Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde Anwendungsgebiete Rind: Zur Behandlung von Befall mit adulten und larvalen Stadien von Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmern wie folgt: Haemonchus placei, Ostertagia spp. (O. ostertagi, O. lyrata), Trichostrongylus spp. (T. axei, T. colubriformis), Cooperia spp.
- Wirkstoff(e)
- Fenbendazol
- Zulassungsinhaber
- Intervet Ges.m.b.H.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AC13
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde
Anwendungsgebiete
Rind:
Zur Behandlung von Befall mit adulten und larvalen Stadien von Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmern wie folgt:
Haemonchus placei, Ostertagia spp. (O. ostertagi, O. lyrata), Trichostrongylus spp. (T. axei, T. colubriformis), Cooperia spp. (C. oncophora, C. punctata, C. pectinata, C. zurnabada), Nematodirus spp. (N. helvetianus, N. spathiger), Bunostomum phlebotomum, Capillaria spp.,
Oesophagostomum radiatum und Dictyocaulus viviparus sowie gegen adulte Stadien von Trichuris spp. und Strongyloides papillosus.
Gegen inhibierte Stadien von Cooperia spp. besteht eine hohe Wirkung, gegen inhibierte Stadien von
Ostertagia ostertagi und Dictyocaulus viviparus eine gute Teilwirkung.
Pferd:
Zur Behandlung von Befall mit adulten Stadien von Magen-Darm-Nematoden wie folgt:
der großen Strongyliden (Strongylus vulgaris, S. edentatus, S. equinus), der kleinen Strongyliden (Triodontophorus spp., Poteriostomum spp., Gyalocephalus capitatus, Oesophagodontus robustus, Craterostomum acuticaudatum, Cyathostomum spp., Cylicocyclus spp., Cylicostephanus spp.,
Cylicodontophorus spp.), Probstmayria vivipara sowie zur Behandlung von Infektionen mit adulten und larvalen Darmstadien von Paracaris equorum und Oxyuris equi.
Gegen Larven kleiner Strongyliden sowie Wanderstadien von Strongylus vulgaris und Strongylus edentatus besteht eine weniger ausgeprägte Wirkung.
Befall von Saugfohlen mit Strongyloides westeri.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Fenbendazol eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter.
Rinder, Pferde:
7,5 mg Fenbendazol/kg Körpergewicht (KGW) einmalig, entsprechend 20 g des Tierarzneimittels pro 600 kg KGW.
Pferde:
Bei Befall mit Parascaris equorum:
10 mg Fenbendazol/kg KGW einmalig, entsprechend 20 g des Tierarzneimittels pro 440 kg KGW.
Bei Befall von zwei bis drei Wochen alten Saugfohlen mit Strongyloides westeri:
50 mg Fenbendazol/kg KGW einmalig, entsprechend 20 g des Tierarzneimittels pro 90 kg KGW.
Hinweise für die richtige Anwendung
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht.
Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird. Diätmaßnahmen vor oder nach der Behandlung sind nicht erforderlich.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde?
Rind, Pferd:
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, über das elektronische Veterinär-Meldeformular auf der Internetseite (https://www.basg.gv.at), per E-mail (basg-v-phv@basg.gv.at) oder per Post melden.
Wie ist Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Panacur 222 mg/g Granulat zum Eingeben für Rinder und Pferde
Zusammensetzung
| Jedes Gramm enthält: | |
| Wirkstoff(e): | |
| Fenbendazol | 222,22 mg |
Weißes bis gelblich-weißes Granulat zum Eingeben über das Futter.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
1
Aufgrund der Benzimidazolresistenzsituation bei kleinen Strongyliden der Pferde ist die Überprüfung der anthelminthischen Wirksamkeit (z. B. mit dem Eizahlreduktionstest) zu empfehlen.
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Fachinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten jeder Herde basiert, beruhen.
Die wiederholte Anwendung über einen längeren Zeitraum, insbesondere bei Verwendung derselben Substanzklasse, erhöht das Risiko einer Resistenzentwicklung. Innerhalb einer Herde/Gruppe ist die Aufrechterhaltung empfindlicher Refugien von wesentlicher Bedeutung, um dieses Risiko zu verringern. Systemische Intervallbehandlung und die Behandlung der gesamten Herde/Gruppe sollten vermieden werden. Stattdessen sollten, sofern dies möglich ist, nur ausgewählte Einzeltiere oder Untergruppen behandelt werden (gezielte selektive Behandlung). Dies sollte mit geeigneten Haltungs- und Weidewirtschaftsmaßnahmen kombiniert werden. Für jede einzelne Gruppe/Herde sollte der behandelnde Tierarzt um Empfehlungen gebeten werden.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen.
Über Resistenz gegen Fenbendazol wurde bei Rindern bei Ostertagia ostertagi und Cooperia spp. berichtet, bei Pferden bei Cyathostominae.
Es wird empfohlen, Fälle von Resistenzverdacht mit einer geeigneten Diagnosemethode (z. B. Eizahlreduktionstest) weiter zu untersuchen. Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Direkten Kontakt mit der Haut, den Augen und den Schleimhäuten vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Haut, Augen oder Schleimhäuten, die Haut gründlich mit Seife und Wasser waschen und die Augen und Schleimhäute mit viel Wasser spülen.
Staubentwicklung beim Umgang mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Nach der Anwendung Hände gründlich mit Seife und Wasser waschen.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Diätmaßnahmen vor oder nach der Behandlung sind nicht erforderlich.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Fenbendazol ist giftig für Fische und andere Wasserorganismen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden. Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine bekannt.
Überdosierung:
Benzimidazole besitzen eine große therapeutische Breite. Es sind keine spezifischen Symptome einer Überdosierung bekannt. Keine besonderen Maßnahmen erforderlich.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
2
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 16.255
Faltschachtel mit 10 × 10 g Beutel.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
03/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
4
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


