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Medikamente

Carbamazepin Umedica 200 mg Tabletten

Carbamazepin Umedica 200 mg Tabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

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Gebrauchsinformation

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Was ist vor der Einnahme von Carbamazepin Umedica 200 mg Tabletten zu beachten?

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund der Enzyminduktion kann die Carbamazepin-Tablette die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva, die Östrogen und/oder Progesteron enthalten, herabsetzen. Frauen in gebärfähigem Alter sind daher darüber zu informieren, während der Behandlung mit Carbamazepin und für 2 Wochen nach Beendigung der Einnahme der letzten Dosis andere empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.

Schwangerschaft

Carbamazepin darf während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden (d.h. wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus rechtfertigt).

Risiko im Zusammenhang mit Antiepileptika im Allgemeinen

Alle Frauen im gebärfähigen Alter, die eine antiepileptische Behandlung erhalten, und insbesondere Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, sollten fachärztlich über die potenziellen Risiken für den Fötus beraten werden, welche sowohl durch Krampfanfälle als auch durch eine antiepileptische Behandlung verursacht werden.

Ein plötzliches Absetzen der Antiepileptika sollte vermieden werden, da dies zu Krampfanfällen führen kann, die schwerwiegende Folgen für die Frau und das ungeborene Kind haben könnten.

Zur Behandlung der Epilepsie in der Schwangerschaft wird, wann immer möglich, die Monotherapie bevorzugt, da die Therapie mit mehreren Antiepileptika mit einem höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden sein könnte als die Monotherapie, abhängig vom jeweiligen Antiepileptikum.

Risiken im Zusammenhang mit Carbamazepin

Beim Menschen passiert Carbamazepin die Plazenta. Eine pränatale Exposition gegenüber Carbamazepin kann das Risiko für angeborene Fehlbildungen und andere nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung erhöhen. Beim Menschen ist die Carbamazepin-Exposition während der Schwangerschaft mit einer 2- bis 3-mal höheren Häufigkeit von schweren Fehlbildungen assoziiert als in der Allgemeinbevölkerung, bei der die Häufigkeit 2 - 3 % beträgt. Fehlbildungen wie Neuralrohrdefekte (Spina bifida), kraniofaziale Defekte wie Lippen-/Gaumenspalte, kardiovaskuläre Fehlbildungen, Hypospadie, Hypoplasien der Finger und andere Anomalien, die verschiedene Körpersysteme betreffen, wurden bei den Nachkommen von Frauen berichtet, die während der Schwangerschaft Carbamazepin <eingenommen> <angewendet> haben. Für diese Fehlbildungen wird eine spezielle pränatale Überwachung empfohlen. Bei Kindern von Frauen mit Epilepsie, die Carbamazepin allein oder in Kombination mit anderen Antiepileptika während der Schwangerschaft anwendeten, wurde über neurologische Entwicklungsstörungen berichtet. Studien zum Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern, die während der Schwangerschaft Carbamazepin ausgesetzt waren, sind widersprüchlich, und ein Risiko kann nicht ausgeschlossen werden.

Carbamazepin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen der Nutzen die Risiken überwiegt. Die Frau sollte umfassend über die Risiken der <Einnahme> <Anwendung> von Carbamazepin während der Schwangerschaft informiert werden und diese verstehen.

Die Daten deuten darauf hin, dass das Risiko für Fehlbildungen unter Carbamazepin dosisabhängig sein könnte. Wenn nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung keine alternative Behandlungsoption geeignet ist und die Behandlung mit Carbamazepin fortgesetzt wird, sollten eine Monotherapie und die niedrigste wirksame Dosis von Carbamazepin angewendet werden, eine Überwachung der Plasmaspiegel wird empfohlen. Die Plasmakonzentration könnte am unteren Rand des therapeutischen Bereichs von 4 bis 12 Mikrogramm/ml gehalten werden, sofern die Anfallskontrolle aufrechterhalten wird.

Es wurde berichtet, dass einige Antiepileptika wie Carbamazepin die Serumfolatspiegel senken. Dieser Mangel kann zu einer erhöhten Inzidenz von Geburtsfehlern bei den Nachkommen behandelter Frauen mit Epilepsie beitragen. Eine Folsäure-Supplementierung vor und während der Schwangerschaft wird empfohlen. Zur Vorbeugung von Blutungsstörungen bei den Nachkommen wird außerdem empfohlen, der Mutter in den letzten Wochen der Schwangerschaft sowie dem Neugeborenen Phytomenadion (Vitamin K1) zu geben.

Wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant, sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um vor der Empfängnis und vor dem Absetzen der Kontrazeption auf eine geeignete alternative Behandlung umzustellen. Wenn eine Frau während der Behandlung mit Carbamazepin schwanger wird, sollte sie an einen Spezialisten überwiesen werden, der die Behandlung mit Carbamazepin neu bewertet und alternative Behandlungsoptionen in Erwägung zieht.

Frauen im gebärfähigen Alter

Carbamazepin sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen die Risiken. Die Frau sollte umfassend über die Risiken einer möglichen Schädigung des Fötus informiert werden, wenn Carbamazepin während der Schwangerschaft <eingenommen> <angewendet> wird, und

verstehen, wie wichtig es ist, eine Schwangerschaft zu planen. Vor Beginn der Behandlung mit Carbamazepin bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte ein Schwangerschaftstest erwogen werden.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Aufgrund der Enzyminduktion kann Carbamazepin zu einem Versagen der therapeutischen Wirkung hormoneller Kontrazeptiva führen (siehe Abschnitt 4.5). Daher sollten Frauen im gebärfähigen Alter bezüglich der Anwendung anderer zuverlässiger Verhütungsmethoden beraten werden. Es sollten mindestens eine zuverlässige Verhütungsmethode (wie ein Intrauterinpessar) oder zwei sich ergänzende Verhütungsmethoden einschließlich einer Barrieremethode angewendet werden. Bei der Wahl der Verhütungsmethode sollten in jedem Fall die individuellen Umstände bewertet und die Patientin in die Diskussion einbezogen werden.

Risikoübersicht

Es ist bekannt, dass der Nachwuchs von an Epilepsie erkrankten Müttern häufiger Entwicklungsstörungen einschließlich Missbildungen aufweist. Es wurde in Zusammenhang mit der Anwendung von Carbamazepin über Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen wie Spina bifida sowie über andere angeborene Anomalien wie kraniofaziale Dysmorphien (z.B. Lippen-/Gaumenspalten), kardiovaskuläre Fehlbildungen, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme umfassen, berichtet. Die Patientinnen sollen über das erhöhte Risiko von Fehlbildungen informiert und auf die Möglichkeit des pränatalen Screenings hingewiesen werden. Basierend auf Daten eines Nordamerikanischen Schwangerschaftsregisters ist die Häufigkeit von schwerwiegender kongenitalen Missbildungen, definiert als strukturelle Anomalie mit chirurgischer, medizinischer oder kosmetischer Bedeutung, die innerhalb von 12 Wochen nach der Geburt diagnostiziert wurde, 3,0% (95% CI 2,1 bis 4,2%) bei Müttern, die während des ersten Trimester Carbamazepin als Monotherapie eingenommen haben und 1,1% (95% CI 0.35 bis 2.5%) bei schwangeren Frauen, die kein Antiepileptikum einnahmen (relatives Risiko 2,7, 95% CI 1,1 bis 7,0).

Klinische Überlegungen

Unter Berücksichtigung dieser Daten:

  • Schwangere mit Epilepsie sollten mit besonderer Sorgfalt behandelt werden.
  • Wenn unter einer Carbamazepin-Behandlung eine Schwangerschaft eintritt oder geplant wird oder wenn während einer Schwangerschaft eine Behandlung mit Carbamazepin begonnen werden soll, muss der erwartete Nutzen des Medikaments sehr sorgfältig gegen seine möglichen Gefahren abgewogen werden, insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft.
  • Carbamazepin sollte bei gebärfähigen Frauen und besonders während der Schwangerschaft wann immer möglich als Monotherapie verschrieben werden, da die Häufigkeit angeborener Anomalien bei Nachkommen von Frauen, die mit einer Kombination von Antiepileptika behandelt wurden, höher ist als bei Müttern, die die einzelnen Medikamente als Monotherapie erhalten. Das Risiko von Fehlbildungen nach Carbamazepin-Exposition als Polytherapie variiert abhängig von den einzelnen angewendeten Medikamenten und kann insbesondere bei einer Polytherapie mit Valproat höher sein.
  • Es sollten minimale wirksame Dosen gegeben werden, und die Überwachung der Plasmaspiegel wird empfohlen. Die Plasmakonzentration soll im unteren therapeutischen Bereich, d.h. 4-12

µg/ml, gehalten werden, vorausgesetzt die Anfallskontrolle wird aufrechterhalten. Es gibt Hinweise darauf, dass das Risiko einer Fehlbildung mit Carbamazepin dosisabhängig sei, d.h. bei einer Dosis von <400 mg pro Tag waren die Fehlbildungsraten niedriger als bei höheren Dosen von Carbamazepin.

  • Die Patientinnen sollen über das erhöhte Risiko von Fehlbildungen informiert und auf die Möglichkeit des pränatalen Screenings hingewiesen werden.
  • Während der Schwangerschaft soll eine wirksame antiepileptische Therapie nicht unterbrochen werden, da eine Verschlechterung der Krankheit eine Gefahr für Mutter und Fötus darstellen könnte.

Überwachung und Prophylaxe

Es ist bekannt, dass es in der Schwangerschaft zum Auftreten eines Folsäuremangels kommen kann. Es wurde berichtet, dass Antiepileptika den Folsäuremangel verstärken können. Dieser Mangel kann zur erhöhten Inzidenz von angeborenen Fehlbildungen bei Kindern, deren Mütter mit Antiepileptika behandelt wurden, beitragen. Deshalb wird die Gabe von Folsäure vor und während der Schwangerschaft empfohlen.

Beim Neugeborenen

Zur Vermeidung von Blutgerinnungsstörungen wurde auch empfohlen, Vitamin K1 sowohl der Mutter in den letzten Schwangerschaftswochen als auch dem Neugeborenen zu verabreichen.

In Zusammenhang mit mütterlicher Einnahme von Carbamazepin und anderen Antiepileptika wurde über einige wenige Fälle von Krämpfen und/oder Atemdepression bei Neugeborenen berichtet, ebenso über einige Fälle von Erbrechen, Diarrhoe und/oder verminderter Nahrungsaufnahme. Dies könnten Anzeichen eines Entzugssyndroms beim Neugeborenen sein.

Tierversuche haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Stillzeit

Risikoübersicht

Carbamazepin tritt in die Muttermilch über (ca. 25-60% der Plasmakonzentration). Der Nutzen des Stillens sollte jedoch gegen das geringe Risiko von Nebenwirkungen beim Säugling abgewogen werden. Mütter, die Carbamazepin einnehmen, dürfen stillen, vorausgesetzt, der gestillte Säugling wird bezüglich des Auftretens möglicher unerwünschter Wirkungen beobachtet (z. B. übermäßige Schläfrigkeit, allergische Hautreaktionen). Es liegen einige Berichte über cholestatische Hepatitis bei Neugeborenen vor, die pränatal oder während der Stillzeit Carbamazepin ausgesetzt waren. Daher sollten gestillte Säuglinge, deren Mütter mit Carbamazepin behandelt werden, sorgfältig auf hepatobiliäre unerwünschte Wirkungen überwacht werden.

Fertilität:

Einzelberichte über Störungen der Fertilität bei Männern und/oder abnormale Spermatogenese liegen vor.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Lagerbedingungen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

Wie wird Carbamazepin Umedica 200 mg Tabletten angewendet?

Anzeichen und Symptome

Bei einer Überdosierung mit Carbamazepin sind das zentrale Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System und das respiratorische System betroffen. Ebenfalls treten die unter Abschnitt 4.8 erwähnte Nebenwirkungen auf.

Zentrales Nervensystem: ZNS-Depression, Bewusstseinsstörungen, Benommenheit, Somnolenz, Unruhe, Halluzinationen, Koma; verschwommenes Sehen, verwaschene Sprache, Dysarthrie, Nystagmus, Ataxie, Dyskinesien, Reflexanomalien (anfänglich Hyperreflexie, später Hyporeflexie); Konvulsionen, psychomotorische Störungen, Myoklonie, Hypothermie, Mydriasis

Respiratorisches System: Atemdepression, Lungenödem

Herz-Kreislauf-System: Tachykardie, Hypotonie und manchmal Hypertonie, Überleitungsstörung mit Erweiterung des QRS-Komplexes; Synkope in Verbindung mit Herzstillstand.

Magen-Darm-Trakt: Erbrechen, verzögerte Magenentleerung, verminderte Darmmotilität.

Bewegungsapparat: Es gab einige Fälle, in denen Rhabdomyolyse in Verbindung mit Carbamazepin- Toxizität berichtet wurde.

Renales System: Harnretention, Oligurie oder Anurie, Flüssigkeitsretention, Wasserintoxikation aufgrund einer ADH-ähnlichen Wirkung von Carbamazepin.

Laborbefunde: Hyponatriämie, möglicherweise metabolische Azidose, möglicherweise Hyperglykämie, erhöhte Muskel-Kreatinphosphokinase

Therapiemaßnahmen

Ein spezifisches Antidot gibt es nicht.

Das Management sollte sich zunächst nach klinischen Zustand des Patienten orientieren: Stationäre Aufnahme, Bestimmung des Carbamazepinspiegel, um die Carbamazepin-Intoxikation zu bestätigen und das Ausmaß der Überdosierung festzustellen.

Magenentleerung, Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle. Eine verzögerte Magenentleerung kann zu einer verzögerten Resorption führen. Dies kann zur Folge haben, dass sich der Zustand des Patienten während der Erholung von der Intoxikation wieder verschlechtert. Unterstützende medizinische Versorgung auf einer Intensivstation mit Herzüberwachung und sorgfältiger Korrektur des Elektrolytungleichgewichts.

Besondere Empfehlungen:

Eine Hämoperfusion über Aktivkohle wird empfohlen. Die Hämodialyse ist eine wirksame Möglichkeit zur Behandlung einer Carbamazepin-Überdosierung.

Eine mögliche Verschlechterung der Symptomatik am 2. und 3. Tag aufgrund von verzögerter Resorption sollte berücksichtigt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Carbamazepin Umedica 200 mg Tabletten?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Carbamazepin interagiert mit vielen anderen Arzneimitteln. Bei der Kombination von Carbamazepin mit anderen Arzneimitteln ist stets Vorsicht geboten.

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Cytochrom F 3A4 (CYP3A4) ist das Hauptenzym bei der Bildung des aktiven Metaboliten Carbamazepin- 10,11-Epoxid. Die gleichzeitige Verabreichung von CYP3A4-Hemmern kann erhöhte Carbamazepin-Plasmakonzentrationen bewirken, die zu Nebenwirkungen führen können. Die gleichzeitige Verabreichung von CYP3A4-Induktoren kann die Metabolisierungsrate von Carbamazepin steigern und somit zu einem Absinken der Carbamazepin-Plasmakonzentration und in Folge zur Reduktion der therapeutischen Wirkung führen.

In ähnlicher Weise kann die Beendigung einer CYP3A4-Induktor-Gabe kann die Metabolisierungsrate von Carbamazepin verringern und zu einer Erhöhung der Carbamazepin-Plasmakonzentration führen.

Carbamazepin ist ein starker Induktor von CYP3A4 und anderen Phase-I- und Phase-II-Enzymsystemen der Leber. Die gleichzeitige Gabe von Carbamazepin kann den Metabolismus beschleunigen und deshalb die Plasmakonzentrationen verschiedener Arzneimittel senken, die hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert werden.

Humane mikrosomale Epoxidhydrolase wurde als für die Bildung des 10,11-trans-Diol Derivates von Carbamazepin-10,11-Epoxid verantwortliches Enzym identifiziert. Die gleichzeitige Verabreichung von Inhibitoren der humanen mikrosomalen Epoxidhydrolase kann in erhöhten Plasmakonzentrationen von Carbamazepin-10,11-Epoxid resultieren.

Carbamazepin induziert viele Wirkstoff-metabolisierende Enzyme und Transporter, z. B. CYP3A, CYP2C8, 9 und 19, CYP2B6, UGTs (Glucuronidierung) und das Transportprotein F-Glycoprotein (Pgp). Daher kann die gleichzeitige Behandlung mit Carbamazepin die Elimination einer großen Anzahl von Wirkstoffen erhöhen, deren Metabolismus durch diese Enzyme katalysiert wird. Die Plasmaspiegel solcher Wirkstoffe können daher verringert werden mit resultierender herabgesetzten oder fehlenden Wirkung. Die Induktion von Pgp kann zu verringerten Plasmaspiegeln und einer verringerten Verteilung von Arzneimitteln führen, die von diesem Protein transportiert werden, z. B. Digoxin, Fexofenadin, Dabigatranetexilat* und Sofosbuvir. Die induzierende Wirkung von Carbamazepin erreicht nach etwa 2 Wochen Behandlung mit Carbamazepin ihr Maximum und kann nach Abschluss der Behandlung noch mindestens 2 Wochen anhalten.

Wechselwirkungen, die zu einer Kontraindikation führen

Carbamazepin darf nicht gemeinsam mit einem MAO-Hemmer angewendet werden bzw. nicht vor Ablauf von mindestens 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit MAO-Hemmern, oder länger, wenn die klinische Situation dies zulässt (siehe Kontraindikationen).

Mittel, die den Carbamazepin-Plasmaspiegel erhöhen können:

Da ein erhöhter Carbamazepin-Plasmaspiegel zu Nebenwirkungen führen kann (z. B. Schwindel, Benommenheit, Ataxie, Diplopie), sollte die Carbamazepin-Dosierung entsprechend angepasst und / oder die Plasmaspiegel bei gleichzeitiger Anwendung mit den unten beschrieben Substanzen überwacht werden:

Analgetika, Antiphlogistika: Dextropropoxyphen

Androgene: Danazol

Antibiotika: Makrolidantibiotika (z. B. Erythromycin, Clarithromycin), Ciprofloxacin

Antidepressiva: Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Trazodon

Antiepileptika: Vigabatrin

Antimykotika: Antimykotika vom Azol-Typ (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, Fluconazol, Voriconazol. Bei Patienten, die mit Voriconazol oder Itraconazol behandelt werden, werden alternative Antikonvulsiva empfohlen.

Antihistaminika: Loratadin

Antipsychotika: Olanzapin

Arzneimittel gegen Tuberkulose: Isoniazid

Antivirale Mittel: HIV-Proteasehemmer (z.B. Ritonavir)

Carboanhydrasehemmer: Acetazolamid

Kardiovaskulär wirksame Arzneimittel: Diltiazem, Verapamil

Gastrointestinal wirksame Arzneimittel: Omeprazol, möglicherweise auch Cimetidin

Andere Wechselwirkungen: Grapefruitsaft, Nicotinamid (nur in hoher Dosierung).

Mittel, die die Plasmakonzentration von den aktiven Metaboliten Carbamazepin-10,11-Epoxid erhöhen können:

Da erhöhte Plasmaspiegel von Carbamazepin-10,11-Epoxid zu Nebenwirkungen (z.B. Schwindel, Benommenheit, Ataxie, Diplopie) führen können, sollte die Dosierung der Carbamazepin Tablette entsprechend angepasst und/oder die Plasmaspiegel überwacht werden, wenn sie gleichzeitig mit den nachstehend beschriebenen Substanzen verwendet werden:

Quetiapin, Primidon, Progabid, Valproinsäure, Valnoctamid und Valpromid.

Mittel, die die Plasmakonzentration von Carbamazepin senken können:

Bei der gleichzeitigen Anwendung mit den nachfolgend genannten Substanzen kann eine Dosisanpassung von Carbamazepin erforderlich werden:

Antiepileptika: Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin (Um eine Intoxikation mit Phenytoin zu vermeiden sowie subtherapeutische Carbamazepin-Konzentrationen, wird empfohlen, die Plasmakonzentration von Phenytoin auf 13 µg/ml einzustellen bevor man mit der Carbamazepin Behandlung beginnt) und Fosphenytoin, Primidon und - obwohl die Daten zum Teil widersprüchlich sind - möglicherweise auch Clonazepam

Zytostatika: Cisplatin oder Doxorubicin

Arzneimittel gegen Tuberkulose: Rifampicin.

Bronchodilatatoren, Antiasthmatika: Theophyllin, Aminophyllin

Andere Wechselwirkungen: pflanzliche Zubereitungen von Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Aufgrund möglicher Wechselwirkungen während der Kombinationstherapie von Epilepsie sollten die Plasmaspiegel regelmäßig überwacht und die Dosierung entsprechend angepasst werden. Blutuntersuchungen ihrer jeweiligen Plasmaspiegel können von Patient zu Patient unterschiedlich sein und sind darüber hinaus normalerweise bidirektional.

Die Serumspiegel von Carbamazepin können durch gleichzeitige Anwendung des Kräuterpräparats Johanniskraut (Hypericum perforatum) gesenkt werden. Dies ist auf die Induktion von Enzymen zurückzuführen, die Wirkstoffe metabolisieren und die nach Beendigung der Behandlung mit Johanniskraut mindestens 2 Wochen lang bestehen bleiben können. Produkte mit Johanniskraut sollten nicht mit Carbamazepin kombiniert werden. Bei Patienten, die bereits Johanniskraut einnehmen, sollte der Carbamazepin-Serumspiegel überwacht werden, bevor die Behandlung mit Johanniskraut abgebrochen wird, falls zwischen verschiedenen Johanniskrautprodukten umgestellt wird. Der Carbamazepinspiegel kann beim Abbruch von Johanniskraut ansteigen. Eine Dosisanpassung von Carbamazepin kann erforderlich sein:

Effekte von Carbamazepin auf die Plasmakonzentration gleichzeitig eingenommener Arzneimittel:

Carbamazepin kann den Plasmaspiegel senken, die Aktivität bestimmter Arzneimittel verringern oder sogar aufheben, da es die metabolisierenden Enzyme und das Transportprotein Pgp induziert.

Deshalb kann die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin mit folgenden Wirkstoffen eine Dosisanpassung erfordern, um das erforderliche klinische Ansprechen zu sichern:

Analgetika, Antiphlogistika: Buprenorphin, Methadon, Paracetamol (Die Langzeitanwendung von Carbamazepin und Paracetamol (Acetaminophen) kann zu einer Hepatotoxizität führen), Tramadol

Antibiotika: Doxycyclin, Rifabutin

Antikoagulanzien: Orale Antikoagulanzien (z.B. Warfarin, Acenocoumarol, Rivaroxaban, Dabigatran, Apixaban und Edoxaban)

Antidepressiva: Bupropion, Citalopram, Mianserin, Sertralin, Trazodon, trizyklische Antidepressiva (z.B. Imipramin, Amitriptylin, Nortriptylin, Clomipramin).

Antiemetika: Aprepitant

Antiepileptika: Clobazam, Clonazepam, Ethosuximid, Lamotrigin, Oxcarbazepin, Primidon, Tiagabin, Topiramat, Valproinsäure, Zonisamid. Um eine Intoxikation mit Phenytoin und subtherapeutische Konzentrationen von Carbamazepin zu vermeiden, wird empfohlen, die Plasmakonzentration von Phenytoin auf 13 µg/ml einzustellen, bevor man mit der Carbamazepin Behandlung beginnt. Es gab seltene Berichte über einen Anstieg der Plasmakonzentration von Mephenytoin.

Antimykotika: Itraconazol, Voriconazol. Bei Patienten, die mit Voriconazol oder Itraconazol behandelt werden, werden alternative Antikonvulsiva empfohlen.

Anthelminthika: Albendazol

Zytostatika: Imatinib, Cyclophosphamid, Lapatinib, Temsirolimus

Antipsychotika: Clozapin, Haloperidol und Bromperidol, Olanzapin, Quetiapin, Risperidon, Aripiprazol, Paliperidon

Antivirale Mittel: HIV-Proteasehemmer (z.B. Indinavir, Ritonavir, Saquinavir).

Anxiolytika: Alprazolam

Bronchodilatatoren oder Antiasthmatika: Theophyllin

Kontrazeptiva: hormonelle Kontrazeptiva (alternative Verhütungsmethoden sollten in Betracht gezogen werden).

Kardiovaskulär wirksame Arzneimittel: Kalziumkanalblocker (Dihydropyridin-Gruppe), z.B. Felodipin, Digoxin, Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin, Cerivastatin, Ivabradin

Kortikosteroide: Kortikosteroide (z.B. Prednisolon, Dexamethason)

Arzneimittel, die bei erektiler Dysfunktion angewendet werden : Tadalafil

Immunsuppressiva: Ciclosporin, Everolimus, Tacrolimus, Sirolimus

Schilddrüsenpräparate: Levothyroxin

Andere Arzneimittelwechselwirkungen: Präparate, die Östrogene und/oder Progesterone enthalten

Kombinationen, die einer besonderen Berücksichtigung bedürfen:

Es wurde berichtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Levetiracetam die Carbamazepin-induzierte Toxizität erhöht.

Es wurde berichtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Isoniazid die Isoniazid- induzierte Hepatotoxizität erhöht.

Die Kombination von Lithium und Carbamazepin kann eine erhöhte Neurotoxizität verursachen, obwohl die Lithiumplasmakonzentrationen im therapeutischen Bereich liegen. Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Metoclopramid oder wichtigen Beruhigungsmitteln wie Haloperidol und Thioridazin kann ebenfalls zu einer Zunahme der neurologischen Nebenwirkungen führen.

Die kombinierte Gabe von Carbamazepin und Diuretika wie Hydrochlorothiazid und Furosemid kann zu symptomatischer Hyponatriämie führen

Carbamazepin kann die Wirkung nicht-depolarisierender Muskelrelaxantien (z. B. Pancuronium) antagonisieren. Ihre Dosierung sollte erhöht und die Patienten engmaschig überwacht werden, um eine schnellere Aufhebung der neuromuskulären Blockade als erwartet zu erreichen.

Wie auch andere Psychopharmaka, kann Carbamazepin die Alkoholtoleranz verringern. Deshalb sollen Patienten während der Therapie keinen Alkohol trinken.

Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und direkt-wirkenden oralen Antikoagulanzien wie Rivaroxaban, Dabigatran, Apixaban und Edoxaban kann zu einer verringerten Plasmakonzentration der direkt-wirkenden oralen Antikoagulanzien führen, was mit einem Thromboserisiko verbunden ist. Falls eine gleichzeitige Anwendung notwendig sein sollte, wird eine engmaschige Überwachung hinsichtlich Anzeichen und Symptome einer Thrombose empfohlen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Carbamazepin oder wenn die Anfangsdosis zu hoch ist bzw. bei Behandlung älterer Patienten, treten bestimmte Arten von Nebenwirkungen sehr häufig oder häufig auf, z. B. ZNS-Nebenwirkungen (Schwindel, Kopfschmerzen, Ataxie, Benommenheit, Erschöpfung, Diplopie); Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Erbrechen) sowie allergische Hautreaktionen.

Die dosisabhängigen Nebenwirkungen lassen normalerweise innerhalb weniger Tage entweder spontan oder nach einer vorübergehenden Dosisreduktion nach. Das Auftreten von ZNS-Nebenwirkungen kann auch eine Manifestation relativer Überdosierung oder erheblich fluktuierender Plasmakonzentrationen sein. In solchen Fällen ist es ratsam, die Plasmaspiegel zu überwachen und die tägliche Dosis in kleinere (d.h. 3 bis 4) fraktionierte Dosen aufzuteilen.

Tabellarische Auflistung der aus klinischen Studien und aus Spontanmeldungen zusammengestellten unerwünschten Arzneimittelwirkungen

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind nach MedDRA-Systemorganklasse aufgeführt. Für jede Systemorganklasse werden die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach Häufigkeit aufgelistet, wobei die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen zuerst genannt werden. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung werden die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach abnehmendem Schweregrad dargestellt. Darüber hinaus basiert die entsprechende Häufigkeitskategorie für die einzelnen Nebenwirkungen auf der Konvention CIOMS III und ist wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).*

Erkrankungen des Blutes und  
des Lymphsystems  
   
Sehr häufig: Leukopenie
Häufig: Thrombozytopenie, Eosinophilie
Selten: Leukozytose, Lymphadenopathie
Sehr selten: Agranulozytose, aplastische Anämie, Panzytopenie, Aplasie, Aplasie
  der Erythrozyten, Anämie, megaloblastäre Anämie, Retikulozytose,
  hämolytische Anämie
Nicht bekannt:  
  Knochenmarkinsuffizienz
   
Erkrankungen des  
   
Immunsystems              
           
Selten:   Verzögerte,   mehrere Organsysteme-betreffende
    Überempfindlichkeitsreaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Vaskulitis,
    Lymphadenopathie, Pseudolymphom, Arthralgie, Leukopenie,
    Eosinophilie, Hepatosplenomegalie oder mit veränderten
    Leberfunktionswerten und Vanishing Bile Duct Syndrome
    (progrediente cholestatische Hepatopathie mit Zerstörung und
    Schwund der intrahepatischen Gallengänge). Diese Erscheinungen
    können in verschiedenen Kombinationen auftreten und auch andere
    Organe wie Leber, Lunge, Niere, Pankreas, Myokard und Dickdarm
    betreffen.          
Sehr selten:   Anaphylaktische Reaktionen, Angioödeme, Hypogammaglobulinämie.
    Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen
Nicht bekannt **:   (DRESS-Syndrom)        
               
Infektionen und parasitäre              
Erkrankungen              
           
Nicht bekannt **:   Reaktivierung des HHV-6      
               
Endokrine Erkrankungen              
     
Häufig:   Ödeme, Flüssigkeitsretention, Gewichtszunahme, Hyponatriämie und
 
    verminderte Plasmaosmolalität aufgrund einer ADH-ähnlichen
    Wirkung, die selten zu Wasserintoxikation mit Lethargie, Erbrechen,
    Kopfschmerz, Verwirrtheitszuständen und anderen neurologischen
    Störungen führen kann.        
Sehr selten:   Galaktorrhö, Gynäkomastie      
             
Stoffwechsel- und   Hyperammonämie        
Ernährungsstörungen              
           
Selten:   Folsäuremangel, verminderter Appetit      
Sehr selten:   Akute Porphyrie (akute intermittierende Porphyrie, Porphyria
    variegata), nicht-akute Porphyrie (Porphyria cutanea tarda)  
               
Psychiatrische Erkrankungen              
     
Selten:   Halluzinationen (visuell oder akustisch), Depression, aggressives
    Verhalten, Agitation, Ruhelosigkeit, Verwirrtheitszustände.
Sehr selten:   Aktivierung latenter Psychose      
               
Erkrankungen des              
Nervensystems              
           
Sehr häufig:   Ataxie, Schwindel, Somnolenz      
Häufig:   Diplopie, Kopfschmerzen.      
Gelegentlich:   Abnorme unwillkürliche Bewegungen (z. B. Tremor, Asterixis,
    Dystonie, Tics), Nystagmus.      
               
Selten: Dyskinesie, Augenbewegungsstörung, Sprachstörungen (z. B.
  Dysarthrie oder verwaschene Sprache), Choreoathetose, periphere
  Neuropathie, Parästhesie und Parese
Sehr selten: Malignes neuroleptisches Syndrom, aseptische Meningitis mit
  Myoklonus und peripherer Eosinophilie, Dysgeusie
Nicht bekannt **: Sedierung, Gedächtnisstörung
   
Augenerkrankungen  
   
Häufig: Akkommodationsstörungen (z.B. verschwommenes Sehen)
Sehr selten: Linsentrübung, Konjunktivitis
   
Erkrankungen des Ohrs und des  
Labyrinths  
   
Sehr selten: Hörstörungen, z.B. Tinnitus und Hyper- und Hypoakusis sowie
  Änderung der Wahrnehmung von Tonhöhen
   
Herzerkrankungen  
   
Selten: Überleitungsstörungen
Sehr selten: Arrhythmie, atrioventrikulärer Block mit Synkope, Bradykardie,
  kongestive Herzinsuffizienz, Verschlechterung einer vorbestehenden
  koronaren Herzkrankheit
   
Gefäßerkrankungen  
   
Selten: Arterielle Hypertonie oder Hypotonie, Vasodilatation
Sehr selten: Kreislaufkollaps, Embolie (z.B. Lungenembolie), Thrombophlebitis
   
Erkrankungen der Atemwege,  
des Brustraums und  
Mediastinums  
   
Sehr selten: Hypersensitivitätsreaktionen der Lunge mit Fieber, Dyspnoe und
  Pneumonitis oder Pneumonie
   
Erkrankungen des  
Gastrointestinaltrakts  
   
Sehr häufig: Erbrechen, Übelkeit
Häufig: trockener Mund, mögliche rektale Reizung bei Zäpfchen
Gelegentlich: Diarrhö, Obstipation
Selten: Bauchschmerzen
Sehr selten: Pankreatitis, Glossitis, Stomatitis
Nicht bekannt **: Kolitis
   
Leber- und Gallenerkrankungen  
   
Selten: Hepatitis (cholestatisch, hepatozellulär, gemischt), Vanishing-Bile-
  Duct- Syndrom, Ikterus
Sehr selten: Leberversagen, granulomatöse Lebererkrankung
   
Erkrankungen der Haut und des  
Unterhautzellgewebes  
   
Sehr häufig: Urtikaria, auch schwere; allergische Dermatitis
Gelegentlich: Exfoliative Dermatitis
Selten: systemischer Lupus erythematodes, Pruritus
Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom *, Lyell-Syndrom (Toxische epidermale
  Nekrolyse), Photosensibilität, Erythema exsudativum multiforme et
  nodosum, Veränderung der Hautpigmentierung, Purpura, Akne,
  Hyperhidrose, Alopezie, Hirsutismus.
Nicht bekannt **: Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)**, lichenoide
  Keratose, Onychomadese
   
Skelettmuskulatur-,  
Bindegewebs- und  
Knochenerkrankungen  
   
Selten Muskelschwäche
Sehr selten Knochenstoffwechselstörung (vermindertes Serum-Kalzium und
  vermindertes 25-OH-Cholecalciferol), was zu Osteomalazie führen
  kann; Arthralgien, Myalgien, Muskelkrämpfe.
Nicht bekannt** Frakturen
Erkrankungen der Nieren und  
Harnwege  
   
Sehr selten: tubulointerstitielle Nephritis, Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung
  (z. B. Albuminurie, Hämaturie, Oligurie und erhöhter*Harnstoff im
  Blut/Azotämie, Harnretention, Pollakisurie.
   
Erkrankungen der  
Geschlechtsorgane und der  
Brustdrüse  
   
Sehr selten: Sexuelle Dysfunktion, erektile Dysfunktion, abnorme Spermiogenese
  (verminderte Spermienzahl und/oder -beweglichkeit)
   
Allgemeine Erkrankungen und  
Beschwerden am  
Verabreichungsort  
   
Sehr häufig: Müdigkeit
Untersuchungen          
   
Sehr häufig: Anstieg der γ-GT-Werte (bedingt durch hepatische Enzyminduktion),
  üblicherweise klinisch nicht relevant    
Häufig: Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut.  
Gelegentlich: Erhöhte Transaminasen      
Sehr selten: Erhöhter Augeninnendruck; erhöhte Cholesterinspiegel einschließlich
  HDL-Cholesterin und Triglyzeride; veränderte
  Schilddrüsenfunktionsparameter: vermindertes L-Thyroxin (freies
  Thyroxin, Thyroxin, Trijodthyronin) und erhöhtes TSH im Blut, meist
  ohne klinische Symptome; erhöhter Prolaktinspiegel im Blut.
Nicht bekannt **: verminderte Knochendichte    
       
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen    
   
Nicht bekannt ** Sturz (in Verbindungen mit durch die Carbamazepin-Behandlung
  ausgelöste Ataxie, Schwindel, Somnolenz, Hypotonie,
  Verwirrtheitszustand und Sedierung (siehe Abschnitt 4.4 Besondere
  Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung)
           

* In einigen asiatischen Ländern ebenfalls als selten gemeldet. Siehe auch Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung.

** Zusätzliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus Spontanmeldungen (Häufigkeit nicht bekannt)

Es wurden Berichte über eine verminderte Knochenmineraldichte, Osteopenie, Osteoporose und Frakturen bei Patienten unter Langzeittherapie mit Carbamazepin veröffentlicht. Der Mechanismus, durch den Carbamazepin den Knochenstoffwechsel beeinflusst, wurde nicht identifiziert.

Es gibt zunehmend Hinweise für einen Zusammenhang zwischen Genmarkern und dem Auftreten von unerwünschten kutanen Arzneimittelwirkungen wie SJS, TEN, DRESS, AGEP und makulopapulösem Ausschlag. Bei japanischen und europäischen Patienten wurde berichtet, dass eine Assoziation zwischen diesen Reaktionen und der Anwendung von Carbamazepin bei gleichzeitigem Vorliegen des Allels HLA- A*3101 besteht. Bei einem weiteren Marker, dem Allel HLA-B*1502, konnte gezeigt werden, dass ein starker Zusammenhang mit dem Auftreten von SJS und TEN bei Han-Chinesen, Thailändern und einigen anderen asiatischen Bevölkerungsgruppen besteht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4 für weitere Informationen).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

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9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: {TT. Monat JJJJ}

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: {TT. Monat JJJJ}

<ist national auszufüllen >

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Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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