Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Muskelrelaxation und Immobilisierung im Rahmen der Narkoseeinleitung und/oder Narkoseaufrechterhaltung in Kombination mit Sedativa, Injektions- oder Inhalationsnarkotika.
- Zieltierarten
- Pferd
- Wartezeit
- Nicht zur Anwendung bei Pferden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
- Wirkstoff(e)
- Guaifenesin
- Zulassungsinhaber
- CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird My-50mg/ml bei Tieren angewendet?
Zur Muskelrelaxation und Immobilisierung im Rahmen der Narkoseeinleitung und/oder Narkoseaufrechterhaltung in Kombination mit Sedativa, Injektions- oder Inhalationsnarkotika.
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Für welche Tiere ist My-50mg/ml zugelassen?
Pferd
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu My-50mg/ml
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Guaifenesin darf nicht alleine angewendet werden. Vor der Anwendung müssen die Tiere ordnungsgemäß sediert sein. Vor chirurgischen oder anderen schmerzhaften Eingriffen sind geeignete Analgetika zu verabreichen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Aufgrund ihrer reizenden Eigenschaften ist die Lösung mittels Venenverweilkanüle strikt intravenös zu verabreichen. Vor der Anwendung von Guaifenesin ist eine sorgfältige präanästhetische Untersuchung erforderlich. Außer bei akuten Notfalleingriffen sollte das Futter 12 Stunden vor der Anwendung entzogen werden. Pferde sollten bis kurz vor der Anästhesie uneingeschränkten Zugang zu Trinkwasser haben. Anämische Pferde oder solche mit Herz- oder Atemwegsbeschwerden oder sonstigen Krankheitssymptomen sind besonders sorgfältig zu überwachen.
Niederlegen in Seiten- oder Rückenlage schränkt mit zunehmendem Körpergewicht des Pferdes die Ventilation ein. In Abhängigkeit von Narkosedauer und kardiorespiratorischen Vorerkrankungen kann eine Sauerstoffanreicherung der Atemluft empfehlenswert sein.
Da Esel empfindlicher als Pferde auf Guaifenesin reagieren (Niedergehen bei etwa 60% der benötigten Dosis für Pferde), muss bei diesen Tieren auf eine Dosisanpassung geachtet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Guaifenesin sollten den direkten
Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Haut- und Augenkontakt sind zu vermeiden. Im Falle eines Kontaktes mit der Haut die betroffene Stelle sofort gründlich mit Wasser abwaschen. Falls eine Reizung auftritt bzw. anhält, ärztlichen Rat einholen. Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen mit reichlich sauberem Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen und ihm das Etikett vorzeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist bei Pferden oder bei zur Zucht bestimmten Tieren nicht belegt. Laborstudien an Kaninchen und Ratten zum Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen. Nur gemäß der Nutzen- Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Guaifenesin verstärkt die zentral dämpfende Wirkung von Anästhetika.
Überdosierung:
Die therapeutische Breite von Guaifenesin ist relativ groß. Unerwünschte Effekte (Streckspasmen) treten erst bei Verdoppelung der angegebenen Dosierung auf; die Letaldosis beträgt mehr als die dreifache therapeutische Dosis. Ein spezielles Antidot existiert nicht. Bei Atemdepression und Blutdruckabfall sind geeignete symptomatische Gegenmaßnahmen einzuleiten (Sauerstoffzufuhr, Kreislaufunterstützung).
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Keine bekannt.
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Wie wird My-50mg/ml dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intravenösen Anwendung mittels Venenverweilkanüle.
Das Tierarzneimittel kann mit verschiedenen Anästhetika wie folgt kombiniert werden:
a. Einleitung der Anästhesie sowie deren Aufrechterhaltung für kurz dauernde Eingriffe:
Prämedikation mit einem α2-Rezeptoragonist (z.B. Detomidin, Xylazin oder Romifidin) oder
Azepromazin, gegebenenfalls in Kombination mit einem Opioid. Falls Guaifenesin in Kombination mit Ketamin angewendet werden soll, wird eine Prämedikation mit einem α2-Rezeptoragonist
empfohlen.
25 – 100 mg/kg Guaifenesin (entsprechend 0,5 – 2 ml des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht) werden als Sturzinfusion verabreicht, bis das Pferd zu schwanken beginnt. Dann wird sofort ein das Bewusstsein ausschaltendes Anästhetikum wie Ketamin, Thiopental oder Propofol als Bolus intravenös verabreicht. Die Wirkungsdauer dieser Kombination ist individuell unterschiedlich und abhängig von den anderen verabreichten Wirkstoffen. Eine für chirurgische Eingriffe ausreichende Narkosetiefe wird für ca. 10 – 20 Minuten erreicht. Das Pferd wird ca. 30 – 40 Minuten lang liegen bleiben.
b. Aufrechterhaltung der Anästhesie für mittellange Eingriffe:
Das Tierarzneimittel kann mittels kontinuierlicher intravenöser Infusion nach Effekt mit einer Infusionsgeschwindigkeit von 1 - 3 ml/kg/Stunde als Bestandteil einer Totalen Intravenösen Anästhesie (TIVA) in Kombination mit anderen Anästhetika für Eingriffe von bis zu einer Stunde Dauer angewendet werden.
c. Inhalationsanästhesie:
Das Tierarzneimittel kann wie unter a. beschrieben zur Einleitung einer Inhalationsanästhesie für längere Eingriffe verwendet werden.
Als Bestandteil einer Partiellen Intravenösen Anästhesie (PIVA) kann das Tierarzneimittel mittels kontinuierlicher intravenöser Infusion mit einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,5 –1 ml/kg/Stunde in Kombination mit Injektions- und Inhalationsanästhetika angewendet werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Informationen zu Narkoseprotokollen und Dosierungen einzelner Anästhetika sind in veterinärmedizinischen Lehrbüchern und in der Fachliteratur zu finden.
Kompatibilitätsstudien haben gezeigt, dass das Produkt mit folgenden Injektionslösungen in folgenden Verhältnissen gemischt werden kann:
Mit 20 ml einer Ketamin 100 mg/ml Injektionslösung und 25 ml einer Xylazin 20 mg/ml Injektionslösung.
Mit 20 ml einer Ketamin 100 mg/ml Injektionslösung und 5 ml einer Xylazin 100 mg/ml Injektionslösung.
Mit 20 ml einer Ketamin 100 mg/ml Injektionslösung und 2 ml einer Detomidin 10 mg/ml Injektionslösung.
Mit 20 ml einer Ketamin 100 mg/ml Injektionslösung und 5 ml einer Romifidin 10 mg/ml Injektionslösung.
Zur sicheren Anwendung mit anderen Arzneimitteln wird auf die Gebrauchsinformationen der entsprechenden Tierarzneimittel verwiesen.
Welche Wartezeit gilt für My-50mg/ml?
Nicht zur Anwendung bei Pferden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Welche Nebenwirkungen kann My-50mg/ml beim Tier haben?
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Niedriger Blutdruck1 |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |
| geschätzt werden) | |
| 1Senkung des arteriellen Blutdruckes |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist My-50mg/ml aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Die Infusionsflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/ Anbruch der Primärverpackung: sofort verbrauchen. Nach Anwendung verbleibende Reste sind zu verwerfen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu My-50mg/ml
Bezeichnung des Tierarzneimittels
My-50 mg/ml Infusionslösung für Pferde
Zusammensetzung
Jeder ml Infusionslösung enthält:
| Wirkstoff: | |
| Guaifenesin | 50,0 mg |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Propylenglycol | 70,0 mg |
| Glucose-Monohydrat | 50,0 mg |
| N-Methylpyrrolidon | 35,0 mg |
Klare farblose bis gelbliche Infusionslösung.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
401646.00.00
Packungsgrößen:
Infusionsflasche aus Polypropylen mit 1000 ml Infusionslösung. Umkarton mit 1 Infusionsflasche. Umkarton mit 5 Infusionsflaschen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
MM/JJJJ
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH Ostlandring 13
31303 Burgdorf
Tel: +49-(0)5136-6066-0
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



