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Medikamente

Cyklokapron®

Cyklokapron®
Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Cyklokapron ist ein Arzneimittel mit blutstillenden Eigenschaften. Es wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet, um gynäkologische oder geburtshilfliche Blutungen zu normalisieren, wie z.B. übermässige Menstruationsblutungen bei Spiralenträgerinnen. Es enthälte den Wirkstoff Tranexamsäure .

Wirkstoff(e)
Tranexamsäure
Zulassungsinhaber
Viatris Pharma GmbH
ATC Code
B02AA02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Cyklokapron® angewendet?

Kurzzusammenfassung

Cyklokapron ist ein Arzneimittel mit blutstillenden Eigenschaften. Es wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet, um gynäkologische oder geburtshilfliche Blutungen zu normalisieren, wie z.B. übermässige Menstruationsblutungen bei Spiralenträgerinnen. Es enthälte den Wirkstoff Tranexamsäure.

Cyklokapron ist ein Arzneimittel mit blutstillenden Eigenschaften. Es wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet, um gynäkologische oder geburtshilfliche Blutungen zu normalisieren, wie z.B. übermässige Menstruationsblutungen bei Spiralenträgerinnen. Auch können Blutverluste bei Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Nachblutungen nach Operationen beträchtlich gemindert werden. Auch bei starkem Nasenbluten kann Cyklokapron angewendet werden. Zusätzlich wird es auch zur Behandlung einer seltenen Erbkrankheit (hereditäres angioneurotisches Ödem) eingesetzt.

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Was ist vor der Einnahme von Cyklokapron® zu beachten?

Kurzzusammenfassung

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wann darf Cyklokapron nicht eingenommen werden?

Bei akuten Störungen der Blutgerinnung (Thrombose), Überempfindlichkeit gegen Tranexamsäure oder gegen einen anderen Bestandteil von Cyklokapron sowie bei einer bestimmten Form der Hirnblutung (Subarachnoidealblutung) darf Cyklokapron nicht eingenommen werden.

Bei unregelmässiger Menstruationsblutung muss, bevor mit Cyklokapron behandelt wird, die Ursache der Unregelmässigkeit geklärt werden. Im Falle einer unzureichenden Wirkung bei übermässiger Menstruationsblutung sollte eine andere Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Es gibt keine klinischen Erfahrungen zur übermässig lang dauernden oder starken Menstruationsblutung von Patientinnen unter 15 Jahren.

Bei eingeschränkter Nierentätigkeit darf Cyklokapron nur mit Vorsicht und nur in reduzierter Dosis gemäss Vorschrift Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen werden. Auch bei Blutungen aus den oberen Harnwegen und bei Neigung zur Entwicklung von Blutgerinnseln ist bei Einnahme von Cyklokapron Vorsicht geboten.

Falls bei Ihnen während einer Behandlung mit Cyklokapron Störungen des Farbensehens oder andere Sehstörungen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Cyklokapron mit anderen Arzneimitteln, welche die Blutgerinnung beeinflussen (z.B. «blutverdünnende Mittel», salicylathaltige Schmerz- und Grippemittel wie Aspirin usw.), kann die Wirkung von Cyklokapron abgeschwächt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen!

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, sollten Sie vorsichtshalber möglichst auf Arzneimittel verzichten und Cyklokapron nur einnehmen, wenn es vom Arzt bzw. der Ärztin als dringend nötig verschrieben wurde.

Es ist bekannt, dass der Wirkstoff von Cyklokapron in geringer Menge in die Muttermilch übergeht, doch sind Nebenwirkungen beim Kind unwahrscheinlich.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird über eine Einnahme während der Schwangerschaft oder der Stillzeit entscheiden.

Wie wird Cyklokapron® angewendet?

Kurzzusammenfassung

Die Standarddosierung beträgt:

2–3mal täglich 2–3 Filmtabletten oder 2–4mal täglich 1 Brausetablette

Halten Sie sich an die Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin, denn er/sie hat die Dosierung auf Sie persönlich abgestimmt.

Die nachfolgenden Dosierungen sind lediglich als Hinweis anzusehen.

Standarddosierung, Erwachsene:

2–3mal täglich 2–3 Filmtabletten oder 2–4mal täglich 1 Brausetablette, vorzugsweise nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit einnehmen. Brausetablette in einem halben Glas Wasser auflösen. Die Behandlung dauert im Allgemeinen zwischen 3 und 7 Tagen.

Dosierungsempfehlung bei übermässiger Menstruationsblutung:

Sofort nach Beginn starker Blutungen am 1. Tag 4mal täglich 2 Filmtabletten oder 1 Brausetablette, am 2. und 3. Tag 3mal täglich 2 Filmtabletten oder 1 Brausetablette einnehmen.

Nasenbluten:

Bei langanhaltendem oder wiederkehrendem Nasenbluten 3mal täglich 2 Filmtabletten oder 1 Brausetablette während 7 Tagen einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Die Dosierung für Kinder wird der Arzt bzw. die Ärztin aufgrund des Körpergewichts berechnen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

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Welche Nebenwirkungen hat Cyklokapron®?

Kurzzusammenfassung

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind, abhängig von der Dosierung, Magen-Darm- Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall (über 5% der Fälle), welche jedoch nach Reduktion der Dosis verschwinden.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schwindel.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Allergische Hautreaktionen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Ereignisse aufgrund von Blutgerinnselbildung wie Lungenembolie oder Hirnschlag, Sehstörungen, einschliesslich Störungen des Farbensehens.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Veränderungen von Blutlaborwerten, Entwicklung einer krankhaft verlängerten Blutungszeit, Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie (akute allergische Reaktion).

Einzelfälle

Neigung zu Krampfanfällen besonders bei fehlerhafter Anwendung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie ist Cyklokapron® aufzubewahren?

Kurzzusammenfassung

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen zu Cyklokapron®

Was ist in Cyklokapron enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette enthält 500 mg Tranexamsäure.

1 Brausetablette enthält 1000 mg Tranexamsäure.

Hilfsstoffe

Filmtablette: mikrokristalline Cellulose, niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose, Talkum, Magnesiumstearat, Povidon K25, hochdisperses Siliciumdioxid, basisches Butylmethacrylat-Copolymer, Titandioxid, Macrogol 8000, Vanillin.

Brausetablette: wasserfreie Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, wasserfreies Natriumcarbonat, Natriumcitrat, Orangenaroma. Enthält 194.27 mg Natrium pro Brausetablette.

Zulassungsnummer

33741, 52660 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Cyklokapron? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten: Packungen zu 30 Stück.

Brausetabletten: Packungen zu 16 Stück.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen

Diese Packungsbeilage wurde im November 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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