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Wirkstoffe

Calciumacetat

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Calciumacetat ist ein Calclium-Salz (E 263) der Essigsäure und ist im Erscheinungsbild ein weißer Feststoff mit leichtem, der Essigsäure ähnlichem Geruch. Als Arzneimittel ist es ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phosphatbinder und kommt bei der Therapie von erhöhtem Phosphatspiegel zum Einsatz. 

Als Arzneimittel wird es als Filmtabletten (oral zu den Mahlzeiten) bzw. Infusionslösung angewendet und wird über die Niere (je nach Calciumspiegel im Serum) wieder ausgeschieden.

Bei der Kristalldestillation, der Herstellung von Aceton aus Calciumcarbonat und Essigsäure, ist es ein Zwischenprodukt.

Des Weiteren wird Calciumacetat als konservierender und festigender Lebensmittelzusatzstoff (Innerhalb der EU: E 263) verwendet. Zusammen mit brennspritus kann es zur Brennpaste verarbeitet werden. Viele Wärmekissen enthalten eine Calcium- bzw. Natriumacetatlösung. Calciumacetat wird auch als Extraktionsmittel für Bodenproben benutzt. 

Pharmakologie

Indikationen

Wird zur Vorbeugung und Therapie bei renal bedingter chronischer Niereninsuffizienz indiziert.

Pharmakodynamik/Wirkmechanismus:

Der Wirkstoff kann durch die Bindung mit den Phosphat-Ionen (durch die Nahrung eingenommen) im Magen bzw. Darm unlösliche Calciumsalze bilden. Dadurch wird die Absorption von Phosphat-Ionen im Darm verringert, was in weiterer Folge zur Ausscheidung von diesen über den Stuhlgang führt. 

Bei einer Therapie müssen die eventuellen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden, da unerwünschte Wirkungen entstehen können.

Toxizität

Unerwünschte Wirkungen:

  • Hypercalcämie
  • Hypercalciurie
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Obstipation
  • Übelkeit
  • Schweißausbrücke
  • Hitzegefühl

Mögliche Kontraindikationen:

  • Überempfindlichkeit 
  • Hypercalcämie
  • Hypophosphatämie
  • Behandlung mit Vitamin D3
  • calciumhaltige Nierensteine 
  • Nephrocalcinose

Toxikologische Daten:

4280 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.