Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Aktive Immunisierung von Häsinnen vor der Geburt zur Reduzierung von klinischen Symptomen verursacht durch das alpha- und beta2-Toxin von C. perfringens Typ A bei Häsinnen und deren Nachzucht. Aktive Immunisierung von Jungkaninchen ab der 3. Lebenswoche zur Reduzierung von klinischen Symptomen verursacht durch das alpha- und beta2-Toxin von C.
- Zieltierarten
- Kaninchen (Zuchthäsinnen und Jungtiere ab der 3. Lebenswoche)
- Wartezeit
- Null Tage.
- Zulassungsinhaber
- CEVA TIERGESUNDHEIT GmbH
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird CUNIVAK ENT bei Tieren angewendet?
Aktive Immunisierung von Häsinnen vor der Geburt zur Reduzierung von klinischen Symptomen verursacht durch das alpha- und beta2-Toxin von C. perfringens Typ A bei Häsinnen und deren Nachzucht.
Aktive Immunisierung von Jungkaninchen ab der 3. Lebenswoche zur Reduzierung von klinischen Symptomen verursacht durch das alpha- und beta2-Toxin von C. perfringens Typ A. Serologische Daten zeigen, dass nach der Impfung der Muttertiere schützende Antikörper bei den Jungkaninchen bis zur 2. Woche nach der Geburt vorhanden sind.
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Für welche Tiere ist CUNIVAK ENT zugelassen?
Kaninchen (Zuchthäsinnen und Jungtiere ab der 3. Lebenswoche)
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu CUNIVAK ENT
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei klinisch kranken oder stark gestressten Tieren.
Besondere Warnhinweise
Für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel enthält Spuren von Mineralöl als Bestandteil von Montanide Gel. Eine versehentliche (Selbst-) Injektion kann zu starken Schmerzen und Schwellungen führen, insbesondere eine Injektion in ein Gelenk oder einen Finger. In seltenen Fällen kann dies zum Verlust des betroffenen Fingers führen, wenn er nicht umgehend ärztlich versorgt wird. Im Falle einer versehentlichen (Selbst-) Injektion dieses Tierarzneimittels ziehen Sie sofort einen Arzt zu Rate, selbst wenn nur geringe Mengen injiziert wurden, und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage. Sollten die Schmerzen länger als 12 Stunden nach der ärztlichen Untersuchung andauern, ziehen Sie erneut einen Arzt zu Rate.
Für den Arzt:
Dieses Tierarzneimittel enthält Spuren von Mineralöl als Bestandteil von Montanide Gel. Eine versehentliche (Selbst-) Injektion selbst geringer Mengen dieses Impfstoffes kann starke Schwellungen verursachen, die unter Umständen zu ischämischen Nekrosen führen, die den Verlust eines Körperteils (z.B. eines Fingers) zur Folge haben können.
Die Wunde soll unverzüglich sachkundig chirurgisch versorgt werden. Dies kann eine frühzeitige Inzision und Spülung der Injektionsstelle erfordern, insbesondere wenn ein Gelenk oder eine Sehne des Fingers betroffen ist.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Nach Verabreichung der vierfachen Dosis konnte zusätzlich zu den unter "Nebenwirkungen" beschriebenen Symptomen eine maximale Umfangsvermehrung von 3,0 x 3,0 x 1,0 cm an der Applikationsstelle beobachtet werden, die innerhalb von 10 Tagen ohne Behandlung wieder abklang. In Einzelfällen kann es zu Temperaturerhöhungen und histologisch nachweisbaren Entzündungsreaktionen an der Injektionsstelle kommen.
Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
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Wie wird CUNIVAK ENT dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Grundimmunisierung der Häsinnen
- Immunisierung: 0,5 ml s.c. ca. 1 Woche vor der Belegung
- Immunisierung: 0,5 ml s.c. 2 Wochen vor der errechneten Geburt
Wiederholungsimpfung von grundimmunisierten Häsinnen
Eine Immunisierung: 0,5 ml s.c. vor der nächsten Zuchtsaison
Grundimmunisierung der Jungtiere und Rammler
- Immunisierung: 0,5 ml s.c. ab der 3. Lebenswoche
- Immunisierung: 0,5 ml s.c. 3 Wochen später
Wiederholungsimpfung von grundimmunisierten Tieren
Hinweise für die richtige Anwendung
Vor Gebrauch kräftig schütteln!
Welche Wartezeit gilt für CUNIVAK ENT?
Null Tage.
Welche Nebenwirkungen kann CUNIVAK ENT beim Tier haben?
Eine vorübergehende Erhöhung der Körpertemperatur am Tag der Impfung wird sehr häufig beobachtet.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage
aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt mit.
Alternativ können Berichte über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem erfolgen.
Wie ist CUNIVAK ENT aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Kühl lagern und transportieren (2°C - 8°C). Vor Frost schützen.
Vor Licht schützen.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 8 Stunden Zwischen den Entnahmen sollte die Vakzine bei +2 °C bis +8 °C gelagert werden.
Im Laufe der Lagerung kann es zu einer zunehmenden Trübung der Suspension kommen, die jedoch keinen Einfluss auf die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Qualität des Produktes hat. Ein leichter, schwarzer Niederschlag kann während der Lagerung auftreten.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen.
Weitere Informationen zu CUNIVAK ENT
Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist: IDT Biologika GmbH
Am Pharmapark 06861 Dessau-Roßlau
Bezeichnung des Tierarzneimittels
CUNIVAK ENT
Clostridium perfringens Typ A – Toxoidimpfstoff, für Kaninchen
Injektionssuspension zur subkutanen Anwendung
Wirkstoffe und sonstige Bestandteile
| 1 Impfdosis (0,5 ml) enthält: | |
| Clostridium perfringens Typ A Toxoide: | |
| alpha Toxoid | mind. 125 rE*/ ml |
| beta2 Toxoid | mind. 770 rE*/ ml |
| Montanide Gel | 37,4 – 51,5 mmol/l titrierbare Acrylateinheiten |
| Thiomersal | 0,05 mg |
*Toxoidgehalt in relativen Einheiten pro ml, bestimmt im ELISA gegen einen internen Standard
Genehmigungsdatum der Packungsbeilage
Weitere Angaben
| Glasflaschen: | 10 ml-Flaschen, Glastyp I |
| Stopfen: | Brombutyl-Gummistopfen |
| Kappen: | Bördelkappen |
Packungsgrößen:
Karton mit 1 Flasche mit 20 Impfdosen (10 ml)
Immunologische Eigenschaften
Durch die aktive Immunisierung der Häsinnen und Jungkaninchen wird die Bildung von Antikörpern gegen das alpha- und beta2- Toxin von C. perfringens Typ A induziert. Im Belastungsversuch konnte gezeigt werden, dass die gebildeten Antikörper einen Schutz vor der Wirkung des alpha- und beta2- Toxins vermitteln.
Bei der Immunisierung von Häsinnen werden die gebildeten Antikörper gegen das alpha- und beta2- Toxin diaplazentar und über das Kolostrum auf die Nachzucht übertragen. Dabei sind neutralisierende Antikörper im Serum der Jungkaninchen bis zur 2. Woche nach der Geburt nachweisbar.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


