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Wirkstoffe

Fenticonazol

Autor: Thomas HofkoFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Wirkung
  3. Dosierung
  4. Nebenwirkungen
  5. Wechselwirkungen
  6. Gegenanzeigen
  7. Altersbeschränkung
  8. Schwangerschaft & Stillzeit

Fenticonazol ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Pilzinfektionen (Antimykotikum) in der Dermatologie und Gynäkologie verwendet wird.

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Grundlagen

Fenticonazol ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Pilzinfektionen (Antimykotikum) in der Dermatologie und Gynäkologie verwendet wird. Er gehört zur Gruppe der Azol-Antimykotika. Fenticonazol wird bei vaginalen Pilzinfektionen oder bei Pilzerkrankungen auf der Haut verabreicht. Es liegt in Medikamenten meist als Fenticonazolnitrat vor, ist ein weißes, kristallines (kristallbildendes) Pulver, das in Wasser nicht löslich ist.

Grafik Strukturformel des Wirkstoffs Fenticonazol

Wirkung

Fenticonazol wirkt, indem es das Enzym Lanosterol 14𝞪-Demethylase in Pilzen hemmt. Das führt wiederum zur Hemmung der Ergosterolsynthese. Ergosterol ist ein sehr wichtiger Baustein im Aufbau von Zellmembranen von Pilzen. Fenticonazol blockiert hier das Enzym und somit kommt es zur Wachstumshemmung und dadurch zum Stopp der Vermehrung von Pilzen.

Dosierung

Nehmen Sie Fenticonazol immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Die übliche empfohlene Dosis als Vaginalzäpfchen beträgt ein 600 mg Zäpfchen. Bei anhaltenden Beschwerden kann nach 3 Tagen ein zweites Zäpfchen eingeführt werden. Vaginalzäpfchen sind NUR zur vaginalen Anwendung bestimmt und sollten unter keinen Umständen geschluckt werden. Das Zäpfchen sollte vor dem Schlafengehen so tief wie möglich in die Scheide eingeführt werden. 

Wird Fenticonazol wegen einer Pilzinfektion im Genitalbereich angewendet, sollte Ihr/e Partner/in ebenfalls mit Fenticonazol behandelt werden, damit es nicht zu einer erneuten Infektion kommen kann. 

Bei Anwendungen als Creme sollte diese 1-2 mal täglich dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Die betroffene/n Stelle/n sollte/n vorher gewaschen und gut getrocknet werden. 

Nebenwirkungen

Es kann zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Brennen in der Scheide oder auf der Haut
  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Überempfindlichkeit an der/den Anwendungsstelle/n

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme von folgenden Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten:

  • Die Vaginalzäpfchen enthalten fetthaltige Hilfsstoffe, die Verhütungsmittel aus Latex (z.B. Kondome) beschädigen können
  • Fenticonazol kann empfängnisverhütende Spermizide unwirksam machen; von einer gleichzeitigen Anwendung ist daher unbedingt abzuraten

Gegenanzeigen

Fenticonazol darf in folgenden Fällen NICHT eingenommen werden:

  • bei einer Allergie gegen Fenticonazol 

Altersbeschränkung

Fenticonazol als Vaginalzäpfchen wird unter 16 Jahren NICHT empfohlen. 

Fenticonazol als Creme wird unter 3 Jahren NICHT empfohlen. 

Schwangerschaft & Stillzeit

In der Schwangerschaft & Stillzeit wird Fenticonazol NICHT empfohlen, da keine Erfahrungen zu diesem Wirkstoff vorliegen. 

Thomas Hofko

Autor

Thomas Hofko

Student der Pharmazie

Thomas Hofko befindet sich im letzten Drittel seines Bachelorstudiums der Pharmazie und ist Autor und Lektor für pharmazeutische Themen. Er interessiert sich besonders für die Bereiche Klinische Pharmazie und Phytopharmazie.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.