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Medikamente

Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion

Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Waskyra ist ein Gentherapeutikum, das den Wirkstoff Etuvetidigen autotemcel enthält. Ein Gentherapeutikum wirkt, indem es ein Gen in den Körper einbringt, um einen genetischen Fehler zu korrigieren. Dieses Arzneimittel wird speziell für Sie aus Ihren eigenen blutbildenden Zellen hergestellt.

Zulassungsinhaber
Fondazione Telethon ETS
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
B06

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion angewendet?

Waskyra ist ein Gentherapeutikum, das den Wirkstoff Etuvetidigen autotemcel enthält. Ein Gentherapeutikum wirkt, indem es ein Gen in den Körper einbringt, um einen genetischen Fehler zu korrigieren. Dieses Arzneimittel wird speziell für Sie aus Ihren eigenen blutbildenden Zellen hergestellt.

Waskyra wird zur Behandlung einer schweren Erkrankung, des sogenannten Wiskott-Aldrich- Syndroms (WAS), bei Personen ab einem Alter von 6 Monaten angewendet, die eine Mutation im WAS-Gen aufweisen, für die eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) geeignet ist und für die es keine geeignete Entsprechung eines Familienmitglieds zur Spende hämatopoetischer Stammzellen für eine Transplantation gibt. Hämatopoetische Stammzellen sind nicht ausgereifte Zellen, die sich zu allen Arten von Blutzellen entwickeln können, einschließlich weißer Blutkörperchen, roter Blutkörperchen und Blutplättchen (Bestandteile des Blutes, die zur Blutgerinnung beitragen).

Personen mit WAS weisen eine Mutation (Veränderung) in dem Gen auf, das Anweisungen zur Herstellung des WAS-Proteins enthält. Das WAS-Protein trägt dazu bei, dass sich die weißen

Blutkörperchen richtig bewegen auf die richtige Weise Infektionen bekämpfen, und hilft den Blutplättchen, sich korrekt zu bilden, um Blutungen zu stoppen. Eine Mutation in diesem Gen führt zu einem defekten oder fehlenden WAS-Protein. Dies kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Blutungen und Infektionen führen.

Waskyra wird aus Ihren eigenen hämatopoetischen Stammzellen hergestellt, die in einem Labor mithilfe eines Virus modifiziert werden. Dieses Virus wurde so verändert, dass es sich nicht im Körper ausbreiten kann, aber in der Lage ist, eine korrekte Kopie des WAS-Gens in die hämatopoetischen Stammzellen einzubringen. Die modifizierten hämatopoetischen Stammzellen werden dem Patienten durch eine Infusion (Tropfinfusion) wieder verabreicht und können Blutzellen bilden, die in der Lage sind, das WAS-Protein herzustellen. Man geht davon aus, dass dies eine Besserung der Erkrankung bewirkt.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Waskyra wirkt oder warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was ist vor der Einnahme von Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion zu beachten?

Waskyra darf Ihnen nicht verabreicht werden,

  • wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie denken, dass Sie allergisch sein könnten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie zuvor eine Gentherapie aus Blutstammzellen erhalten haben, oder wenn Sie eine allogene HSZT erhalten haben und ein Nachweis von vom Spender stammenden Restzellen vorliegt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Ihnen Waskyra verabreicht wird

Der Arzt wird:

  • Ihr(e) Lunge, Herz, Nieren, Leber, Gehirn, Haut, Schilddrüse sowie Vitalzeichen wie Blutdruck überprüfen. Vor der Behandlung ist eine allgemeine medizinische Untersuchung erforderlich.
  • prüfen, ob Anzeichen einer Infektion vorliegen. Jede Infektion sollte behandelt werden, bevor Ihnen Waskyra verabreicht wird.
  • prüfen, ob eine Infektion mit Hepatitis B, Hepatitis C, dem humanen T-lymphotropen Virus (HTLV), HIV oder Mykoplasmen vorliegt. Wenn Sie eine aktive Infektion mit einem dieser Erreger haben, kann Ihre Behandlung mit Waskyra verschoben oder vorenthalten werden.
  • Ihr Knochenmark überprüfen, um sich zu vergewissern, dass bei Ihnen keine Anzeichen von Leukämie oder Myelodysplasie (eine Erkrankung, bei der Ihr Knochenmark nicht genügend gesunde Blutkörperchen oder Blutplättchen bildet) vorliegen. Wenn Sie Anzeichen dieser Erkrankungen haben, können diese verhindern, dass Sie der Behandlung mit Waskyra unterzogen werden.

Vor der Behandlung mit Waskyra

Bevor Ihnen Waskyra verabreicht wird, wird es getestet, um das Vorhandensein infektiöser Mikroben auszuschließen, da ein theoretisches Infektionsrisiko besteht. Die Ärzte und das medizinische Fachpersonal werden Sie während der gesamten Infusion auf Anzeichen einer Infektion, wie z. B. Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Ermüdung, Halsschmerzen usw.,

überwachen und bei Bedarf eine Behandlung vornehmen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Anzeichen und Symptome auftreten.

Wenn Ihnen Waskyra verabreicht wird

  • Informationen über zellbasierte Arzneimittel wie Waskyra müssen 30 Jahre lang im Krankenhaus aufbewahrt werden. Bei den gespeicherten Informationen handelt es sich um Ihren Namen und die Chargennummer von Waskyra, die Sie erhalten haben.

Nach der Behandlung mit Waskyra

  • Nachdem Sie Waskyra erhalten haben, werden Sie mittels regelmäßiger Blutuntersuchungen überwacht. Dazu gehört auch die Messung von Antikörpern im Blut, die als Immunglobuline bezeichnet werden. Ist der Immunglobulinspiegel niedrig, benötigen Sie möglicherweise eine Immunglobulin-Ersatztherapie. Ihr Arzt wird dies bei Bedarf mit Ihnen besprechen.
  • Zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen, insbesondere in der neutropenischen Phase nach der Konditionierung, können Ihnen Arzneimittel gegen Infektionen (bakteriell, durch Pilze verursacht, viral) verabreicht werden. Während des Krankenhausaufenthaltes sollten im Einklang mit den vor Ort geltenden Standards Infektionskontrollmaßnahmen und Isolierungsverfahren angewendet werden.
  • Die Viruslast für Zytomegalievirus, Epstein-Barr-Virus, Herpes-simplex-Virus und Adenovirus wird bis Tag + 90 wöchentlich im peripheren Blut bestimmt. Bei wiederholtem Negativbefund kann das Testintervall nach Tag +90 verlängert werden. Wenn Sie positiv auf das Zytomegalievirus getestet werden, wird gemäß den lokalen Standards eine vorbeugende Therapie mit Ganciclovir, Valganciclovir oder Foscarnet verabreicht.
  • Bei Ihnen kann ein erheblicher Rückgang der Anzahl der Blutzellen auftreten, einschließlich eines schweren Rückgangs der Neutrophilenzahl über mehrere Wochen nach der Konditionierung und der Waskyra-Infusion. Sie sollten daher über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen nach der Infusion oder bis zur Erholung der Hämatopoese (Blutbildung) häufig mithilfe eines großen Blutbilds überwacht werden, und etwaige auftretende Infektionen sind gemäß den Standardleitlinien und der medizinischen Einschätzung zu behandeln. Wenn bei Ihnen Ermüdung und Schwäche, Infektionen sowie eine starke Neigung zu Blutergüssen und Blutungen auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Der medizinischen Einschätzung und den Praktiken in der jeweiligen Einrichtung entsprechend sollte eine unterstützende Transfusion von bestrahlten Erythrozytenkonzentraten und Blutplättchen erfolgen.
  • Ein Engraftment-Versagen stellt nach der Infusion von Waskyra ein potenziell bedeutsames Risiko dar. Im Falle einer anhaltenden Abnahme der Neutrophilenzahl sollte mit der Anwendung eines Wachstumsfaktors (Granulozytenkolonie-stimulierender Faktor) begonnen werden, um die Erholung des Knochenmarks anzuregen; dies kann basierend auf der medizinischen Einschätzung auch früher erfolgen. Wenn trotz der Anwendung von Granulozytenkolonie-stimulierendem Faktor das Engraftment-Versagen anhält und die Neutrophilenzahl weiter niedrig ist, wird die Verabreichung der nicht transduzierten autologen Reserve-Stammzellen empfohlen.
  • Nach der Behandlung können Sie gebeten werden, sich bis zu 15 Jahre lang nachbeobachten zu lassen, um ein besseres Verständnis für die langfristigen Wirkungen von Waskyra zu gewinnen.
  • Wenn Sie vor und nach der Behandlung mit Waskyra eine Bluttransfusion benötigen, sollten die Ihnen verabreichten Blutprodukte bestrahlt sein. Das bedeutet, dass die weißen Blutkörperchen, Lymphozyten genannt, reduziert sind, um das Risiko einer Reaktion auf die Transfusion zu minimieren. Ihr Arzt wird Sie im Hinblick auf Reaktionen auf die Bluttransfusion überwachen.
  • Durch das Einfügen eines neuen Gens in die Stammzellen könnte ein höheres Risiko für Blutkrebs wie Leukämie (Krebs der weißen Blutkörperchen) und Lymphom (Krebs der

Lymphozyten, der weißen Blutkörperchen, die an der Abwehr des Körpers beteiligt sind) bestehen. Obwohl es bisher in den klinischen Studien keine Belege dafür gibt, bleibt dies aufgrund der Beschaffenheit des Arzneimittels möglich. Nach der Behandlung wird Ihr Arzt Sie auf Anzeichen von Leukämie, Lymphom oder bösartige Erkrankungen solider Organe überwachen.

  • Waskyra wird aus Teilen eines Virus hergestellt, die so verändert wurden, dass sie keine Infektion verursachen können. Dies kann zu einem falsch positiven Ergebnis in einem HIV-Test führen. Im Bedarfsfall können spezifischere Tests eingesetzt werden, um eine HIV-Infektion auszuschließen.
  • Der Wirkstoff in Waskyra kann vorübergehend über Ihr Blut, Ihr Sperma, Ihre Muttermilch oder Ihre Fäkalien ausgeschieden werden – ein Prozess, der als „Shedding“ bezeichnet wird. Nach der Behandlung mit Waskyra dürfen Sie daher kein Blut, keine Blutbestandteile (Plasma), keine Organe, kein Gewebe und keine Zellen spenden.

Wenn die Behandlung mit Waskyra nicht bis zum Ende durchgeführt werden kann

Die Herstellung von Waskyra ist möglicherweise nicht erfolgreich, wenn die Menge der aus Ihrem Blut entnommenen Stammzellen nicht ausreicht oder wenn es Schwierigkeiten bei der Zubereitung des Arzneimittels nach der Entnahme der Stammzellen gibt. In diesem Fall werden Sie möglicherweise aufgefordert, sich, falls möglich, erneut der Stammzellentnahme zu unterziehen, oder Ihnen wird eine andere Behandlung angeboten.

Vor der Verabreichung von Waskyra wird ein Arzneimittel zur Konditionierung gegeben, um Zellen aus dem Knochenmark zu entfernen und so Platz zu schaffen, damit die in Waskyra enthaltenen genetisch veränderten Stammzellen im Knochenmark anwachsen können (Engraftment).

Wenn Waskyra nicht verabreicht werden kann, nachdem Sie das Arzneimittel zur Konditionierung erhalten haben, oder wenn die veränderten Stammzellen nicht in Ihrem Körper anwachsen, kann der Arzt Ihnen eine Infusion von „Rescue“-Zellen aus der zuvor entnommenen Reserveprobe geben (siehe auch Abschnitt 3 „Wie wird Waskyra hergestellt und angewendet?“). Den Rescue-Zellen wurde das funktionierende WAS-Gen nicht hinzugefügt und sie produzieren daher nicht das WAS-Protein. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Waskyra bei Patienten unter einem Alter von 6 Monaten ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor, und Waskyra darf Patienten unter einem Alter von 6 Monaten nicht verabreicht werden.

Anwendung von Waskyra zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch solche, die nicht verschreibungspflichtig sind.

  • Sie sollten ab mindestens einem Monat vor Erhalt der Arzneimittel zur Mobilisierung oder der Entnahme von Blutproben bis mindestens 7 Tage nach der Waskyra-Infusion keine Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion einnehmen, da diese Arzneimittel Auswirkungen auf die Herstellung und die frühe Funktionsfähigkeit von Waskyra haben könnten.
  • Sie dürfen in den 6 Wochen vor dem Erhalt des Arzneimittels zur Konditionierung zur Vorbereitung auf die Behandlung mit Waskyra sowie nach der Behandlung, solange sich Ihr Immunsystem (das Abwehrsystem des Körpers) regeneriert, keine sogenannten
    Lebendimpfstoffe erhalten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Waskyra hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Diese Behandlung darf aufgrund der möglichen Wirkungen des Arzneimittels zur Konditionierung nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden. Die Auswirkungen von Waskyra bei Schwangeren sind nicht bekannt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Schwangerschaft nach der Behandlung mit Waskyra.

Wenn Sie nach der Behandlung mit diesem Waskyra schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein, sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden kann, wird bei Ihnen vor Beginn der Anwendung der Arzneimittel zur Mobilisierung und Konditionierung ein Schwangerschaftstest durchgeführt, um sich zu vergewissern, dass Sie nicht schwanger sind.

Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden kann, oder wenn Sie ein Mann sind, der zeugungsfähig ist, müssen Sie ab Beginn der Behandlung zur Mobilisierung und für mindestens

6 Monate nach der Behandlung mit Waskyra eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Verhütungsmethoden geeignet sind.

Stillzeit

Das Stillen sollte während der Konditionierung aufgrund der möglichen Wirkungen des zur Konditionierung eingesetzten Arzneimittels unterbrochen werden. Es ist nicht bekannt, ob die Inhaltsstoffe von Waskyra in die Muttermilch übergehen können.

Ihr Arzt wird mit Ihnen den Nutzen des Stillens für Ihr Kind im Vergleich zu den potenziellen Risiken der Behandlung besprechen.

Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen

Möglicherweise können Sie nach Erhalt des Arzneimittels zur Konditionierung nicht mehr schwanger werden oder ein Kind zeugen. Vor der Behandlung sollten Sie Ihre Optionen mit Ihrem Arzt besprechen. Dies kann auch die Einlagerung von Materialien zur Fortpflanzung (zum Beispiel Eizellen, Sperma) für die Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt umfassen.

Waskyra enthält Natrium und Dimethylsulfoxid (DMSO)

Dieses Arzneimittels enthält 35 bis 560 mg Natrium (Hauptbestandteil von Koch-/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 2 % bis 28 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Die empfohlene maximale Aufnahmemenge von 2 g Natrium pro Tag bei Erwachsenen sollte basierend auf dem Energiebedarf von Kindern im Vergleich zu dem von Erwachsenen nach unten korrigiert werden.

Dieses Arzneimittel enthält pro ml 55 mg DMSO (eine Substanz, die zur Konservierung gefrorener Zellen verwendet wird), das plötzliche, schwere allergische Reaktionen hervorrufen kann. Der Arzt oder das medizinische Fachpersonal sollte Sie während der Infusion und in den 3 Stunden nach der Infusion stündlich engmaschig beobachten.

Wie wird Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion angewendet?

Da Waskyra aus Ihren eigenen hämatopoetischen Stammzellen hergestellt wird, wird Ihnen für die Herstellung des Arzneimittels etwa 2 bis 3 Monate vor der Behandlung Blut entnommen. Die Stammzellen können aus Ihrem Blut gewonnen werden, das aus einer Vene entnommen wird. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Stammzellen aus dem Blut gewonnen werden:

Bevor Sie Waskyra erhalten, werden Ihnen zwei Arten von Arzneimitteln verabreicht:

  • Arzneimittel zur Mobilisierung, um zu erreichen, dass die Blutstammzellen aus dem Knochenmark in den Blutkreislauf wandern
  • Arzneimittel zur Konditionierung, um im Knochenmark Platz für die neuen Stammzellen zu schaffen, die Ihnen verabreicht werden

Weitere Informationen finden Sie in den Packungsbeilagen dieser Arzneimittel

(siehe Abschnitt 3 „Wie wird Waskyra hergestellt und angewendet?“ und Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ für weitere Informationen zu diesen Arzneimitteln, einschließlich möglicher Nebenwirkungen).

  • Die Entnahme der Blutstammzellen erfolgt über einen vorübergehend gelegten zentralen Venenkatheter. Ein zentraler Venenkatheter ist ein dünner, flexibler Schlauch, der von einem Arzt in eine große Vene eingeführt wird, um Zugang zu Ihrem Blutkreislauf zu erhalten. Ein weiterer Katheter wird gelegt, bevor Sie mit der Behandlung zur Konditionierung beginnen, um die Infusion von Waskyra und anderen Arzneimitteln sowie die Blutentnahme zu Testzwecken zu ermöglichen. Beim Einführen eines Katheters können Nebenwirkungen wie Infektionen und Blutungen auftreten, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Der Arzt und das medizinische Fachpersonal überwachen Sie auf mögliche Komplikationen.
  • Sie erhalten zunächst ein sogenanntes Arzneimittel zur Mobilisierung, um zu erreichen, dass die Blutstammzellen aus dem Knochenmark in den Blutkreislauf wandern (siehe Abschnitt 2
    „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Die Blutstammzellen können dann mithilfe einer Maschine gewonnen werden, die Blutbestandteile trennt (Apheresegerät). Es kann länger als einen Tag dauern, bis genügend Blutstammzellen entnommen wurden, um Waskyra herzustellen.

Die aus dem Blut entnommenen Stammzellen werden aufgeteilt in:

  • Die Reserveprobe, die eingefroren und gelagert wird und die Reservestammzellen enthält, die gegeben werden, wenn Waskyra nicht verabreicht werden kann oder nicht funktioniert (siehe
    „Wenn die Behandlung mit Waskyra nicht bis zum Ende durchgeführt werden kann“ in Abschnitt 2).
  • Die Behandlungsprobe, die dem Hersteller zur Verfügung gestellt wird, um Waskyra herzustellen, indem eine funktionierende Kopie des WAS-Gens in die Stammzellen der Probe eingefügt wird.

Wie Ihnen Waskyra verabreicht wird

  • Waskyra wird in einem qualifizierten Behandlungszentrum und von Ärzten verabreicht, die in der Anwendung dieser Art von Arzneimitteln geschult sind.
  • Waskyra wird durch einen Tropf (Infusion) in eine Vene (intravenös) über einen zentralen Venenkatheter verabreicht. Es ist möglich, dass mehr als ein Beutel des Arzneimittels verabreicht wird.
  • Die Ärzte werden anhand der Beschriftung der Infusionsbeutel überprüfen, ob das Waskyra darin tatsächlich aus Ihrer eigenen Probe stammt.
  • Waskyra ist eine einmalige Behandlung. Er wird Ihnen nicht erneut gegeben.
Zeitpunkt Vorgang Begründung
Etwa 2 Monate vor der Es werden 4 bis 6 Tage lang Um zu erreichen, dass die
Waskyra-Infusion Arzneimittel zur Mobilisierung Blutstammzellen aus dem
  als subkutane Injektion Knochenmark in den
  verabreicht. Blutkreislauf wandern
Etwa 2 Monate vor der Es wird über einen Zeitraum Zur Gewinnung von
Waskyra-Infusion von 2 bis 3 Tagen mobilisiertes Blutstammzellen für die
  Blut entnommen. Herstellung von Waskyra.
    Ein Teil der entnommenen
    Stammzellen wird getrennt
    aufbewahrt, um
    erforderlichenfalls als
    Reservezellen eingesetzt
    werden zu können.
Etwa 3 Wochen vor der Ein Arzneimittel namens Zur Verringerung der Anzahl
Waskyra-Infusion Rituximab wird ein einziges weißer Blutkörperchen, die
  Mal durch den Katheter in eine gegen Ihren eigenen Körper
  Vene gegeben. gerichtete Antikörper bilden,
    und um den genkorrigierten
    Zellen zu helfen, nach der
    Infusion von Waskyra
    anzuwachsen
5 Tage vor der Waskyra- Es werden zwei Arzneimittel Zur Vorbereitung des
Infusion zur Konditionierung (Busulfan Knochenmarks auf die
  und Fludarabin) über einen Behandlung. Diese
  Zeitraum von 2 bis 3 Tagen in Arzneimittel zerstören Zellen
  einem Krankenhaus durch den im Knochenmark, sodass sie
  Katheter in eine Vene gegeben. durch die genkorrigierten
    Zellen in Waskyra ersetzt
    werden können.
15 bis 30 Minuten vor der Eventuell wird ein sogenanntes Zur Verhinderung einer
Waskyra-Infusion Antihistaminikum gegeben. allergischen Reaktion auf die
    Infusion
Beginn der Waskyra-Infusion Waskyra wird als Um Stammzellen, die das
  Tropfinfusion in eine Vene korrekte WAS-Gen enthalten,
  gegeben. Dieser Vorgang wird in den Blutkreislauf zu
  in einem Krankenhaus injizieren, über den sie in ihr
  stattfinden und je Knochenmark transportiert
  Infusionsbeutel etwa werden
  30 Minuten dauern. Die Anzahl  
  der Beutel ist je nach Patient  
  verschieden.  
Nach der Waskyra-Infusion Sie bleiben etwa 4 bis Zur Erholung. Sie werden
  8 Wochen lang im überwacht, um zu überprüfen,
  Krankenhaus. ob die Behandlung wirkt, und
    etwaige Nebenwirkungen
    können behandelt werden, bis
    der Arzt überzeugt ist, dass Sie
    ohne Risiko aus dem
   

Krankenhaus entlassen werden können.

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Welche Nebenwirkungen hat Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion?

Während der mit Waskyra durchgeführten klinischen Studien traten keine Nebenwirkungen auf, die dem Arzneimittel selbst zugeschrieben wurden. Allerdings können die Verfahren und Arzneimittel, die für die Verabreichung des Arzneimittels erforderlich sind, in Kombination mit Ihrem Krankheitsstatus Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung

Holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken (diese können schwerwiegend sein):

Eine Kombination mehrerer der folgenden Symptome: Fieber (≥ 38 °C), Schüttelfrost, Husten, Kurzatmigkeit, schneller Herzschlag, Verwirrtheit, starkes Unwohlsein. Dies kann auf schwerwiegende Infektionen (einschließlich Aspergillus-Infektionen), Sepsis (einschließlich Pseudomonas-Sepsis) oder Aspirationspneumonie hindeuten – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung.

Ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen, blasse Haut, extreme Müdigkeit, Verwirrtheit, geringere Urinausscheidung oder Schwellungen der Beine/Knöchel können auf Blutgerinnsel in kleinen Blutgefäßen, sogenannte „thrombotische Mikroangiopathie“, hinweisen – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung.

Eine Kombination aus Magen-/Bauchschmerzen, Schwellung, plötzlicher Gewichtszunahme, Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht) und dunklem Urin deutet auf eine schwere Lebererkrankung (venookklusive Lebererkrankung) hin, die nach Erhalt von Arzneimitteln zur Konditionierung auftreten kann – wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt.

Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt: Erbrechen von Blut oder Material, das wie Kaffeesatz aussieht; schwarzer, teerartiger Stuhl; das Gefühl, ohnmächtig zu werden, oder Schwindelgefühl – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen), die Schock umfassen können: Ausschlag oder Nesselsucht, Juckreiz, Hitzewallungen, Anschwellen von Lippen, Gesicht, Zunge oder Rachen, pfeifende Atemgeräusche oder Atembeschwerden, Schwindel oder Ohnmacht – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung.

Transfusionsreaktion (während oder nach einer Transfusion): Fieber oder Schüttelfrost, Kurzatmigkeit, Brust-/Rückenschmerzen, dunkler Urin – begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung.

Andere Nebenwirkungen (nach Häufigkeit aufgelistet, beginnend mit den häufigsten)

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Stomatitis (Wundsein oder Geschwüre im Mund)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Influenza (Grippe)

Harnwegsinfektionen

Neutropenie (niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen)

Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen)

Abdominalschmerz

Diarrhö hämorrhagisch (blutiger Durchfall)

Erbrechen

Urtikaria

Schock geschwollene Lippe

Aphthöses Ulkus (Mundgeschwüre) Erythem (Hautrötung)

Fieber

Schleimhautentzündung (Entzündung der Schleimhaut des Mundes, der Nase/des Rachens oder des Darms)

Leberenzym erhöht (erhöhte Leberenzymwerte, festgestellt in Bluttests)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion aufzubewahren?

Diese Hinweise sind nur für Ärzte bestimmt.

Da dieses Arzneimittel in einem Krankenhaus verabreicht wird, ist das Krankenhaus für die korrekte Lagerung des Arzneimittels vor und während seiner Anwendung sowie für die ordnungsgemäße Beseitigung verantwortlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett auf der Umverpackung und auf den Infusionsbeuteln nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn der Infusionsbeutel beschädigt oder undicht ist.

Bei < -130 °C lagern. Das Produkt erst unmittelbar vor der Verwendung auftauen. Das aufgetaute Produkt bei Raumtemperatur (20 °C – 25 °C) aufbewahren und innerhalb von 2 Stunden verwenden. Bei Arzneimitteln, die mit einer Konzentration von 2 × 106 Zellen/ml formuliert sind, sollte die maximale Zeit bei Raumtemperatur 45 Minuten betragen. Nicht erneut einfrieren.

Der/die Infusionsbeutel ist/sind bis zum Auftauen in der Metallkassette/den Metallkassetten aufzubewahren.

Den Außenbeutel erst nach dem Auftauen öffnen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial muss gemäß den vor Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mit Abfall von Material menschlichen Ursprungs beseitigt werden.

Weitere Informationen zu Waskyra 2–10 × 106 Zellen/ml Infusionsdispersion

Was Waskyra enthält

Der Wirkstoff ist Etuvetidigen autotemcel und besteht aus Ihren eigenen Stammzellen, die funktionierende Kopien des WAS-Gens enthalten.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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