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Medikamente

Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen

Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde und Katzen Anwendungsgebiete Zur Behandlung von Infektionen des Verdauungstraktes, der Atemwege, des Urogenitaltraktes, der Haut und des Weichteilgewebes, die durch Amoxicillin-empfindliche Bakterien verursacht werden.

Wirkstoff(e)
Amoxicillin
Zulassungsinhaber
Univet Ltd
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01CA04

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde und Katzen

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Infektionen des Verdauungstraktes, der Atemwege, des Urogenitaltraktes, der Haut und des Weichteilgewebes, die durch Amoxicillin-empfindliche Bakterien verursacht werden.

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Was ist vor der Einnahme von Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht intravenös oder intrathekal verabreichen.

Nicht anwenden bei Kaninchen, Hamstern, Wüstenrennmäusen oder Meerschweinchen.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Rinder, Schafe und Schweine – intramuskuläre Anwendung.

Hunde und Katzen – subkutane oder intramuskuläre Anwendung.

Die empfohlene Dosierungsrate beträgt 15 mg pro kg Körpergewicht, was 1 ml pro 10 kg Körpergewicht entspricht. Die Behandlung ist nach 48 Stunden einmalig zu wiederholen.

Das Dosisvolumen entspricht 1 ml pro 10 kg Körpergewicht. Wenn das Dosisvolumen bei Rindern 15 ml und bei Schafen und Schweinen 4 ml überschreitet, sollte es aufgeteilt und an zwei oder mehr Stellen injiziert werden

Tierart Gewicht (kg) Dosisvolumen (ml)
     
Rinder 450 kg 45,0 ml
Schafe 65 kg 6,5 ml
Schweine 150 kg 15,0 ml
Hunde 20 kg 2,0 ml
Katzen 5 kg 0,5 ml

Hinweise für die richtige Anwendung

Vor dem Gebrauch die Durchstechflasche kräftig schütteln, um eine vollständige Resuspension zu erreichen.

Dieses Tierarzneimittel enthält kein antimikrobielles Konservierungsmittel.

Vor der Entnahme jeder Dosis muss das Septum abgewischt werden. Eine trockene, sterile Kanüle und Spritze verwenden.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt werden.

Wie bei anderen injizierbaren Präparaten sind auch hier die üblichen aseptischen Vorgehensweisen einzuhalten.

Eine entsprechend graduierte Spritze muss verwendet werden, um eine genaue Verabreichung des erforderlichen Dosisvolumens zu ermöglichen. Dies ist insbesondere bei der Injektion kleiner Mengen wichtig.

Der Stopfen sollte nicht mehr als 40 Mal durchstochen werden.

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Wie ist Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25 C lagern.

Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/ Anbruch des Behältnisses: 28 Tage

Weitere Informationen zu Trymox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schafe, Schweine, Hunde, Katzen

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:

150 mg Amoxicillin, entspricht 172 mg Amoxicillin-Trihydrat

Weiße bis creme-weiße ölige Suspension

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Das Tierarzneimittel ist gegen Beta-Lactamase produzierende Organismen nicht wirksam.

Eine vollständige Kreuzresistenz wurde zwischen Amoxicillin und anderen Penicillinen, insbesondere Aminopenicillinen, nachgewiesen.

Die Verwendung des Tierarzneimittels/von Amoxicillin ist sorgfältig abzuwägen, wenn bei antimikrobiellen Empfindlichkeitsprüfungen eine Resistenz gegen Penicilline festgestellt wurde, da seine Wirksamkeit verringert sein kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung einer Empfindlichkeitsprüfung (Antibiogramm) der aus dem Tier isolierten Bakterien erfolgen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die Therapie auf lokalen (regionalen, auf Betriebsebene) epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielbakterien beruhen.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen, nationalen und regionalen Richtlinien für Antibiotika zu berücksichtigen.

Wird das Tierarzneimittel nicht wie in der Packungsbeilage beschrieben verwendet, kann dies die Prävalenz Amoxicillin-resistenter Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen Penicillinen aufgrund einer potenziellen Kreuzresistenz verringern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) führen. Eine bestehende Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen kann zu einer Kreuzallergie gegenüber Cephalosporinen führen und umgekehrt. Allergische Reaktionen auf diese Wirkstoffe können gelegentlich schwerwiegende Folgen haben.

  1. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Penicilline und Cephalosporine sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
  2. Gehen Sie mit dem Tierarzneimittel sehr vorsichtig um und befolgen Sie alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, um eine Exposition zu vermeiden.
  3. Wenn bei Ihnen nach Exposition Symptome wie Hautausschlag auftreten, ist ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Ein Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder Augen sowie Atembeschwerden sind schwerwiegendere Symptome, die einer sofortigen ärztlichen Versorgung bedürfen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Es wird generell nicht empfohlen, bakterizide und bakteriostatische Antibiotika gleichzeitig anzuwenden.

Es ist bekannt, dass Beta-Lactam-Antibiotika mit Antibiotika mit bakteriostatischer Wirkung wie Chloramphenicol, Makroliden, Sulfonamiden und Tetracyclinen in Wechselwirkung treten. Es besteht außerdem eine synergistische Wirkung von Penicillinen mit Aminoglykosiden.

Überdosierung:

Die Sicherheit von Amoxicillin gleicht der von anderen Penicillinen, da die intrinsische Toxizität sehr gering ist. Amoxicillin hat eine große Sicherheitsspanne.

Im Falle einer Überdosierung ist die Behandlung symptomatisch.

Wesentliche Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7.   Nebenwirkungen  
Rinder, Schafe, Schweine, Hunde und Katzen:  
     
Selten    
(1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere): Reizung an der Injektionsstelle1
   
Sehr selten  
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Allergische Reaktion (z. B. anaphylaktischer Schock
Einzelfallberichte): und Urtikaria) 2,3
       

1 In der Regel von geringer Intensität und geht spontan und schnell zurück. Tritt seltener auf, wenn das Injektionsvolumen pro Injektionsstelle reduziert wird.

2 Die Behandlung ist abzubrechen und eine symptomatische Behandlung einzuleiten. 3 Mit variierendem Schweregrad.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 838793

Packungsgrößen:

Durchstechflasche mit 50 ml in einer Faltschachtel. Durchstechflasche mit 100 ml in einer Faltschachtel. Durchstechflasche mit 250 ml in einer Faltschachtel.

12 Durchstechflaschen mit je 50 ml in einer Falt-/Polystyrol-Schachtel. 12 Durchstechflaschen mit je 100 ml in einer Falt-/Polystyrol-Schachtel. 6 Durchstechflaschen mit je 250 ml in einer Falt-/Polystyrol-Schachtel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

05/2024

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Amoxicillin ist ein Breitbandantibiotikum aus der Familie der Beta-Lactam-Antibiotika, das zur Gruppe der Aminopenicilline gehört. Dieser Wirkstoff besitzt eine zeitabhängige bakterizide Wirkung und ist gegen grampositive und bestimmte gramnegative Mikroorganismen wirksam.

Der Mechanismus der antibakteriellen Wirkung von Amoxicillin besteht in der Hemmung der biochemischen Prozesse der bakteriellen Zellwandsynthese durch eine irreversible und selektive Hemmung verschiedener an diesen Prozessen beteiligter Enzyme, hauptsächlich Transpeptidasen, Endopeptidasen und Carboxypeptidasen. Bei empfindlichen Arten führt die unzureichende Synthese der Bakterienwand zu einem osmotischen Ungleichgewicht, das insbesondere das Wachstum der Bakterien beeinflusst (wenn die Prozesse der Bakterienwandsynthese besonders wichtig sind) und schließlich zur Lyse der Bakterienzelle führt.

Zu den Bakterienarten, die als Amoxicillin-empfindlich gelten, gehören grampositive Bakterien:

Streptococcus spp., gramnegative Bakterien, Pasteurellaceae und Enterobacteriaceae, einschließlich Stämmen von E. coli.

Bakterien, die in der Regel gegenüber Amoxicillin resistent sind, sind Penicillinase-produzierende Staphylokokken, bestimmte Enterobacteriaceae wie Klebsiella spp., Enterobacter spp., Proteus spp. und andere gramnegative Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa.

Es gibt drei wesentliche Resistenzmechanismen gegenüber Beta-Lactam-Antibiotika: die Produktion von Beta-Lactamase, eine veränderte Expression und/oder Modifikation von Penicillin-bindenden Proteinen (PBP) und eine verminderte Penetration der äußeren Membran. Einer der wichtigsten Mechanismen ist die Inaktivierung von Penicillin durch Beta-Lactamasen, die von bestimmten Bakterien produziert werden. Diese Enzym e sind in der Lage, den Beta-Lactam-Ring von Penicillinen zu spalten und diese so zu inaktivieren. Die Beta-Lactamase kann sowohl in chromosomalen als auch in plasmidischen Genen kodiert sein.

Erworbene Resistenzen kommen bei gramnegativen Bakterien wie E. coli, die verschiedene Arten von Beta-Lactamasen produzieren, die im periplasmatischen Raum verbleiben, häufig vor. Zwischen Amoxicillin und anderen Penicillinen wird eine Kreuzresistenz beobachtet, insbesondere bei Aminopenicillinen.

Der Einsatz von Beta-Lactam-haltigen Arzneimitteln mit erweitertem Spektrum (z. B. Aminopenicilline) führt möglicherweise zur Selektion multiresistenter Bakterienphänotypen (z. B. solcher, die Beta- Lactamasen mit erweitertem Spektrum (ESBLs) produzieren).

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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