Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
GLIADEL Implantate ermöglichen die Freisetzung der krebshemmenden Substanz Carmustin direkt an den Ort des Gehirntumors nach operativer Tumorentfernung. Carmustin gehört zu einer Gruppe von krebshemmenden Substanzen, die das Wachstum von Krebszellen im Gehirn verlangsamen.
- Wirkstoff(e)
- Carmustin
- Zulassungsinhaber
- Clinigen Healthcare B.V.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- L01AD01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Gliadel 7,7 mg Implantat angewendet?
GLIADEL Implantate ermöglichen die Freisetzung der krebshemmenden Substanz Carmustin direkt an den Ort des Gehirntumors nach operativer Tumorentfernung. Carmustin gehört zu einer Gruppe von krebshemmenden Substanzen, die das Wachstum von Krebszellen im Gehirn verlangsamen.
GLIADEL Implantate können in Kombination mit Bestrahlung bei der Behandlung von Gehirntumoren verwendet werden.
Es hat sich gezeigt, das GLIADEL Implantate die Überlebenszeit von Patienten mit einem Hirntumor verlängern.
GLIADEL 7,7 mg Implantate
Anwendungsgebiete
GLIADEL Implantate sind für die Behandlung erwachsener Patienten mit neu diagnostizierten, hochgradig malignen Gliomen zusätzlich zur chirurgischen Behandlung und der Strahlentherapie indiziert.
GLIADEL Implantate sind zur Zusatzbehandlung von erwachsenen Patienten mit einem histologisch nachgewiesenen Rezidiv eines multiformen Glioblastoms geeignet, bei denen eine chirurgische Resektion angezeigt ist.
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Was ist vor der Einnahme von Gliadel 7,7 mg Implantat zu beachten?
Was sollten Sie vor der Anwendung von GLIADEL beachten?
GLIADEL Implantate dürfen nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Carmustin oder Polifeprosan 20 sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Nach einer Operation zur Entfernung des Hirntumors und Einsetzen der GLIADEL Implantate wird Sie Ihr Arzt oder Chirurg ganz genau überwachen, um bekannte Komplikationen festzustellen. In gewissen Fällen muss Ihr Chirurg nochmals operieren (aufgrund von Komplikationen oder Wiederauftreten des Tumors). Zu den Komplikationen gehören:
- Krämpfe (Anfälle)
- Infektionen im Gehirn (Infektionen innerhalb des Schädels)
- Anschwellen des Gehirns wegen Ansammlung von Flüssigkeit
- Austreten von Gehirnflüssigkeit
- Probleme der Wundheilung
Ihr Arzt wird Sie genau überwachen, wenn Sie Steroide nehmen wegen Schwellungen oder hohem Flüssigkeitsdruck im Gehirn.
Vor dem Einsetzen der Implantate muss Ihr Chirurg vielleicht einen Kanal in Ihrem Gehirn schließen, um zu verhindern, dass Implantate durchflieβen, sodass sich Flüssigkeiten im Schädel ansammeln.
Nach dem Einsetzen von Gliadel Implantaten kann durch ein bildgebendes Verfahren ein Anschwellen des Gehirns festgestellt werden durch Anhäufung von Flüssigkeit und einer durch Gliadel Implantate verursachten Entzündung oder Fortschreiten des Tumors.
Anwendung von GLIADEL Implantaten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. kürzlich eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel erhalten. GLIADEL Implantate sind nicht in schwangeren Frauen untersucht worden. Es ist gezeigt worden, dass der Wirkstoff, Carmustin, die Entwicklung von Föten beeinträchtigt. GLIADEL Implantate sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Frauen im gebärfähigen Alter werden angewiesen, nach dem Erhalt von GLIADEL-Implantaten 6 Monate lang eine wirksame Empfängnisverhütungmethode anzuwenden. Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter sollen nach dem Erhalt von GLIADEL-Implantaten 90 Tage lang eine Empfängnisverhütung anwenden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wird empfohlen, sich nach der Behandlung nicht an das Steuer eines Fahrzeugs zu setzen. Klären Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Auto fahren oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen dürfen.
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Carmustin oder einen der sonstigen Bestandteile von GLIADEL Implantaten.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Patienten, bei denen wegen maligner Hirntumore eine Kraniotomie erforderlich ist und GLIADEL Implantate eingesetzt werden, müssen hinsichtlich der bekannten Komplikationen bei Schädel- eröffnungen, darunter Konvulsionen, intrakranielle Infektionen, anormale Wundheilung, Hirnödeme und Pneumocephalus sorgfältig beobachtet werden (siehe Abschnitt 4.8). Bei mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten wurden Fälle von intrazerebralen Masseneffekten, die nicht auf Kortikosteroide ansprechen, beschrieben. In einem Fall ist es zum Hirnprolaps gekommen. Bei Patienten, die mit GLIADEL Implantaten behandelt werden, ist eine sorgfältige Beobachtung in Bezug auf das Auftreten von Hirnödemen / erhöhtem intrakraniellen Druck mit einem konsequenten Einsatz von Steroiden erforderlich (siehe Abschnitt 4.8). Liquoraustritt war bei mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten häufiger zu verzeichnen. Auf wasserdichten Duraverschluss sowie lokale Wundversorgung ist unbedingt zu achten (siehe Abschnitt 4.8).
Veränderungen der Gefäßwände zerebraler Blutgefäße in der Nähe der Gliadel-Wafer, einschließlich Fälle von Aneurysma mit daraus resultierenden zerebralen Blutungen mehrere Monate nach dem Einsetzen des Gliadel-Wafers, wurden beschrieben. Das Einsetzen von Gliadel-Wafern angrenzend an große zerebrale Blutgefäße ist zu vermeiden.
Die Entwicklung von Hirnödemen mit Masseneffekten (infolge von Tumorrezidiven, intrakranialen Infektionen oder Nekrosen) kann einen erneuten operativen Eingriff und – in einigen Fällen – die Entfernung von GLIADEL Implantaten bzw. ihrer Reste erforderlich machen.
Eine Verbindung zwischen der chirurgischen Resektionshöhle und dem Ventrikelsystem muss vermieden werden, damit die Implantate nicht in das Ventrikelsystem eindringen und möglicherweise einen obstruk-tiven Hydrozephalus verursachen können. Wenn eine Verbindung vorhanden ist, die einen größeren Durchmesser als das Implantat hat, muss diese vor dem Einsetzen von GLIADEL Implant geschlossen werden.
Bei der Computer- und Kernspintomografie können nach dem Einsetzen von GLIADEL Implantaten Kontraststeigerungen in dem die Resektionshöhle umgebenden Hirngewebe erkennbar sein. Diese Kontraststeigerungen können durch GLIADEL Implantate verursachte Ödeme und Entzündungen oder eine Tumorprogression darstellen.
Frauen im gebärfähigen Alter sollten nach dem Erhalt eines GLIADELImplantats mindestens 6 Monate lang eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, nach dem Erhalt eines GLIADEL-Implantats mindestens 90 Tage lang eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden.
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft:
Es liegen keine Studien von GLIADEL Implantaten bei schwangeren Frauen und keine zur Bewertung der Reproduktionstoxizität von GLIADEL Implantaten vor.
Carmustin, der arzneilich wirksame Bestandteil von GLIADEL Implantaten, kann bei systematischer Applikation genotoxische Effekte haben und die Entwicklung des Fötus nachteilig beeinträchtigen (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung von GLIADEL-Implantat während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird deshalb nicht empfohlen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten nach dem Erhalt eines GLIADEL-Implantats mindestens 6 Monate lang eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, nach dem Erhalt eines GLIADEL-Implantats mindestens 90 Tage lang eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden. Wird die Anwendung von GLIADEL Implantaten während der Schwangerschaft dennoch erwogen, muss die Patientin über das potenzielle Risiko für den Fötus informiert werden. Wenn Patientinnen nach dem Erhalt eines GLIADEL-Implantats schwanger werden, sollte eine genetische Beratung in Anspruch genommen werden.
Stillzeit:
Es ist nicht bekannt, ob Bestandteile von GLIADEL Implantat in die Muttermilch übergehen. Da einige Arzneimittel in die Muttermilch abgegeben werden, und wegen der möglichen Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen von Carmustin bei der Ernährung von Säuglingen, ist Stillen kontraindiziert.
Fertilität:
Keine Studien über die Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit sind mit GLIADEL Implantaten durchgeführt worden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Gefrierschrank lagern bei –20 °C oder darunter.
Die ungeöffneten äußeren Verpackungen können bei Temperaturen von bis zu 22 °C maximal sechs Stunden lang aufbewahrt werden.
Das Produkt darf nur einmal wieder eingefroren werden, wenn die ungeöffneten Beutel nicht länger als sechs Stunden einer Temperatur von höchstens 22 °C ausgesetzt waren. Nach dem erneuten Einfrieren muss das Produkt innerhalb von 30 Tagen verwendet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Bei der Verwendung der Implantate sind OP-Handschuhe zu tragen, weil der Kontakt mit Carmustin zu schweren Hautreizungen und Hyperpigmentation führen kann. Es wird empfohlen, zwei Paar solcher Handschuhe überzuziehen und die äußeren nach dem Gebrauch in die speziellen Behälter für biologischen Sondermüll zu entsorgen. Für das Einsetzen der Implantate ist ein eigens dafür vorgesehenes chirurgisches Instrument zu verwenden. Ist ein wiederholter neurochirurgischer Eingriff angezeigt, sind alle Implantate bzw. Implantatreste als potenziell zytotoxische Stoffe zu betrachten. Jegliches nicht verwendete Produkt oder Abfallmaterial muss entsprechend den lokalen Anforderungen für zytotoxische Stoffe entsorgt werden.
GLIADEL Implantate müssen mit Sorgfalt behandelt werden. Die GLIADEL Implantat-Beutel sind im verschlossenen Zustand in den OP-Saal zu bringen und erst zu öffnen, wenn die Implantate in die Resektionskavität eingesetzt werden können. Mit Ausnahme der Außenseiten der äußeren Beutel sind
alle übrigen Flächen steril. Heruntergefallenes Implantat muss in jedem Fall ordnungsgemäß entsorgt werden.
Anweisungen zum Öffnen der die Implantate enthaltenen Beutel:
Abbildung 1: Zum Öffnen des äußeren Beutels erfassen Sie die gefalzte Ecke und ziehen die Folie langsam nach außen.
Abbildung 2: Nicht in einer Abwärtsbewegung nach unten ziehen, sodass die Knöchel über den Beutel abrollen. Dadurch könnte
Druck auf das Implantat ausgeübt werden, wodurch es zerbrechen kann.
Abbildung 3: Ziehen Sie anschließend mit einer Klemmschere den inneren
Beutel nach oben heraus
Abbildung 4: Erfassen Sie den inneren Beutel ohne Druckanwendung und schneiden Sie ihn bogenförmig um das Implantat herum auf.
Abbildung 5: Entnehmen Sie nun mit der Klemmschere das Implantat vorsichtig und setzen Sie es direkt in die Resektionshöhle ein
Heruntergefallene Implantate müssen in jedem Falle ordnungsgemäß entsorgt werden!
Nach Resektion des Tumors, Bestätigung der Tumorpathologie und erfolgter Hämostase können bis zu acht Implantate eingesetzt werden, um so viel Resektionshöhle wie möglich abzudecken. Geringfügige Überlappungen der Implantate sind akzeptabel. In zwei Hälften gebrochene Implantate können verwendet werden. Implantate, die in mehr als zwei Teile zerbrochen sind, müssen jedoch in die eigens dafür vorgesehenen Abfallbehälter für biologischen Sondermüll entsorgt werden.
Zur besseren Haftung der Implantate an der Oberfläche der Resektionshöhle können sie mit oxidierter Regeneratzellulose abgedeckt werden. Nach dem Einsetzen der Implantate muss die Resektionshöhle gespült und die Dura wasserdicht verschlossen werden.
Nicht benutzte Produkte bzw. Abfälle sind entsprechend den lokal geltenden Vorschriften für biologischen Sondermüll zu entsorgen.
Wie wird Gliadel 7,7 mg Implantat angewendet?
GLIADEL Implantate sind ausschließlich zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.
Der Chirurg oder Apotheker stellt sicher, dass das Arzneimittel bei der Operation verfügbar ist. Nach der Entfernung des Hirntumors setzt der Chirurg bis zu acht Implantate in die Tumorhöhle ein. Ihr Chirurg wird entscheiden, wie viele Implantate in die Aushöhlung, die ursprünglich von dem Tumor eingenommen wurde, eingesetzt werden. Die Implantate werden derart platziert, dass sie die Aushöhlung so gut wie möglich abdecken. Nach der Operation lösen sich die Implantate innerhalb von zwei bis drei Wochen langsam auf, und setzen so das Carmustin an die umgebenden Zellen frei.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren operierenden Arzt.
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung
Nur zur intraläsionalen Anwendung.
In jedem GLIADEL Implantat sind 7,7 mg Carmustin enthalten, woraus sich beim Einsatz von acht Implantaten in der Tumor-Resektionshöhle eine Dosis von 61,6 mg ergibt.
Fädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von GLIADEL Implantaten bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erstellt. Es stehen keine Daten zur Verfügung.
Methoden der Verabreichung
Sofern es Größe und Form der Resektionshöhle zulassen, wird das Einsetzen von maximal acht Implantaten empfohlen. In zwei Hälften gebrochene Implantate können verwendet werden. Jedoch sollten Implantate, die in mehr als zwei Teile durchbrochen sind in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter für Bio-Gefahrstoffe entsorgt werden (siehe Abschnitt 6.6).
Die Implantate sind direkt aus ihrer inneren sterilen Verpackung heraus in die Resektionshöhle einzusetzen. Sie können mit oxidierter Regeneratzellulose abgedeckt werden, damit sie besser an der Oberfläche der Kavität anhaften (siehe Abschnitt 6.6).
Überdosierung
Nicht zutreffend.
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Welche Nebenwirkungen hat Gliadel 7,7 mg Implantat?
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel können GLIADEL Implantate Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder gehen Sie in die Notfallaufnahme des nächsten Krankenhauses, wenn Sie eine der aufgeführten Nebenwirkungen als neue Nebenwirkung bemerken, oder wenn sich Nebenwirkungen bei Ihnen verschlimmern.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die in Studien mit Patienten mit entweder einem neu diagnostizierten malignen Gliom (Gehirntumor) (120 Patienten) oder einem erneut aufgetretenen diagnostizierten malignen Gliom (110 Patienten) beobachtet wurden, werden nachstehend aufgeführt.
Die folgenden vier Kategorien von Nebenwirkungen stehen möglicherweise mit der Behandlung mit GLIADEL Implantaten in Zusammenhang:
- Krampfanfälle waren sehr häufig. Die Mehrzahl der Krampfanfälle war von geringer bis mäßiger Stärke und trat in den ersten fünf Tagen nach dem chirurgischen Eingriff auf.
- Hirnschwellungen traten sehr häufig auf. Die Entwicklung einer Hirnschwellung könnte bedeuten, dass eine erneute Operation erforderlich ist, um die Implantate bzw. deren Reste zu entfernen.
- Mäßige bis schwere Wundheilungsstörungen waren sehr häufig.
- Infektionen im Gehirn, wie Meningitis oder Abszesse (örtliche Eiteransammlungen) waren häufig.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei den Patienten während den Studien festgestellt. Sie waren ähnlich denen, die bei Patienten vorgefunden wurden, die sich einem chirurgischen Eingriff zur Behandlung ihres Gehirntumors unterzogen haben, ohne dass GLIADEL Implantate eingesetzt wurden.
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
-
Psychiatrische Erkrankungen
Depression - Erkrankungen des Nervensystems
Schwäche, besonders einer Körperhälfte; Krämpfe (Anfälle), Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Hirnschwellung, Depression, Schläfrigkeit (Benommenheit), Sprechstörungen
-
Gefäßerkrankungen
Venenentzündung -
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-, Darmstörungen)
Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung - Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Ausschlag, Haarausfall
-
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Infektion der Harnwege -
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Verschlechterung des Allgemeinzustands, Infektion, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Fieber, Schmerzen; abnorme (langsame) Heilung der Operationswunde
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Verringerung der Anzahl der roten Blutkörperchen, wodurch die Haut blass erscheint und es zu Ermüdung und Kurzatmigkeit kommen kann; Verringerung der Blutplättchen, wodurch sich das Blutungsrisiko erhöht; Anstieg der weißen Blutkörperchen.
- Endokrine Erkrankungen (Hormonstörungen)
Diabetes mellitus (anormal erhöhter Blutzuckerspiegel)
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Periphere Ödeme (übermäßige Flüssigkeitsansammlung in den Armen und Beinen), niedrige Natriumkonzentration im Blut, die zu Ermüdung und Verwirrtheit, Muskelzuckungen, Krämpfen und Koma führen kann; hoher Blutzuckerspiegel, geringe Kaliumkonzentration im Blut, die zu Muskelschwäche, Muskelverkrampfung oder einem anormalen Herzrhythmus führen kann.
Psychiatrische Erkrankungen
Persönlichkeitsveränderung, exzessive Angstzustände, abnormes Denken, Halluzinationen, Schlaflosigkeit (wenig oder schlechter Schlaf)
- Erkrankungen des Nervensystems
Amnesie (Gedächtnisverlust), Erhöhung des Hirndrucks aufgrund von anormalen Flüssigkeitsansammlungen, Gesichtslähmung, Koordinationsverlust, herabgesetztes Reizempfinden, anormales Kribbeln oder Brennen, anormaler Gang, Schwindelgefühl, epileptische Anfälle (Krämpfe), Tremor (Zittern), Meningitis (Hirnhautentzündung), Abszess (Eiterbeule), Bewusstseinsverlust.
- Augenerkrankungen
Anormale oder verschwommene Sicht, Anschwellen der Augenkonturen, Augenschmerzen
- Gefäßerkrankungen
Blutungen, hoher oder niedriger Blutdruck
- Erkrankungen der Atemwege (Lungenerkrankungen)
Lungenentzündung oder Pneumonie, die zu Kurzatmigkeit, Husten und Temperaturanstieg führen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-, Darmstörungen)
Pilzerkrankung im Mund, Diarrhö, Verstopfung, Stuhlinkontinenz (unkontrollierter Stuhlabgang), Schluckbeschwerden, Magen- oder Darmblutungen.
-
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hautausschlag -
Muskel-, Skelett- und Bindegewebserkrankungen
Infektionen -
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Harninfektionen, Harninkontinenz -
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Unterleibs-, Rücken- und Brustschmerzen, Gesichtsschwellungen, Abszess (örtliche Eiteransammlung), versehentliche Verletzungen, allergische Reaktion, Nackenschmerzen und Blutvergiftung.
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Pneumocephalus (Luftansammlung an der Implantationsstelle)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wechselwirkungen von GLIADEL Implantaten mit anderen Arzneimitteln bzw. mit Chemotherapien wurden nicht untersucht.
Nebenwirkungen
Das Spektrum der Nebenwirkungen, das bei Patienten mit neu diagnostizierten, hochgradig malignen Gliomen und malignen Gliomrezidiven zu finden war, entsprach generell dem derjenigen Patienten, die sich wegen maligner Gliome der Kraniotomie unterziehen mussten.
Nachstehend sind unerwünschte Nebenwirkungen, die bei Patienten mit GLIADEL-Implantat
während der klinischen Studien beobachtet wurden, in Häufigkeitsgruppen aufgelistet: sehr häufig
(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) und gelegentlich (≥ 1/1,000 bis < 1/100).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Primär-Chirurgie
Die nachstehende Tabelle zeigt die am häufigsten aufgetretenen unerwünschten Reaktionen, die bei mindestens 5% der 120 Patienten mit neu diagnostizierten malignen Gliomen zu beobachten waren, die in einer klinischen Studie mit GLIADEL Implantaten behandelt wurden:
Häufig beobachtete unerwünschte Reaktionen bei mehr als 5% der Patienten, bei denen in der Initial-Chirurgie Gliadel Implantate appliziert wurden
| System-Organklasse | Unerwünschte Reaktionen | ||
| Endokrine Erkrankungen | häufig | Diabetes Mellitus | |
| sehr häufig | Depression | ||
| Psychiatrische Störungen | häufig | Persönlichkeitsstörung, Angstzustände, | |
| abnormes Denken, Halluzinationen, | |||
| Schlaflosigkeit | |||
| sehr häufig | Hemiplegie, Krämpfe, Konfusion, | ||
| Hirnödeme, Aphasie, Somnolenz, | |||
| Sprachstörungen | |||
| häufig | Amnesie, interkranielle Hypertonie, | ||
| Erkrankungen des Nervensystems | Persönlichkeitsstörungen, Angst, | ||
| Gesichtsnervenlähmung, Neuropathie, | |||
| Ataxie, Hypoästhesie, Parästhesie, | |||
| abnormes Denken, anormaler Gang, | |||
| Schwindelgefühl, Grand-mal-Konvulsion, | |||
| Halluzinationen, Schlaflosigkeit, Tremor | |||
| Augenerkrankungen | häufig | Bindehautödeme, anormale Sicht, | |
| Störungen des Sichtfeldes | |||
| Gefäßerkrankungen | sehr häufig | Tiefe Thrombophlebitis | |
| häufig | Hämorrhagie | ||
| Erkrankungen der Atemwege, des | häufig | Pneumonie, Lungenembolie | |
| Brustraums und des Mediastinums | |||
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | häufig | Pneumonie | |
| Erkrankungen des | sehr häufig | Übelkeit, Erbrechen, Konstipation | |
| Gastrointestinaltraktes | häufig | Diarrhö | |
| Erkrankungen der Haut und des | sehr häufig | Hautausschlag, Alopezie | |
| Unterhautzellgewebes | |||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | häufig | Infektionen der Harnwege, Harninkontinenz | |
| sehr häufig | Verschlechterung des Allgemeinzustandes, | ||
| Kopfschmerz, Asthenie, Infektionen, | |||
| Allgemeine Erkrankungen und | Fieber, Schmerzen, abnorme Wundheilung | ||
| häufig | Unterleibs-, Rückenschmerzen, | ||
| Beschwerden am Verabreichungsort | |||
| Gesichtsödeme, Brustschmerzen, Abszesse, | |||
| versehentliche Verletzungen, periphere | |||
| Ödeme |
Erhöhter Hirndruck war bei den mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten häufiger zu verzeichnen als bei den Placebo-Patienten (9,2% gegenüber 1,7%). Er wurde typischerweise spät, zum Zeitpunkt des Wiederauftretens des Tumors, beobachtet und stand wahrscheinlich nicht mit der Applikation von GLIADEL Implantaten in Zusammenhang (siehe Abschnitt 4.4).
Liquoraustritt war bei den mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten häufiger festzustellen als bei den Placebo-Patienten. Allerdings traten die intrakranialen Infektionen und sonstigen Heilungs- Störungen nicht vermehrt auf (siehe Abschnitt 4.4).
Operative Behandlung von rezidivierenden Erkrankungen
Bei der operativen Behandlung von rezidivierenden Erkrankungen im Rahmen einer kontrollierten klinischen Studie wurden bei mindestens vier Prozent von 110 mit GLIADEL-Implantaten behandelten Patienten die nachstehend aufgeführten postoperativen unerwünschten Reaktionen beobachtet. Mit Ausnahme der Auswirkungen auf das Nervensystem, wofür die Placebo-Implantate verantwortlich gewesen sein könnten, sind nur die unerwünschten Reaktionen aufgelistet, die in der GLIADEL- Implantat-Gruppe häufiger zu verzeichnen waren. Diese waren entweder vor der Operation nicht vorhanden oder sie hatten sich während der Nachbeobachtungszeit, die bis zu 71 Monate betrug, postoperativ verstärkt.
Häufige unerwünschte Reaktionen bei mehr als ≥4% der Patienten, die in der operativen Behandlung von rezidivierenden Erkrankungen GLIADEL Implantate erhalten haben
| System-Organklasse | Unerwünschte Reaktionen | ||
| Erkrankungen des Blutes und des | häufig | Anämie | |
| Lymphsystems | |||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | häufig | Hyponatriämie | |
| sehr häufig | Krämpfe, Hemiplegie, Kopfschmerz, | ||
| Erkrankungen des Nervensystems | Somnolenz, Konfusion | ||
| häufig | Aphasie, Stupor, Hirnödeme, intrakranielle | ||
| Hypertension, Meningitis oder Abszesse | |||
| Gefäßerkrankungen | häufig | Tiefe Thrombophlebitis | |
| Erkrankungen der Atemwege, des | häufig | Pneumonie, Lungenembolie | |
| Brustraums und des Mediastinums | |||
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | häufig | Pneumonie, orale Candidose | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes | häufig | Übelkeit, Übelkeit und Erbrechen, orale | |
| Moniliasis | |||
| Erkrankungen der Haut und des | häufig | Hautausschlag | |
| Unterhautzellgewebes | |||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | sehr häufig | Infektionen der Harnwege | |
| Allgemeine Erkrankungen und | sehr häufig | Fieber, abnorme Wundheilung | |
| Beschwerden am Verabreichungsort | häufig | Infektion, Schmerzen |
Über die folgenden Nebenwirkungen, die in der vorstehenden Tabelle nicht aufgeführt sind, wurden bei den mit GLIADEL Implant behandelten Patienten in allen Studien berichtet. Diese Nebenwirkungen waren entweder vor der Operation nicht vorhanden oder sie hatten sich in der postoperativen Phase verstärkt. Ob diese durch GLIADEL Implantat hervorgerufen wurden, konnte nicht festgestellt werden.
Unerwünschte Reaktionen bei Patienten, die GLIADEL Implantate erhielten
| System-Organklasse | Unerwünschte Reaktionen | |
| Erkrankungen des Blutes und des | häufig | Thrombozytopenie, Leukozytose |
| Lymphsystems | ||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | häufig | Hyponatriämie, Hyperglykämie, |
| Hypokaliämie | ||
| häufig | Hydrozephalus, Ataxie, Schwindelgefühl, | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Hemiplegie, Koma, Amnesie, Diplopie | |
| gelegentlich | Cerebrale Hämorrhagie, cerebraler Infarkt | |
| Psychiatrische Störungen | häufig | Depression, abnormes Denken, |
| Schlaflosigkeit, paranoide Reaktion | ||
| Augenerkrankungen | häufig | Sehstörungen, Augenschmerzen |
| Herzerkrankungen, Gefässerkrankungen | häufig | Hypertension, Hypotension |
| Erkrankungen der Atemwege, des | häufig | Infektion, Aspirationspneumonie |
| Brustraums und Mediastinums | ||
| Erkrankungen des | häufig | Diarrhö, Konstipation, Dysphagie, |
| Gastrointestinaltraktes | Gastrointestinalblutungen, Stuhlinkontinenz | |
| Erkrankungen der Haut und des | häufig | Hautausschlag |
| Unterhautzellgewebes | ||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und | häufig | Infektion |
| Knochenerkrankungen | ||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | häufig | Harninkontinenz |
| 1- < 10% | Periphere Ödeme, Nackenschmerzen, | |
| Allgemeine Erkrankungen und | versehentliche Verletzungen, | |
| Beschwerden am Verabreichungsort | Rückenschmerzen, allergische Reaktionen, | |
| Asthenie, Brustschmerzen, Sepsis | ||
| Verletzung, Vergiftung und durch | Gelegentlich | Pneumocephalus |
| Eingriffe bedingte Komplikationen | ||
| Beschreibung der ausgewählten unerwünschten Reaktionen |
Für Gliadel liegen Berichte über Fälle von Luftansammlung an der Implantationsstelle, manchmal in Verbindung mit neurologischen Symptomen (Hemiplegie, Aphasie, Krampfanfälle), vor.
Die folgenden vier Kategorien von unerwünschten Reaktionen stehen möglicherweise mit der Behandlung mit GLIADEL Implantaten in Zusammenhang:
Krampfanfälle:
In der Initial-Chirurgie Studie lag die Inzidenz von Krampfanfällen in den ersten fünf Tagen nach der Implantation in der GLIADEL Implantat-Gruppe bei 2,5%.
Eine Studie zur operativen Behandlung von rezidivierenden Erkrankungen ergab, dass bei 19% der Patienten, die GLIADEL Implantate erhielten, postoperative Krampfanfälle auftraten. 12 von 22 (54%) der mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten erlitten den ersten neuen bzw. verstärkten Krampfanfall innerhalb der ersten fünf Tage nach der Operation. Die durchschnittliche Dauer bis zum Einsetzen des ersten neuen bzw. verstärkten Krampfanfalls nach der Operation lag bei den mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten bei 3,5 Tagen.
Hirnödeme:
Die Entwicklung von Hirnödemen mit Masseneffekt (infolge von Tumorrezidiven, intrakranieller Infektionen oder Nekrosen) kann eine erneute Operation und – in einigen Fällen – die Entfernung von GLIADEL Implantaten bzw. ihrer Reste erforderlich machen (siehe Abschnitt 4.4).
Wundheilungsstörungen:
Bei klinischen Studien von GLIADEL Implantat wurde von folgendenWundheilungsstörungen berichtet: Wunddehiszenz, verzögerte Wundheilung, subdurale, subgaleale oder Wundeffusionen sowie Austritt von Zerebrospinalflüssigkeit.
Bei Studien zur Initial-Chirurgie wurden Liquoraustritte bei 5% der Empfänger von GLIADEL Implantaten beobachtet. Während der Operation muss für einen wasserdichten Duraverschluss gesorgt werden, um die Gefahr des Austritts von Liquor zu minimieren (siehe Abschnitt 4.4).
Intrakranielle Infektionen:
Bei Studien zur Initial-Chirurgie traten bei 5% der mit GLIADEL Implantaten behandelten Patienten Hirnabszesse oder Meningitis auf.
Bei der operativen Behandlung von rezidivierenden Erkrankungen waren bei 4% der Patienten, bei denen GLIADEL Implantate appliziert wurden, Hirnabszesse oder Meningitis zu verzeichnen.
In einer veröffentlichten klinischen Studie wird von der Entstehung von Zysten nach der Behandlung mit GLIADEL Implantat berichtet. Diese Reaktion trat bei 10% der in der Studie beobachteten Patienten auf. Nach der Resektion eines malignen Glioms können sich jedoch Zysten bilden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkungen über das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de zu melden.
Wie ist Gliadel 7,7 mg Implantat aufzubewahren?
Wie ist GLIADEL aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Im Gefrierschrank lagern bei –20 °C oder darunter.
Ungeöffnete Außenbeutel können bei einer Temperatur, die 22°C nicht übersteigen darf, maximal sechs Stunden gelagert werden.
Das Arzneimittel darf nur einmal wieder eingefroren werden, wenn die ungeöffneten Beutel nicht länger als sechs Stunden einer Temperatur von höchstens 22 °C ausgesetzt waren. Nach dem erneuten Einfrieren muss das Arzneimittel innerhalb von 30 Tagen verwendet werden.
Sie dürfen GLIADEL Implantate nach dem auf dem Umkarton und/oder Beutel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Der behandelnde Chirurg oder Apotheker des Krankenhauses überprüft das Verfalldatum vor Anwendung der Implantate.
Dauer der Haltbarkeit
4 Jahre
Weitere Informationen zu Gliadel 7,7 mg Implantat
Was GLIADEL Implantate enthalten?
-
Der Wirkstoff ist Carmustin.
Jedes Implantat enthält 7,7 mg Carmustin. - Der sonstige Bestandteil ist Polifeprosan 20.
Wie GLIADEL Implantate aussehen und Inhalt der Packung
GLIADEL Implantate sind in Kartons mit jeweils acht Implantaten erhältlich. Es sind cremefarbene bis blassgelbe, flache und scheibenförmige Implantate. Jedes Implantat ist einzeln in einem Beutel aus Aluminiumfolienlaminat verpackt.
| Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller | |
| Pharmazeutischer Unternehmer | Hersteller 1 (Importeur) |
| ALMAC PHARMA SERVICES (IRELAND) | |
| CLINIGEN HEALTHCARE B.V. | LIMITED |
| Schiphol Boulevard 359 | Finnabair Industrial Estate, |
| WTC Schiphol Airport, D Tower 11th floor | Dundalk, |
| 1118BJ Schiphol | Co. Louth, A91 P9KD |
| Niederlande | Irland |
| Tel: +353 42 932 0718 | |
| Fax: +353 42 932 0718 |
Hersteller 2 (Importeur)
Orion GMP Consulting Limited
Unit 4, W8 Centre
Church Lane
Manorhamilton
Leitrim, F H2YA
Irland
Hersteller 3 (Importeur)
Clinigen Clinical Supplies Management GmbH Am Kronberger Hang 3
65824 Schwalbach am Taunus Deutschland
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 02/2026. <--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
INFORMATIONEN FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL
In jedem Implantat sind 7,7 mg Carmustin enthalten.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
45692.00.00
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
29.05.1999/10.12.2008
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


