Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Kyinsu ist ein Antidiabetikum, das zwei Wirkstoffe enthält: Insulin icodec: ein Insulin, das körpereigenes Insulin ersetzt und wie dieses wirkt, aber eine längere Wirkdauer hat. Es hilft dabei, den Blutzuckerspiegel in Ihrem Körper zu kontrollieren. Semaglutid: eine Substanz, die wie das Hormon GLP-1 in Ihrem Körper wirkt.
- Wirkstoff(e)
- Semaglutid
- Zulassungsinhaber
- Novo Nordisk A/S
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- A10AE57
- Anwendungsgebiete
- Adipositas (Fettleibigkeit)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Kyinsu ist ein Antidiabetikum, das zwei Wirkstoffe enthält:
- Insulin icodec: ein Insulin, das körpereigenes Insulin ersetzt und wie dieses wirkt, aber eine längere Wirkdauer hat. Es hilft dabei, den Blutzuckerspiegel in Ihrem Körper zu kontrollieren.
- Semaglutid: eine Substanz, die wie das Hormon GLP-1 in Ihrem Körper wirkt. Es senkt Ihren Blutzuckerspiegel, wenn er zu hoch ist.
Kyinsu wird zur Kontrolle hoher Blutzuckerwerte bei Erwachsenen mit Typ 2 Diabetes angewendet, die mit Basalinsulin oder Glucagon-like-peptide-1 (GLP-1) nicht ausreichend eingestellt werden können. Kyinsu wird zur Behandlung von Diabetes zusätzlich zu einer Diät, körperlicher Aktivität und oral eingenommenen Antidiabetika angewendet.
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Was ist vor der Einnahme von Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen zu beachten?
Kyinsu darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Insulin icodec, Semaglutid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Sie Kyinsu anwenden:
- wenn Sie Typ 1 Diabetes haben - eine Erkrankung, bei der Ihr Körper keinerlei Insulin produziert.
- wenn Sie eine diabetische Ketoazidose haben – eine Komplikation des Diabetes, die zu einer Übersäuerung des Blutes führt.
- wenn Ihr Blutzucker zu niedrig ist. Dies kann auftreten, wenn Ihre Kyinsu Dosis zu hoch ist, wenn Sie eine Mahlzeit auslassen oder wenn Sie eine ungeplante und anstrengende körperliche Betätigung vornehmen – befolgen Sie die Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation unter „Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)“.
- wenn Ihr Blutzucker zu hoch ist – befolgen Sie die Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation unter „Zu hoher Blutzucker (Hyperglykämie)“.
- wenn Sie eine schwere Herzinsuffizienz haben.
- wenn Sie Pioglitazon einnehmen. Die Anwendung von Pioglitazon zusammen mit Insulin bedarf besonderer Aufmerksamkeit – siehe „Anwendung von Kyinsu zusammen mit anderen Arzneimitteln“ weiter unten.
- wenn Sie Augenprobleme haben. Rasche Verbesserungen der Blutzuckereinstellung können zu einer vorübergehenden Verschlechterung einer diabetischen Augenerkrankung (Retinopathie) führen. Diese Augenerkrankung kann bei Menschen mit Diabetes zu Sehverlust und Blindheit führen. Wenn Sie Probleme mit Ihren Augen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Medikament verwenden. Überprüfen Sie vor jeder Injektion immer das Pen-Etikett, um Verwechslungen zwischen Kyinsu und anderen Medikamenten zu vermeiden. Anwender, die blind oder sehbehindert sind, sollten sich von einer Person mit gutem Sehvermögen helfen lassen, die in der Anwendung des Fertigpens geschult ist.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal während der Behandlung mit Kyinsu,
- wenn bei Ihnen starke und anhaltende Schmerzen in der Magengegend auftreten. Dies könnte ein Anzeichen für eine entzündete Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) sein.
- wenn bei Ihnen ein Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung) auftritt, z. B. bei Erbrechen und Durchfall. Es ist wichtig, viel zu trinken, insbesondere in den ersten Behandlungswochen mit Kyinsu. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Nierenprobleme haben.
- wenn bei Ihnen Hautveränderungen um die Injektionsstelle auftreten. Die Injektionsstelle ist regelmäßig zu wechseln; dies kann helfen Veränderungen des Unterhautfettgewebes vorzubeugen. Zu diesen Veränderungen gehören Verdickungen bzw. Vertiefungen der Haut oder Knoten unter der Haut. Kyinsu wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie es in einen Bereich injizieren, in dem Knoten auftreten (siehe Abschnitt 3 „Wie ist Kyinsu anzuwenden?“). Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie aktuell in einen Bereich injizieren, in dem Knoten auftreten, bevor Sie mit der Injektion in einen anderen Bereich beginnen. Ihr Arzt weist Sie möglicherweise an, Ihren Blutzuckerspiegel engmaschiger zu überwachen und die Dosis von Kyinsu oder anderer Antidiabetika anzupassen.
Umstellung von anderen injizierbaren Antidiabetika
Es ist wichtig, dass Sie immer überprüfen, dass Sie Ihre verschriebene Dosis injizieren, wenn Sie von einem einmal täglich oder einmal wöchentlich zu verabreichenden injizierbaren Antidiabetikum zu einmal wöchentlich Kyinsu wechseln. Befolgen Sie immer die Anweisungen Ihres Arztes, wie viel Arzneimittel Sie injizieren sollten (siehe Abschnitt 3). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Kyinsu anzuwenden ist.
Nahrung oder Flüssigkeit, die während einer Narkose in die Lunge gelangen
Bei manchen Patienten, die Medikamente wie Semaglutid (einer der Wirkstoffe in Kyinsu) anwendeten, gelangte Nahrung oder Flüssigkeit während der Vollnarkose oder tiefen Sedierung aus dem Magen in die Lunge. Informieren Sie Ihr medizinisches Fachpersonal vor einem Eingriff, bei dem eine Vollnarkose oder tiefe Sedierung notwendig ist, dass Sie Kyinsu anwenden.
Antikörper gegen Kyinsu
Die Behandlung mit Kyinsu kann dazu führen, dass der Körper Antikörper gegen Insulin oder das GLP-1-Hormon bildet. In sehr seltenen Fällen kann dies eine Änderung Ihrer Dosis von Kyinsu erforderlich machen.
Kinder und Jugendliche
Dieses Arzneimittel darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden. Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Kyinsu in dieser Altersgruppe vor.
Anwendung von Kyinsu zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Einige Arzneimittel haben Auswirkungen auf Ihren Blutzuckerspiegel; dies kann bedeuten, dass Ihre Dosis von Kyinsu angepasst werden muss.
Wenn Sie Basalinsulin oder eine Behandlung mit einem GLP-1-Rezeptoragonisten anwenden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wann Sie die Behandlung mit Basalinsulin und dem GLP-1- Rezeptoragonisten beenden sollten, bevor Sie mit der Anwendung von Kyinsu beginnen.
Nachstehend sind die wichtigsten Arzneimittel aufgeführt, die sich auf Ihre Behandlung mit Kyinsu auswirken können.
Möglicherweise benötigen Sie eine niedrigere Dosis von Kyinsu, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:
- Andere Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (zum Einnehmen oder zur Injektion)
- Sulfonamide – zur Behandlung von bakteriellen Infektionen
- Anabole Steroide (z. B. Testosteron)
- Betarezeptorenblocker – zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder anderen Erkrankungen. Diese Arzneimittel können das Erkennen der Warnzeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel erschweren (siehe Informationen im Kasten unter „Die Warnzeichen einer Unterzuckerung“ am Ende dieser Packungsbeilage).
- Acetylsalicylsäure und als „Salicylate“ bezeichnete Arzneimittel – zur Schmerzbehandlung und bei leichtem Fieber
- Monoaminoxidasehemmer – bei Depression oder Parkinson-Krankheit
- Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer – zur Behandlung bestimmter
Herzkrankheiten oder hohen Blutdrucks.
Diese Arzneimittel können Ihren Blutzuckerspiegel sinken lassen (Hypoglykämie), wenn Sie sie zusammen mit Kyinsu anwenden.
Möglicherweise benötigen Sie eine höhere Dosis von Kyinsu, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:
- Danazol – Arzneimittel, das den Eisprung beeinflusst
- Orale Verhütungsmittel
- Schilddrüsenhormone – zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
- Wachstumshormon – zur Behandlung von Wachstumshormonmangel
- Glukokortikoide (z. B. Cortison) – zur Behandlung von Entzündungen
- Sympathomimetika, z. B. Epinephrin (Adrenalin), Salbutamol oder Terbutalin – zur Behandlung von Asthma
- Thiazide – zur Behandlung von Bluthochdruck oder bei starker Flüssigkeitsansammlung (Wasser) im Körper.
Diese Arzneimittel können Ihren Blutzuckerspiegel ansteigen lassen (Hyperglykämie), wenn Sie sie zusammen mit Kyinsu anwenden.
Warfarin und ähnliche Arzneimittel zum Einnehmen, die die Blutgerinnung verringern. Sie benötigen möglicherweise häufige Blutuntersuchungen, um zu überprüfen, wie schnell Ihr Blut gerinnt.
Octreotid und Lanreotid – zur Behandlung von Akromegalie, einer seltenen Erkrankung, bei der zu viel Wachstumshormon ausgeschüttet wird. Beide können Ihren Blutzuckerspiegel erhöhen oder senken.
Pioglitazon – ein Medikament gegen Typ 2 Diabetes zum Einnehmen. Einige Patienten mit bereits seit langem bestehendem Typ 2 Diabetes und einer Herzerkrankung oder einem vorausgegangenen Schlaganfall, die mit Pioglitazon und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine Herzinsuffizienz. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Anzeichen einer Herzinsuffizienz wie Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Flüssigkeitseinlagerungen, Gewichtszunahme oder Schwellungen an den Knöcheln auftreten.
Anwendung von Kyinsu zusammen mit Alkohol
Wenn Sie Alkohol trinken, kann Ihr Blutzuckerspiegel entweder ansteigen oder sinken. Sie müssen Ihren Blutzuckerspiegel öfter als gewöhnlich messen, wenn Sie Alkohol trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit
Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob es einem ungeborenen Kind schaden kann. Daher wird empfohlen, während der Anwendung dieses Arzneimittels eine wirksame Verhütungsmethode anzuwenden. Wenn Sie schwanger werden möchten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Ihre Behandlung geändert wird, da Sie dieses Arzneimittels mindestens zwei Monate vorher absetzen müssen.
Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht, und ein Risiko für das Baby kann nicht ausgeschlossen werden. Daher darf Kyinsu während der Stillzeit nicht angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel oder das Stillen beenden sollten.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Kyinsu wird Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wahrscheinlich nicht beeinträchtigen, aber es verändert Ihren Blutzuckerspiegel. Ein zu niedriger oder zu hoher Blutzuckerspiegel kann Ihre Verkehrstüchtigkeit sowie Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen einschränken. Es kann auch Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, wodurch Sie sich selbst oder andere in Gefahr bringen könnten. Fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat, wenn:
- Ihr Blutzuckerspiegel oft zu niedrig ist
- Sie es schwierig finden, einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu erkennen.
Kyinsu enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Kyinsu ist einmal wöchentlich anzuwenden.
- Injizieren Sie Kyinsu am gleichen Wochentag. Um sich daran zu erinnern dieses Arzneimittel einmal pro Woche zu injizieren, wird empfohlen, sich den gewählten Wochentag in den Kalender einzutragen.
- Sie können das Arzneimittel zu jeder beliebigen Tageszeit anwenden.
Wie viel Kyinsu wird injiziert?
Ihr Arzt wird mit Ihnen entscheiden:
- wie viel Kyinsu Sie jede Woche benötigen
- wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel messen sollen
- wann Sie Ihre Dosis ändern müssen – Ihr Arzt kann Ihre Dosis entsprechend Ihrem Blutzuckerspiegel ändern
- ob Ihre Behandlung bei Anwendung anderer Medikamente angepasst werden muss.
Die maximal empfohlene wöchentliche Dosis beträgt 350 Dosisschritte.
Kyinsu ist ein Fertigpen mit einstellbarer Dosis.
Kyinsu wird als Injektion unter die Haut verabreicht (subkutane Injektion). Injizieren Sie es nicht in eine Vene oder einen Muskel.
1. Für die Injektion sind die Vorderseiten Ihrer Oberschenkel, Ihre Oberarme oder Ihre Bauchdecke am besten geeignet.
- Wechseln Sie jedes Mal den Bereich, in den Sie injizieren, um das Risiko Knoten oder Vertiefungen in der Haut zu entwickeln zu reduzieren (siehe Abschnitt 2 und 4).
1. Verwenden Sie stets für jede Injektion eine neue Nadel. Die Wiederverwendung der Nadeln erhöht das Risiko von verstopften Nadeln, was eine ungenaue Dosierung zur Folge haben kann. Entsorgen Sie die Nadeln nach jedem Gebrauch ordnungsgemäß.
- Ziehen Sie die Lösung nicht mit einer Spritze aus dem Pen auf, um Dosierungsfehler und eine mögliche Überdosierung zu vermeiden.
- Kyinsu wird in „Dosisschritten“ verabreicht. Die Dosisanzeige am Pen zeigt die Anzahl der Dosisschritte an.
-
Die Fertigpens von Kyinsu können die folgenden Dosen bereitstellen:
- Der Fertigpen mit 0,43 ml kann pro Einzelinjektion 10 bis 300 Dosisschritte in Abstufungen von 10 Dosisschritten abgeben.
- Der Fertigpen mit 1 ml kann pro Einzelinjektion 10 bis 350 Dosisschritte in Abstufungen von 10 Dosisschritten abgeben.
- Der Fertigpen mit 1,5 ml kann pro Einzelinjektion 10 bis 350 Dosisschritte in Abstufungen von 10 Dosisschritten abgeben.
- 10 Dosisschritte enthalten 10 Einheiten Insulin icodec und 0,029 mg Semaglutid.
Überprüfen Sie stets das Pen-Etikett, bevor Sie sich das Arzneimittel injizieren, um sicherzustellen, dass Sie den richtigen Pen verwenden.
Wenn Sie blind sind oder Probleme beim Ablesen der Dosisanzeige des Pens haben, dürfen Sie diesen Pen nicht ohne Hilfe anwenden. Lassen Sie sich von einer Person mit gutem Sehvermögen helfen, die in der Anwendung des Fertigpens geschult ist.
Bevor Sie Kyinsu zum ersten Mal anwenden, wird Ihnen Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal zeigen, wie es richtig zu injizieren ist.
Lesen Sie die „Bedienungsanleitung“ auf der Rückseite dieser Packungsbeilage sorgfältig durch, und verwenden Sie den Pen wie beschrieben.
Kyinsu darf nicht angewendet werden,
- in Insulininfusionspumpen
- wenn der Pen beschädigt ist oder nicht korrekt aufbewahrt wurde (siehe Abschnitt 5)
- wenn Partikel zu sehen sind – die Lösung sollte klar und farblos sein.
Wenn Sie Nieren- oder Leberfunktionsstörungen haben
In diesem Fall kann es sein, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel häufiger überprüfen müssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Anpassungen Ihrer Dosis.
Wenn Sie eine größere Menge von Kyinsu angewendet haben, als Sie sollten
Ihr Blutzucker kann sinken oder es kann Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Wenn Ihr Blutzuckerspiegel sinkt, lesen Sie die Hinweise am Ende dieser Packungsbeilage unter „Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)“.
Wenn Sie die Anwendung von Kyinsu vergessen haben
Falls 3 Tage oder weniger vergangen sind, nachdem Sie Kyinsu hätten injizieren sollen, injizieren Sie es, sobald Sie sich erinnern. Injizieren Sie dann Ihre nächste Dosis an Ihrem normalen Injektionstag.
- Falls mehr als 3 Tage vergangen sind, seit Sie Kyinsu hätten injizieren sollen, injizieren Sie es, sobald Sie sich erinnern. Sie sollten Ihre nächste Dosis von Kyinsu eine Woche, nachdem Sie die vergessene Dosis injiziert haben, injizieren. Falls Sie zu Ihrem ursprünglichen Injektionstag zurückkehren möchten, können Sie dies in Absprache mit ihrem Arzt tun, indem Sie die Zeit zwischen Ihren nächsten Dosen verlängern.
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, um eine vergessene Dosis auszugleichen.
Wenn Sie die Anwendung von Kyinsu abbrechen
Setzen Sie Kyinsu nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab. Wenn Sie die Anwendung von Kyinsu abbrechen, kann Ihr Blutzuckerspiegel ansteigen (Hyperglykämie) und Sie können eine Ketoazidose entwickeln. Siehe Hinweise am Ende dieser Packungsbeilage unter „Zu hoher Blutzucker (Hyperglykämie)“.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
-
Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) – sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Eine Unterzuckerung kann sehr schwerwiegend sein.
- Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, können Sie bewusstlos werden.
- Ein stark erniedrigter Blutzuckerspiegel kann Hirnschäden verursachen und lebensbedrohlich sein.
Versuchen Sie sofort, Ihren Blutzuckerspiegel zu erhöhen, wenn bei Ihnen Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten (siehe Hinweise unter „Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)“ am Ende dieser Packungsbeilage).
- Schädigung der Netzhaut der Augen (Komplikationen bei diabetischer Retinopathie), die Sehstörungen verursachen können – häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) Informieren Sie Ihren Arzt, wenn während der Behandlung mit diesem Arzneimittel Augenprobleme, wie z. B. Veränderungen des Sehvermögens, auftreten.
-
Hautveränderungen an der Injektionsstelle (Lipodystrophie, kutane Amyloidose) – selten (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
Wenn Sie dieses Arzneimittel zu oft an derselben Stelle injizieren:- kann die Haut eindellen oder dicker werden.
- Knoten unter der Haut können auch durch die Ansammlung eines Eiweißes namens Amyloid verursacht werden.
Dieses Arzneimittel wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten, Vertiefungen oder Verdickungen injizieren. Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion; dies kann helfen, diesen Hautreaktionen vorzubeugen.
Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) – selten (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) Sie müssen unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und umgehend Ihren Arzt informieren, wenn Sie Symptome wie z. B. Atembeschwerden, Anschwellen des Gesichts, der Lippen, Zunge und/oder des Rachens mit Schluckbeschwerden und beschleunigten Herzschlag bekommen.
Sonstige Nebenwirkungen
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Übelkeit
- Durchfall
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
- verminderter Appetit
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- schneller Herzschlag
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- aufgeblähter Bauch
- Verstopfung
- Verdauungsstörung (Dyspepsie)
- Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
- Sodbrennen („gastroösophageale Refluxkrankheit“)
- Aufstoßen
- Blähungen (Flatulenz)
- Müdigkeit
- Erhöhung von Pankreasenzymen
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Veränderung des Geschmacksempfindens (Dysgeusie)
- Entzündete Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis)
- verzögerte Magenentleerung
- Gallensteine (Cholelithiasis)
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- Schwellungen, insbesondere der Knöchel und Füße aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen (periphere Ödeme)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Darmverschluss
- Schwellung des Gesichts, der Lippen, Zunge und/oder Rachen mit Schluckbeschwerden (Angioödem)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett des Pens und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Vor Anbruch
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren. Vom Kühlelement fernhalten.
Die Kappe auf dem Pen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nach Anbruch oder bei Verwendung als Ersatz
Sie können den Kyinsu Fertigpen bei Raumtemperatur (unter 30 °C) oder im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) für bis zu:
- 6 Wochen (Fertigpen mit 0,43 ml) oder
- 8 Wochen (Fertigpens mit 1 ml und 1,5 ml) aufbewahren.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie bemerken, dass die Lösung nicht klar und farblos oder nahezu farblos ist.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn es eingefroren war.
Lassen Sie die Kappe des Pens immer aufgesetzt, wenn er nicht in Gebrauch ist, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Dieses Arzneimittel ist nur für die Anwendung durch eine Person bestimmt.
Vor der Injektion muss immer eine neue Nadel aufgesetzt werden.
Die Nadeln dürfen nicht wiederverwendet werden. Die Nadeln müssen sofort nach der Verwendung entsorgt werden.
Im Falle einer verstopften Nadel müssen Sie die Anweisungen in der Bedienungsanleitung am Ende dieser Gebrauchsinformation befolgen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml Injektionslösung im Fertigpen
Was Kyinsu enthält
-
Die Wirkstoffe sind Insulin icodec und Semaglutid. Jeder ml Lösung enthält 700 Einheiten Insulin icodec und 2 mg Semaglutid.
- Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml (0,43 ml) enthält 300 Einheiten Insulin icodec und 0,86 mg Semaglutid.
- Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml (1 ml) enthält 700 Einheiten Insulin icodec und 2 mg Semaglutid.
- Kyinsu (700 Einheiten + 2 mg)/ml (1,5 ml) enthält 1 050 Einheiten Insulin icodec und 3 mg Semaglutid.
- Die sonstigen Bestandteile sind Zinkacetat, Glycerol (E 422), Phenol, Metacresol, Natriumchlorid, Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts) (E 524), Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts) (E 507) sowie Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 Kyinsu enthält Natrium).
Wie Kyinsu aussieht und Inhalt der Packung
Kyinsu ist eine klare, farblose oder nahezu farblose Injektionslösung in einem Fertigpen.
Der Fertigpen ist für die Verwendung mit 30G, 31G und 32G Einwegnadeln bis zu einer Länge von 8mm vorgesehen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


