Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder Anwendungsgebiete Zur Behandlung des Befalls mit Magen-Darm-Nematoden, Lungenwürmer, adulte Leberegel und Cestoden (Bandwürmer) bei Rindern.
- Wirkstoff(e)
- Albendazol
- Zulassungsinhaber
- Zoetis Österreich GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AC11
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder bei Tieren angewendet?
Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung des Befalls mit Magen-Darm-Nematoden, Lungenwürmer, adulte Leberegel und Cestoden (Bandwürmer) bei Rindern.
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Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder
Gegenanzeigen
Nicht anwenden während des ersten Monats der Trächtigkeit.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
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Wie wird Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder dosiert und angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE ZIELTIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Einmalige Verabreichung als Drench.
Bei Befall mit Magen-Darm-, Lungen- und Bandwürmern: 7,5 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg Körpergewicht (KGW) (entsprechend 7,5 mg Albendazol pro kg KGW).
Bei gleichzeitigem Befall mit adulten Leberegeln (chronischer Leberegelbefall): 10 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW (entsprechend 10 mg Albendazol pro kg KGW).
Eine Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und die Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht.
Es sollte eine geeignete, graduierte Drenchpistole verwendet werden.
Die Genauigkeit der Dosiervorrichtung ist gründlich zu prüfen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Vor Gebrauch schütteln.
Welche Nebenwirkungen kann Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder beim Tier haben?
Nebenwirkungen
Rind:
| Sehr selten | Verringerung der Konzeptionsrate |
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieses Etiketts oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 Wien, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Valbazen 100 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Albendazol | 100,0 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Benzoesäure (E210) | 1,8 mg | |
| Kaliumsorbat | 1,5 mg | |
| Weiße bis weißliche Suspension. | ||
| 3. | PACKUNGSGRÖSSE | |
| 0,5 Liter, 1 Liter | ||
| 4. | ZIELTIERART(EN) | |
| Rind |
Besondere Warnhinweise
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Fachinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und
der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welche auf den epidemiologischen Besonderheiten jeder Herde basiert, beruhen.
Die wiederholte Anwendung über einen längeren Zeitraum hinweg, insbesondere bei Verwendung derselben Substanzklasse, erhöht das Risiko einer Resistenzentwicklung. Innerhalb einer Herde/Gruppe ist die Aufrechterhaltung empfindlicher Refugien von wesentlicher Bedeutung, um dieses Risiko zu verringern. Systematische Intervallbehandlung und die Behandlung der gesamten Herde/Gruppe sollten vermieden werden. Stattdessen sollten, sofern dies möglich ist, nur ausgewählte Einzeltiere oder Untergruppen behandelt werden (gezielte selektive Behandlung). Dies sollte mit geeigneten Haltungs- und Weidemanagementmaßnahmen kombiniert werden. Für jede einzelne Herde/Gruppe sollte der behandelnde Tierarzt um Empfehlungen gebeten werden.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen.
Es wird empfohlen, Fälle von Resistenzverdacht mit einer geeigneten Diagnosemethode (z.B. Eizahlreduktionstest) weiter zu untersuchen. Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Albendazol und Ester von Benzoesäure können allergische Reaktionen hervorrufen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Albendazol oder Benzoesäure sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Albendazol kann teratogen wirken. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden.
Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen verursachen. Der Kontakt des Tierarzneimittels mit Haut und Augen ist zu vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus undurchlässigen Gummihandschuhen tragen.
Bei versehentlichem Kontakt mit Augen oder Hautexposition sollten diese Stellen sofort mit Wasser gespült werden. Falls die Reizung anhält, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz: Albendazol ist giftig für die Dungfauna und Wasserorganismen.
Aufgrund des Risikos für Dungorganismen sollte das Tierarzneimittel nicht öfter als einmal pro Jahr angewendet werden. Behandelte Tiere sollten nach der Behandlung 7 Tage lang keinen Zugang zu Oberflächengewässern haben, um unerwünschte Auswirkungen auf Wasserorganismen zu vermeiden.
Trächtigkeit:
Teratogene Wirkungen treten schon in niedrigen Dosierungen auf.
Nicht anwenden während des ersten Monats der Trächtigkeit.
Überdosierung:
Bei Überdosierung bis zum dreifachen der empfohlenen Dosis wurden keine unerwünschten Wirkungen festgestellt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung
09/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Umweltverträglichkeit:
Von behandelten Rindern auf der Weide ausgeschiedener albendazolhaltiger Kot verringert die Anzahl der Dungorganismen, was sich auf den Abbau des Dungs auswirken kann. Albendazol ist giftig für Wasserorganismen bei direkter Exposition und bei Entwässerung und/oder Ausspülung von Albendazol aus dem Boden. Der Hauptmetabolit von Albendazol, Albendazolsulfoxid, ist sehr persistent in der Umwelt.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


