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Wirkstoffe

Nystatin

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Nystatin ist ein antimykotisches Medikament. Es wird verwendet, um Candida-Infektionen (Hefepilz) der Haut, einschließlich Windelausschlag, Soor, Ösophagus-Candidose und vaginale Hefe-Infektionen zu behandeln. Es kann auch zur Prophylaxe gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden. Nystatin kann durch den Mund, in der Vagina oder auf der Haut angewendet werden.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Nystatin ist ein kanalbildendes Ionophor, d.h. es übt seine therapeutische Wirkung über die Bildung einer membranüberspannenden Pore in der Plasmamembran des Pilzes aus. Die Bildung dieser Pore führt zu einer Veränderung der Membranpermeabilität, die das Austreten von intrazellulärem Inhalt und die anschließende Unterbrechung des elektrochemischen Gradienten ermöglicht, welche für die ordnungsgemäße Zellfunktion notwendig sind. Die Selektivität für Pilzzellen gegenüber Säugetierzellen ist auf die größere Bindungsaffinität von Nystatin für Ergosterol zurückzuführen, ein Molekül, das nur in Pilzzellen vorkommt.

Pharmakokinetik

Die systemische Absorption von Nystatin ist nach oraler Gabe minimal, und nach topischer oder vaginaler Gabe werden keine nachweisbaren Plasmakonzentrationen erreicht. Nystatin wird nicht in den systemischen Kreislauf aufgenommen, weshalb es auch keine Daten zu den pharmakokinetischen Eigenschaften dieses Arzneistoffes gibt.

Toxizität

Nebenwirkungen

  • Bitterer Geschmack und Übelkeit sind häufig auftretende unerwünschte Nebenwirkungen

Die orale Suspensionsform kann eine Reihe von unerwünschten Wirkungen verursachen:

Häufig

  • Diarrhöe
  • Abdominaler Schmerz

Selten

  • Tachykardie
  • Bronchospasmus
  • Gesichtsschwellung
  • Muskelschmerzen

Sowohl die orale Suspension als auch die topische Form können verursachen

  • Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom
  • Ausschlag
  • Juckreiz
  • Brennen und akute generalisierte exanthematische Pustulose

Toxikologische Daten

LD50 (Ratte, oral): 10.000 mg·kg−1

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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