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Wirkstoffe

Mometason

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Mometason und sein gängigstes Salz Mometasonfuroat sind mittelstark wirksame Vertreter der Gruppe der Glucocorticoide. Glucocorticoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde produziert werden und entzündunghemmende Eigenschaften aufweisen. Mometason wirkt antiinflammatorisch, juckreizstillend und vasokonstriktorisch. Die Hauptanwendungsgebiete von Mometason sind die Behandlung von Asthma bronchiale, die Behandlung von diversen Hauterkrankungen und die Behandlung der allergischen Rhinitis. 

Mometason ist als Creme oder Salbe, Nasenspray oder als Mittel zur Inhalation erhältlich.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Mometason wirkt aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zu körpereigenen Glucocorticoiden. Ungebunden kann es die Membran der Zelle durchdringen und dann mit hoher Affinität an intrazelluläre Glucocorticoid-Rezeptoren binden. 

Die antiinflammatorische (entzündungshemmende) Wirkung wird durch einen Eingriff in den sogenannten Arachidonsäurestoffwechsel erreicht. Mometason bewirkt, dass am Ende dieses Stoffwechsels weniger Prostaglandine und Leukotriene produziert werden. Diese sind maßgeblich am Entzündungsgeschehen des menschlichen Körpers beteiligt.

Mometason wirkt antiallergisch, indem es die Freisetzung von Histamin verhindert und gleichzeitig die Zahl und Aktivität von bestimmten B- und T-Lymphozyten verringert.

Pharmakokinetik

Mometason wird von Enzymen des CYP450 Systems in den Zellen der Leber abgebaut. Es besitzt eine Plasmahalbwertszeit von rund 5-8 Stunden und ist zu 98-99% an Proteine des Blutplasmas gebunden.

Toxizität

Die Chancen für eine Überdosierung bei der Anwendung eines Inhalators oder einer Creme sind niedrig.

Zeichen einer Überdosierung sind: Akne, Muskelschwäche und Gewichtszunahme.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen bei der Anwendung von Mometason sind lokale Hautirritationen wie Reizung, Rötung, Juckreiz und Ausschläge.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.