Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL Stärke 1: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT Stärke 2: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL CD34 - selektiert, KRYOKONSERVIERT Anwendungsgebiet Hämatologische und immunologische Rekonstitution des Knochenmarkes
- Zulassungsinhaber
- Universitätsklinikum Halle (Saale) AöR
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT angewendet?
Bezeichnung: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL
- Stärke 1: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT
- Stärke 2: Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL CD34 - selektiert, KRYOKONSERVIERT
Anwendungsgebiet
Hämatologische und immunologische Rekonstitution des Knochenmarkes
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Was ist vor der Einnahme von Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT zu beachten?
Gegenanzeigen
3.1.1 Absolute Kontraindikationen
Absolute Kontraindikationen für die Anwendung von Stammzellzubereitungen sind nicht bekannt.
3.1.2 Relative Kontraindikationen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
-
Unverträglichkeit bzw. bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
(z. B. Plasmaproteine, Antikoagulanzien, Dimethylsulfoxid, Selektions-Antikörper, Eisen-Dextran-Partikel)
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Stammzellzubereitungen dürfen nicht bestrahlt werden.
- Stammzellzubereitungen dürfen nur unter kontrollierten und überwachten Bedingungen bei der angegebenen Temperatur gelagert werden (siehe Behältnisbeschriftung).
- Stammzellzubereitungen dürfen nur innerhalb der angegebenen Haltbarkeit (siehe Behältnisbeschriftung bzw. Begleitdokument) verwendet werden.
- Autologe Stammzellzubereitungen sind ausschließlich zur autologen Anwendung
- Die korrekte Zuordnung (Identität) der für den Patienten autolog hergestellten Stammzellzubereitung muss gewährleistet sein.
- Stammzellzubereitungen dürfen nur von hierfür qualifiziertem Fachpersonal angewendet werden (siehe Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul- Ehrlich-Instituts).
- Zur Gabe der Stammzellzubereitung sollte eine medikamentöse Prophylaxe gegenüber allergischen oder hämolytischen Reaktionen erfolgen.
- Bei der Transfusion sollte zur Entfernung von Gerinnseln ein Transfusionsgerät mit Standardfilter der Porengröße 170 – 230 µm ohne Leukozytenfilter verwendet werden.
- Die Transfusion sollte so rasch als möglich erfolgen, wobei die Transfusionsgeschwindigkeit dem klinischen Zustand des Patienten anzupassen ist.
- Bei Transfusion des Arzneimittels sollte bei Kindern das empfohlene Transfusionsvolumen von 10 -15 ml/kg Körpergewicht nicht überschritten werden. Ansonsten besteht das Risiko einer Volumenüberladung besonders bei eingeschränkter kardiovaskulärer Funktion
- Während und nach der Gabe der Stammzellzubereitung ist eine angemessene Überwachung des Patienten mit Monitoring der Vitalparameter zu gewährleisten.
Die Auftauanleitung ist zu beachten (siehe Punkt 8.)
- Um die schädlichen Effekte von DMSO bei Raumtemperatur für Stammzellen gering zu halten, muss das Stammzelltransplantat unmittelbar nach dem Auftauen schnellstmöglich transfundiert werden. Stammzellen sollen möglichst nicht länger als 15 min bei Raumtemperatur in DMSO-haltiger Lösung verbleiben.
- Die Dosis von 1 g (= 0,9ml) DMSO pro kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.
- Eine medikamentöse Prophylaxe zur Vermeidung von DMSO-Nebenwirkungen insbesondere infolge Histaminfreisetzung wird empfohlen (siehe auch Punkt 6.2).
3.3 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, soweit sie die Wirkungsweise des Arzneimittels beeinflussen können und Hauptinkompatibilitäten
- Bluttransfusionen, Infusionen und Medikamente dürfen grundsätzlich nicht gleichzeitig in demselben Schlauchsystem mit den Stammzellen gegeben werden. Insbesondere ist auf die Gefahr der hypotonen Lyse durch hypotone Lösungen und der Gerinnselbildung durch kalziumhaltige Lösungen zu achten.
- Die Beimischung von nicht in der Auftauanleitung angegebenen Medikamenten oder Lösungen zum Stammzelltransplantat ist nicht zulässig.
- Blutprodukte, Antibiotika und liposomale Antimykotika sowie Medikamente, die die Stammzellfunktion beeinträchtigen könnten, dürfen nur in ausreichendem zeitlichem Abstand zur Stammzellgabe verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nach Anwendung sind die Primärbehältnisse der Stammzellzubereitungen steril zu verschließen und 24 Stunden bei +2°C bis +10°C für eventuell erforderliche Nachuntersuchungen aufzubewahren. Nicht verwendete Präparate müssen dem Hersteller gemeldet werden und sind ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie dürfen ausschließlich autolog und keinesfalls für andere Patienten verwendet werden. Die ordnungsgemäße Entsorgung von angebrochenen bzw. nicht mehr verwendbaren Präparaten ist entsprechend den Vorgaben der Einrichtung der Krankenversorgung sicherzustellen. Eine Nutzung für wissenschaftliche Zwecke ist mit Einverständnis des Patienten als Eigentümer der autologen Stammzellzubereitung möglich. Die Anwendung und der Verbleib aller Stammzellzubereitungen sind im Rahmen eines Qualitätssicherungssystems zu dokumentieren.
Wie wird Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT angewendet?
Dosierung
Die für eine autologe Transplantation empfohlene Mindestdosis an vitalen Zellen bezogen auf das Körpergewicht (KG) des Patienten ist derzeit für
Die individuelle Dosierung ist abhängig von der Grunderkrankung des Patienten sowie ggf. von Selektions- und Depletionsverfahren. Die Produktspezifikation wird vom Anwender in einer individuellen Anforderung festgelegt und vom Hersteller mit geeigneten Qualitätskontrollen nachgewiesen. Ein deutliches Übergewicht des Patienten (z.B. BMI > 35 kg/m2) kann bei der Berechnung der Mindestdosis berücksichtigt werden.
Art der Anwendung
Suspension zur i.v. Infusion nach Auftauen
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Wie ist Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT aufzubewahren?
Die angegebenen Lagerungs- und Transportbedingungen müssen eingehalten und dokumentiert werden. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Bei den kryokonservierten Präparaten ist wegen der hohen Bruchgefahr besondere Vorsicht beim Umgang geboten (Gefahr der mikrobiellen Kontamination bzw. des Präparateverlusts).
Während der Lagerung und des Transports ist dafür Sorge zu tragen, dass die Qualität und Funktionalität der Stammzellen nicht beeinträchtigt werden, die Stammzellzubereitungen keinesfalls bestrahlt werden und kein Unbefugter Zugriff hat. Der Transport der Stammzellzubereitungen ist in einem geeigneten und entsprechend beschrifteten Behältnis durch einen über die Bedeutung des Transplantats und dessen Transportbedingungen instruierten Kurier durchzuführen.
Stärken 1 und 2: Lagerung: ≤ -140°C in der Stickstoffgasphase; Transport: ≤ -140°C in der Stickstoffgasphase
Weitere Informationen zu Autologes peripheres Blutstammzellkonzentrat HAL KRYOKONSERVIERT
Zusammensetzung des Fertigarzneimittels
7.4.1 Wirkstoff (nach Art und Menge)
► Präparate-spezifische Informationen zum Wirkstoffgehalt: Siehe Begleitdokument und Prüf- und Freigabeprotokoll - Produktbegleitschein!
Stärken 1 und 2: Zieldosis ≥ 2 x 106 CD34+ CD45+-Zellen pro kg KG
7.4.2 Sonstige Bestandteile
► Zusätzliche Informationen zu den sonstigen Bestandteilen, die für eine zweckgemäße Herstellung erforderlich sind: Siehe Behältnisbeschriftung und Begleitdokument.
Stärke 1: Resterythrozyten; ACD-A Plasma
Stärke 2: PBS/EDTA; Humanes Serumalbumin
Stärken 1 und 2: |
Kryokonservierungslösung: | |||
| 9 ml DMSO /100 ml Transplantat | 9 ml DMSO / 100 ml Transplantat | |||
| 21 ml Spender-Plasma / 100 ml Transplantat | 21 ml SD-Plasma / 100 ml Transplantat | |||
Angaben zum Hersteller, der das Fertigarzneimittel für das Inverkehrbringen freigegeben hat
Universitätsklinikum Halle (Saale) Ernst-Grube- Str. 40, 06120 Halle
Datum der Erteilung der Genehmigungen
31.03.2011
Datum der letzten Überarbeitung
27.09.2019
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


