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Medikamente

Ubretid®

Ubretid®
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Ubretid Tabletten normalisieren bzw. erhöhen den krankhaft herabgesetzten Muskeldruck der Skelettmuskulatur und des Darmes, der Blase und des Harnleiters. Dadurch nehmen die Darmbewegungen (Peristaltik) zu, die Bewegungsvorgänge von Harnleiter und Harnblase werden angeregt, die Entleerung der Harnblase wird gefördert und der Blasenverschluss verstärkt.

Wirkstoff(e)
Distigmin, Distigminbromid
Zulassungsinhaber
Takeda Pharma AG
ATC Code
N07AA03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Ubretid® angewendet?

Ubretid Tabletten normalisieren bzw. erhöhen den krankhaft herabgesetzten Muskeldruck der Skelettmuskulatur und des Darmes, der Blase und des Harnleiters. Dadurch nehmen die Darmbewegungen (Peristaltik) zu, die Bewegungsvorgänge von Harnleiter und Harnblase werden angeregt, die Entleerung der Harnblase wird gefördert und der Blasenverschluss verstärkt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin wird Ubretid zur Behandlung chronischer Verstopfung bei erschlafftem Darm, funktioneller Schwäche des Blasenverschlussapparates, eines herabgesetzten Spannungszustands der Blasenmuskulatur und bei schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis) eingesetzt.

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Was ist vor der Einnahme von Ubretid® zu beachten?

Wann darf Ubretid nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparates sowie bei Bromallergie, erhöhter Spannung des vegetativen Nervensystems, Krämpfen im Bereich des Darmes und der Gallen- und Harnwege, bei Darmentzündungen und Magengeschwüren sollte Ubretid nicht eingesetzt werden, ebensowenig bei stark erniedrigtem Blutdruck, frischem Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion, Regenbogenhautentzündung, Bronchialasthma, erhöhter Muskelspannung, Starrkrampf (Tetanus), Epilepsie sowie bei Schockzuständen nach Operationen und Kreislaufstörungen.

Wann ist bei der Einnahme von Ubretid Vorsicht geboten?

Atropin, gewisse Präparate gegen Gemütskrankheiten (Psychopharmaka), und Präparate gegen Überempfindlichkeitsreaktionen (Antihistaminika) können die Wirkung von Ubretid aufheben.

Einige Antibiotika (Neomycin, Streptomycin, Kanamycin) schwächen die Ubretidwirkung ab.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Ubretid während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Die Anwendung von Ubretid in der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte nur auf ausdrückliche Anordnung des behandelnden Arztes bzw. der behandelnden Ärztin und bei zwingenden Gründen erfolgen.

Wie wird Ubretid® angewendet?

Halten Sie sich genau an die ärztliche Verschreibung!

Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsrichtlinien für Erwachsene:

Bei Behandlungsbeginn 1 Tablette täglich.

Gewöhnlich werden nach der ersten Behandlungswoche 1-2 Tabletten alle 2-3 Tage verabreicht.

Die Tabletten müssen immer nüchtern, eine halbe Stunde vor dem Frühstück, mit etwas Wasser eingenommen werden.

Nach der ersten Tabletteneinnahme darf die zweite Applikation erst wieder am zweiten Behandlungstag erfolgen!

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

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Welche Nebenwirkungen hat Ubretid®?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ubretid auftreten:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen- und Darmkrämpfe, vermehrter Speichelfluss, gesteigerte Schleimproduktion in den oberen Atemwegen, Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Tränen, Sehstörungen, Verlangsamung oder Beschleunigung der Pulsfrequenz, Schwitzen, Herzrhythmusstörungen, erniedrigter Blutdruck, Muskelkrämpfe, Zittern, Muskelschwäche. Daneben sind auch Kopfschmerzen, Schwindel, Sprechstörungen, epileptische Anfälle, Benommenheit, Angstzustände und depressive Stimmung, Halluzinationen, Unruhe, verstärkter Harndrang, menstruationsartige Blutungen (bei nicht menstruierenden Frauen), Hautausschlag sowie schwere Überempflindlichkeitsreaktionen aufgetreten.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, damit dieser / diese gegebenenfalls entsprechende Massnahmen ergreifen kann.

Da diese unerwünschten Wirkungen fast nur mit zu hohen Dosen auftreten, sollten Sie sich immer genau an die vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung halten!

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie ist Ubretid® aufzubewahren?

Bei Raumtemperatur (15-25°C), vor Licht geschützt und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zum auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen zu Ubretid®

Was ist in Ubretid enthalten?

1 Tablette enthält Distigminbromid 5 mg als Wirkstoff und Hilfsstoffe zur Herstellung der Tablette.

Zulassungsnummer

37‘746 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Ubretid? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Ubretid Tabletten zu 5 mg: Packungen mit 20 und 50 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Takeda Pharma AG, Freienbach

Diese Packungsbeilage wurde im März 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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