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Medikamente

Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Omeproshield  370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde Anwendungsgebiet(e) Zur Vorbeugung von Magengeschwüren.

Wirkstoff(e)
Omeprazol
Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Animal Health France S.C.S.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QA02BC01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Anwendungsgebiet(e)

Zur Vorbeugung von Magengeschwüren.

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Was ist vor der Einnahme von Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Tiere mit einem Alter unter 4 Wochen oder weniger als 70 kg Körpergewicht sollten nicht behandelt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Vorbeugung von Magengeschwüren: Eine Mindestdosis von 1 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht pro Tag über einen Zeitraum von 28 Tagen ist zu verabreichen.

Zum Eingeben.

Das Tierarzneimittel ist wirksam bei Pferden verschiedener Rassen und unter unterschiedlichen Haltungsbedingungen, bei Fohlen ab einem Alter von 4 Wochen und über 70 kg Körpergewicht, sowie bei Zuchthengsten.

Es ist ratsam, die Verwendung des Tierarzneimittels mit einer Änderung der Haltungs- und Trainingsbedingungen zu verbinden. Siehe dazu auch „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten“.

Hinweise für die richtige Anwendung

Jede Spritze enthält 4 einzelne Tagesdosen für Pferde mit einem Gewicht von 272 – 544 kg.

Bitte nehmen Sie folgende Dosierungstabelle zur Hilfe, um die richtige Dosierung für ihr Pferd zu bestimmen.

Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde Dosierungstabelle

Körpergewicht des Pferdes Dosierung*
   
< 272 kg Ein Tierarzt ist zu konsultieren
     
272 kg - 544 kg Dosis pro Tag
     
> 544 kg Dosen pro Tag
     

*Für einen Zeitraum von 28 aufeinanderfolgenden Tagen

Gebrauchsanweisung:

  1. Um den Stempelschaft einzustellen, während Sie den Stempel festhalten, drehen Sie den Dosierring am Stempel eine Vierteldrehung nach links und schieben dann den Dosierring entlang des Stempelschaftes, sodass die dem Zylinder am nächsten gelegene Seite bei der entsprechenden Tagesdosismarkierung liegt, wobei Sie den Pfeil auf dem Kolben mit der Kerbe auf dem Ring ausrichtet.
  2. Den Ring durch eine Vierteldrehung nach rechts fixieren. Vergewissern Sie sich, dass dieser eingerastet ist (sollte sich nicht mehr verschieben lassen). Stellen Sie sicher, dass das Maul des Pferdes vor der Verabreichung kein Futter enthält.
  3. Entfernen Sie die Abdeckung der Spritzenspitze.
  4. Führen Sie die Spritze in den Maulwinkel des Pferdes ein.
  5. Drücken Sie den Stempel herunter, bis er am Dosierring aufhört. Die gesamte Dosis sollte auf der Rückseite der Zunge oder tief im Wangenbeutel aufgetragen werden.
  6. Pferde sollten noch kurz beobachtet werden, um sicherzustellen, dass kein Teil der Dosis verloren geht oder nicht angenommen wird.

Geht eine Dosis verloren, wird eine erneute Dosierung empfohlen.

Nach Gebrauch die Applikationsspritze mit der Kappe wieder verschließen.

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Welche Nebenwirkungen hat Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde?

Pferd:

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern. Nach Gebrauch die Applikationsspritze mit der Kappe wieder verschließen.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen zu Omeproshield 370 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde

Zusammensetzung

Jedes Gramm enthält:

Wirkstoff:  
Omeprazol 370 mg

Sonstige Bestandteile:

Eisenoxid gelb (E172) 2 mg

Weiche, homogene, gelbe bis gelbbraune Paste.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Stress (einschließlich Hochleistungstraining und Wettkämpfe), Fütterung, Management und Haltungsbedingungen können zur Entwicklung von Magengeschwüren beitragen. Personen, die für das Wohlergehen der Pferde verantwortlich sind, sollten die Belastungen, die zur Bildung von Magengeschwüren beitragen, durch Änderung der Haltungsbedingungen vermindern: weniger Stress, kürzere Futterkarenzzeiten, höhere Raufutteraufnahme und Weidegang.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Da das Tierarzneimittel zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen kann, sollte der direkte Kontakt mit der Haut und den Augen vermieden werden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte persönliche Schutzkleidung, bestehend aus undurchlässigen Handschuhen, getragen werden. Bei der Handhabung und Verabreichung des Tierarzneimittels nicht essen oder trinken. Nach der Anwendung Hände und eventuell kontaminierte Hautstellen waschen. Im Falle eines Kontaktes mit den Augen sind diese sofort mit klarem Wasser zu spülen und es ist ein Arzt zu Rate zu ziehen. Personen, die nach Kontakt mit dem Tierarzneimittel eine Überempfindlichkeit entwickelt haben, sollten dieses in Zukunft nicht mehr handhaben.

Trächtigkeit und Laktation:

Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Da zur Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation keine wissenschaftlichen Daten vorliegen, wird der Einsatz des Tierarzneimittels bei trächtigen und laktierenden Stuten nicht empfohlen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Omeprazol kann die Ausscheidung von Warfarin verzögern. Es sind sonst keine anderen Wechselwirkungen mit routinemäßig zur Behandlung von Pferden eingesetzten Tierarzneimitteln zu erwarten, auch wenn Interaktionen mit Tierarzneimitteln, die über Enzyme der Leber metabolisiert werden, nicht ausgeschlossen werden können.

Überdosierung:

Es wurden keine Nebenwirkungen bei erwachsenen Pferden und Fohlen im Alter von über 2 Monaten nach täglicher Verabreichung von Omeprazol in Dosierungen bis zu 20 mg/kg Körpergewicht über 91 Tage beobachtet.

Es wurden keine Nebenwirkungen bei Zuchthengsten (insbesondere keine nachteiligen Effekte auf Spermaqualität und Fortpflanzungsverhalten) nach täglicher Verabreichung von Omeprazol in Dosierungen von 12 mg/kg Körpergewicht über 71 Tage beobachtet.

Es wurden keine Nebenwirkungen bei erwachsenen Pferden nach täglicher Verabreichung von Omeprazol in Dosierungen von 40 mg/kg Körpergewicht über 21 Tage beobachtet.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr. 836149

Packungsgröße:

Behältnis: 10 -ml -Applikationsspritze mit 6,16 g Paste, bestehend aus einem weißen Polypropylen- Spritzenkörper mit weißer LDPE-Kappe, Stempelschaft aus Polypropylen mit Gummispitze, Kalibrierung mit Dosierstufen.

Äußere Umhüllung und Packungsgrößen:

  • Umkarton mit 7 Applikationsspritzen
  • Umkarton mit 1 Applikationsspritze

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

06/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Pharmakodynamik

In Untersuchungen war eine Dosis von 1 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht pro Tag über einen Zeitraum von bis zu 28 Tagen bei Pferden unter Belastungen, die zu Magengeschwüren führen, ausreichend, um deren Auftreten zu verhindern.

Omeprazol ist ein Protonenpumpenhemmer und gehört in die Gruppe der substituierten Benzimidazole. Es ist ein Antazidum zur Behandlung peptischer Geschwüre.

Omeprazol unterdrückt die Magensäuresekretion durch spezifische Hemmung des H+/K+-ATPase- Enzymsystems an der Oberfläche der Parietalzellen. Das H+/K+-ATPase-Enzymsystem wirkt als Säure-Protonenpumpe in der Magenschleimhaut. Da dies die letzte Stufe bei der Kontrolle der Magensäuresekretion ist, blockiert Omeprazol die Sekretion unabhängig von einem Stimulus. Omeprazol hemmt die H+/K+-ATPase, die H+-Ionen im Austausch gegen K+-Ionen in das Mageninnere pumpt, durch irreversible Bindung. Nach oraler Behandlung von Pferden mit 4 mg Omeprazol pro kg Körpergewicht und Tag lag die Hemmung der Pentagastrin-stimulierten Magensaftsekretion nach 8, 16 und 24 Stunden bei 99, 95 und 90 %, die Hemmung der Basalsekretion bei 99, 90 und 83 %. Die maximale Hemmung der Säuresekretion wird etwa 5 Tage nach der ersten Verabreichung erzielt.

Pharmakokinetik

Nach dem Eingeben der Paste liegt die Bioverfügbarkeit von Omeprazol im Schnitt bei 10,5 % (4,1 bis 12,7 %). Die Resorption erfolgt rasch, wobei die maximale Plasmakonzentration etwa innerhalb einer Stunde nach Verabreichung (tmax) erreicht wird. Nach Gabe von 4 mg/kg werden maximale Plasmawerte (Cmax) zwischen 385 und 693 ng/ml erreicht. Nach oraler Verabreichung besteht ein signifikanter First-pass-Effekt. Omeprazol wird rasch zu Glukuroniden des demethylierten und hydroxilierten Omeprazolsulfids (Harnmetabolite) und zu Methylsulfidomeprazol (Gallenmetabolite) und reduziertem Omeprazol (Harn und Galle) metabolisiert.

Nach oraler Verabreichung von 4 mg/kg Körpergewicht ist Omeprazol im Plasma 9 Stunden lang nach der Behandlung nachweisbar, im Harn als Hydroxyomeprazol und O-Desmethylomeprazol nach 24 Stunden, aber nicht mehr nach 48 Stunden. Omeprazol wird rasch ausgeschieden, vorwiegend über den Harn (43 bis 61 % der Dosis) und im geringeren Maße auch über die Fäzes. Die Halbwertszeit liegt etwa zwischen 0,5 und 8 Stunden.

Nach wiederholten Behandlungen waren keine Anzeichen einer Akkumulation erkennbar.

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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