Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind Präparate zur Allergie-Immuntherapie (Allergie-Impfung, Hyposensibilisierung). Sie enthalten Allergene und werden verwendet, um eine Hausstaubmilben- Allergie zu behandeln.
- Wirkstoff(e)
- Hausstaubmilben, Dermatophagoides-pteronyssinus-Allergen, Dermatophagoides-farinae-Allergen
- Zulassungsinhaber
- ALK-Abelló Arzneimittel GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- V01AA20
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml angewendet?
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind Präparate zur Allergie-Immuntherapie (Allergie-Impfung, Hyposensibilisierung). Sie enthalten Allergene und werden verwendet, um eine Hausstaubmilben- Allergie zu behandeln. Die Allergie-Immuntherapie verringert oder behebt die allergischen Reaktionen, die durch Hausstaubmilben ausgelöst werden, indem die Ursache der allergischen Erkrankung behandelt wird.
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Was ist vor der Einnahme von ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml zu beachten?
ALK-depot SQ Milbenpräparate dürfen nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie Fieber haben oder Anzeichen einer akuten oder chronischen Infektion zeigen.
- wenn Sie eine schlechte Lungenfunktion haben (nach ärztlicher Beurteilung).
- wenn Sie eine deutliche Verschlechterung Ihres Asthmas innerhalb der letzten drei Monate gehabt haben (nach ärztlicher Beurteilung).
- wenn Sie eine schwere Lungenerkrankung haben.
- wenn Sie eine aktive Autoimmunerkrankung (nicht gut kontrolliert) oder eine Erkrankung des Immunsystems haben.
- wenn Sie eine schwere chronisch-entzündliche Erkrankung haben.
- wenn Sie Krebs haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Nach jeder Injektion müssen Sie mindestens 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht bleiben.
Am Tag der Injektion sollten Sie körperliche Anstrengung, Saunabesuche, heiße Duschen sowie schwere Mahlzeiten und Alkohol vermeiden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor ALK-depot SQ Milbenpräparate bei Ihnen angewendet werden, wenn:
- bei Ihnen nach der letzten Injektion irgendwelche Nebenwirkungen aufgetreten sind.
- Sie nach der letzten Injektion eine allergische Reaktion hatten, da Ihre Dosis möglicherweise angepasst wird.
- Sie wegen Depressionen mit trizyklischen Antidepressiva, Monoaminooxidase-Hemmern (MAO- Hemmern) oder wegen der Parkinson-Krankheit mit COMT-Inhibitoren behandelt werden.
- Sie eine chronische Herz- oder Lungenerkrankung oder eine Nierenerkrankung haben.
- Sie Betablocker (auch Augentropfen) einnehmen, um z.B. den Blutdruck zu senken.
- Sie mit aluminiumhaltigen Arzneimitteln (z.B. Antazida) behandelt werden.
- Sie eine Erkrankung des Immunsystems haben oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken.
- Sie bereits eine Allergie-Immuntherapie mit anderen Allergenen erhalten haben.
- Sie Fieber haben oder andere Anzeichen einer Infektion zeigen.
Kinder und Jugendliche
Bei der Behandlung von Kindern unter 5 Jahren sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Für Kinder ab 5 Jahren gibt es wenige Daten zur klinischen Wirksamkeit. Daten zur Sicherheit lassen jedoch kein größeres Risiko im Vergleich zu Erwachsenen erkennen.
Ältere Menschen
Bei älteren Patienten sollte eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Begleiterkrankung (z.B. Herz- oder Lungenerkrankungen) beachtet werden, siehe oben unter „ALK- depot SQ Milbenpräparate dürfen nicht angewendet werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.
Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
Die Verträglichkeit der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten kann bei Ihnen beeinflusst werden, wenn Sie gleichzeitig eine Allergie-Immuntherapie mit anderen Allergenen erhalten.
Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie Arzneimittel gegen Allergien wie z.B. Antihistaminika oder Kortikosteroide einnehmen, da diese mögliche Nebenwirkungen dieser Behandlung beeinflussen können.
Sie sollten die Einnahme von aluminiumhaltigen Arzneimitteln (z.B. Antazida) während der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten einschränken.
Einige Arzneimittel können die Wirkung von Adrenalin beeinflussen. Adrenalin wird zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen eingesetzt. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen: Betablocker zur Senkung des Blutdrucks (auch Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks), trizyklische Antidepressiva oder Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) bei Depressionen oder COMT-Inhibitoren bei der Parkinson-Krankheit.
Bitte beachten Sie, dass Sie vor oder nach einer Schutzimpfung eine Woche Abstand zur ALK-depot SQ-Injektion einhalten sollten.
Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Am Tag der Injektion sollten Sie schwere Mahlzeiten und Alkohol vermeiden, da dadurch das Risiko und der Schweregrad einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) erhöht werden könnten.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor dieser Behandlung Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft sollte eine Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten nicht begonnen werden. Wenn Sie während der Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten schwanger werden, fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie die Behandlung fortsetzen können.
Stillzeit
Zurzeit liegen über die Anwendung von ALK-depot SQ Milbenpräparaten während der Stillzeit keine klinischen Daten vor. Es sind keine Wirkungen auf den gestillten Säugling zu erwarten.
Fortpflanzungsfähigkeit
Es gibt für die Anwendung von ALK-depot SQ-Milbenpräparaten keine klinischen Daten hinsichtlich der Fortpflanzungsfähigkeit.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Die Therapie mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Nach einer ALK-depot SQ - Injektion tritt häufig leichte Müdigkeit auf.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
ALK-depot SQ Milbenpräparate enthalten Natrium
ALK-depot SQ Milbenpräparate enthalten Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Injektion, das heißt sie sind nahezu „natriumfrei“.
Wie wird ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml angewendet?
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte immer durch einen Arzt, der in der Allergie-Immuntherapie erfahren ist, durchgeführt werden.
Dosierung
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten besteht aus einer Aufdosierung und einer anschließenden Erhaltungsphase.
Aufdosierung
Während der Aufdosierung wird die Menge des ALK-depot SQ Milbenpräparates von der Anfangsdosis schrittweise bis zu einer Erhaltungsdosis gesteigert. Für die Aufdosierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung (siehe Seite „Dosierungsschemata und Injektionsprotokolle“ am Ende der Gebrauchsinformation). Ihr Arzt wird gemeinsam mit Ihnen ein für Sie passendes Schema für die Aufdosierung auswählen.
Erhaltungsphase
Die Dosis in der Erhaltungsphase ist für jeden Patienten individuell und hängt von Ihrer Empfindlichkeit auf das Allergen ab. Üblicherweise ist die Erhaltungsdosis 1,0 ml der Flasche 4 (100.000 SQ-E).
Nach der Aufdosierung kann der zeitliche Abstand zwischen den Injektionen um je 2 Wochen bis zu einem Abstand von 4 bis 8 Wochen verlängert werden.
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte ganzjährig über 3 bis 5 Jahre erfolgen.
Dosisreduktion
Die Dosis von ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte angepasst werden,
- wenn der empfohlene Abstand zwischen zwei Injektionen überschritten wurde.
- wenn bei Ihnen eine übersteigerte Lokalreaktion an der Injektionsstelle aufgetreten ist. Bitte informieren Sie Ihren Arzt darüber.
- wenn bei Ihnen eine allergische Allgemeinreaktion aufgetreten ist. Ihr Arzt wird sorgfältig abwägen, ob Sie die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten fortführen sollten.
Verschiebung der Injektion
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte verschoben werden, wenn Sie eine Schutzimpfung bekommen haben. Sie sollten mindestens eine Woche bis zur nächsten ALK-depot SQ-Injektion warten.
Art der Anwendung
ALK-depot SQ Milbenpräparate werden unter die Haut an der Rückseite des Oberarms gespritzt.
Nach jeder Injektion müssen Sie für mindestens 30 Minuten zur Überwachung in der Praxis bleiben.
Wenn Sie mit mehr als einem Allergenpräparat behandelt werden, sollten die Injektionen getrennt an beiden Armen mit einem Abstand von mindestens 30 Minuten gegeben werden. Die Injektionen sind auch an unterschiedlichen Tagen möglich.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Für Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche wird dieselbe Dosierung wie für Erwachsene empfohlen. Das
Produkt wird normalerweise nicht für die Behandlung von Kindern unter 5 Jahren empfohlen (siehe Abschnitt 2 unter „Kinder und Jugendliche“).
Wenn mehr vom ALK-depot SQ Milbenpräparat gespritzt wurde, als Sie bekommen sollten
Wenn Sie unbeabsichtigt eine zu hohe Dosis von einem ALK-depot SQ Milbenpräparat bekommen haben, kann das Risiko einer allergischen Reaktion erhöht sein. Sie sollten daher ärztlich überwacht werden und jede Reaktion sollte, falls erforderlich, behandelt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml?
Wie alle Arzneimittel können ALK-depot SQ Milbenpräparate Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Nebenwirkungen treten in der Regel innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion auf. Spätreaktionen können jedoch auch noch bis zu 24 Stunden nach der Injektion auftreten.
Typische Reaktionen nach der Injektion sind Juckreiz, Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle. Außerdem können allergische Reaktionen auftreten, die den ganzen Körper erfassen (Allgemeinreaktionen). Diese Allgemeinreaktionen können in unterschiedlichen Schweregraden auftreten.
Leichte Reaktionen sind beispielsweise Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötung, Quaddeln, Schwellung der Haut oder der Schleimhäute, Niesen, Augenjucken, Unwohlsein, Kopfschmerz, Unruhe, Angstgefühl, Schwindelgefühl, Missempfindungen.
Bei mittelgradigen Reaktionen können zusätzlich Schleimhautreaktionen (z.B. Schnupfen, Bindehautentzündung, Husten, Heiserkeit, Engegefühl im Hals), Atemnot, pfeifendes Atemgeräusch, Herz-Kreislauf-Reaktionen (z.B. Blutdruckabfall, Blässe, Pulsveränderung, Herzrhythmusstörungen), Übelkeit, Bauchschmerzen, Magenbeschwerden, Stuhl- bzw. Harndrang, Gebärmutterkrämpfe, Beschwerden im Brustraum, Schüttelfrost und/oder ein Fremdkörpergefühl im Hals auftreten.
Bei schweren Reaktionen können zusätzlich asthmatische Reaktionen (z.B. bedrohliche Atemnot, bläuliche Verfärbung der Haut oder Schleimhäute), Kehlkopfschwellung, starker Blutdruckabfall (Schock), Bewusstseinstrübung oder -verlust oder auch Erbrechen, Durchfall, Stuhl- bzw. Harnabgang auftreten.
Schwerste Reaktionen können bis zum Atem- oder Kreislaufstillstand führen.
Holen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie eines der folgenden Symptome und somit Anzeichen für den Beginn einer anaphylaktischen Reaktion bemerken:
- rasche Schwellung von Gesicht, Mund oder Rachen
- Schwierigkeiten beim Schlucken
- Schwierigkeiten beim Atmen
- Veränderungen der Stimme
- Nesselausschlag
- Verschlimmerung eines bestehenden Asthmas
- starkes Unwohlsein
- Übelkeit, Magenschmerzen oder -krämpfe, Erbrechen oder Durchfall
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schwellung, Nesselausschlag, Verfärbung, Knötchen, Schmerzen, Prellung, Bluterguss, Verhärtung, Entzündung, Ausschlag, Wärme, Papel, Rötung und/oder Juckreiz an der Injektionsstelle.
- Kopfschmerz
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schwindel
- Entzündung oder Juckreiz der Augen
- Asthma-Symptome, Atemnot, Husten oder Niesen
- Nasenbeschwerden, verstopfte oder laufende Nase
- Magenschmerzen, Übelkeit
- Nesselausschlag, Juckreiz, Rötung der Haut
- Müdigkeit
- Fremdkörpergefühl im Rachen
- Schwellung im Rachen
- Gewebeschwellung (normalerweise in den unteren Gliedmaßen)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Schwerwiegende allergische Reaktionen
- Anaphylaktischer Schock
- Schwindelgefühl
- Kribbeln der Haut
- Gefühl eines schnellen, kräftigen oder unregelmäßigen Herzschlages
- Abnormal schnelle Herzfrequenz
- Blaue Verfärbung der Haut
- Niedriger Blutdruck
- Blässe
- Flush
- Keuchende Atmung
- Verengung der unteren Atemwege
- Engegefühl im Rachen
- Rachenreizung
- Schwellung des Gesichts oder Rachens
- Geschwollene Augenlider
- Juckende Nase
- Juckreiz im Ohr
- Ausschlag
- Ekzem
- Gelenkschwellung, Gelenkschmerzen
- Brustbeschwerden
- Unwohlsein
- Schüttelfrost
- Hitzegefühl
- Durchfall, Erbrechen, Sodbrennen
- Haarwuchs an der Injektionsstelle
Daten aus einer klinischen Studie mit dem 7-stufigen Aufdosierungsschema zeigten ein leicht erhöhtes Risiko für Augensymptome wie Schwellungen und Juckreiz und für Hautreaktionen wie Hautrötung, Ausschlag und Nesselausschlag.
Der Aluminiumgehalt kann zum Auftreten lokaler Reaktionen beitragen, einschließlich positiver Reaktionen auf Aluminium in einem Epikutantest.
Eine atopische Dermatitis kann sich während der Behandlung verschlimmern.
Bedingt durch Aluminiumhydroxid können an den Injektionsstellen Knötchen im Unterhautgewebe (Granulome) entstehen, die auch länger anhalten können.
Kinder und Jugendliche
Hinsichtlich des Auftretens und der Häufigkeit der Nebenwirkungen sind keine Unterschiede gegenüber den Erwachsenen zu erwarten.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Straße 51-59, 63225 Langen, Tel: +49 6103 77 0, Fax: +49 6103 77 1234, Website: www.pei.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
In der Originalverpackung aufbewahren. Im Kühlschrank bei +2°C bis +8°C aufbewahren. Nicht einfrieren! Vorsicht, an der Kühlschrankrückwand können eventuell tiefere Temperaturen auftreten. Gefrorene und wieder aufgetaute Präparate vernichten.
ALK-depot SQ Milbenpräparate nach Ablauf des auf der Verpackung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden! Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
ALK-depot SQ Milbenpräparate sind nach erster Öffnung 6 Monate haltbar, jedoch nicht über das Verfalldatum hinaus.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu ALK-depot SQ 510 Milbenmischung 100 SQ-E/ml
Was ALK-depot SQ Milbenpräparate enthalten
Wirkstoffe: Standardisierte Allergene aus Hausstaubmilben
| Tabelle 1: Zusammensetzung | |
| ALK-depot SQ | enthält Allergene (ggf. in Mischung zu gleichen Teilen) aus |
| 510 Milbenmischung | Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides |
| farinae | |
| 503 Dermatophagoides pteronyssinus | Dermatophagoides pteronyssinus |
Das Ihnen verschriebene Allergen finden Sie auf der Verpackung und den Flaschen-Etiketten.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Aluminiumhydroxid, Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat, Phenol, Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke.
Wie ALK-depot SQ Milbenpräparate aussehen und Inhalt der Packung
Der Inhalt der Flaschen ist je nach Allergen und Konzentration unterschiedlich getrübt und gefärbt.
Es gibt vier verschiedene Konzentrationen (siehe Tabelle 2).
| Tabelle 2: Allergengehalt | ||||||
| Flasche | Konzentration in SQ-E/ml | |||||
| Flasche 1 | ||||||
| Flasche 2 | 1.000 | |||||
| Flasche 3 | 10.000 | |||||
| Flasche 4 | 100.000 | |||||
| ALK-depot SQ Milbenpräparate sind erhältlich in Packungsgrößen für die Anfangs- und | ||||||
| Fortsetzungsbehandlung (siehe Tabelle 3). | ||||||
| Tabelle 3: Packungsgrößen | ||||||
| Anfangsbehandlung | AF | Flaschen Nr. 1, 2, 3, 4 | Schema I, 16-stufige | |||
| Aufdosierung; | ||||||
| Schema III, Cluster- | ||||||
| Aufdosierung. | ||||||
| Anfangsbehandlung Plus | AF Plus | Flaschen Nr. 1, 2, 3, | Schema I, 16-stufige | |||
| 4, 4 | Aufdosierung; | |||||
| Schema III, Cluster- | ||||||
| Aufdosierung. | ||||||
| Anfangsbehandlung kompakt | AF kompakt | Flaschen Nr. 2, 3, 4, 4 | Schema II, 7-stufige | |||
| Aufdosierung. | ||||||
| Fortsetzungsbehandlung 1 | F 1 | 1 x Flasche Nr. 4 | ||||
| Fortsetzungsbehandlung 2 | F 2 | 2 x Flasche Nr. 4 | ||||
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen und Allergenzusammensetzungen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
ALK-Abelló Arzneimittel GmbH
Friesenweg 38
22763 Hamburg
Deutschland
Hersteller
ALK-Abelló S.A.
Miguel Fleta 19
28037 Madrid
Spanien
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmens unter der Telefonnummer 040-703845-300 in Verbindung.
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2022.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Die Behandlung mit ALK-depot SQ Milbenpräparaten sollte nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Allergie-Immuntherapie hat, durchgeführt werden. Nach jeder Injektion muss der Patient für mindestens 30 Minuten oder gemäß aktuellen medizinischen Richtlinien überwacht werden.
Während der Lagerung können abhängig von der Konzentration ein Niederschlag und eine klare Flüssigkeit erkennbar sein. Dies ist kein Zeichen für eine Schädigung. Der Niederschlag kann weiß bis schwach braun oder grün sein.
Die Durchstechflaschen müssen vor Gebrauch mehrmals langsam auf den Kopf gedreht werden, um eine homogene Suspension zu erhalten. Vermeiden Sie dabei Schaumbildung und verwenden Sie das Präparat nicht, wenn es gefroren bzw. wieder aufgetaut ist (Eisbildung bzw. Auftreten irreversibler Ausfällungen). Überprüfen Sie die Suspension vor der Anwendung visuell auf Partikel. Verwerfen Sie das Produkt, wenn Partikel vorhanden sind.
ALK-depot SQ Milbenpräparaten werden streng subkutan verabreicht. Zur Vermeidung schwerer allergischer Allgemeinreaktionen muss eine intravasale Injektion durch sorgfältiges Aspirieren vermieden werden.
Während des Gebrauchs von ALK-depot SQ Milbenpräparaten muss ein anaphylaktisches Notfallset vorhanden sein.
Desinfizieren Sie vor der Anwendung den Verschlussstopfen mit einem Alkohol-Tupfer und entnehmen Sie das entsprechende Volumen mit einer sterilen 1ml-Einmalspritze. Heben Sie nach Reinigung und Desinfektion der Injektionsstelle eine Hautfalte eine Handbreit oberhalb des Ellenbogens ab, aspirieren Sie und injizieren dann langsam streng subkutan.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dosierungsschemata und Injektionsprotokolle
Schema I
16-stufige Aufdosierung
Für dieses Schema wird die Anfangsbehandlung oder die Anfangsbehandlung Plus benötigt.
| Injektionsintervall 7 (bis 14) Tage | |
| Name des Patienten / Allergen |
| Injek- | Flasche | Injektions- | Datum | rechts/ Bemerkungen |
| tion | volumen | der | links | |
| Injektion | ||||
| 1. | 0,2 ml | |||
| 2. | (grau) | 0,4 ml | ||
| 3. | 0,8 ml | |||
| SQ-E/ml | ||||
| 4. | 0,2 ml | |||
| 5. | (grün) | 0,4 ml | ||
| 6. | 1.000 | 0,8 ml | ||
| SQ-E/ml | ||||
| 7. | 0,2 ml | |||
| 8. | (orange) | 0,4 ml | ||
| 9. | 10.000 | 0,6 ml | ||
| SQ-E/ml | ||||
| 10. | 0,8 ml | |||
| 11. | 0,1 ml | |||
| 12. | 0,2 ml | |||
| 13. | (rot) | 0,4 ml | ||
| 14. | 100.000 | 0,6 ml | ||
| SQ-E/ml | ||||
| 15. | 0,8 ml |
| 16. | 1,0 ml |
| Weiter mit Erhaltungstherapie |
Schema II
7-stufige Aufdosierung
Für dieses Schema wird die Anfangsbehandlung kompakt benötigt. Injektionsintervall 7 ± 2 Tage
Name des Patienten / Allergen
| Injek- | Flasche | Injektions- | Datum | rechts/ Bemerkungen |
| tion | volumen | der | links | |
| Injektion | ||||
| 1. | 0,3 ml | |||
| (grün) | ||||
| 1.000 | ||||
| SQ-E/ml | ||||
| 2. | 0,2 ml | |||
| 3. | (orange) | 0,5 ml | ||
| 10.000 | ||||
| SQ-E/ml | ||||
| 4. | 0,1 ml | |||
| 5. | 0,3 ml | |||
| 6. | (rot) | 0,6 ml | ||
| 100.000 | ||||
| 7. | SQ-E/ml | 1,0 ml | ||
Weiter mit Erhaltungstherapie
Schema III Cluster-Aufdosierung
Für dieses Schema wird die Anfangsbehandlung oder die Anfangsbehandlung Plus benötigt. Cluster mit 3 bzw. 2 Injektionen am Tag
im Abstand von jeweils 30 Minuten
Name des Patienten / Allergen
| Woche | Injek- | Flasche | Injek- | rechts/ | Datum der Injektion/ |
| tion | tionsvol. | links | Bemerkungen | ||
| 1. | 0,1 ml | ||||
| (grau) | |||||
| SQ-E/ml | |||||
| Woche 1 | 2. | 0,1 ml | |||
| Cluster 1 | |||||
| (grün) | |||||
| 1.000 | |||||
| SQ-E/ml | |||||
| 3. | 0,1 ml | ||||
| Woche 2 | 4. | (orange) | 0,2 ml | ||
| Cluster 2 | 10.000 | ||||
| 5. | 0,2 ml | ||||
| SQ-E/ml | |||||
| Woche 3 | 6. | 0,5 ml |
Cluster 3
| 7. | 0,5 ml | |
| 8. | 0,2 ml | |
| (rot) | ||
| 9. | 0,4 ml | |
| 100.000 | ||
| SQ-E/ml | ||
| 10. | 0,6 ml | |
| 11. | 1,0 ml |
Weiter mit Erhaltungstherapie
Injektionsprotokoll für die Erhaltungstherapie
Nach Erreichen der Erhaltungsdosis wird das Injektionsintervall jeweils um 2 Wochen verlängert, bis ein 4- (bis 8-) Wochen-Intervall erreicht ist.
Name des Patienten / Allergen
| Injek- | Flasche | Injektions- | Datum | rechts/ Bemerkungen |
| tion | vol. | der | links | |
| Injektion | ||||
| (rot) | ||||
| 100.000 | ||||
| SQ-E/ml |
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


