Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde Anwendungsgebiete Zur symptomatischen Behandlung oder unterstützenden Behandlung entzündlicher und immunvermittelter Erkrankungen bei Hunden und Katzen.
- Wirkstoff(e)
- Prednisolon
- Zulassungsinhaber
- Axience
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QH02AB06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde
Anwendungsgebiete
Zur symptomatischen Behandlung oder unterstützenden Behandlung entzündlicher und immunvermittelter Erkrankungen bei Hunden und Katzen.
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Was ist vor der Einnahme von Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tieren mit:
- Virusinfektionen, Mykosen oder parasitären Infektionen, die durch eine geeignete Behandlung nicht kontrolliert werden können
- Diabetes mellitus
- Hyperadrenokortizismus
- Osteoporose
- Herzinsuffizienz
- Schwerer Niereninsuffizienz
- Hornhautulzera
- Gastrointestinalen Ulzera
- Glaukom
Nicht gleichzeitig mit attenuierten Lebendimpfstoffen anwenden.
Siehe auch Abschnitte „Trächtigkeit und Laktation“ und „Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
AT+BE:
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Die Dosierung und die Gesamtdauer der Behandlung werden vom Tierarzt im Einzelfall in Abhängigkeit vom Schweregrad der Symptome festgelegt. Es muss die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Anfangsdosis: 0,5 bis 2,0 mg Prednisolon pro kg Körpergewicht pro Tag.
Sobald nach täglicher Gabe über einen bestimmten Zeitraum die erwünschte Wirkung eingetreten ist, sollte die Dosis reduziert werden, bis die niedrigste wirksame Dosis erreicht ist. Die Dosis soll dabei reduziert werden, indem die Gabe jeden zweiten Tag erfolgt und/oder die Dosis in Intervallen von 5 – 7 Tagen halbiert wird, bis die niedrigste wirksame Dosis erreicht ist.
Aufgrund der unterschiedlichen Tagesrhythmen sollten Hunde morgens und Katzen abends behandelt werden.
Die Tabletten können in 2 gleiche Hälften geteilt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Tabletten können im Ganzen verabreicht werden (zum Beispiel in einem Stückchen Fleisch), direkt auf den Zungengrund gelegt, zerkleinert oder mit Futter vermischt werden.
10. Wartezeiten
11. Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 30 °C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Die Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Die verbleibende Tablettenhälfte sollte zum Schutz vor Lichteinwirkung wieder in die Blistervertiefung im Umkarton zurückgelegt und bei der nächsten Gabe verabreicht werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde?
Hund und Katze:
| Sehr häufig | Erhöhte Triglyceride, Hypokortisolämie1 | |
| Hypoadrenokortizismus1 | ||
| (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): | ||
| Selten | Überempfindlichkeit2 | |
| (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte | ||
| Tiere): | ||
| Sehr selten | Hyperadrenokortizismus3, Diabetes mellitus | |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Niedriger Thyroxinwert (T4), erhöhte Leberenzyme, | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | erhöhte Alkalische Phosphatase (ALP) im Serum, | |
| Eosinopenie, Lymphopenie, Neutrophilie | ||
| Muskelschwund | ||
| Polyurie4 | ||
| Polydipsie4, Polyphagie4 | ||
| Hautatrophie | ||
| Gastrointestinale Ulzeration5, Pankreatitis | ||
| Verhaltensstörungen, Erregung, Depression | ||
| Unbestimmte Häufigkeit | Erhöhte Parathormon-Konzentration (PTH), verminderte | |
| (kann auf Basis der verfügbaren | Laktatdehydrogenase (LDH), verminderte Aspartat- | |
| Daten nicht geschätzt werden): | Aminotransferase (AST), Hyperalbuminämie, | |
| Hypernatriämie6, Hypokaliämie6 | ||
| Muskelschwäche, Osteoporose, Knochen- und | ||
| Gelenkerkrankung7 | ||
| Gewichtszunahme, verzögerte Heilung8, Ödem | ||
| Opportunistische Infektion9 | ||
| Calcinosis cutis | ||
| Sonstige Störungen des Immunsystems10 | ||
| Verminderte Milchproduktion11 | ||
| Atrophie der Magenschleimhaut |
1: Folge der Unterdrückung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Nach Behandlungsende können Anzeichen einer Nebenniereninsuffizienz auftreten, wodurch das Tier möglicherweise nicht mehr angemessen auf Stresssituationen reagieren kann.
2: gekennzeichnet durch Urtikaria, Gesichtsödem und Kollaps
3: iatrogenes Cushing-Syndrom
4: insbesondere in den frühen Phasen der Therapie
5: kann durch Steroide bei Tieren, denen nichtsteroidale Antirheumatika verabreicht werden, und bei Tieren mit Rückenmarkstrauma verschlimmert werden
6: bei Langzeitanwendung
7: Hemmung des Längenwachstums der Knochen
8: Verlangsamung von Narbenbildung
9: die immunsuppressive Wirkung von Kortikosteroiden kann die Infektabwehr schwächen oder bestehende Infektionen verschlimmern
10: Immunsuppression und Schwächung der Immunabwehr
11: in der Regel vorübergehend
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
BE/Belgien: www.notifieruneffetindesirable-animaux.be oder E-Mail: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be
Weitere Informationen zu Vetsotab Vet 5 mg Tabletten für Katzen und Hunde
Zusammensetzung
Jede Tablette enthält:
Wirkstoffe:
Prednisolon 5 mg
Weiße bis cremeweiße, runde Tablette mit einem Durchmesser von 7 mm und einer einzelnen Bruchkerbe auf einer Seite.
Besondere Warnhinweise
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Beim Vorliegen einer bakteriellen Infektion sollte das Tierarzneimittel in Verbindung mit einer geeigneten Antibiotikatherapie angewendet werden. Pharmakologisch wirksame Dosierungen können zu einer Nebenniereninsuffizienz führen. Diese kann sich insbesondere nach Absetzen der Kortikosteroidtherapie manifestieren. Dieser Effekt kann minimiert werden, wenn das Tierarzneimittel alternierend, d. h. nur jeden zweiten Tag eingegeben wird, sofern dies praktikabel ist. Zur Verhinderung der Auslösung einer Nebenniereninsuffizienz sollte das Tierarzneimittel durch schrittweise Dosisreduktion ausschleichend abgesetzt werden (siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“).
Kortikoide wie Prednisolon steigern den Eiweißkatabolismus. Daher ist bei der Gabe dieses Tierarzneimittels an alte und mangelernährte Tiere Vorsicht geboten.
Bei der Anwendung von Kortikoiden wie Prednisolon ist ebenfalls Vorsicht geboten bei Tieren mit Hypertonie, Epilepsie, Verbrennungen, anamnestisch bekannter Steroidmyopathie, sowie bei immungeschwächten Tieren und Jungtieren, da Kortikosteroide eine Wachstumsverzögerung hervorrufen können.
Das Tierarzneimittel sollte bei Muskelhypotrophie, auszehrenden Erkrankungen und verzögerter Narbenbildung unter direkter tierärztlicher Überwachung mit Vorsicht angewendet werden. Die immunsuppressive Wirkung kann die Infektionsresistenz vermindern oder bestehende Infektionen verschlimmern.
Eine Behandlung mit dem Tierarzneimittel kann die Wirksamkeit von Impfungen beeinträchtigen (siehe Abschnitt „Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“). Eine besondere Überwachung ist bei Tieren mit Niereninsuffizienz erforderlich. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Prednisolon oder andere Kortikoide können Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen) hervorrufen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Prednisolon oder andere Kortikosteroide sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Dieses Tierarzneimittel kann nach Verschlucken unerwünschte Effekte hervorrufen. Vermeiden Sie den Kontakt der Hände mit dem Mund. Rauchen, essen oder trinken Sie nicht während der Anwendung des Tierarzneimittels. Um eine versehentliche Einnahme, insbesondere durch ein Kind, zu vermeiden, sollten nicht verwendete Tablettenteile in die geöffnete Blisterpackung zurückgelegt, in den Umkarton zurückgeschoben und an einem sicheren Ort außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Verwenden Sie nicht verwendete Tablettenteile immer bei der nächsten Verabreichung. Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch ein Kind, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Kortikosteroide können fetale Missbildungen hervorrufen; daher wird empfohlen, dass schwangere Frauen den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Handhabung der Tabletten Hände sofort gründlich waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass während der frühen Trächtigkeit fetale Missbildungen und in späteren Stadien der Trächtigkeit Aborte oder Frühgeburten auftreten können.
Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über und können bei gesäugten Jungtieren zu Beeinträchtigungen des Wachstums führen.
Die Anwendung während der Trächtigkeit wird nicht empfohlen.
Während der Laktation nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Phenytoin, Barbiturate, Ephedrin und Rifampicin können die metabolische Clearance von Kortikosteroiden beschleunigen, wodurch die Wirkstoffspiegel im Blut abnehmen und die physiologische Wirkung verringert wird.
Die gleichzeitige Anwendung dieses Tierarzneimittels mit nichtsteroidalen entzündungshemmenden Tierarzneimitteln kann gastrointestinale Ulzera verschlimmern.
Die Anwendung von Prednisolon kann eine Hypokaliämie auslösen und damit das Risiko der Toxizität von Herzglykosiden erhöhen. Das Hypokaliämie-Risiko kann erhöht sein, wenn Prednisolon zusammen mit Kalium-ausschwemmenden Diuretika angewendet wird.
Bei kombinierter Gabe mit Insulin sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Die Behandlung mit dem Tierarzneimittel kann die Wirksamkeit von Impfungen beeinträchtigen.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
AT: Z.Nr.:
BE:
PVC/F/PVDC – Aluminium-Blisterpackungen mit jeweils 10 Tabletten Packungsgrößen:
Umkarton mit 20 Tabletten Umkarton mit 50 Tabletten Umkarton mit 100 Tabletten Umkarton mit 250 Tabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
05/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



