Inhalt
Nicht mehr verfügbar
Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine ist nicht mehr im Handel oder nicht mehr zugelassen. Die Angaben auf dieser Seite werden nicht mehr aktualisiert – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke nach einer Alternative.
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von Befall mit folgenden unreifen und reifen Stadien von Magen-Darm-Würmern, Nierenwürmern und/oder Lungenwürmern bei Schweinen: Hyostrongylus rubidus (Roter Magenwurm), Oesophagostomum spp. (Knötchenwürmer), Ascaris suum (Spulwurm), Trichuris suis (Peitschenwurm), Stephanurus dentatus (Nierenwurm), Metastrongylus apri (Lungenwürmer).
- Zieltierarten
- Schwein
- Wartezeit
- Essbare Gewebe: 7 Tage.
- Wirkstoff(e)
- Fenbendazol
- Zulassungsinhaber
- Intervet GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AC13
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung von Befall mit folgenden unreifen und reifen Stadien von Magen-Darm-Würmern, Nierenwürmern und/oder Lungenwürmern bei Schweinen:
Hyostrongylus rubidus (Roter Magenwurm), Oesophagostomum spp. (Knötchenwürmer), Ascaris suum (Spulwurm), Trichuris suis (Peitschenwurm), Stephanurus dentatus (Nierenwurm),
Metastrongylus apri (Lungenwürmer).
Anzeige
Für welche Tiere ist Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine zugelassen?
Schwein
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Fachinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten jeder Herde basiert, beruhen.
Die wiederholte Anwendung über einen längeren Zeitraum, insbesondere bei Verwendung derselben Substanzklasse, erhöht das Risiko einer Resistenzentwicklung. Innerhalb einer Gruppe ist die Aufrechterhaltung empfindlicher Refugien von wesentlicher Bedeutung, um dieses Risiko zu verringern. Systemische Intervallbehandlung und die Behandlung der gesamten Herde/Gruppe sollten vermieden werden. Stattdessen sollten, sofern dies möglich ist, nur ausgewählte Einzeltiere oder Untergruppen behandelt werden (gezielte selektive Behandlung). Dies sollte mit geeigneten Haltungs- und Weidewirtschaftsmaßnahmen kombiniert werden. Für jede einzelne Gruppe sollte der behandelnde Tierarzt um Empfehlungen gebeten werden.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen.
Es wird empfohlen, Fälle von Resistenzverdacht mit einer geeigneten Diagnosemethode (z.B. Eizahlreduktionstest) weiter zu untersuchen. Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Direkten Kontakt mit der Haut, den Augen und den Schleimhäuten vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Haut, Augen oder Schleimhäuten, die Haut gründlich mit Seife und Wasser waschen und die Augen und Schleimhäute mit viel Wasser spülen.
Während des Mischens und der Handhabung des Tierarzneimittels Staubbildung vermeiden und eine ausreichende Belüftung sicherstellen.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkleidung, Schutzbrille und Atemmaske tragen.
Nach der Anwendung Hände gründlich mit Seife und Wasser waschen.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Fenbendazol ist giftig für Fische und andere Wasserorganismen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Laktation ist nicht belegt. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Überdosierung:
Benzimidazole besitzen eine große therapeutische Breite. Es sind keine spezifischen Symptome einer Überdosierung bekannt. Keine besonderen Maßnahmen erforderlich.
Anzeige
Wie wird Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter.
Das Tierarzneimittel sollte nur zur Behandlung einzeln gefütterter Tiere oder einer kleinen Tiergruppe verabreicht werden, bei der die Aufnahme durch das Einzeltier effektiv kontrolliert werden kann.
Das Tierarzneimittel ist einer kleinen Menge (20 %) der täglichen Futterration beizumischen und vor der Verfütterung des restlichen Futters zu verabreichen.
Das behandelte Futtermittel sollte täglich kurz vor Verabreichung an die Tiere zubereitet werden. Den Dosen zu 500 g und 2,5 kg liegt ein graduierter Messbecher bei.
Die Dosis beträgt einmalig 5 mg Fenbendazol/kg Körpergewicht (KGW), das entspricht 3 g des Tierarzneimittels pro 25 kg KGW.
Bei Befall mit Nierenwürmern (Stephanurus dentatus): einmalig 10 mg Fenbendazol/kg KGW, das entspricht 6 g des Tierarzneimittels pro 25 kg KGW.
Bei Befall mit Peitschenwürmern (Trichuris suis) und/oder Lungenwürmern (Metastrongylus apri): 5 mg Fenbendazol/ kg KGW, das entspricht 3 g des Tierarzneimittels pro 25 kg KGW, auf 5-15 Tage verteilt, wie folgt z.B.:
1,0 mg Fenbendazol/kg KGW (das entspricht 0,63 g des Tierarzneimittels/25 kg KGW) täglich an 5 aufeinanderfolgenden Tagen.
0,33 mg Fenbendazol/kg KGW (das entspricht 0,21 g des Tierarzneimittels/25 kg KGW) täglich an 15 aufeinanderfolgenden Tagen.
Das Pulver ist geruchlos und geschmacksneutral und wird von den Tieren gut aufgenommen.
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden.
Nur teilweise konsumiertes Futtermittel sollte mit sonstigen Futtermittelabfällen entsorgt und nicht an andere Tiere verabreicht werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Tierarzneimittel kann auch bei schwer erkrankten oder tragenden Tieren sowie bei schlechtem Allgemeinzustand verabreicht werden.
Die Aufnahme von mit dem Tierarzneimittel versetzten Futter richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Fenbendazol gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.
Diätmaßnahmen vor oder nach der Behandlung sind nicht erforderlich. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Nach Neuinfektion ist die Behandlung zu wiederholen.
Welche Wartezeit gilt für Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine?
Essbare Gewebe: 7 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine beim Tier haben?
Schwein:
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, über das elektronische Veterinär-Meldeformular auf der Internetseite (https://www.basg.gv.at), per E-mail (basg-v-phv@basg.gv.at) oder per Post melden.
Wie ist Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Fenbendazol eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Panacur 40 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Zusammensetzung
1 g Pulver enthält 40 mg Fenbendazol.
Weißes bis fast weißes Pulver.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 16.639
Packungsgrößen:
500 g, 1,0 kg und 2,5 kg sowie 25 kg
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
09/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: Intervet GesmbH
Siemensstraße 107 A-1210 Wien
Tel: + 43 (1)2568787
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:
Intervet Productions S.A.
Rue de Lyons
F-27460 Igoville
oder
Intervet GesmbH
Siemensstraße 107
A-1210 Wien
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


