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Medikamente

Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Clindamycin Noridem enthält den Wirkstoff Clindamycin. Clindamycin ist ein Antibiotikum. Es wird zur Behandlung von Infektionen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von über 1 Monat eingesetzt.

Wirkstoff(e)
Clindamycin
Zulassungsinhaber
Noridem Enterprises Ltd.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
J01FF01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Clindamycin Noridem enthält den Wirkstoff Clindamycin. Clindamycin ist ein Antibiotikum. Es wird zur Behandlung von Infektionen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von über 1 Monat eingesetzt.

Clindamycin Noridem wird zur Behandlung von schweren Infektionen angewendet, insbesondere wenn andere Antibiotika die Infektion nicht beseitigen konnten und wenn die Infektion durch Bakterien verursacht wird, die empfindlich auf Clindamycin reagieren.

Clindamycin Noridem wird angewendet zur Behandlung von:

  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • chronischen Infektionen der Nasennebenhöhlen
  • Infektionen der unteren Atemwege
  • Infektionen des Bauchraums (Peritonitis)
  • Infektionen der weiblichen Fortpflanzungsorgane
  • Haut- und Weichteilinfektionen
  • Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs
  • Behandlung von Bakteriämien, die in Verbindung mit einer der oben genannten Infektionen

auftreten oder bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit einer dieser Infektionen zusammenhängen

und

Infektionen, die durch Toxoplasma gondii und Pneumocystis jirovecii bei erwachsenen Patienten mit schwacher Immunabwehr verursacht werden

Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Anwendungsgebiete

Clindamycin Noridem ist angezeigt für die Behandlung der folgenden schweren Infektionen, die durch Clindamycin-empfindliche Mikroorganismen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ≥ 1 Monat verursacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1):

  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Chronische Sinusitis
  • Infektionen der unteren Atemwege
  • Infektionen des Bauchraumes
  • Infektionen des Beckens und der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Infektionen des Zahn- und Kieferbereichs
  • Behandlung von Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der der Verdacht besteht, dass sie mit einer dieser Infektionen

zusammenhängt

und

Behandlung von opportunistischen Infektionen durch Toxoplasma gondii und Pneumocystis jirovecii bei erwachsenen Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

Bei Infektionen mit aeroben Bakterien stellt Clindamycin eine Behandlungsalternative dar, wenn andere antibakterielle Mittel nicht wirksam oder kontraindiziert sind (z. B. bei einer Allergie gegen

Penicilline). Bei Infektionen mit anaeroben Bakterien kann eine Behandlung mit Clindamycin als

Mittel der ersten Wahl in Erwägung gezogen werden. Bei polymikrobiellen Infektionen sollte eine

Kombination mit einem Wirkstoff mit ausreichender Aktivität gegen Gram-negative Bakterien in Betracht gezogen werden.

Die offiziellen Empfehlungen zur sachgemäßen Anwendung von Antibiotika sind zu beachtet.

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Was ist vor der Einnahme von Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung zu beachten?

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Lincomycin oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen

Bei Patienten, die mit Clindamycin behandelt wurden, wurde über schwere Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, einschließlich schwerer Hautreaktionen wie

Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom),

Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN) und akute generalisierte exanthematöse Pustulose (AGEP). Beim Auftreten einer Überempfindlichkeit oder schwerer

Hautreaktionen, sollte die Behandlung mit Clindamycin abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Allergie

Schwere allergische Reaktionen können selbst nach der ersten Verabreichung auftreten. In diesem Fall ist die Behandlung mit Clindamycin sofort abzubrechen und die üblichen Notfallmaßnahmen

sind zu ergreifen.

Eine Clindamycin-Behandlung ist unter Umständen eine mögliche Behandlungsalternative bei Patienten mit Penicillin-Allergie (Penicillin-Überempfindlichkeit). Eine Kreuzallergie zwischen

Clindamycin und Penicillin ist nicht bekannt und aufgrund der Strukturunterschiede der Substanzen auch nicht zu erwarten. Es gibt jedoch in Einzelfällen Informationen über Anaphylaxie (Überempfindlichkeit) gegen Clindamycin bei Personen mit bereits bestehender Penicillin-Allergie.

Dies sollte bei einer Clindamycin-Behandlung von Patienten mit Penicillin-Allergie beachtet werden.

Kolitis

Clindamycin ist nur zur Behandlung schwerer Infektionen zu verwenden. Bei der Erwägung des

Einsatzes von Clindamycin ist die Art der Infektion und die potenzielle Gefahr von

Durchfallerkrankungen zu berücksichtigen, da während oder sogar zwei oder drei Wochen nach der Anwendung von Clindamycin über Fälle von Kolitis berichtet wurde. Bei älteren oder geschwächten Patienten kann die Krankheit einen schwereren Verlauf nehmen.

Bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Clindamycin, wurde über das Auftreten von Clostridioides-difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD) berichtet. Von der

Ausprägung her reichten diese von leichtem Durchfall bis hin zu einer Kolitis mit letalem Ausgang. Eine Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit

C. difficile führen kann. C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von

CDAD beitragen und eine Hauptursache für die „antibiotikaassoziierte Kolitis“ darstellen.

Hypervirulente Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen.

Eine CDAD ist bei allen Patienten mit Durchfall nach antibiotischer Behandlung in Betracht zu

ziehen.

Hierbei ist eine sorgfältige Anamnese durchzuführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach

Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann.

Bei Verdacht auf antibiotikaassoziierte Diarrhö oder antibiotikaassoziierte Kolitis sowie bei bestätigter antibiotikaassoziierter Diarrhö oder antibiotikaassoziierter Kolitis sollten sofort die Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Clindamycin, abgebrochen und geeignete therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. In dieser Situation sind Peristaltikhemmer

kontraindiziert.

Vorsichtsmaßnahmen

Es ist Vorsicht geboten bei Patienten mit

  • eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2);
  • Störungen der neuromuskulären Übertragung (Myasthenia gravis, Parkinson-Krankheit etc.); sowie bei
  • Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte (z. B. frühere Entzündungen des Dickdarms);
  • atopischen Erkrankungen.

Bolusinjektion

Eine schnelle intravenöse Injektion kann schwerwiegende Auswirkungen auf das Herz haben (siehe

Abschnitt 4.8) und ist daher zu vermeiden.

Laboruntersuchungen während der Behandlung

Bei Säuglingen im Alter von unter 1 Jahr und bei Langzeittherapie (Behandlung länger als

10 Tage) müssen in regelmäßigen Abständen das Blutbild sowie die Leber- und Nierenfunktion kontrolliert werden.

Akute Nierenschädigung

In seltenen Fällen wurde über akute Nierenschädigung, einschließlich akutem Nierenversagen berichtet. Bei Patienten, die an vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen leiden oder gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel anwenden, ist eine Überwachung der Nierenfunktion in Betracht zu

ziehen (siehe Abschnitt 4.8). Nicht empfindliche Infektionen

Langfristige und wiederholte Anwendung von Clindamycin kann zu einer Superinfektion und/oder

Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute führen.

Clindamycin nicht bei akuten Infektionen der Atemwege anwenden, wenn diese durch Viren verursacht sind.

Clindamycin eignet sich nicht zur Meningitistherapie, da die Konzentration des Antibiotikums, die im Liquor cerebrospinalis erreicht wird, zu gering ist.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und die angemessene Dosierung bei Säuglingen unter einem Monat sind nicht erwiesen.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält 7,72 mg Natrium pro ml, entsprechend 0,39 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Eine große Studie mit schwangeren Frauen, in der ca. 650 Neugeborene, die während des ersten

Trimesters der Schwangerschaft Clindamycin ausgesetzt waren, untersucht wurden, zeigte keinen

Anstieg in der Missbildungsrate auf. Nichtsdestotrotz ist die Datenlage bezüglich der Sicherheit von Clindamycin während der Schwangerschaft unzureichend.

In klinischen Studien mit schwangeren Frauen wurde die systemische Anwendung von

Clindamycin während des zweiten und dritten Trimesters nicht mit einer erhöhten Häufigkeit kongenitaler Anomalien in Verbindung gebracht.

Es liegen keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien mit schwangeren Frauen während des ersten Trimesters der Schwangerschaft vor.

Clindamycin überwindet die Placenta-Schranke. Es wird angenommen, dass eine therapeutisch wirksame Konzentration im Fötus erreicht wird.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die

Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt oder die postnatale Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3).

Clindamycin Noridem sollte nur gegeben werden, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Stillzeit

Clindamycin wird in die Muttermilch ausgeschieden, es besteht das Risiko von Auswirkungen bei

gestillten Neugeborenen/Kindern von behandelten Frauen. Diese Auswirkungen bestehen im

Risiko einer Sensibilisierung, Hautausschlag, Diarrhöe, Blut im Stuhl und Hefekolonisation. Clindamycin Noridem sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Es liegen keine

Daten über den Einfluss von Clindamycin auf die Fertilität beim Menschen vor.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 ºC lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Clindamycin Noridem muss vor der intravenösen Anwendung verdünnt werden (nicht mehr als 18 mg Clindamycin pro ml Lösung) und sollte über einen Zeitraum von mindestens 10 bis

60 Minuten infundiert werden (nicht mehr als 30 mg/min). Clindamycin Noridem darf niemals als

Bolusinjektion intravenös angewendet werden.

Clindamycin-Dosis Menge der Verdünnungslösung Minimale Infusionszeit
300 mg 50 ml 10 Minuten
600 mg 50 ml 20 Minuten
900 mg 50 -100 ml 30 Minuten
1200 mg 100 ml 60 Minuten

Clindamycin Noridem kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Lösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) Lösung verdünnt werden.

Wenn eine intravenöse Infusion aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, ist die intramuskuläre

Anwendung indiziert.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Das Arzneimittel muss vor der Anwendung und ebenfalls nach der Verdünnung visuell überprüft werden. Nur klare Lösungen ohne sichtbare Partikel dürfen verwendet werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung angewendet?

Wie wird Clindamycin Noridem angewendet?

Clindamycin Noridem wird als intramuskuläre Injektion (in einen Muskel) der unverdünnten Lösung oder als intravenöse Infusion (in eine Vene) der verdünnten Lösung verabreicht. Es wird

Ihnen normalerweise von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal gegeben.

Ihr Arzt wird die korrekte Dosierung der Clindamycin-Behandlung für Sie festlegen.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre erhalten

  • zur Behandlung weniger komplizierter Infektionen: täglich 1200 mg bis 1800 mg Clindamycin,
  • zur Behandlung schwerer Infektionen: täglich 1800 mg bis 2700 mg Clindamycin,

aufgeteilt in 2 bis 4 gleiche Dosen.

Die maximale Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren beträgt normalerweise

2700 mg Clindamycin Noridem aufgeteilt in 2 bis 4 gleiche Dosen. Bei lebensbedrohlichen

Infektionen können bis zu 4800 mg/Tag gegeben werden.

Eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion

Bei Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen ist der Abbau von Clindamycin verlangsamt. In den meisten Fällen ist eine Dosisanpassung jedoch nicht erforderlich. Eine Überwachung der

Blutspiegel von Clindamycin wird empfohlen.

Clindamycin ist nicht hämodialysierbar (Entfernung von Abfallprodukten aus dem Blut durch künstliche Filtration, die zur Behandlung von Nierenversagen eingesetzt wird). Es ist daher keine zusätzliche Dosis vor oder nach einer Hämodialyse erforderlich.

Anwendung bei Kindern

Kinder im Alter von mehr als 4 Wochen bis zu 12 Jahren erhalten in Abhängigkeit von Ort und

Schweregrad der Infektion 15 bis 40 mg Clindamycin pro kg Körpergewicht aufgeteilt in 3 bis

4 gleiche Dosen. Clindamycin muss auf der Grundlage des Gesamtkörpergewichts dosiert werden, unabhängig vom Übergewicht.

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Erkrankung und dem Krankheitsverlauf.

Wenn Sie eine größere Menge von Clindamycin Noridem erhalten haben, als Sie sollten

Dieses Arzneimittel wird Ihnen immer unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen gegeben. Bitte wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie glauben, dass Ihnen zu viel Clindamycin Noridem gegeben wurde.

Wenn Sie die Anwendung von Clindamycin Noridem vergessen haben

Clindamycin Noridem wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Personal gegeben. Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass eine Anwendung vergessen wurde, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie die Anwendung von Clindamycin Noridem abbrechen

Brechen Sie die Anwendung von Clindamycin Noridem nicht ab, bis Sie von Ihrem Arzt dazu aufgefordert werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre erhalten

  • zur Behandlung schwerer Infektionen: täglich 1800 bis 2700 mg Clindamycin, gegeben in 2 bis 4 gleichen Dosen – üblicherweise in Kombination mit einem Antibiotikum mit guter
    Wirksamkeit gegen aerobe Gram-negative Bakterien.
  • zur Behandlung weniger komplizierter Infektionen: täglich 1200 bis 1800 mg Clindamycin, gegeben in 3 oder 4 gleichen Dosen.

Die maximale Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre beträgt normalerweise

2700 mg Clindamycin in 2 bis 4 gleichen Dosen. Bei lebensbedrohlichen Infektionen wurden Dosen bis zu 4800 mg/Tag gegeben.

Kinder und Jugendliche

Kinder (älter als 1 Monat bis zu 12 Jahre):

Schwerwiegende Infektionen: 15 bis 25 mg/kg/Tag in 3 bis 4 gleichen Dosen.

Sehr schwere Infektionen: 25 bis 40 mg/kg/Tag in 3 bis 4 gleichen Dosen. Bei schweren Infektionen wird empfohlen, Kindern nicht weniger als 300 mg/Tag zu geben, unabhängig vom

Körpergewicht.

Clindamycin ist, unabhängig von Übergewicht, auf Grundlage des Gesamtkörpergewichts zu dosieren.

Die maximale Tagesdosis darf die eines Erwachsenen nicht überschreiten.

Ältere Patienten:

Bei fortgeschrittenem Alter sind Halbwertszeit, Verteilungsvolumen, Clearance sowie das Ausmaß der Absorption nach Gabe von Clindamycin-2-dihydrogenphosphat unverändert. Die Datenanalyse aus klinischen Studien zeigte keinen altersabhängigen Anstieg der Toxizität. Daher ist bei älteren

Patienten mit normaler Leberfunktion und normaler (je nach Alter) Nierenfunktion keine Dosisanpassung erforderlich. Siehe Abschnitt 4.4 für weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Lebererkrankungen verlängert sich die

Eliminationshalbwertszeit von Clindamycin. Eine Dosisreduktion ist in der Regel nicht

erforderlich, wenn Clindamycin alle acht Stunden gegeben wird. Bei Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz muss jedoch eine Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin erfolgen. Entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme, kann eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalls notwendig werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Nierenerkrankungen ist die Eliminationshalbwertszeit verlängert; eine Dosisreduktion ist aber bei leichter bis mäßig schwerer Einschränkung der Nierenfunktion nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder Anurie muss jedoch eine Überwachung der Plasmaspiegel erfolgen. Entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme, kann eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalls von 8 oder sogar von 12 Stunden erforderlich sein.

Dosierung bei Hämodialyse

Clindamycin ist nicht hämodialysierbar. Es ist daher vor oder nach einer Hämodialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich.

Dauer der Anwendung

Bei nachgewiesenem oder auch vermutetem Verdacht auf Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken, muss die Behandlung mit Clindamycin für mindestens 10 Tage fortgesetzt werden,

um die Entstehung von rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis zu verhindern.

Art der Anwendung

Clindamycin Noridem wird intramuskulär injiziert oder intravenös infundiert.

Clindamycin Noridem muss vor der intravenösen Anwendung verdünnt werden und muss über

einen Zeitraum von mindestens 10 bis 60 Minuten infundiert werden. Die Konzentration darf 18 mg Clindamycin pro ml Lösung nicht überschreiten.

Bei intramuskulärer Anwendung ist Clindamycin Noridem unverdünnt anzuwenden.

Einzelne intramuskuläre (i.m.) Injektionen von mehr als 600 mg werden nicht empfohlen, ebenso wenig die Gabe von mehr als 1,2 g in einer einzigen einstündigen Infusion.

Alternativ kann das Arzneimittel als einzelne Schnellinfusion der ersten Dosis mit anschließender kontinuierlicher intravenöser (i.v.) Infusion gegeben werden.

Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Überdosierung

Überdosierungserscheinungen wurden bisher nicht beobachtet. Hämodialyse und Peritonealdialyse

sind nicht wirksam. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Da Clindamycin Noridem intramuskulär oder intravenös angewendet wird, ist eine Magenspülung nicht sinnvoll.

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Welche Nebenwirkungen hat Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn bei Ihnen folgende Anzeichen auftreten:

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie plötzliches Keuchen, Schwierigkeiten beim Atmen, Schwindel, Anschwellen der Augenlider oder des Gesichts oder der Lippen oder des Rachens oder der Zunge, Ausschlag oder Juckreiz (insbesondere am ganzen Körper).

  • schwerer, andauernder oder blutiger Durchfall (der mit Bauchschmerzen oder Fieber verbunden sein kann). Dies kann bei einigen Antibiotika auftreten und kann ein Zeichen für eine schwere Darmentzündung sein.
  • Anzeichen für schwerwiegende und möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen wie Blasenbildung und Abschälen großer Hautflächen, Fieber, Husten, Unwohlsein und
    Anschwellen von Zahnfleisch, Zunge oder Lippen.
  • Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes (Gelbsucht).
  • Flüssigkeitsansammlungen, die zu Schwellungen in den Beinen, Knöcheln oder Füßen, Kurzatmigkeit oder Übelkeit führen.
  • Blutdruckabfall (Schläfrigkeit, Schwindel, Ohnmacht) bei zu schneller Injektion und selten
    Herzstillstand.
  • vermehrtes Auftreten von Infektionen, die sich als Fieber, starker Schüttelfrost, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mund äußern (Infektionen können ein Zeichen für eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen sein).

Weitere mögliche Nebenwirkungen können sein

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Störungen der Blutgefäße wie Thrombophlebitis (Venenentzündung).
  • Hauterkrankungen wie Exanthem (weit verbreiteter Hautausschlag mit kleinen Knötchen),
    Urtikaria (Nesselsucht).
  • Leberfunktionstests können beeinträchtigt werden.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Störungen des Nervensystems wie neuromuskuläre-blockierende Wirkung (Blockade der
    Übertragung von Nervenreizen auf den Muskel) und Störung des Geschmacksempfindens
    (Dysgeusie).
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden an der Injektionsstelle wie Schmerzen und Abszess (Eiterbeule).

Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

  • Juckreiz
  • Vaginitis (Entzündung der Vaginalschleimhaut)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)

Entzündung der Gelenke (Polyarthritis)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Vitamin-K-Antagonisten

Bei Patienten, die Clindamycin zusammen mit Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Warfarin,

Acenocoumarol, Fluindion) erhielten, wurden erhöhte Blutgerinnungswerte (F/INR) und/oder Blutungen berichtet. Die Blutgerinnungswerte sollten daher bei Patienten, die mit Vitamin-K- Antagonisten behandelt werden, engmaschig kontrolliert werden.

Erythromycin

Clindamycin sollte möglichst nicht mit Erythromycin kombiniert werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung in vitro ein antagonistischer Effekt beobachtet wurde.

Lincomycin

Es besteht eine Kreuzresistenz der Erreger gegenüber Clindamycin und Lincomycin.

Neuromuskulär-blockierende Wirkstoffe

Clindamycin kann aufgrund seiner neuromuskulär-blockierenden Eigenschaften die Wirkung von

Muskelrelaxantien verstärken. Hierdurch können bei Operationen unerwartete, lebensbedrohliche Zwischenfälle auftreten.

Clindamycin wird in erster Linie über Cytochrom CYP3A4 und zu einem geringen Anteil über

Cytochrom CYP3A5 zu dem Hauptmetaboliten Clindamycinsulfoxid und dem Nebenmetaboliten N-Desmethylclindamycin metabolisiert. Deshalb können Inhibitoren von CYP3A4 und CYP3A5 die Plasmakonzentration von Clindamycin erhöhen. Einige Beispiele für starke CYP3A4-

Inhibitoren sind Itraconazol, Voriconazol, Clarithromycin, Telitromycin, Ritonavir und Cobicistat.

Vorsicht ist geboten, wenn Clindamycin zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren angewendet wird. Induktoren dieser Enzyme können die Clearance von Clindamycin erhöhen, was zu verminderten Plasmakonzentrationen führt. In einer prospektiven Studie mit oral verabreichtem

Clindamycin, waren die Trog-Konzentrationen von Clindamycin bei gleichzeitiger Verabreichung mit Rifampicin, einem starken CYP3A4-Induktor, um 80 % verringert. Bei gleichzeitiger Gabe

starker CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin, Johanniskraut (Hypericum perforatum), Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital, müssen die Patienten hinsichtlich einer verminderten

Wirksamkeit der Behandlung beobachtet werden.

In vitro-Studien weisen darauf hin, dass Clindamycin die Isoenzyme CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP2E1 oder CYP2D6 nicht hemmt. Daher sind klinisch bedeutsame Interaktionen zwischen Clindamycin und gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln, die durch diese Isoenzyme metabolisiert werden, unwahrscheinlich. Auf der Grundlage von in-vitro-Daten, kann oral angewendetes Clindamycin intestinales CYP3A4 hemmen, aber klinisch relevante Auswirkungen von parenteral verabreichtem Clindamycin auf gleichzeitig angewendete Arzneimittel, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, sind unwahrscheinlich.

Nebenwirkungen

a) Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

In der nachstehenden Tabelle sind Nebenwirkungen, die in klinischen Studien sowie nach der

Markteinführung beobachtet wurden, nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)

Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)

Sehr selten (< 1/10 000)

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Systemorgan- Sehr Häufig Gelegentlich Selten Sehr Nicht bekannt
klasse häufig       selten  
Infektionen   Pseudomem-       Clostridioides-
und parasitäre   branöse       difficile-
Erkrankungen   Kolitis*#       assoziierte
            Kolitis*,
            Vaginal-
            infektion*
Erkrankungen   Agranulo-        
des Blutes und   zytose*,        
des Lymph-   Neutrope-        
systems   nie*,        
    Thrombo-        
    zytopenie*,        
    Leukopenie*,        
    Eosinophilie        
Erkrankungen       Von Medi- Anaphy- Anaphylak-
des Immun-       kamenten laktische tischer
systems       ausgelöstes Reak- Schock*,
        Fieber tion*,# anaphylak-
            toide
            Reaktion*,
            Überempfind-
            lichkeit*
Erkrankungen     Dysgeusie,     Kopfschmer-
des Nerven-     neuromus-     zen,
systems     kulär     Schwindel
      blockierende     Schläfrigkeit
      Wirkung      
Herzer-     Herzstill-      
krankungen     stand§      
Gefäßer-   Thrombo- Hypotonie§      
krankungen   phlebitis        
Erkrankungen Diarrhö,          
des Gastro- Abdomi-          
intestinaltrakts nal-          
  schmerz,          
  Erbre-          
  chen,          
  Übelkeit          
Leber- und         Vorüber- Ikterus*
Gallener-         gehende  
krankungen         Hepatitis  
          mit chole-  
          statischer  
          Gelbsucht  
Erkrankungen   Makulopapu-   Toxisch- Ausschlag Medikamen-
der Haut und   löses   epidermale und tenausschlag
des Unterhaut-   Exanthem,   Nekrolyse Blasen- mit Eosino-
gewebes   masernähn-   (TEN)*, bildung philie und
    liches   Stevens- (Über- systemischen
    Exanthem*,   Johnson- empfind- Symptomen
    Urtikaria   Syndrom lichkeits- (DRESS-
        (SJS)*, reaktio- Syndrom)*,
        Lyell- nen) akut genera-
        Syndrom,   lisierendes
        Angio-   pustulöses
        ödem*,   Exanthem
        Exfoliative   (AGEP)*
        Dermatitis*    
        Bullöse    
        Dermatitis*,    
        Erythema    
        multi-    
        forme*,    
        Pruritus,    
        Kolpitis    
Skelettmuskul         Poly-  
atur-, Binde-         arthritis  
gewebs- und            
Knochener-            
krankungen            
Erkrankungen           Akute Nieren-
der Nieren und           schädigung#
Harnwege            
Allgemeine     Schmerz,     Reizung an der
Erkrankungen     Abszess an     Injektions-
und Beschwer-     der     stelle*
den am Verab-     Injektions-      
reichungsort     stelle      
Untersu-   Leber-        
chungen   funktionstest        
    anomal        

Nebenwirkungen, die nach der Zulassung identifiziert wurden siehe Abschnitt 4.4.

Seltene Fälle wurden nach zu schneller intravenöser Anwendung berichtet (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?

Wie ist Clindamycin Noridem aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ und auf den Ampullen nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Haltbarkeit nach Verdünnung

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung mit Natriumchlorid

9 mg/ml (0,9 %) und Glucose 50 mg/ml (5 %) bei einer Konzentration von Clindamycin 6 und 18 mg/ml in Polypropylen-Infusionsbeuteln wurde für 24 Stunden bei 25 °C und 2 °C bis 8 °C

nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, es sei denn, die

Methode der Verdünnung schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und -bedingungen der der gebrauchsfertigen Lösung beim Anwender.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Dauer der Haltbarkeit

12 Monate

Nach Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung mit Natriumchlorid

9 mg/ml (0,9 %) und Glucose 50 mg/ml (5 %) bei einer Konzentration von Clindamycin 6 und 18 mg/ml in Polypropylen-Infusionsbeuteln wurde für 24 Stunden bei 25 °C und 2 °C bis 8 °C

nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, es sei denn, die

Methode der Verdünnung schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und -bedingungen der der gebrauchsfertigen Lösung beim Anwender.

Weitere Informationen zu Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Clindamycin Noridem enthält

  • Der Wirkstoff ist Clindamycin.
    Jeder ml Injektions-/Infusionslösung enthält 150 mg Clindamycin (als Phosphat). Jede Ampulle mit 2 ml enthält 300 mg Clindamycin (als Phosphat).
    Jede Ampulle mit 4 ml enthält 600 mg Clindamycin (als Phosphat). Jede Ampulle mit 6 ml enthält 900 mg Clindamycin (als Phosphat).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumedetat (Ph.Eur.), Natriumhydroxid-Lösung (5 N) (zur pH-Wert-Einstellung), Salzsäure 5N (zur pH-Wert-Einstellung) und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Clindamycin Noridem aussieht und Inhalt der Packung

Clindamycin Noridem ist eine klare, farblose bis fast farblose Injektions-/Infusionslösung, frei von sichtbaren Partikeln in Ampullen aus Glas mit 2 ml, 4 ml oder 6 ml Lösung. Clindamycin Noridem ist in Packungen mit 1, 5, 10 oder 25 Ampullen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Noridem Enterprises Ltd.

Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Suite 115

1065 NICOSIA

Zypern

Mitvertrieb:

DEMO PHARMACEUTICALS GmbH

Airport Business Center, Am Söldnermoos 17

85399 Hallbergmoos

Deutschland

Tel: 0811-555445-0

Hersteller

DEMO S.A.

21st km National Road Athens-Lamia 14568 KRYONERI, ATTIKI Griechenland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/Infusionslösung
Griechenland Clindamycin/DEMO
Schweden Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektions-/infusionsvätska, lösning
Norwegen Clindamycin Noridem
Finnland Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injektio-/infuusioneste, liuos
Tschechische Republik Clindamycin Noridem
Slowakei Clindamycin Noridem 150 mg/ml Injekčný/infúzny roztok
Ungarn Klindamicin Noridem 150 mg/ml, Oldatos injekció/infúzió
Rumänien Clindamicină Noridem 150 mg/ml Soluţie injectabilă/perfuzabilă
Polen Clindamycin Noridem
Irland Clindamycin 150 mg/ml Solution for injection/infusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 01/2024.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Inkompatibilitäten

Die folgenden Wirkstoffe sind physikalisch inkompatibel mit Clindamycin:

Ampicillin, Aminophylline, Barbiturate, Calciumgluconat, Ceftriaxon-Natrium, Ciprofloxacin,

Diphenylhydantoin, Idarubicinhydrochlorid, Magnesiumsulfat, Phenytoin-Natrium, und

Ranitidinhydrochlorid. Da Lösungen von Clindamycinsalzen einen niedrigen pH-Wert aufweisen, sind mit alkalischen Präparaten oder mit Arzneimitteln, die bei niedrigem pH-Wert instabil sind,

Inkompatibilitäten zu erwarten.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre erhalten

  • zur Behandlung schwerer Infektionen: täglich 1800 bis 2700 mg Clindamycin, gegeben in 2 bis 4 gleichen Dosen – üblicherweise in Kombination mit einem Antibiotikum mit guter
    Wirksamkeit gegen aerobe Gram-negative Bakterien.
  • zur Behandlung weniger komplizierter Infektionen: täglich 1200 bis 1800 mg Clindamycin, gegeben in 3 oder 4 gleichen Dosen.

Die maximale Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre beträgt normalerweise

2700 mg Clindamycin in 2 bis 4 gleichen Dosen. Bei lebensbedrohlichen Infektionen wurden Dosen bis zu 4800 mg/Tag gegeben.

Kinder und Jugendliche

Kinder (älter als 1 Monat bis zu 12 Jahren):

Schwerwiegende Infektionen: 15 bis 25 mg/kg/Tag in 3 bis 4 gleichen Dosen.

Sehr schwere Infektionen: 25 bis 40 mg/kg/Tag in 3 bis 4 gleichen Dosen. Bei schweren Infektionen wird empfohlen, Kindern nicht weniger als 300 mg/Tag zu geben, unabhängig vom

Körpergewicht.

Clindamycin ist in Abhängigkeit vom Gesamtkörpergewicht zu dosieren, unabhängig von Übergewicht.

Die maximale Tagesdosis darf die eines Erwachsenen nicht überschreiten.

Ältere Patienten:

Bei fortgeschrittenem Alter sind Halbwertszeit, Verteilungsvolumen, Clearance sowie das Ausmaß der Absorption nach Gabe von Clindamycin-2-dihydrogenphosphat unverändert. Die Datenanalyse aus klinischen Studien zeigte keinen altersabhängigen Anstieg der Toxizität. Daher ist bei älteren

Patienten mit normaler Leberfunktion und normaler (je nach Alter) Nierenfunktion keine Dosisanpassung erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Lebererkrankungen verlängert sich die

Eliminationshalbwertszeit von Clindamycin. Eine Dosisreduktion ist in der Regel nicht

erforderlich, wenn Clindamycin alle acht Stunden gegeben wird. Bei Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz muss jedoch eine Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin erfolgen. Entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung

des Dosierungsintervalls notwendig werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Nierenerkrankungen ist die Eliminationshalbwertszeit verlängert; eine Dosisreduktion ist aber bei leichter bis mäßig schwerer Einschränkung der Nierenfunktion nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder Anurie muss jedoch eine Überwachung der Plasmaspiegel erfolgen. Entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalls von 8 oder sogar von 12 Stunden erforderlich sein.

Dosierung bei Hämodialyse

Clindamycin ist nicht hämodialysierbar. Es ist daher vor oder nach einer Hämodialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich.

Dauer der Anwendung

Bei nachgewiesenem oder auch vermutetem Verdacht auf Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken muss die Behandlung mit Clindamycin für mindestens 10 Tage fortgesetzt werden,

um die Entstehung von rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis zu verhindern.

Art der Anwendung

Clindamycin Noridem wird intramuskulär injiziert oder intravenös infundiert.

Clindamycin Noridem muss vor der intravenösen Anwendung verdünnt werden und muss über

einen Zeitraum von mindestens 10 bis 60 Minuten infundiert werden. Die Konzentration darf 18 mg Clindamycin pro ml Lösung nicht überschreiten.

Bei intramuskulärer Anwendung ist Clindamycin Noridem unverdünnt anzuwenden.

Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt „Hinweise zur Handhabung“.

Einzelne intramuskuläre (i.m.) Injektionen von mehr als 600 mg werden nicht empfohlen, ebenso wenig die Gabe von mehr als 1,2 g in einer einzigen einstündigen Infusion.

Alternativ kann das Arzneimittel als einzelne Schnellinfusion der ersten Dosis mit anschließender kontinuierlicher intravenöser (i.v.) Infusion gegeben werden.

Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Überdosierung

Überdosierungserscheinungen wurden bisher nicht beobachtet. Hämodialyse und Peritonealdialyse

sind nicht wirksam. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Da Clindamycin Noridem intramuskulär oder intravenös verabreicht wird, ist eine Magenspülung nicht sinnvoll.

Hinweise zur Handhabung

Clindamycin Noridem muss vor der intravenösen Anwendung verdünnt werden (nicht mehr als 18 mg Clindamycin pro ml Lösung) und sollte über einen Zeitraum von mindestens 10 bis

60 Minuten infundiert werden (nicht mehr als 30 mg/min). Clindamycin Noridem darf niemals als

Bolusinjektion intravenös verabreicht werden.

Clindamycin-Dosis Menge der Verdünnungslösung Minimale Infusionszeit
300 mg 50 ml 10 Minuten
600 mg 50 ml 20 Minuten
900 mg 50 -100 ml 30 Minuten
1 200 mg 100 ml 60 Minuten

Clindamycin Noridem kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Lösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) -Lösung verdünnt werden.

Nach Verdünnung:

Bitte beachten Sie Abschnitt 5 der Packungsbeilage bezüglich der Lagerungsbedingungen nach der

Verdünnung.

Wenn eine intravenöse Infusion aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, ist die intramuskuläre

Anwendung indiziert.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Das Arzneimittel muss vor der Anwendung und ebenfalls nach der Verdünnung visuell überprüft werden. Nur klare Lösungen ohne sichtbare Partikel dürfen verwendet werden.

Anlage 4

zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 7006962.00.00

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1 ml Lösung enthält 150 mg Clindamycin (als Clindamycin-2-dihydrogenphosphat).

Jede Ampulle mit 2 ml enthält 300 mg Clindamycin (als Clindamycin-2-dihydrogenphosphat). Jede Ampulle mit 4 ml enthält 600 mg Clindamycin (als Clindamycin-2-dihydrogenphosphat). Jede Ampulle mit 6 ml enthält 900 mg Clindamycin (als Clindamycin-2-dihydrogenphosphat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung 1 ml Lösung enthält bis zu 7,72 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

7006962.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

25.01.2024

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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