Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Lindofluid® ist eine durchblutungsfördernde Einreibung. Lindofluid® wird angewendet zum Vorbeugen bei Gefahr des Wundliegens und bei mangelhafter Hautdurchblutung. Wenn Sie sich nach 7–10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Wirkstoff(e)
- Isopropanol
- Zulassungsinhaber
- Aristo Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- M02AX10
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Lindofluid angewendet?
Lindofluid® ist eine durchblutungsfördernde Einreibung.
Lindofluid® wird angewendet zum Vorbeugen bei Gefahr des Wundliegens und bei mangelhafter Hautdurchblutung.
Wenn Sie sich nach 7–10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
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Was ist vor der Einnahme von Lindofluid zu beachten?
Lindofluid® darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Campher, Eucalyptusöl oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile sind.
- von Kindern unter 6 Jahren;
- bei Patienten mit Bronchialasthma (Asthma bronchiale) oder anderen Atemwegserkrankun- gen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen; Keuchhus- ten. Die Inhalation von Campher kann zu Atemnot führen oder einen Asthmaanfall auslösen;
- auf offenen Verletzungen, geschädigter Haut, z. B. bei Verbrennungen, Entzündungen oder Infektionen der Haut sowie auf Ekzemen oder auf Schleimhäuten, auch im Bereich der Au- gen;
- bei diabetisch bedingten Gefäßerkrankungen (diabetischer Mikroangiopathie);
- bei eingeschränkter Funktion des Blutkreislaufsystems (peripherer venöser und arterieller In- suffizienz)
- bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren, da beschrieben ist, dass es in seltenen Fällen zum Atemstillstand bei Kehlkopfkrampf (Glottiskrampf) nach Inhalation ätherischer Öle ge- kommen ist.
Ein mit Lindofluid® getränkter luftundurchlässiger Verband (Okklusivverband) darf nicht angelegt werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lindofluid® anwenden.
Nur zur äußerlichen Anwendung, nicht zum Einnehmen!
Lindofluid® soll nicht mit Hautwunden, Augen oder Schleimhäuten in Berührung kommen! Lindofluid® enthält 51 % Isopropanol.
Falls die Beschwerden bestehen bleiben oder sich verschlechtern, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Anwendung von Lindofluid® zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimit- tel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher keine bekannt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, soll Lindofluid® in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wie wird Lindofluid angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einreiben in die Haut.
Die empfohlene Dosis beträgt
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, tragen bzw. sprühen Sie 4-mal täglich eine geringe Menge Lindofluid® Lösung auf die Haut auf und massieren Sie ggf. Lindofluid® Lösung leicht in die Haut ein.
Die Sprühpumpe von Lindofluid® Sprühlösung ist in jeder, außer in waagerechter Lage der Flasche voll funktionstüchtig.
Vor der Erstanwendung der Sprühflasche muss diese durch mehrmaliges Pumpen funktionsbereit gemacht werden. (Enthält kein Treibgas.)
Nach der Anwendung bitte die Hände gründlich waschen.
Dauer der Anwendung
Lindofluid® kann bis zum Abklingen der Beschwerden angewendet werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Lindofluid® angewendet haben, als Sie sollten
Isopropanol ist ungefähr 2-mal toxischer als Ethanol. Die Einnahme von 250 ml reinem Isopropanol ist für Erwachsene tödlich.
Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung bei der Anwendung auf der Haut sollte Lindofluid® wieder entfernt und mit Wasser abgespült werden.
Bei äußerlicher Anwendung von wesentlich zu großen Mengen Lindofluid® benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Art und Schwere der Beschwerden über die gegebe- nenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Eine Überdosierung kann zu Hautirritationen füh- ren.
Bei großflächiger Anwendung sind für den Wirkstoff Campher Krämpfe, Atemdepression und Koma beschrieben worden.
Wenn Lindofluid® versehentlich eingenommen wurde
Bei versehentlicher Einnahme von Lindofluid® benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Art und Schwere der Beschwerden über die gegebenenfalls erforderlichen Maß- nahmen entscheiden. Bei Einnahme von Lindofluid® können akute Vergiftungserscheinungen mit
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Bauch- und Kopfschmerzen, Schwindel, Hitzegefühl / Hitzewal- lungen, Krämpfe, Atemdepression und Koma auftreten.
Kein Erbrechen herbeiführen.
Auf keinen Fall sollten Milch oder alkoholische Getränke verabreicht werden, da dies die Aufnahme von Campher in den Körper noch weiter fördern kann.
Insbesondere wenn ein Kind versehentlich Lindofluid® verschluckt hat, ist es wichtig, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.
Wenn Sie die Anwendung von Lindofluid® vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Lindofluid?
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei je- dem auftreten müssen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
lokale Hautreaktionen wie z. B. Hautrötungen, Jucken, Brennen, Hautausschlag auch mit Pustel- oder Quaddelbildung.
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. lokale allergische Reaktionen (Kontaktdermatitis).
Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
Hustenreiz durch das Einatmen von Campher.
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- Atemwegsverengungen (Bronchospasmen) bei entsprechend veranlagten Patienten
Hautreizungen sind bei Vorliegen einer Terpentinölallergie oder bei längerer Anwendung möglich.
Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Campher oder Eucalyptusöl Überempfind- lichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden.
Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Wenn Lindofluid® großflächig auf die Haut aufgetragen und über einen längeren Zeitraum angewendet wird, sind weitere Nebenwirkungen, wie sie unter Umständen nach der Einnahme von campherhaltigen Arzneimitteln auftreten können, nicht auszuschließen.
Beim Auftreten von Hautrötungen, -brennen und -reizung sind die betroffenen Stellen gründlich mit Wasser abzuspülen.
Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion soll die Behandlung abgebrochen und Lindoflu id® nicht nochmals angewendet werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de an- zeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Beim Auftreten von Hautrötungen, -brennen und-reizung sind die betroffenen Stellen gründlich mit Wasser abzuspülen. Bei Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktion soll die Behandlung abgebro- chen und Lindofluid® nicht nochmals angewendet werden.
Wie ist Lindofluid aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letz- ten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Aufbewahrungsbedingungen
Vor Feuer schützen!
Gut verschlossen aufbewahren.
Weitere Informationen zu Lindofluid
Was Lindofluid® enthält
Der Wirkstoff ist: racemischer Campher.
100 g Lösung enthalten: 0,5 g racemischen Campher. Die sonstigen Bestandteile sind:
2-Propanol (Ph. Eur.), Gereinigtes Wasser,
Geruchsstoffe: 4-Methoxybenzaldehyd, Citronenöl, Eucalyptusöl, Fichtennadelöl, -Pinen, Farbstoffe: Chinolingelb (E 104) und Chlorophyllin-Kupfer-Komplex, Trinatriumsalz
(E 141).
Wie Lindofluid® aussieht und Inhalt der Packung
Lindofluid® ist eine klare durchsichtige Lösung.
Lindofluid® ist in Originalpackungen zu 100 ml und 250 ml Lösung und als 160 ml Sprühlösung erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Aristo Pharma GmbH Wallenroder Straße 8–10 13435 Berlin
Tel.: +49 30 71094-4200
Fax: +49 30 71094-4250
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2017.
Ihre Ärztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH wünschen Ihnen gute Besserung!
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


