Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Phenosan Vet 12,5 mg Kautabletten für Hunde Phenosan Vet 50 mg Kautabletten für Hunde Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde Anwendungsgebiete Zur Vorbeugung epileptischer Anfälle und zur Verringerung der Häufigkeit, Schwere und Dauer von Anfällen bei idiopathischer Epilepsie .
- Wirkstoff(e)
- Phenobarbital
- Zulassungsinhaber
- Alfasan Nederland B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN03AA02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Phenosan Vet 12,5 mg Kautabletten für Hunde
Phenosan Vet 50 mg Kautabletten für Hunde
Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde
Anwendungsgebiete
Zur Vorbeugung epileptischer Anfälle und zur Verringerung der Häufigkeit, Schwere und Dauer von Anfällen bei idiopathischer Epilepsie.
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Was ist vor der Einnahme von Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Barbiturate.
Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Lebererkrankungen, schweren Nieren- oder Herz-Kreislauf- Erkrankungen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Phenobarbital pro kg Körpergewicht, verabreicht zweimal täglich (alle 12 Stunden).
Um eine korrekte Anfangsdosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Für eine erfolgreiche Behandlung müssen die Tabletten jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht werden.
Steady-State-Serumkonzentrationen werden erst 1-2 Wochen nach Beginn der Behandlung erreicht. Daher kann die anfängliche Wirksamkeit variieren, und eine Dosisanpassung sollte in diesem Zeitraum nicht erfolgen.
Anpassungen der Anfangsdosis sollten anhand der klinischen Wirksamkeit, der Blutspiegel von Phenobarbital und des Auftretens unerwünschter Nebenwirkungen erfolgen.
Die Bestimmung der Phenobarbital-Serumkonzentration ist entscheidend für eine korrekte Behandlung. Die Zeit bis zum Erreichen des Steady-State (1-2 Wochen) und der erhöhte Metabolismus aufgrund der Autoinduktion (6 Wochen) sollten bei der Festlegung eines Monitoring- Plans zur Überwachung der Serumkonzentration berücksichtigt werden.
Die therapeutisch wirksamen Phenobarbital-Konzentrationen liegen zwischen 15 und 40 μg/ml, aber bei den meisten Hunden ist eine Phenobarbital-Serumkonzentration zwischen 25-30 µg/ml für eine optimale Anfallskontrolle erforderlich.
Aufgrund individueller Unterschiede in der Ausscheidung und Empfindlichkeit gegenüber Phenobarbital kann die wirksame Dosis erheblich variieren (zwischen 1 mg/kg und 15 mg/kg Körpergewicht zweimal täglich).
Bei unzureichender therapeutischer Wirksamkeit kann die Dosis in Schritten von jeweils 20 % erhöht werden, wobei eine regelmäßige Überwachung der Phenobarbital-Serumkonzentration erforderlich ist. Aufgrund der Autoinduktion hepatischer mikrosomaler Enzyme kann die Halbwertszeit von Phenobarbital bei manchen Hunden nach langfristiger Behandlung kürzer als 20 Stunden sein. In solchen Fällen kann zur Minimierung therapeutisch relevanter Schwankungen der Serumkonzentration ein Dosierungsintervall von 8 Stunden in Betracht gezogen werden.
Wenn die Anfälle nicht zufriedenstellend kontrolliert werden und die maximale Serumkonzentration bei etwa 40 μg/ml liegt, sollte die Diagnose überdacht werden und/oder ein zweites Antiepileptikum in das Behandlungsprotokoll aufgenommen werden.
Die Plasmakonzentrationen sollten immer in Verbindung mit dem beobachteten Ansprechen auf die Therapie und einer vollständigen klinischen Beurteilung einschließlich der Überwachung auf Anzeichen toxischer Wirkungen bei jedem Tier interpretiert werden.
Die nachfolgende Dosierungstabelle dient als Orientierungshilfe für die Anwendung des Tierarzneimittels in der empfohlenen Anfangsdosierung für jede Verabreichung: 2,5 mg/kg. Sie gibt die Anzahl und Art der Tabletten an, die erforderlich sind, um 2,5 mg Phenobarbital pro kg Körpergewicht bei jeder Gabe zu verabreichen.
| Phenosan | Phenosan | Phenosan | ||||||
| Körpergewicht | Vet | Körpergewicht | Vet | Körpergewicht | Vet | |||
| 12,5 mg | 50 mg | 100 mg | ||||||
| 1,25 kg | 1,25 kg | - | 1,25 kg | - | ||||
| 2,5 kg | 2,5 kg | - | 2,5 kg | - | ||||
| 3,75 kg | 3,75 kg | - | 3,75 kg | - | ||||
| 5 kg | 5 kg | 5 kg | - | |||||
| 6,25 kg | 6,25 kg | - | 6,25 kg | - | ||||
| 7,5 kg | 7,5 kg | - | 7,5 kg | - | ||||
| 10 kg | 10 kg | 10 kg | ||||||
| 15 kg | 15 kg | 15 kg | - | |||||
| 20 kg | - | 20 kg | 20 kg | |||||
| 25 kg | - | 25 kg | 25 kg | - | ||||
| 30 kg | - | 30 kg | 30 kg | |||||
| 40 kg | - | 40 kg | 40 kg | |||||
| 50 kg | - | 50 kg | 50 kg | |||||
| 60 kg | - | 60 kg | 60 kg | |||||
| = ¼ Tablette | = ½ Tablette | = ¾ Tablette | = 1 Tablette |
Hinweise für die richtige Anwendung
Für eine erfolgreiche Behandlung müssen die Tabletten jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht werden.
Die am besten geeigneten Tablettenstärken sollten angewendet werden, um eine genaue Dosierung sicherzustellen.
Die Tabletten können in 2 oder 4 gleiche Teile geteilt werden, um eine genaue Dosierung zu gewährleisten. Legen Sie die Tablette auf eine flache Oberfläche, mit der Bruchkerbe nach oben und der konvexen (abgerundeten) Seite nach unten.
Zwei gleiche Teile: Drücken Sie mit dem Daumen in die Mitte der Tablette.
Vier gleiche Teile: Drücken Sie mit dem Daumen in die Mitte der Tablette.
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Wie ist Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Phenosan Vet 100 mg Kautabletten für Hunde
Zusammensetzung
Jede Kautablette enthält:
| Wirkstoff: | |
| Phenobarbital | 12,5 mg |
| Phenobarbital | 50 mg |
| Phenobarbital | 100 mg |
12,5 mg: Weiße bis cremefarbene runde und konvexe Kautablette mit kreuzförmiger Bruchkerbe auf einer Seite, Ø 7 mm
50 mg: Weiße bis cremefarbene runde und konvexe Kautablette mit kreuzförmiger Bruchkerbe auf einer Seite, Ø 13 mm
100 mg: Weiße bis cremefarbene runde und konvexe Kautablette mit kreuzförmiger Bruchkerbe auf einer Seite, Ø 16 mm
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die Entscheidung, eine antiepileptische medikamentöse Behandlung mit Phenobarbital zu beginnen, muss in jedem Einzelfall sorgfältig abgewogen werden, wobei die Anzahl, Häufigkeit, Dauer und Schwere der Krampfanfälle berücksichtigt werden müssen.
Eine frühzeitige Behandlung kann sinnvoll sein, da wiederholte Anfälle zusätzliche Anfallsherde begünstigen können.
Die therapeutische Serumkonzentration von Phenobarbital sollte regelmäßig überwacht werden, um die niedrigste wirksame Dosis festzulegen. Der Metabolismus von Phenobarbital kann individuell stark variieren. Da Phenobarbital den eigenen Abbau durch hepatische mikrosomale Enzyme beschleunigen kann (Autoinduktion), kann es notwendig sein, die Dosis schrittweise zu erhöhen, um eine gleichbleibende Serumkonzentration sicherzustellen.
Während der Behandlung bleiben einige Hunde anfallsfrei, andere zeigen eine reduzierte Anfallshäufigkeit, während eine dritte Gruppe nicht auf die Behandlung anspricht (Non-Responder).
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei der Zieltierart:
Vorsicht ist geboten bei Tieren mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, Hypovolämie, Anämie, Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen.
Es wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn Blutuntersuchungen durchzuführen (Hämatologie und klinische Chemie, einschließlich Leberfunktion und Schilddrüsenfunktion). Nach Beginn der Behandlung sollten diese Untersuchungen nach 2–3 Wochen und anschließend alle 4–6 Monate wiederholt werden.
Das Risiko hepatotoxischer Nebenwirkungen kann durch die Anwendung der niedrigstmöglichen wirksamen Dosis reduziert oder verzögert werden.
Bei Verdacht auf Hepatotoxizität werden Leberfunktionstests empfohlen. Bei akuter Leberinsuffizienz oder chronischen Leberschäden muss Phenobarbital abgesetzt und durch eine andere Art der antiepileptischen Behandlung ersetzt werden.
Das Absetzen von Phenobarbital oder die Umstellung auf eine andere Art von antiepileptischer Behandlung sollte ausschleichend erfolgen, um einen Anstieg der Anfallshäufigkeit zu vermeiden. Bei stabilisierten Epilepsiepatienten ist beim Wechsel zwischen verschiedenen Phenobarbital- Darreichungsformen besondere Vorsicht geboten.
Die Tabletten sind aromatisiert. Um zu verhindern, dass die Tiere die Tabletten versehentlich aufnehmen, bewahren Sie sie außerhalb ihrer Reichweite auf.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Phenobarbital kann schwerwiegende Wirkungen haben, darunter Sedierung, Desorientiertheit, Ataxie, Nystagmus und kann bei Kindern tödlich sein. Um eine versehentliche Einnahme zu vermeiden, achten Sie äußerst sorgfältig darauf, dass Kinder nicht mit den Tabletten oder noch nicht angewendeten Tablettenteilen in Kontakt kommen. Achten Sie darauf, Hautkontakt, insbesondere den Kontakt von Hand zu Mund, zu vermeiden. Bewahren Sie die Tabletten in der Originalverpackung auf, bis sie verwendet werden. Nicht verwendete Tablettenteile sollten in die geöffnete Blisterpackung zurückgelegt, wieder in die Faltschachtel gesteckt und sicher außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, um sie bei der nächsten Verabreichung zu verwenden. Rauchen, essen oder trinken Sie nicht während der Anwendung des Tierarzneimittels.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Phenobarbital und Vanillin können eine Überempfindlichkeitsreaktion hervorrufen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Phenobarbital oder Vanillin sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Suchen Sie bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen einen Arzt auf. Phenobarbital ist teratogen und kann für ungeborene und gestillte Kinder toxisch sein. Es kann die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und zu kognitiven Störungen führen. Phenobarbital geht in die Muttermilch über. Schwangere Frauen, Frauen im gebärfähigen Alter und stillende Frauen, sollten den Hautkontakt mit dem Tierarzneimittel, einschließlich Hand-zu-Mund-Kontakt, vermeiden.
Es wird empfohlen, bei der Verabreichung des Tierarzneimittels Handschuhe zu tragen. Nach der Anwendung Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation bei Hunden ist nicht belegt.
Trächtigkeit:
Studien haben gezeigt, dass Phenobarbital sowohl bei Labortieren als auch beim Menschen die Plazentaschranke passiert. Studien an Labortieren ergaben Hinweise auf teratogene und die Entwicklung beeinträchtigende Wirkungen. Phenobarbital beeinflusst das pränatale Wachstum und kann insbesondere dauerhafte neurologische und sexuelle Entwicklungsstörungen verursachen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt. Das potenzielle Risiko eines erhöhten Auftretens angeborener Fehlbildungen muss gegenüber dem
Risiko einer Unterbrechung der Behandlung während der Trächtigkeit sorgfältig abgewogen werden.
Laktation:
Studien an Labortieren und bei Menschen haben gezeigt, dass Phenobarbital in die Muttermilch übergeht. Säugende Welpen sollten engmaschig auf pharmakologische Wirkungen, insbesondere Sedierung, überwacht werden. Wenn bei säugenden Welpen Schläfrigkeit oder sedierende Effekte auftreten, die das Saugen beeinträchtigen, sollte auf eine künstliche Fütterungsmethode umgestellt werden.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Phenobarbital induziert die Synthese von Plasmaproteinen, darunter α1-saures Glykoprotein, sowie hepatische mikrosomale Cytochrom-F (CYP)-Enzyme, was zu Arzneimittelwechselwirkungen führen kann. Daher ist besonders auf die Pharmakokinetik und Dosierung von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln zu achten.
Die Induktion von Plasmaproteinen kann die Proteinbindung anderer Wirkstoffe erhöhen, wodurch die Konzentration des ungebundenen Wirkstoffanteils im Plasma sinkt. Die Induktion von CYP-Enzymen kann den Metabolismus von Substanzen beschleunigen, die über diese Enzyme metabolisiert werden. Dies kann zu einer niedrigeren Plasmakonzentration der betroffenen Substanzen führen, einschließlich Phenobarbital selbst.
Die therapeutische Wirkung von Benzodiazepinen (z. B. Diazepam) kann bei Tieren, die langfristig mit Phenobarbital behandelt werden, vermindert sein. Das ist besonders wichtig bei der Behandlung eines Status epilepticus, wenn Tiere über längere Zeit Phenobarbital erhalten.
Die Plasmakonzentrationen und damit die therapeutische Wirkung anderer Antiepileptika (wie Levetiracetam und Zonisamid) können durch gleichzeitige Gabe von Phenobarbital verringert werden. In Kombination mit GABA-ergen Wirkstoffen wie Bromid kann Phenobarbital eine synergistische (verstärkte) Wirkung zeigen.
Da Phenobarbital in der Leber teilweise über CYP-Enzyme metabolisiert wird, können Substanzen, die die Aktivität der CYP-Enzyme hemmen, zu einer erhöhten Phenobarbital-Konzentration im Blut führen. Mehrere Substanzen wurden bei Menschen, Labortieren und in in-vitro-Studien als CYP- Hemmer identifiziert. Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkungen wird als gering eingestuft, wenn die betreffenden Substanzen in therapeutischen Dosierungen angewendet werden. Dennoch können mögliche Wechselwirkungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Beispiele für solche Substanzen sind: Ketoconazol, Griseofulvin, Chloramphenicol α2-Agonisten wie Medetomidin und Xylazin Atipamezol, Propofol
Überdosierung:
Symptome einer Überdosierung sind:
- Dämpfung des zentralen Nervensystems, die sich durch Symptome äußert, die von Schlaf bis Koma reichen können
- Atemwegsbeeinträchtigung
-
Herz-Kreislauf-Beeinträchtigung, Hypotonie und Schock, die zu Nierenversagen und Tod führen können.
Im Falle einer Überdosierung sollten das aufgenommene Arzneimittel aus dem Magen entfernt und bei Bedarf unterstützende Maßnahmen für Atmung und Kreislauf eingeleitet werden.
Die Hauptziele der Behandlung sind eine intensive symptomatische und unterstützende Therapie, wobei besonderes Augenmerk auf die Aufrechterhaltung der Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Nierenfunktionen sowie auf die Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts gelegt wird.
Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht verfügbar, jedoch kann die Elimination von Phenobarbital durch Hämodialyse oder Peritonealdialyse beschleunigt werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht zutreffend.
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Hunde: | |||
| Sehr häufig | Polyphagie (gesteigerter Appetit)1, Polydipsie (gesteigertes | ||
| (>1 Tier / 10 behandelte Tiere): | Durstgefühl)1, Lethargie1, | ||
| Polyurie (vermehrter Harnabsatz), | |||
| Sedierung1, Ataxie1, | |||
| erhöhte Leberenzyme2. | |||
| Häufig | Übererregbarkeit3. | ||
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | |||
| Tiere): | |||
| Gelegentlich | Blutbildveränderungen (wie Anämie und/oder | ||
| (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte | Thrombozytopenie und/oder Neutropenie) 4, | ||
| Tiere): | Hypoalbuminämie4, erhöhte Serumlipide, | ||
| Dyskinesie4, | |||
| Ängstlichkeit4, | |||
| hepatische Toxikose5, | |||
| Pankreatitis | |||
| Unbestimmte Häufigkeit | Diarrhöe, Erbrechen, | ||
| (kann auf Basis der verfügbaren | Dermatitis6, | ||
| Daten nicht geschätzt werden): | |||
| niedriges Thyroxin (T4) . |
1 In den meisten Fällen sind diese Nebenwirkungen vorübergehend (10 bis 21 Tage) und klingen ab, wenn die Behandlung fortgesetzt wird.
2 Diese können mit nicht-pathologischen Veränderungen in Verbindung stehen, könnten jedoch auch auf eine Hepatotoxizität hinweisen.
3 Besonderes häufig nach Beginn der Therapie beobachtet. Da diese Übererregbarkeit jedoch nicht auf Überdosierung zurückzuführen ist, muss keine Dosisreduktion erfolgen.
4 Reversibel durch Dosisreduktion oder Absetzen der Phenobarbital-Behandlung.
5 Tritt im Zusammenhang mit der Langzeitanwendung von Phenobarbital sowie mit hohen therapeutischen Dosen (> 20 mg/kg/Tag) oder hohen Serumkonzentrationen (≥35 µg/ml) auf. Etwaige Veränderungen sind reversibel, wenn das Arzneimittel frühzeitig im Krankheitsverlauf abgesetzt wird. 6 Oberflächliche nekrolytische Dermatitis kann im Zusammenhang mit dem antikonvulsiven Hypersensitivitätssyndrom (AHS) auftreten.
7 Ein erniedrigter Gesamt-T4- oder freier T4-Serumspiegel ist nicht zwangsläufig ein Hinweis auf eine Hypothyreose. Eine Substitutionstherapie mit Schilddrüsenhormonen sollte nur bei vorhandenen klinischen Symptomen einer Hypothyreose eingeleitet werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Arzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 12,5 mg: 50 mg: 100 mg:
Faltschachtel mit 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100 oder 250 Kautabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
10/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


