Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
axunio Vitamin D3 20 000 I.E. Weichkapseln axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln Anwendungsgebiete Initialbehandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D -Mangelzustands (Serumspiegel < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml) bei Erwachsenen. axunio Vitamin D3 20 000 I.E. und 25 000 I.E. Weichkapseln werden angewendet bei Erwachsenen.
- Wirkstoff(e)
- Cholecalciferol (Vitamin D3)
- Zulassungsinhaber
- A.Forall Access Limited
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A11CC05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln angewendet?
axunio Vitamin D3 20 000 I.E. Weichkapseln axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln
Anwendungsgebiete
Initialbehandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangelzustands (Serumspiegel < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml) bei Erwachsenen.
axunio Vitamin D3 20 000 I.E. und 25 000 I.E. Weichkapseln werden angewendet bei Erwachsenen.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln zu beachten?
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Überwachung
Bei einer therapeutischen Behandlung wird die Dosis individuell für den Patienten unter regelmäßiger Kontrolle der Calciumspiegel im Plasma festgelegt. Während der Initialbehandlung müssen die Calciumspiegel im Serum und Urin sowie die Nierenfunktion überwacht werden, vor allem bei älteren Patienten, die gleichzeitig Herzglykoside oder Diuretika einnehmen (siehe Abschnitt 4.5), sowie bei Hyperphosphatämie und bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Nierensteine oder immobilisierten Patienten. Bei Hyperkalzämie oder Hyperkalzurie (über 300 mg [7,5 mmol]/24 Stunden) ist die Behandlung zu beenden (siehe Abschnitt 4.3). Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu beenden.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Vitamin D ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht anzuwenden und die Wirkung auf den Calcium- und Phosphatspiegel ist zu überwachen. Das Risiko von Weichteilverkalkungen sollte beachtet werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Vitamin D in Form von Colecalciferol möglicherweise nicht normal metabolisiert und es dürfen keine hohen Dosen von Colecalciferol angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Pseudohypoparathyreoidismus
Vitamin D sollte bei Vorliegen von Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer langanhaltenden Überdosierung). Für solche Fälle stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung.
Sarkoidose
Vitamin D sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht verschrieben werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten besteht. Bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden.
Gleichzeitige Anwendung von Multivitaminpräparaten
Bei der Verschreibung von anderen Arzneimitteln, die Vitamin D, dessen Metabolite oder Analoga enthalten, ist der Vitamin-D-Gehalt dieses Arzneimittels zu berücksichtigen. Die gleichzeitige Anwendung von Multivitaminpräparaten und Vitamin D-enthaltenden Nahrungsergänzungsmitteln sollte vermieden werden.
Calcium-Aufnahme
Während der Behandlung sind ein adäquater Calciumspiegel und eine angemessene Calciumzufuhr vorzugsweise über die Nahrung sicherzustellen. Die gleichzeitige Anwendung calciumhaltiger Arzneimittel in hohen Dosen kann das Risiko für eine Hyperkalzämie erhöhen.
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird dieses hoch dosierte Arzneimittel nicht empfohlen; es sollte ein niedriger dosiertes Arzneimittel angewendet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine angemessene Zufuhr von Vitamin D erforderlich. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte sich nach den nationalen Leitlinien richten.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft sollte die tägliche Aufnahme 4 000 I.E. Vitamin D (100 µg Colecalciferol) nicht überschreiten.
Überdosierungen von Vitamin D in der Schwangerschaft müssen vermieden werden, da eine langanhaltende Hyperkalzämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie des Kindes führen kann. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität von hoch dosiertem Vitamin D gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Stillzeit
Hoch dosiertes Vitamin D soll während der Stillzeit nicht angewendet werden. Vitamin D und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Ist die Behandlung mit axunio Vitamin D3 während der Stillzeit klinisch angezeigt, soll dies auch bei der Gabe von zusätzlichem Vitamin D an das Kind berücksichtigt werden.
Fertilität
Bei einem normalen endogenen Vitamin-D-Spiegel sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten. Die Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität sind nicht bekannt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Wie wird axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Dosis wird individuell in Abhängigkeit von der erforderlichen Vitamin-D-Zufuhr festgelegt. Die Dosierung muss vom behandelnden Arzt individuell in Abhängigkeit von der erforderlichen Vitamin-D-Zufuhr bestimmt werden.
Die Ernährungsgewohnheiten des Patienten sind sorgfältig zu prüfen. Dabei muss der künstlich zugesetzte Vitamin-D-Gehalt in bestimmten Lebensmittelarten berücksichtigt werden.
Initialbehandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangelzustands (Serumspiegel < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml) bei Erwachsenen:
1 Kapsel zu 20 000 I.E. pro Woche über bis zu 4-5 Wochen. 1 Kapsel zu 25 000 I.E. pro Woche über bis zu 4 Wochen.
Nach dem ersten Monat sollte eine niedrigere Erhaltungsdosis in Betracht gezogen werden, abhängig von dem gewünschten Serumwert von 25-Hydroxycolecalciferol (25[OH]D), der Schwere der Krankheit und dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie.
Alternativ kann auch den nationalen Dosierungsempfehlungen zur Behandlung eines Vitamin-D-
Mangels gefolgt werden. Die Anwendungsdauer ist üblicherweise auf den ersten Behandlungsmonat beschränkt und liegt im Ermessen des Arztes. Eine medizinische Überwachung ist erforderlich, da sich die Dosisanforderungen je nach Ansprechen des Patienten unterscheiden können (siehe Abschnitt 4.4).
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Nierenfunktionsstörungen
axunio Vitamin D3 darf bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Kinder und Jugendliche
Die Stärken von 20 000 I.E. und 25 000 I.E. Weichkapseln pro Woche sind nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren geeignet, da die Studiendaten zur sicheren Anwendung sehr hoher Dosen bei Kindern und Jugendlichen zu begrenzt sind. Es sind jedoch auch Arzneimittel mit einer geringeren Stärke als 20 000 I.E. und 25 000 I.E. verfügbar.
Art der Anwendung
Die Kapsel wird als Ganzes mit Wasser geschluckt, vorzugsweise zusammen mit der Hauptmahlzeit.
Überdosierung
Symptome einer Überdosierung
Eine Überdosierung des Arzneimittels kann Hypervitaminose, Hyperkalzämie und Hyperphosphatämie verursachen.
Akute oder chronische Überdosierung von Vitamin D kann zu Hyperkalzämie führen. Die Symptome der Hyperkalzämie sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, psychiatrische Symptome (z. B. Euphorie, Benommenheit und Bewusstseinsstörungen), Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Durst, Polyurie, Bildung von Nierensteinen, Nephrokalzinose, extraossäre Verkalkung und Nierenversagen, Veränderungen im EKG, Arrhythmien und Pankreatitis. In Einzelfällen wurden tödliche Verläufe beschrieben. Chronische Überdosen können aufgrund von Hyperkalzämie zu Gefäß- und Organverkalkungen führen.
In extremen Fällen kann die Hyperkalzämie zu Koma oder sogar Tod führen.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Ein spezielles Antidot existiert nicht. Als erste Maßnahme ist das Vitamin-D-Präparat abzusetzen; eine Normalisierung der Hyperkalzämie infolge einer Vitamin-D-Intoxikation dauert mehrere Wochen. Gleichzeitig ist auch die Anwendung von Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin D und A sowie von Herzglykosiden zu beenden. Je nach Ausmaß der Hyperkalzämie und dem Zustand des Patienten, z. B. bei Oligoanurie, kann eine Hämodialyse (calciumfreies Dialysat) erforderlich sein.
Abgestuft nach dem Ausmaß der Hyperkalzämie ist die Behandlung auf die Symptome ausgerichtet. Rehydratation und Behandlung mit Diuretika, z. B. Furosemid, um eine ausreichende Diurese sicherzustellen. Bei Hyperkalzämie können Bisphosphonate oder Calcitonin und Corticosteroide verabreicht werden.
Die Spiegel der Serumelektrolyte, Nierenfunktion und Diurese sind zu überwachen. In schweren Fällen kann eine Überwachung von EKG und zentralem Venendruck erforderlich sein.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Pharmakokinetische Wechselwirkungen
Ionenaustauscherharze und Laxantien
Eine gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen (z. B. Cholestyramin) oder Laxantien (wie Paraffinöl) kann die gastrointestinale Resorption von Vitamin D vermindern.
Orlistat
Orlistat kann möglicherweise die Resorption von Vitamin D beeinträchtigen, da Vitamin D fettlöslich ist. Vitamin D darf nicht innerhalb von 2 Stunden (vor oder nach) der Gabe von Orlistat und Vitamin- D-Analoga eingenommen werden.
Antikonvulsiva
Antikonvulsiva wie Phenytoin und Barbiturate (z. B. Primidon) können aufgrund der Aktivierung des mikrosomalen Enzymsystems die Wirkung von Vitamin D vermindern.
Actinomycin und Imidazol-Antimykotika
Der zytotoxische Wirkstoff Actinomycin und Imidazol-Antimykotika beeinflussen die Vitamin-D- Aktivität, indem sie die Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D zu 1,25-Dihydroxyvitamin D durch das Nierenenzym 25-Hydroxyvitamin D-1-Hydroxylase hemmen.
Rifampicin
Rifampicin kann ebenfalls die Wirksamkeit von Vitamin D3 durch hepatische Enzyminduktion reduzieren.
Isoniazid
Isoniazid kann die Wirksamkeit von Vitamin D3 durch Hemmung der metabolischen Aktivierung von Vitamin D reduzieren.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
Thiazid-Diuretika
Thiazid-Diuretika vermindern die renale Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Thiazid-Diuretika oder mit calciumhaltigen Arzneimitteln in hohen Dosen ist eine regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel im Serum erforderlich, da das Risiko für Hyperkalzämie erhöht ist.
Digitalis und andere Herzglykoside
Bei der Behandlung mit Arzneimitteln, die Digitalis und andere Herzglykoside enthalten, kann die Gabe von Vitamin D das Risiko einer toxischen Wirkung von Digitalis (Arrhythmie) erhöhen. Eine strikte medizinische Überwachung ist notwendig und – falls nötig – müssen auch EKG und Calciumspiegel überwacht werden.
Corticosteroide
Systemische Corticosteroide hemmen die Resorption von Calcium. Eine Langzeitanwendung von
Corticosteroiden kann die Wirkung von Vitamin D aufheben.
Magnesium-enthaltende Präparate
Während der Behandlung mit Vitamin D dürfen Magnesium-enthaltende Präparate (wie Antazida) aufgrund des Risikos einer Hypermagnesiämie nicht eingenommen werden.
Phosphor-enthaltende Präparate
In hohen Dosen angewendete phosphorhaltige Präparate können bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko für eine Hyperphosphatämie erhöhen.
Nebenwirkungen
Auflistung der Nebenwirkungen
Bei den Häufigkeitsangaben möglicher Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde
gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die Nebenwirkungen entstehen als Folge einer Überdosierung.
Erkrankungen des Immunsystems:
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Überempfindlichkeitsreaktionen wie Angioödem oder Kehlkopfödem.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Gelegentlich: Hyperkalzämie und Hyperkalzurie.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Nicht bekannt: Obstipation, Blähungen, Übelkeit, Abdominalschmerz, Diarrhö.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes:
Selten: Pruritus, Ausschlag und Urtikaria.
Hyperkalzämie
Abhängig von Dosis und Behandlungsdauer kann eine schwere und langanhaltende Hyperkalzämie mit ihren akuten (Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen, psychiatrische Symptome, Bewusstseinsstörungen) und chronischen Folgen (vermehrter Harndrang, verstärktes Durstgefühl, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nierensteine, Nierenverkalkung, Verkalkung in Geweben außerhalb des Knochens) auftreten.
Sehr selten sind tödliche Verläufe beschrieben worden (siehe Abschnitt 4.4 und 4.9).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln aufzubewahren?
27 Monate.
Weitere Informationen zu axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln
Jede Kapsel enthält 500 Mikrogramm Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 20 000 I.E.). Jede Kapsel enthält 625 Mikrogramm Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 25 000 I.E.).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
axunio Vitamin D3 20 000 I.E. Weichkapseln: 7006528.00.00
axunio Vitamin D3 25 000 I.E. Weichkapseln: 7006529.00.00
13. Dezember 2022
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


