermedikation) und/oder Reliever (Bedarfsmedikation) einnehmen, unterbrechen Sie Ihre Asthmabehandlung nicht ohne den Rat Ihres Arztes, da dies die Asthmasymptome verschlimmern kann.
Während der Behandlung sind leichte bis mittelschwere lokale allergische Reaktionen zu erwarten. Falls schwere Reaktionen auftreten, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie antiallergische Arzneimittel wie Antihistaminika benötigen.
Kinder und Jugendliche Orylmyte wird bei Jugendlichen (12 - 17 Jahre) zur Behandlung von allergischer Rhinitis angewendet. Orylmyte ist nicht für die Behandlung von Kindern unter 12 Jahren bestimmt.
Einnahme von Orylmyte zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel, einschließlich nicht verschreibungsplichtiger Medikamente, einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen einzunehmen. Wenn Sie gegen Ihre allergischen Symptome andere
Arzneimittel wie Antihistaminika, Asthma-Bedarfsmedikation, Steroide oder ein Medikament, das eine Substanz namens Immunglobulin
E (IgE) blockiert, z. B. Omalizumab, einnehmen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie diese weiter einnehmen können. Wenn Sie die
Arzneimittel gegen Ihre allergischen Symptome absetzen, könnten mehr Nebenwirkungen mit Orylmyte auftreten.
Einnahme von Orylmyte zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Nach der Einnahme dieses Arzneimittels dürfen Sie 5 Minuten nichts essen und trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Orylmyte während der Schwangerschaft. Deshalb sollte die Behandlung mit Orylmyte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, sprechen Sie bitte mit Ihrem
- Rasches Anschwellen von Gesicht, Mund, Rachen oder Haut
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Schwierigkeiten beim Atmen
- Veränderungen der Stimme
- Niedriger Blutdruck
- Gefühl von Anschwellen des Halses
- Nesselsucht und Juckreiz der Haut
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
Sehr häuig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schwellung oder Juckreiz im Mund
- Reizung des Rachens
- Juckreiz am Ohr
Häuig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Juckreiz am Auge
- Schwellung oder Juckreiz an den Lippen oder der Zunge
- Brennen oder Kribbeln im Mund, entzündeter und wunder Mund, Mundgeschwür
- Verändertes Geschmacksempfinden
- Beschwerden oder Schmerzen im Mund und/oder Rachen
- Schwellung des Rachens, Schluckbeschwerden
- Husten
- Atembeschwerden
- Brustschmerzen
- Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Durchfall
- Jucken
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Rötung und Entzündung der Augen, Schwellung der Augen, tränende Augen
- Schmerzen oder Kribbeln in den Ohren
- Schwindel, Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Unwohlsein oder Ermüdung
- Rhinitis (Niesen, laufende oder juckende Nase, verstopfte Nase)
- Nasenbluten
- Erkältung
- Entzündung der Lippen oder der Zunge
- Beschwerden im Mund wie Brennen, Taubheitsgefühl, Mundsoor, Probleme mit der Speichelproduktion
- Schwellung des Gaumens
- Schwellung des Gesichts
- Trockener Mund oder Rachen, Durst
- Bläschen im Mund und/oder Rachen, Schwellung im Mund- und Rachenraum nach Verzehr von Obst und Gemüse
- Rachenbeschwerden wie Brennen/Kribbeln oder Engegefühl im Hals, Heiserkeit, Gefühl eines Knotens in der Kehle, Beschwerden oder Schwellung im hinteren Teil des Rachens
- Asthma, Kurzatmigkeit, Keuchen
- Beschwerden im Brustraum
- Schmerzen in der Speiseröhre, Entzündung der Speiseröhre oder des Magens, Sodbrennen
- Erbrechen
- Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung)
- Lokalisierte Schwellung, Schwellung unter der Haut
- Hautausschlag, Hautreizung, Nesselsucht
- Angstgefühl
- Prickeln oder Kribbeln
- Anormale Blutwerte
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Augenlidentzündung, anormale Lidkontraktion, Augenreizung
- Verstopfte Ohren, Klingeln in den Ohren
- Beschwerden an der Nase, verstopfte Nasennebenhöhlen
- Zahnleischentzündung, Blutungen im Mund
- Mundgeruch, Aufstoßen
- Schmerzhaftes Schlucken
- Reizung des Kehlkopfes
- Schnelle Atmung
- Taubheitsgefühl im Rachen
- Jahreszeitbedingte Allergie
- Bronchitis
- Brustschmerz
- Herzklopfen, schneller Herzschlag
- Schwellung der Speiseröhre
- Häuige Darmentleerung, Reizdarm, Blähungen
- Reizbarkeit, Aufmerksamkeitsstörung, Taubheitsgefühl, Schläfrigkeit, Sprechstörung, Tremor (Muskelzittern)
- Bläschen, Hautrötung, akute Hautreaktion, kratzbedingte Wunden
- Muskelbeschwerden oder -kontraktionen
- Harndrang
Wenn Sie Nebenwirkungen haben, die Sie beunruhigen, kontaktieren Sie Ihren Arzt, der entscheiden wird, ob Sie zu deren Linderung eine Behandlung mit Arzneimitteln wie Antihistaminika benötigen.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Str. 51 - 59, 63225 Langen, Tel: +49 6103 77 0, Fax: +49 6103 77 1234, Website: www.pei.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
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Wie ist Orylmyte 100 IR & 300 IR Sublingualtabletten aufzubewahren?
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Orylmyte 100 IR & 300 IR Sublingualtabletten
Was Orylmyte enthält Der Wirkstoff ist ein standardisierter Allergenextrakt aus den Hausstaubmilben Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


