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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Neuromultivit sind Vitamintabletten, die Vitamin B1 (Benfotiamin), Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 (Cyanocobalamin) enthalten. Sie werden zur Behandlung von nachgewiesenem Vitamin-B1-, Vitamin-B6- und Vitamin-B12- Mangel (wenn Ihr Körper nicht genug von diesen Vitaminen hat) bei Erwachsenen eingesetzt, zur Vorbeugung oder Behandlung von …

Wirkstoff(e)
Benfotiamin, Pyridoxin (Vitamin B6), Cyanocobalamin (Vitamin B12)
Zulassungsinhaber
G.L. Pharma GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
A11DB
Anwendungsgebiete
Chronische Gastritis

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Neuromultivit angewendet?

Neuromultivit sind Vitamintabletten, die Vitamin B1 (Benfotiamin), Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 (Cyanocobalamin) enthalten.

Sie werden zur Behandlung von nachgewiesenem Vitamin-B1-, Vitamin-B6- und Vitamin-B12- Mangel (wenn Ihr Körper nicht genug von diesen Vitaminen hat) bei Erwachsenen eingesetzt, zur Vorbeugung oder Behandlung von Nervenkrankheiten (z.B. einer sogenannten Polyneuropathie). Die Ursache dafür könnte sein, dass Ihre Ernährung nicht genügend Vitamin B1, Vitamin B6 oder Vitamin B12 enthält oder dass Sie diese Vitamine nicht ausreichend aus Ihrer Nahrung aufnehmen.

Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu Erkrankungen der peripheren Nerven („Neuropathien“) führen, die sich in Müdigkeit oder Schmerzen, Kribbeln und Taubheit in Händen und Füßen äußern.

Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann einnehmen, wenn Sie wissen, dass Sie eine ärztlich diagnostizierte Erkrankung haben, und die Behandlung mit diesem Arzneimittel Ihnen von einem Arzt empfohlen wurde.

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Was ist vor der Einnahme von Neuromultivit zu beachten?

Neuromultivit darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen Benfotiamin, Pyridoxin und Pyridoxinverbindungen, Cyanocobalamin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Neuromultivit einnehmen.

Wird dieses Arzneimittel länger als 6 Monate eingenommen, kann dies zu Nervenschäden (Neuropathie) führen.

Einnahme von Neuromultivit zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist besonders wichtig bei folgenden Arzneimitteln:

  • Vitamin B1 wird durch 5-Fluorouracil (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs) oder ähnliche Arzneimittel gegen Krebs inaktiviert.
  • Hohe Tagesdosen von Vitamin B6 können die Blutspiegel einiger antiepileptischer Arzneimittel senken: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie auch Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Pregabalin, Topiramat oder Primidon einnehmen.
  • Ihr Vitamin-B6-Bedarf kann erhöht sein, wenn Sie sogenannte „Pyridoxin-Antagonisten“ einnehmen, wie
    • Hydralazin (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck)
    • Isoniazid (Antibiotikum gegen Tuberkulose)
    • D-Penicillamin (Arzneimittel zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und Morbus Wilson)
    • Cycloserin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose)
    • orale Empfängnisverhütungsmittel (die „Pille“).
  • Ihr Vitamin B12-Spiegel sinkt während der Einnahme von
    • Neomycin (Antibiotikum)
    • Aminosalicylsäure (Antibiotikum gegen Tuberkulose)
    • Omeprazol und Histamin-H2-Antagonisten, wie Cimetidin, Famotidin, Nizatidin, Roxatidin und Ranitidin (Arzneimittel zur Behandlung von überschüssiger Magensäure)
    • Colchicin (Arzneimittel zur Vorbeugung von Gichtanfällen)
    • orale Empfängnisverhütungsmittel (die „Pille“) über einen längeren Zeitraum.
    • Phenobarbital, Pregabalin, Primidon oder Topiramat (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)

Wenn Sie Levodopa mit Vitamin B6 einnehmen, kann das Vitamin die Wirkung von Levodopa abschwächen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn Sie Levodopa mit Carbidopa oder Benserazid einnehmen, wie es heute üblicherweise verschrieben wird. In den meisten Fällen ist dies also kein Grund zur Sorge.

Vitamin B6 verringert die Aktivität, aber auch die Neurotoxizität von Altretamin.

Einnahme von Neuromultivit zusammen mit Alkohol

Sie sollten während der Einnahme dieses Arzneimittels keinen Alkohol trinken, da dies die Aufnahme von Vitamin B1 im Darm verringert und dessen Speicherfähigkeit und Stoffwechsel beeinträchtigt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nehmen Sie Neuromultivit nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist nicht zu erwarten, dass dieses Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt.

Neuromultivit enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird Neuromultivit angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Die empfohlene Dosis beträgt eine Filmtablette einmal täglich.

Wenn eine neurologische Störung (z.B. eine Erkrankung genannt Polyneuropathie) bereits vorliegt, kann bei akuten Erkrankungen eine Filmtablette bis zu 3-mal täglich erforderlich sein, allerdings nur bei einer Behandlung unter Aufsicht eines Arztes, der die Wirkung überwacht.

Die Filmtabletten können mit oder ohne Nahrung mit ausreichend Flüssigkeit zu jeder Tageszeit eingenommen werden.

Die Anwendungsdauer sollte möglichst kurz sein. Die Höchstdauer der Behandlung ohne ärztlichen Rat beträgt 4 Wochen. Nach Ablauf dieses Zeitraums sollte ein Arzt konsultiert werden, der entscheidet, ob die Behandlung weiterhin notwendig ist oder ob die Dosis reduziert werden sollte.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Neuromultivit ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt, da die Sicherheit von Neuromultivit in dieser Bevölkerungsgruppe noch nicht nachgewiesen wurde.

Patienten mit verminderter Nieren- oder Leberfunktion und ältere Patienten

Wenn Sie eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion haben oder wenn Sie älter sind, wird Ihnen Ihr Arzt die übliche Dosis verschreiben.

Wenn Sie eine größere Menge von Neuromultivit eingenommen haben, als Sie sollten

Normalerweise sind keine medizinischen Maßnahmen erforderlich.

Vitamin B1: Bei Einnahme von Vitamin B1 ist eine Überdosierung nicht zu
  erwarten.
Vitamin B6: Hohe Dosen von Vitamin B6 (200 mg täglich über sehr lange
  Zeiträume oder mehrere Gramm pro Tag über kürzere Zeiträume)
  können nervenschädigend wirken (sensorische Neuropathie).
  Dadurch können Veränderungen des Gangbildes sowie der
  peripheren Empfindungen (Kribbeln, Taubheit) auftreten. Die
  Einnahme von 100 mg oder mehr pro Tag über einen längeren
  Zeitraum kann zu geringfügigen Nervenbeschwerden führen. Es
  lässt sich nicht genau festlegen, welche Menge von dieser Substanz
  schädlich ist, da jeder Mensch anders darauf reagiert. Es gibt keine
  spezifische Behandlung, die diesen Auswirkungen entgegenwirkt.
Vitamin B12: Bei Einnahme von Vitamin B1 ist eine Überdosierung nicht zu
  erwarten.

Bei Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung kann die

Einnahme von Vitamin B12 zusammen mit Folsäure und Vitamin

B6 zu einer schnelleren Nierenschädigung und zu mehr Herz- und

Blutgefäßproblemen führen.

Wenn Sie die Einnahme von Neuromultivit vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt mit der nächsten Dosis fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Neuromultivit?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Entzündung (Schwellung und Rötung) oder Verfall der peripheren Nerven (Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark), wodurch Taubheitsgefühle, Kribbeln und Brennen verursacht werden können; vor allem nach langfristiger Einnahme (länger als 6 Monate) hoher Dosen Vitamin B6 („periphere Neuropathie“ oder „Parästhesie“).
  • Kopfschmerzen
  • Ein unangenehmes elektrisches Gefühl, das den Rücken hinunter und in die Gliedmaßen läuft („Lhermitte-Zeichen“)
  • Anormale Färbung des Harns (das mag für Sie beunruhigend sein, ist aber harmlos).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Neuromultivit aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Weitere Informationen zu Neuromultivit

Was Neuromultivit enthält

  • Die Wirkstoffe sind Benfotiamin (Vitamin B1), Pyridoxin (Vitamin B6) und Cyanocobalamin (Vitamin B12).
    1 Filmtablette enthält 40 mg Benfotiamin (Vitamin B1), 74,1 mg Pyridoxin (Vitamin B6) entsprechend 90 mg Pyridoxinhydrochlorid und 0,25 mg Cyanocobalamin (Vitamin B12).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Povidon K30, vorverkleisterte Maisstärke, Natriumcitrat, Citronensäure-Monohydrat, hochdisperses Siliciumdioxid.
    Tablettenfilm: Poly(vinylalkohol), Macrogol Poly(vinylalkohol)-Pfropfcopolymer, Talkum, Titandioxid (E 171), Glycerolmonocaprylocaprat (Ph.Eur.).

Wie Neuromultivit aussieht und Inhalt der Packung

Neuromultivit sind weiße bis cremefarbene, runde und beidseitig nach außen gewölbte Filmtabletten ohne Bruchkerbe mit einem Durchmesser von 8,3 mm ± 0,2 mm und einer Dicke von 4,7 mm ± 0,5 mm.

Blisterpackungen aus kaltgeformter Bodenfolie (oPA/Al/PVC) laminiert mit Aluminiumfolie (Deckelfolie) mit 20, 50 oder 100 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, Schlossplatz 1, 8502 Lannach, Österreich

Hersteller

G.L. Pharma GmbH, Industriestraße 1, 8502 Lannach, Österreich

Tschechien: Deutschland: Estland: Ungarn: Lettland: Litauen: Polen: Rumänien: Slowakei:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Slowenien: Neuromultivit 40 mg/74.1 mg/0.25 mg filmsko obložene tablete

Bulgarien: Bevit Trio 40 mg/74.1 mg/0,25 mg film-coated tablets

Бевит Трио 40 mg/74.1 mg/0,25 mg филмирани таблетки

Neuromultivit Neo Neuromultivit Neuromultivit NeurogerloN Neo

Fenglavit 40 mg/74.1 mg/0,25 mg apvalkotās tabletes Fenglavit 40 mg/74.1 mg/0,25 mg plėvele dengtos tabletės Vitaminum B1 + B6 + B12 G.L. Pharma

Neuromultivit N comprimate filmate Tiadel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2025.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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